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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-06-04 · 23 (4.6.1915) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
23 (4.6.1915)
Date
1915-06-04
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 428 Dr, Bloch's Wochenschrift Nr. 23 Leopold K1 e i n, Wien, Schokolade; .. Rabbiner Bela Fischer, Wien, 5 Gebetbücher; Rabbiner Dr. D. Spiegel, mehrere Exemplare der „Sch'meruf iW Feuer"; durch Rabbiner Dv. M. iG r u nw a l d, Wien, Schokolade und Zigaretten.;;■< Allen Spendern dankt bestens 'im Namen der verwundeten und kranken Soldaten Feldrabbiner Doktor M. Tauber. Ergänzung zur Spendenliste von Liebesgaben: Adele K riegle r, Wien, Zigaretten. Liebesgaben für Verwundete und Kranke im Felde. Wir veröffentlichen eine meihe uns belanutgewordener Adressen von Feldrabbinern, denen Liebesgaben )üv die Soldaten zugesendet werden mögen: Feldrabbtiner Adler, Feldpost 98; Feldrabbiner Dr. Golinski, Etappenkommaado, Feldpost 12; Feldrabbiner Dr. Lemberger, Feldpost 70; Feldrabbiner Dr. Schweiger, Divisionsseelsorger, Feldpost 26; . Feldrabbiner Dr. Tauber, Divisionsseelsorger,; j Feldpost 6; F.lüraöbiner Dr. Templer, DivijionsseelsSrg.r, Feldpost 86; Feldrabbiner Dr. Weinsberg, Festungsseelsorger in Krakau. Arrdere Feldrabbiner wollen zu diesem Zwecke ihre Feldpostadressen der Redaktion unseres Blattes mirteilen. Als Liebesgaben sind vor allem Zigaretten, Schokolade, Kakes, Seife, Hand- und Taschentücher, ferner jüdische Zeitschriften erwünscht. Spenden können entweder direkt als Mustersendungen abgesendet oder der Frau Rabbinersgattin Margarethe Grunwald, Wien, Ferdinandsstraße 23, behufsWeiterlcitung übergeben werden. Bei Frau Dr. Grunwald sind eingegangen: 20 Kronen von Frau Sofie Quittner. Feldpostamt 56, am 30, Mai 1915. An die Redaktion der „Oesterr. Wochenschrift" Wien. Sehr dankbar wäre ich Ihnen, wenn Sie mir einige Liebesgaben für jüdische Soldaten (auch Wäsche) senden würden. Die Liebesgaben sende ich auch weiter an die betreffenden Divisionsrabbiner. Auch bitte ich Sie, mir Ihre Wochenschrift ins Feld nachzusenden. Feldrabbiner Ignaz L ö w y, 4. Armee-Etappenkommando, Feldpostamt 56. Wien. (T vdesfall.) Vorige Woche ist hier Herr Kart Pollak, einer der Oberbeamten der Administration des „Neuen Wiener Tagblatt", nach kurzem Leiden gestorben. Wer den Verblichenen, der das 49, Lebensjahr noch nicht erreicht hatte, wenige Tage vorher gefehen^chat, hätte wahrlich nicht gedacht, daß Dieser lebensfrohe, von einem sonnigen Humor erfüllte Mann so bald von uns scheiden würde. Dabei war er aber von.dem Ernste seines Berufes ganz durchdrungen und galt in den Fachkreisen - als hervorragender Kenner des ihm obliegenden Zweiges in der Administration des Blattes. Als Mensch erfreute er sich mit Recht allseitiger Sympathien. Der Verstorbene war ein musterhafter Familienvater, und seiner Witwe, die er mit drei im zartesten Alter stehenden Kinder hinterläßt, wendet sich die aufrichtigste Teilnahme zu. Von den Mitgliedern des Fachvereines „Eintracht", in welchem Pollak seit Jahren auf das eifrigste tätig war, wird sein Tod tief beklagt werden. Das Leichenbegängnis ,des so jäh Verstorbenen fand am letzten Sonntag unter großer Beteiligung statt. Unter den Trauergästen befanden sich Vertreter der Verwaltung der „Steyrermühl", der Redaktion, Administration, Erpedi'ion und Druckerei des „Neuen Wiener Tagblatt", die Chefs der großen