Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 47 (26.11.1915)
- Date
- 1915-11-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nc. 47 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 867 Km Iekdpostbrief an Iran Ir. Krunwald. Im Felde, 21. November 1915. Sehr geehrte gnädige Frau! In der Front gegen Italien, Hefe ich die „Bloch- Zeitung" und lese die Notitz, wo Ihr gutes Herz für eine echte gute Sache eintritt. Wie freute ich mich über diese schöne Idee, ich habe, ehrlich gesagt, geweint wie ein Kind, weil ich Mir sagte, gute Menschen denken unser draußen. Ms Würdigung dieses Unternehmens resp. Sammlung übersende ich durch meine l. Gattin meine Löhnung von 10 Tagen (Kr. 3.60) als Beisteuer und wünsche, ich möchte viel Nachahmer für dieses edle Werk finden. Wie werde ich mich freuen, wenn mir der liebe Gott das Glück geben wird, zu meiner lieben Frau und Kindern zurüchukommen, und dann an heiliger Stätte die schönen Predigten zu hören des Herrn Doktor! Gott gebe uns bald diesen Tag! Ich bitte um Veröffentlichung, wenn's geht, in der „Bloch-Zeitung" und zeichne mit ehrerbietigem Handkuß und Feldgruß ergebenst Joh. Hofbauer, k. k. Landsturm-Kanonier. Km russischer Heuchler in der Synagoge non Yyiregyyaza. Ein interessantes, schönes Geschenk erhielt, wie „Egyenlöseg" berichtet, die jüdische Kultusgemeinde in Nyiregyhaza. Der Oberst des . Husarenregimentes Akusius Nagy übersandte es dem Präsidenten der Kultusgemeinde in Begleitung eines schönen Schreibens, welches wie folgt lautet: Wohlgeboren Herrn Mathias Kun Nyiregyhaza. In einer gefährdeten russischen Stadt erwarb ich den im Tempel befindlichen schönsten Leuchter mit der Absicht, daß der Leuchter wieder im Tempel seinen Platz findet. Ich bitte Sie, diesen Leuchter zum Zeichen meiner Hochschätzung für die Nyiregyhazaer Kultusgemeinde annehmen und im Tempel ihm einen Platz einräumen zu wollen. Mit dem herzlichsten Gruß bleibe ich Ihr Sie aufrichtig hochachtender Akusius N a g y m. p., Oberst. Feldpost Nr. , 14. September 1915. Der kunstvoll ausgeführte Leuchter mit dem russischen Adler wurde bereits im Tempel aufgestellt. Juden als Jolrnelscher im Kriege. In einer Schilderung vom türkischen Kriegsschauplatz schreibt der Kriegsberichterstatter des „Berliner Tageblatts", Emil Ludwig: „Wenn man sieht, wie jeder Schritt die Nötigung sprachlicher Uebersetzung erschwert, so gedenkt man mit einiger Schadenfreude der Sprachverwirrung, die beim Feinde herrschen muß. Freilich, es läßt sich alles übersetzen. Wer der übersetzte Befehl ist nicht haarscharf der originale. Was geschehen kann, geschieht, um Genauigkeit und um Schnelligkeit zu verbürgen, jeder Stabsoffizier hat seinen Dolmetscher neben sich. Man benutzt auch hier — wie ich es schon in Syrien fand — zu dieser Arbeit gern syrische oder spanjiolisch>e Iüden, die, als Ottomanen dienstpflichtig, bei starker polyglotter Bildung gerade an diesen, Stellen besonders brauchbar scheinen. Meist haben sie in Deutschland studiert, und es ist amüsant, einem solchen jungen Manne abends zuzuhören, wie er von unseren Nationalökonomen und Medizinern als seinen Lehrern spricht, als käme er eben aus dem Berliner Kolleg, nicht etwa aus dem Hauptquartier von Gallipoli. Dann wieder spricht man mit einem Griechen französisch, mit einem ägyptischen Türken englisch und italienisch mit einem Levantiner Koch. Ein Bursche hat sogar russisch mit dem schwedischen Korrespondenten gesprochen; alle feindlichen Idiome sind auf dieser Halbinsel verwendbar." Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Kisernen Krenze. Bisher wurden 4631 mitgeteilt. in der vorliegenden Rümmer 130, zusammen 4?61. Aachen. Landgerichtsrat Dr. Adolf Rosenthal, Offizier- Stellvertreter im Landsturmregimente Nr. 8. Alzey. Rudolf Wolf, Unteroffizier beim Rheinischen Feldartillerieregiment Rr. 59. Augsburg. Otto B i s s i n g e r, Unteroffizier in einem Feldartillerieregiment. Baisingen (Württembergs. Metzger Adolf Haarburger, vor kurzem mit de: Württembergischen Miilärverdienstmedaiil; ausgezeichnet. Ballenstedt (im Harz). Siegfried und Norbert Cohn, zurzeit verwundet. Barmen. Moritz H o I st e i n, Unteroffizier im Infanterieregimente Nr. 171. Bansendorf (Wittlich). Nathan M a y e r, Gefreiter bei einer Proviantkolonne. Berlin. Julius Fuchs, Gefreiter: Fritz P l a tz e k, Kriegsfreiwilliger; Mar Koppel, Gefreiter im Reserve-Infanterieregiment Nr. 270; Berthold Alerander, Assistenzarzt bei einem Pionierregiment; Alfred Cohn, Vizewachtmeister in einem brandenburgischen Feldartillerieregiment; Willy Chrenreich, Lazarettinspektor: Dr. Eduard Frankel, Rechtsanwalt: Kurt Gottlob, Kriegsfreiwilliger; Erich Haberland, Unteroffizier; Ernst Hertz, beim Stabe einer Landwehrdivision i. O.: Mar K aminsky, Sanitäts-Unterof^ier beim Infante.ieregim.mte Nr. 376; Felir R o s e n b l ü 1 h, Leutnant; Georg Selig, Kriegsfreiwilliger im Garde-Erenadierregiment Nr. 5. Berlin-Lichtenberg. Leo G r i f ch m a n n, Kriegsfreiwilliger, Gefreiter. Biesenthal i. M. Herbert Abraham, Kriegsfreiwilliger. Breslau. Unteroffizier Martin Hahn: Referendar Leo I a f f e, Offizier-Stellvertreter in einem Artillerieregiment; Erich Guttstadt, Schauspieler; Alfred Hirsch, Kriegsfreiwillige. Gefreiter; Kurt P o s e n e r, Musketier, Gefreiter. Gefcchtsordonnanz. für hervorragende Dienste vor dem Feinde in Rußland. Briefen (Westpreußen). Julius Simon, Sani ätsnn.eroffizier, Glasermeister. Cannstadt. Hugo Strauß, Unteroffizier im Reserve-Feldartillerieregiment Nr. 13. Cassel. Franz Hallo, Gefreiter im Refecve-FeldartilleriRegiment Nr. 51; Karl Oppenheinrer, Vize Wachtmeister der Reserve in einem Garde-Feldarlillerieregiment. Charlottenburg. Felir Behrendt. Cobrrn an der Mosel. Simon Wolfs, Vizewachtmeister. Coblenz. Mar Daniel, Leutnant d. R., im Infanterieregiment Nr. 120; Kriegsfreiwilliger cand. für. Julius Loewenthal, Gefreiter im Feldartillerieregiment Nr. 23, zurzeit schwer verwundet. Cöln. Paul Herz st ein, Kanonier im Referve-Fußartillerieregiment Nr. 9; Bernhard Falk, Hauptmann, Adjutant eines Kreischess, Rechtsanwalt und Stadtverordneter: Julius Geismar. Unteroffizier. Crefeld. Alfred Leib, beim Anhalte: Infanterieregiment Nr. 93. Czarnilau. Gefreiter Isidor Karger. Dierdorf (Coblenz). Manfred M an, Unteroffizier bei der Fernsprechaöieilung im 7. Reservekorps. Dortmund. Arthur Salmagne, Vizefeldwebel: Dagobert ten Brink, Oberjäger im Reserve-Iägerbataillon Nr. 20. Dühringshof. Martin L e v y. Dülmen. Mar B e n d i x, Fe dwebel der Landwehr im Reserve- Infanterieregiment Nr. 330. Düsseldorf. Otto Leyser, Ofsizier-Slellvertreter in ater Armierungskompagnifr i. W. Duisburg. Fritz Kann, Trainfahrer; Kriegsfreiwilliger Kurt Philips, Gefreiter im Husarenregiment Nr. 13. Falkewitz (Kreis Oppeln). Hermann Schiftan, Gefreiter. Frankfurt a. M. Juda Leopold, Vizefe.dwebel der Reserve im 221. Infanterieregiment: Iu'ius David, Kriegsfreiwilliger, Gefreiter; Eduard Dreyfuß, Offizier-Stellvertreter; David Hirschler, Offizier-Stellvertreter; Moses Loeb, Gefreiter; Willi Stern, bei einer Landwehr-Sanitätskompagnie.