Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 16 (16.4.1915)
- Date
- 1915-04-16
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 304 Nr. Ü Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Holzer: Sophie und Jacques Modern Kr. 20.—, ft. und G. Oser 20.—, Dr. A. Mandl 30.—, I. und ft. Lichtenstern 20.—. Zusammen ftr. 90.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Israel Dicker: Salamon Spindel ftr. 10.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Josef Münz: Wilhelm Fürth ftr. 5.—. Anläßlich des Ablebens des sei. Paul Fürst: Holz-Handels- A.-Ges. ftr. 30.—. Wien. (Trauung.» Mittwoch, den 14. April,4Uhr nachmittags, fand im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 3, die Trauung des Fräuleins Hannika Thaler, Tochter des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Eduard T h a l e r, mir Herrn Dr. Leo R a b i n o w i tz statt. Dem Trauungsakte wohnten zahlreiche Berufsgenossen des Bräutigams und Brautvaters sowie Herren und Damen aus den besten Kreisen unserer jüdischen Gesellschaft bei. Nach den üblichen Gesängen, die vom Oberkantor Morgenstern mir Chor unter Orgelbegleitung (unter Leitung des Chordirigenten Herrn H e i m a n n) vorgetragen wurden, hielt Herr Rabbiner Dr. Grün Wald eine besonders auf den Beruf des Rechtsbeistandes Bezug nehmende Ansprache an das Brautpaar. Wien. In Anbetracht der überaus großen Not, die' durch den Kriegszustand eine noch nie dagewesene Ausdehnung erfahren hat, hat der Vorstand der Adaß Jisroel (Schissschul' beschlossen, alle Eingänge für r\"'by und.alle der npia» gewidmeten Spenden vom nächsten "p fDtr 3?n2fö (17. d. M. > den Armen im Heiligen Lande zu widmen. Zweiter Kriegstee zugunsten der Aus s p eis u ng im X. Bezirk. Sonntag, den 18. April 1915, 4 Uhr'nachmittags, findet im Rideamus, VT. Mariahilserstraße 57/59, zugunsten der Ausspeisung und Fürsorge für Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina X. ein „Z w e i t e r K r i e g s t c e statt. Ihre gütige Mitwirkung haben bis jetzt zugesagt: Herr Kurt v o n L e s s e n, Fräulein Fried, Frau P o h l-M e i s e r, Komponist Edmund E y s l e r, Frau Ada L e w i n-K elfen. Konzertmeister Dr. Otto Kapert, Frau N o n i P a l d o, Fräulein I r m a von Halaczy und Herr Opernsänger Carl Plautz. Da sich eine solche Anzahl nahmhaster Künstler mit liebenswürdigster Bereitwilligkeit in den Dienst unserer Fürsorge-Aktion gestellt hat, hoffen wir auch dieses Mal aus recht zahlreichen Besuch und einen großen Erfolg. Karten ä 2 Kronen inkl. Jause sind an der Kassa zu haben. Wien. (Auszeichnungssin es Schulmannes.) Der k. k. Bezirksschulrat der Stadt Wien hat anläßlich des Juspektionsberichtes des k. k. Bezirksschnlinspektors Pros. Karl Schwalm über den Zustand der Volks- und Bürgerschule für Knaben in Wien, 1. Bezirk, Hoher Markt Nr. 3 (Institut Bauer, vorm. Simon), dem Direktor dieser Anstalt, Herrn B. Planer, „für sein sehr ersprießliches Wirken im Lehramte die Anerkennung" ausgesprochen. Spenden für die Notleidenden in Palästina. Für die notleidenden Juden in Palästina sind uns anonym von Herrn N. N. 5 Kronen, von Pauls und Käthes Äffikomansgeschenk des Sederabends 2 Kronen, von Herrn Adolf K r e i ß l e r, Wien 25 Kr. zugegangen. Spende für galizische Flüchtlinge. Für einen galizischen Flüchtling sind uns von Herrn Karl Freund 20 Kronen zugekommen. Warnung! Vor einem Betrüger mit gefälschten Empfehlungen meinem Namen wird gewarnt. Rabbiner Dr. G r ü nwäl