Jnseratenbureaur, Mitglieder.der Administrationen der Wiener Blätter, die Vertreter' des Reichsvereines der Zeitungsbeamten, des Vereines „Eintracht" sowie Zahlreiche Freunde des Dahingegangenen. Die rituellen Funktionen versah Eruer Kantor Matqas, worauf Rabbiner Dr. Ermnvald in ergreifender. Weise die Charaktereigenschaften des Verstorbenen würdigte. Am offenen Grabe wchmeie der Obmann des Reichsvereines der Zeitungsbeamten Schmerz dem Dahingeschiedenen einen ehrenden Nachruf. Das Andenken dieses trefflichen Mannes wird stets in hohen Ehren ^gehalten werden. Wien. (Todesfall.) Am 30. Mai starb hier Herr- Edmund Gr vag, Gesellschafter des Bankhauses Czuczka, Groag & Co. Der Verblichene genoß infolge seiner hervorragenden geistigen und Herzenseigenschaften allgemeine Sympathie und war in seinen Berufskreisen hoch geschätzt. Herr Groag, ein Neffe und Ziehsohn des kais. Rates Dr. S. Krüger, wurde vor wenigen Wochen von einer tückischen Krankheit befallen, die ihll im Alter von 36 Jahren dahinrafste. An seiner Bahre trauern seine Gemahlin Frau Tully Groag irnd sein unmündiger Sohn Paul. In der Zeremonienhalle des Zentralfriedhoses hatten sich zahlreiche Leidtragende versammelt, unter denen namentlich die finanziellen Kreise durch mehrere Börsensensale vertreten waren. Da Herr Groag sich seit Beginn des Krieges in unermüdlicher Weise der Kriegssürsorge gewidmet hatte und im Reservespital Nr. 11 (Kaiserin Elisabeth-Heim) tätig gewesen war, war die Vereinsleitung des Heims unter Führung des Hofrates Schlag und des kaiserlichen Rates Dr. Krüger, des Ziehvaters des Verstorbenen, erschienen. Auch eine Deputation der verwundeten Soldaten unter Führung des Oberleutnants Dr. Groß war zugegen. Rabbiner Doktor- Max Grunwald widmete dem Verblichenen einen ergreifenden Nachruf. Oberkantor Morgenstern rezitierte die Trauerpsalmen. Namens des Kaiserin Elisabeth- Heims sprachen Herr Emil Bard a ch, namens des Wiener Börsevereines Herr Ignaz Glück an der Bahre tiefempfundene Worte des Abschieds. Adolf Siyger. Durch das kürzlich 'erfolgte Ableben des Herrn Adolf Singer hat der „Verein zur Unterstützung armer, kranker Israeliten" einen unersetzlichen Verlust erlitten. Er war Mitbegründer und seit 36 Jahren Vorstandsmitglied des Vereines, während welcher Zeit er stets für denselben segensreich gewirkt hat. Durch die große Beliebtheit, der er sich in den weitesten Kreisen erfreute, war es ihm möglich, dem Vereine viele neue Gönner und Förderer zuzuführen. Den Vereinsangelegenheiten zeigte er stets reges Interesse und sind durch seine Anregungen und Vorschläge dem Vereine viele Vorteile erwachsen. Sein Hinscheiden trifft den Verein sehr hart und sein Name wird in den Annalen desselben für ewige Zeiten mit goldenen Lettern verzeichnet bleiben. Wien. (Jüdischer Handlungsgehilfenverband, Ortsgruppe Wien.) Montag, den 7. ds., 8 Uhr abends, findet im Verbandslokal (2. Bez., Obere Donaustraße 65) ein Vortrag von Frau Dr. Rudolsine W a l t u ch statt. Thema: „I ü di s ch e Wanders ch a f t s b e w e g u n g." Gäste willkommen. Wien. (Todesfall.) Am 13. Mai verschied Frau Ernestine Siegel, Tochter des vor mehreren Jahrzehnten verstorbenen Schullehrers der jüdischen Eememde Mährisch-Aüssee'lM. L. Jahoda, nach kurzer i Krankheit im 82. Lebensjahre. Die Beerdigung fänd, dem anspruchslosen Wesen der Verblichenen entsprechend, am 16. Mai in aller Stille statt.

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