Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 31 (30.7.1915)
- Date
- 1915-07-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr 31 Dr. Bloch's Wochenschrift Sette 573 18 silberne Tapferkeitsmedaillen erster Klasse, 35 silberne Tapferkeitsmedaillen zweiter Klasse, 45 bronzene Tapferkeitsmedaillen, 9 belobende Anerkennungen des Armeeoberkommandos, 1 des Armeekommandos, 3 deutsche Verdienstmedaillen, zusammen 188 Auszeichnungen; davon '64 an Offiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 26 an Seelsorger, Aerzte, Militärbeamte, Rechnungsführer, 98 an Personen des Mannschastsstaudes. Dekorierungen bei einer Kompagnie. Bei der 10. Feldkompagnie des Infanterieregimentes Nr. 72 wurden u. a. dekoriert: Oberleutnant Franz Reicher mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse; Leutnant d. R. Alois Frankl und Fähnrich d. R. Olivier P a r t o s mit der goldenen, Fähnrich d. R. Geza K a l l o s (Kraus) mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Klasse; Korporal Desiderius Schubert mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse; Fähnrich d. R. Moriz Schüsse r und Rechnungsunteroffizier 1. Klasse Moriz L ö b l mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Kl. Wettere Auszeichnungen. Dr. Theodor Haas, Advokat in Brünn, Verfasser des Werkes „Die Juden in Mähren", derzeit als Oberleutnant des 25. Landsturm-Infanterieregiments im Felde, wurde für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde beim Sturme auf Ujczie Jezuitska am Dunajec mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Ebenso hat Herr Kadett Erwin H i r s ch e n h a u s c r des k. u.- k. Infanterieregiments Nr. 99 für tapferes Verhalteil vor dem Feinde die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse erhalten. Alfred Bauer, Mediziner des 25. Feldjägerbataillons, , wurde bei den Verfolgungskämpfen in Galizien sowohl mit der großen als auch mit der ftcincn silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Oberleutnant-Auditor Dr. Hermann Schreiber, Referent des Militäranwalts der Landwehrgruppe in Wien, wurde für vorzügliche Dienstleistung die belobende Anerkennung des k. u. k. Militärkommandos ausgesprochen. Leopold Meisl, Beamter der Oesterr. Textilwerke A.-G., vorm. Jsak Mautner u. Sohn, Wien, Sohn des Ludwig Meisl, Vertreter der gleichen Firma, ist zum zweitenmal ins Feld gegangen. Derselbe ist als Kadett bei der Mobilisierung zum 16. Warasdiner Regiment eingerückt, hat den serbischen Feldzug und die Karpathenschlachten mitgemacht, wo er erkrankte, und wurde mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, sowie am 18. Februar 1915 zum Leutnant befördert. Ein zweiter Sohn, Oberleutnant Hugo Meisl, Beamter der k. k. priv. Länderbank, ist vom Anfang des Krieges im Felde, erst machte er den serbischen Feldzug mit, jetzt kämpft er gegen Italien. Ein dritter Sohn ist Einjährig-Freiwilliger (Kriegsfreiwilliger) und dient als Feuerwerker in Sopron. Auszeichnung eines Flaööiners. Seine Majestät der Kaiser hat Sr. Ehrwürden dem k. k. Feldukraten Dr. Oscar Karpelis, Divisions-Sanitätsanstalt Nr. 46, in Frieden Rabbiner in Prerau (Mähren), das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für vorzügliches mtb aufopferndes Verhalten vor dem Feinde verliehen. Herr Dr. Oscar K a r p e l i s ist der dritte ausgezeichnete Rabbiner tu Oesterreich. Aus der ungarischen Keichshiilste. Isidor Porgesz, Privatbeamter, der im August 1914 als Reserveleutnant eingerückt ist, im 10. Honved- Jnfanterieregiment sämtliche Gefechte mitgemacht hat, ist in seinem Regimente als der Tapfersten einer bekannt, der in dem heftigsten Kugelregen immer voranging, durch seinen Heldenmut und seine Todesverachtung die übrigen anseuernd. Im ganzen Regimente heißt es immer: „Porgesz kann sich überall frei bewegen, ihn erwischt keine Kugel." Für seine Tapferkeit wurde er außertourlich zum Oberleutnant befördert und erhielt erst das Signum laudis und dann das goldene Berdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille. In der Schlacht bei '.Cortice geriet er in russische Gefangenschaft. Ernst Fogel kämpfte seit dem 1. März im zehnten Honved-Jnfanterieregiment als Kadettaspirant, nahm an vielen Gefechten teil, erhielt in der Schlacht bei Gorlice durch einen Schrapnellschuß eine schwere Verwundung. Für seine Tapferkeit wurde er mit der silbernen Tapserkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet. Er befindet sich noch in Krankenpflege bei seinen Eltern und dürfte bald genesen zu seiner Truppe zurückkehren. Dr. Emanucl Schwarz, praktischer Arzt in Debreczin, der seit einem halben Jahre als Chefarzt beult 6. Honved-Jnfanterieregiment auf dem Kriegsschauplätze tätig ist, wurde vom Kaiser für sein tapferes und aufopferndes Verhalten vor dem Feinde das Signum laudis am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Moritz Samesz, Oberst im 55. Infanterieregiment, wurde vom Kaiser in Anerkennung seiner Verdienste der Eiserne Kronenorden dritter Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Dr. Ludwig N e u w i r t h, praktischer Arzt in Sajv- Szentpeter, versieht seit Kriegsausbruch seinen schweren und aufopfernden Dienst im Heere. In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm der Kaiser das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille. Dr. Ludwig Schön heim, Oberarzt, erhielt für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde das Signum laudis. Dr. Schön heim, der als Oberarzt des Debrecziner 3. Honved-Jnfanterieregiments, vom ersten Tage des Krieges angefangen, ohne Unterbrechung auf dem 5triegsschauplatze tätig ist, hat an unzähligen Gefechten teilgenommen und schwebte unzählige Male in Lebensgefahr. Vor kurzem erst verband er die Verwundeten unter Gefährdung des eigenen Lebens imnitten des heftigsten Kugelregens, weshalb er für eine neue Auszeichnung vorgeschlagen wurde. Bei Ausbruch des Krieges wurde er zum 20. Feldartillerieregiment versetzt und an die italienische Grenze geschickt. _ ' („Egyenlöseg") Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Krenze. (Bisher wurd.n 3360 mitgeteitt. in der vor liegende« Nummer 73, zusammen 3463. Aue (im Erzgebirge). Ludwig Gumpe 1, Handgranatenwerser im Reserve-Infanterieregiment Nr. 133. Bayreuth. Leutnant der Reserve Mar Silber. Berlin. Norbert A b r a h a m, Felduntecarzt; Dr. med. Albesh e i m, Chefarzt einer Sanitätskompagnie, Stabsarzt; Albert Cohn, Unteroffizier im Reserve-Futzartillerie.egiment 11, Beamter der Diskonto-Gesellschaft; Hans Gugenheim, Leutnant der Reserve in einem Ulanenregiment; Ewald Hirsch, Kriegsfreiwilliger, Pionier; Erich Kosterlitz, A s.st:nzarzt im Landwehr-Jnsaweäeregiment Nr. 3; Georg Kaufmann, Leutnant und Kompagnie führer in einem Reserve-Infanterieregiment; Kunze, Unieroff.zier in einem Futzartillerieregiment; Alfred Mannheimer, Wehr-