Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 46 (19.11.1915)
- Date
- 1915-11-19
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 46 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 853 Zn Oberstabsärzten: Die Stabsärzte d. R. Dr. Abraham, 2. Leib-Husarenregimcnt; Dr. Danziger, Kommandant eines Etappen-Trains. Ten Charakter als Oberstabsärzte erhielten Die Stabsärzte a. D. Dr. Friedlünder, Feldlazarett 201; Dr. Iottkowitz, Kr.-Lazarett-Abteilung 32; Dr. Raphael, Landwehr-Feldlazarett 27; Dr. Ollendorf (I Breslau) beim Reserve-Feldartillerieregiment 14; Sanitätsrat Dr. Fritz T a r r a s ch, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Zn Oberstabsärzten d N. befördert: Die Stabsärzte Dr. ^Julius Veith; Dr. Ludwig K o h nst a m m; Dr. Benno Koppenhagen. Zu Stabsärzten: Dr. Schlesinger, Oberarzt a. D., Ersatzbataillon des Landwehr-Infanterieregimentes Rr. 87; Dr. Oppenhe int, Oberarzt der Landwehr a. D., Ersatzbataillon des Landwehr-Infanterieregimentes Rr. 28; Dr. Lurenburger, Landwehr-Jnfanteriebataillon Nr. 3. Zu Oberärzten: Dr. M a r g u l i e s, Assistenzarzt, Infanterieregiment Nr. 20; Dr. T ach au, Eisenbahnbau-Kompagnie Nr. 23. Zn Assistenzärzten v. R : Die Unterärzte O r n st e i n, Reserve-Infanterieregiment 201; F r i e d l ä n d e r, Staffelstab 513 des Lnd.-Korps; Dr. Pinne r, Lndst. bei der 2. Ersatzabteilung, Feldartillerieregiment Nr. 6. Zu Assistenzärzten der Landwehr 1. Anfg.: Dr. W e r t h e i m, Unterarzt, Kr.-Lazarettabteilung Nr. 57. Zu Assistenzärzten der Landwehr 2. Ausg: Die Unterärzte Davidsohn, Reservelazarett Verden; F r i e d m a n n, Sanitätskompagnie Nr. 201; Dr. K a tz, Ersatzabteilung Nr. 6 der Krastfahrzeugbatterie. Zn Assistenzärzten: Dr. med. Richard Schuster; Dr. med. Fritz Wachs« er; Dr. med. Willy B r a u n s ch w e i g; Dr. med. Hermann D u rl ach er; Dr. med. Oskar Gans; Dr. med. Ernst Hahn. Znm Unterarzt: Dr. med. Mar S e e f e l d; Mar T s ch e r n i a k. Zum Zahnarzt: Joseph Elkan. Zum Lazarettinspektor: Leo I a c o b i. Zum Kriegsgcrichtsrat: Dr. jur. Hans E o l d st e i n. Sonstig? Auszeichnungen. Berlin. Die Rote Kreuzmedaiile 2. Klasse erhielt Hans U l lst e i n, Rechtsanwalt und Verlagsbuchhändler. - Die Rote Kreuzmedaille 3. Klasse erhielt Frau Iustizrat Gertrud G r a b o w e r, geb. London. Berlin-Treptow. Mar Landsberg, erhielt die Rote Kreuzmedaille 2. Klasse. Breslau. Frau Konsulsgattin Hulda Ehrlich, geb. Oliven, erhielt die Rote Kreuzmedaiile 3. Klasse. Bromderg. Die Rote Kreuzmedaiile 3. Klasse erhielt Frl. Anna N e u f e l d. Charlottenburg. Die Rote Kreuzmedaille 2. Klasse erhielt Bruno Ledermann, Kaufmann. Fürth. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Adolf Regensburger. Koblenz. Dr. phil. h. c. Gustav S e l i g m a n n, Kommerzialrat, Bankier, erhielt die Rote Kreuzmedaiile 2. Klasse. Mannheim. Edgar Oppenheimer, Ritter des Eisernen Kreuzes, erhielt die Badische Verdienstmedaille. Mogilno. Frau Fabriksbesitzer London erhielt die Rote Kreuzmedaille 3. Klasse. Nieder-Weisel bei Butzbach. Julius L ö w-e n st e i n, Unteroffizier, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Oppeln. Frau Fabriksdirektor Johanna Friedländer erhielt