d. Wien. (M a r i a h i l f.) Sonntag, 18. d., 7 Uhr abends, veranstaltet der Vorstand des Mariahilfer Tempel-Vereines im Tempel, VI., Schmalzhofgasse 3, eine Trauer-Andacht für das verstorbene verdienstvolle Vorstands-Mitglied weiland Ignaz Klein. Chewra-Kadischa Füufhaus. Unter großer Beteiligung fand am 4. April die fünfzigste General-Versammlung des Vereines statt. Entschuldigungsschreiben sandten die Ehrw. Herren Rabbiner Dr. G r u n w a l d und Dr. Taglicht. Der Präses Herr Hermann W e i nb^e r g e r begrüßt die Anwesenden, insbesondere Herrn Sannrel S t eine r als Delegierten des Kultusvorstandes, Herrn kais. Rat Bernhard Buchwald als neueingetretenes Mitglied und Herrn Siegfried Stein als Präses der Chewra- Kadischa in Ottakring. Vor Uebergang zur Tagesordnung tat derPräses der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder eine ehrende Erwähnung, welcher die Anwesenden zum Zeichen der Trauer stehend anhörten. Rach Verlesung des Protokolls richtete der Präses an die anwesenden Mitglieder folgende Ansprache: Sehr geehrte Versammlung! Wie Sie aus dem Rechenschaftsberichte ersehen, ist das heurige ftriegsjahr auch an unserem Verein nicht spurlos vorübergegangen. Mir haben an Unterstützungen, an ftrankengeldern und für Medikamente bedeutend größere Beträge verausgabt als in anderen Jahren. Nun stelle ich an die geehrten Mitglieder die Bitte, den Verein auch bei jeder Gelegenheit nach Tunlichkeit zu unterstützen, und daß Sie, meine Herren, ein Aequivalent dafür haben, ersehen Sie ja aus dem Rechenschaftsbericht. Ferner erlaube ich mir, noch folgende Bitte an Sie zu richten, und zwar: Nachdem es nur in äußerst seltenm Fäll.n möglich ist, bei der ftultusgemcinde eine Haskara zu erlangen, bei uns Juden aber häufig sich Leute finden, welche wollen, daß der Name ihrer nahen Verwandten nicht erlischt, hat der Vorstand beschlossen, daß auch Nichtmitglieder des Vereines, männlichen oder weiblichen Geschlechtes, btt dem Requiem am 7. Adar jeden Jahres verlesen werden, eine Haskara, für einen einmaligen Betrag von 400 ftronen. Ich bitte Sie daher, in Ihren Bekanntenkreisen dies zu verbreiten, und ich will hoffen, daß dadurch dem Vereine größere Beträge zusallen werden. Die Herren Revisoren Siegfried Dörfler und Isidor Spitz berichten, daß selbe das Vereinsvermögen wie auch das Geschäftsgebaren geprüft und alles in Ordnung befunden haben und ersuchen, dem Vorstande das Absolutorium zu erteilen. Bei der Neuwahl wurden folgende Vorstandsmitglieder mit Akklamation wieder gewählt: Die Herren Max Haas, Julius Fritz, Alois G r u b e r und Otto R a d i n g e r, sowie die Herren Revisoren Spitz und Dörfler. Generalversammlung des Döblinger Frauenvereins. Der Jüdische Frauen-Wohltätigkeitsverein für den 19. Bezirk hielt unter Vorsitz der Präsidentin Fran Sidonie Kahn seine diesjährige Generalversammlung in den Räumen des Döblinger Tempelvereines unter zahlreicher Beteiligung von Gästen und Mitgliedern ab. Der von der Schriftführerin Frau Jo kl verlesene Jahresbericht wies das Bild reger Wohlfahrtsarbeit aus, weshalb dem abrretenden Ausschuß über Antrag.der Revisorin Frau Ä b e l e s das Absolutorium Zerteilt und sämtliche Vorstandsdamen mit Akklamation wiedergewählt wurden. Hierauf hielt Herr, Rabbiner Dr. F e u ch t w a n g einen Vortrag über das TMma „Der Krieg und die jüdische Frau", dessen hochaktueller Inhalt eine Stunde lang die Zuhörer in atemloser Spannung hielten. Kr. Bloch's «ochrnschrift in