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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-01-14 · 3 (14.1.1916) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
3 (14.1.1916)
Date
1916-01-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sette 40 Dr. Bloch's Wochenschrift ' Nr. 3 der Umzingelung. Sein Heldenmut wurde mit der goldenen Tapferkeitsmedaille belohnt, während der Kommandant der in der Nachbarschaft operierenden deutschen Truppen ihn für das Eiserne Kreuz zweiter Klasse in Antrag brachte. In einem der darauffolgenden Kämpfe geriet er in russische Gefangenschaft. Alexander K a l m a n, Apotheker, Leurnant, aus Bekescsaba, ein Sohn des Lederhändlers Gustav Klein, der schon seit Kriegsbeginn Kriegsdienste leistet, wurde von seiner Majestät in Anerkennung seiner ausgezeichjneten erfolgreichen Dienste mit dem goldenen Verdienstkreuze am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Wettere Auszeichnungen. Feldpost 6, 5. Januar 1916. Sehr geehrter Herr Redakteur! Heute habe ich zum erstenmal in den Reservestellungen die rastende Mannschaft besucht, um einen Gottesdienst mit Predigt abzuhalten und Liebesgaben auszureilen. Es war mir eine besondere Befriedigung, viele dekorierte Soldaten unter meinen tapferen Juden zu sehen. Ich bitte Sie höflichst, nachstehende Fälle in Ihrem geschätzten Blatte veröffentlichen zu wollen — falls cs noch nicht geschehen wäre. Feldwebel Schulim Kormillo, dreifach ausgezeichnet: Dezember 1914 bronzene, Juli 1915 silberne Medaille und Dezenrber 1915 silbernes Verdienstkreuz mit der Krone für tapferes Verhalten in beit Kämpfen am Doberdo. Er gehört zum k. k. Landst.-Jnfanterieregiment Nr. 32. Korporal Israel Kornweiz, Landst.-Jnfanterieregiment Nr. 32: bronzene im Juni, silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse im Oktober. Gefreiter Mendel Liebermann, dasselbe Regiment: silberne Tapferkeilsmedaille 2. Klasse, Oktober 1915. Gefreiter Blatt, dasselbe Regiment: silberne Tapfcrkcitsmedaille 2. Klasse, Oktober 1915. Max B r o m b e r g e r, dasselbe Regiment: bronzene Tapferkeitsmedaille. MaxSpira, Gefreiter, dasselbe Regiment: bronzene Tapferkeitsmedaille. Jnfant. Badian, Landst.-Jnfanteriereg. 31: bronzene- Tapferkeitsmedaille. Wolf M a n n h e i m, dasselbe Regiment: bronzene Tapferkeitsmedaille. Alle erhielten die Auszeichnungen bei den Kämpfen am Doberdo. Feldrabbiner Dr. Bela D i a m a n t. Kadett des Inf.-Regimentes Nr. 57 Jsak S t e i n d - ling vom akademischen Verein „Jüdische Kultur'' wurde von Seiner Majestät dem Kaiser zum Leutnant im Ruhestand ernannt. Dem k. u. k. Oberarzt Dr. Gustav Jellinek aus Stadt Kanitz, Chefarzt des Festungsspitales in Trebinje, Neffe des Kantors und Religionslehrers Herrn Sigmund Jellinek in Oberhollabrunn, wurde in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Regimentsarzt Dr. Siegfr. Lackenbacher in Baden erhielt das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes (an der russischen Front); sein Bruder, JUDr. Lackenbacher (i»al. Front) das Signum laudis. Ein dritter Bruder, Alfred, geht jetzt an die Front ab. Jüdische Kamttien im Jetde. Der in den landwirtschaftlichen Kreisen Galiziens bestbekannte Markus Hüttner, Gutspächter in Zabcze bei Betz, hatte alle seine drei Söhne ink Felde. Von diesen ist der älteste Sohn, Bernhard Hüttner, k. u. k. Leutnant d. R. im 36. Landw.-Infanterieregiment, am 30. August 1914 bei Halicz in Galizien gefallen. Die zwei anderen Söhne, k. k. Landsturm-Ingenieur Sigmund Hüttner und Kadett Nikolaus Hüttner, stehen bis nun ununterbrochen im Felde. — Auch die Brüder des Herrn Markus Hüttner, Jsak Hüttner und Oskar Hüttner, stehen seit Kriegsausbruch ununterbrochen im Felde und ist Feldwebel Jsak H üttnier für seine vorzügliche und heldenmütige Dienstleistungen vor dem Feinde am nördlichen wie auch am südlichen Kriegsschauplätze mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse (große), mit der Bronze-Medaille wie auch mit dem deuschen Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden. — Endlich steht ein Schwager des Herrn Markus Hüttner, Herr Sigmund Bergner, seit der Rückeroberung Lembergs im Militärdienst, während die zwei anderen Schwäger, Jacob Bergner und Ephraim Bergner, am 16. d. M. zur Militärdienstleistung einrücken. Ieldraööiner Ar. M. Pauöer. Feldrabbiner Dr. Maier Tauber wurde an Stelle des im nichtaktiven Verhältnis zurückversetzten Feldrabbiners Dr. Michael Halb er st am die Leitung der rsr. Seelsorge im' Bereiche der k. u. k. 5. Armee übet!- tragen. Seine durch beinahe ein volles Kriegsjahr ersprießliche Tätigkeit bei einer Landwehrdivision fand die vollste Anerkennung in einem Divisions-Kommando-Befehls, der am Tage seines Abgehens an die Truppen ergangen ist: Divisions-Kommando-Befehl. Anläßlich des Scheidens des Feldrabbiners Doktor Meier Tauber aus dem Verbände der 106. Jnfanterie- Truppcndivision, bei der er durch ein volles Kriegsjahr mit größtem Pflichteifer und Selbstaufopferung gewirkt hat, spreche ich demselben für seine vorzügliche Dienstleistung im Namen des Allerhöchsten Dienstes die belobende Anerkennung des J.-T.E.-Kommandos aus. am 29. Dezember 1915. Div.-Kmdt.

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