die Rote Kreuzmedaille 3. Klasse. Der bayerische Ariegsminister über die Juden im Heeresdienst. Kriegsminister v. Kreß gab am 4. November im Finanzausschuß eine sehr bemerkenswerte Erklär u n g gegenüber mancherlei Angriffen auf Juden im Heeresdienst ab, die schon vorher der Abgeordnete M ü l l e r - Meiningen zurückgewiesen hatte. Er sagte, die Juden seien in der Erfüllung ihrer Schuldigkeit im Kriege hinter den Angehörigen der anderen Konfessionell in keiner Weise zu rückge standen. Sie hätten dadurch die volle "Anwartschaft, den Reserveoffizier zu erreichen. Tatsächlich sei eine große Anzahl von Juden während des .Krieges vtit Bayern zu Reserveoffizieren bereits befördert worden. Eine Statistik über die Zahl der in und hinter der Front befindlichen Juden anfertigen zu lassen, müsse er ablehuen. ^Z)er Heilige Synod gegen die Julussung der Juden zum chsstzierskorps. Die Grazer „Tagespost" meldet aus Petersburg indirekt: „Utro Rossij" schreibt, daß sich der Kriegsminister an den heiligen Zynod mit der Anfrage gelvendet hat, ob der Ernennung von I u d e n z u Offizieren religiöse Rücksichten im Wege seien. Der Syrrod entschied, daß, da eventuell jüdische Offiziere all kirchlichen Festlichkeiten nicht teilnehmen könnten, eilte Zulassung von Juden zum Offizierskorps u n m ö g l i ch sei. "Korrespondenzen. Aus der Plenarsitzung des Kultusvorftandes vom 14. Rov. 1915 unter dem Vorsitze des Präsidenten Dr. Alfred Slern. Beginn 1111 Uhr vormittags. In der öffentlichen Plenarsitzung des Kultusvorstandes vom 14. November 1915 hielt der Vorsitzende, Präsident Dr. Alfred Stern, folgenden Nachruf: „Wenige Wochen sind es her, daß lvir zu eitler Trauersitzung uns hier versammelten. Und wieder ist es eine Toteltklage, welche wir heute hier erheben: '.nieder beklagen wir den Verlust eines teueren, braven, tüchtigen Mitgliedes unseres Vorstandes. Ich habe scholl nach dem Hinscheiden unseres verewigten Vizepräsidenten Dr. Gustav Kohn darauf hingewiesen, daß von den zwanzig Herren, die, als ich in den Vorstand eintrat, demselben angehörten, ich der einzige, der Letzt überlebende bin; und wenn ich nun wieder nach so kurzer Zeit eine Totellklage erheben muß, so kann ich nicht umhin, mich des wehmütigen Dichterwortes zu erinnern: „Fallen seh' ich Zweig aus Zweige, Kaum noch hält der morsche Stamm." Kaiserlicher Rat Adolf 2 ch r a m e k, der uns so plötzlich entrissen wurde, war uns allen ein lieber, teurer Kollege. Sein freundliches, liebevolles, entgegenkommendes Wesen erwarb ihm unsere herzlichste Sympathie: ebenso sein biederer, lauterer Charakter. Wenn er auch nur neun Jahre, eine llur so kurze, viel zu kurze Zeit dem Vorstande angehörte, so war doch sein Wirken ein reichhaltiges, vielumfassendes, so daß es einer sehr, sehr viel längeren Tätigkeit genügt hätte. In allen Angelegenheiten des Kultus, des Ritus, dem so verzweigten Gebiete der Finanzgebarung unserer Gemeinde war seine Meinung, sein Rat gar oft von entscheidender Bedeutung. Er war kein Mann der Rede, kein Mann, der viel Worte machte: wenige, schlichte, prägnante Worte, mit welchen er das Wahre der Sache traf, seine Einsicht, seine Erfahrung wiesen uns nicht selten, selbst in schivie