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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-03-19 · 12 (19.3.1915) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
12 (19.3.1915)
Date
1915-03-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Dr. Bloch s Wochenschrift Seite 327 Nr 12 Bei der Redaktion der „Oefterreichischen Wochenschrift" sind eingelaufen: Israel. Kultusgemeinde Rakos-Palota Kr. 10.—, Israel. Kultusgemeinde Osijek (Essek-Oberstadt) 30—, Kitllusvorsteher Doktor Hugo Spitzer, Osijek 10.—. Das Komitee: Don Fuchs Oberkantor der israelitischen Kultusgemeindc im Stadt-Tempel. L. Müller, S. Sons y, Oberkantoren. M. M a t y a s, M. B. K a u f m a n n, I. Schleifer, G. M a r g u l i e s, Erste Kantoren. I. Smo 1 ritzky, B. I l m e r, M. H a r en d o r f, M. W e i tzm a n n, Kantoren. Für unsere Brüder im Heiligen Lande. Keine Nation, kein Land, kein Fleck auf dem Erdball bleibt von dem jetzt wirbelnden Weltkrieg verschont, denn auch die neutralen Länder leiden ökonomisch. Zu der Kategorie der am schwersten vom Kriege Betroffenen gehören auch die Kolonisten in Palästina, an diese soll man bei den anrückenden Pessach-Feiertagen nicht vergessen. Ich meine nicht damit, man soll für sie Almosen sammeln, nein! Aber es gibt noch Wege und Mittel genug, unseren armen Brüdern zu helfen, ohne viel Opfer izu bringen. Der Bedarf an Wein beim Seder-Abend ist ein religiöses Erfordernis,' nun wäre es eine große Wohltat für die Kolonisten in Palästina, wenn unsere bemittelten Brüder anstatt eines anderen gleichwertigen Weines sich den Palästina-Wein anschaffen würden: dem: die Kolonisten in Palästina, deren Haupterwerb im Export der Orangen, Oliven u. dgl. nach London und Wein nach Rußland bestand, sind jetzt von diesen Absatzplätzen gänzlich abgeschnitten. Es wäre daher unsere Pflicht, ' dieses Jahr den Pessach-Seder mit dem Palästina-Wein zu besorgen. Wir Müssen uns vor Augen halten, daß an dein Aufbau der Kolonien in Palästina sich viele unserer Glaubensgenossen verschiedener Länder beteiligt und die größten Opfer gebracht haben, bis die Kolonisten so weit waren, ohne fremde Stütze ihre Existenz zu behaupten. Nun kam die schwere Kriegskrisis, da muß man helfend eingreifen, damit nicht die dreißigjährige, mühselige Arbeit gänzlich zerstört werden soll. M. S ch m i d t. Kaufmännischer Unterstützungsverein „Osten", Wien, II., Herminengasse Nr. 16. Die 38. ordentliche Generalversammlung dieses Vereines ist am 20. März l. I., um 8 Uhr abends, im Restaurant Guth, 2. Bezirk, Stefaniestraße 14, abgehalten worden. Dem Jahresberichte ist zu entnehmen, daß im Jahre 1914 843 Personen mit Kr. 10.561.90 beteilt wurden, somit hat her Verein seit seinem 38 jährigen Bestände 23.185 Personen Mit Kr. 194.474.75 nebst ermäßigter sowie ganz »freier Fahrkarten unterstützt. Der Fonds des Vereines hat bereits die Höhe von Kr. 72.103.75 erreicht und ist dieses Kapital im Vereinshause, 2. Bezirk, Herminengasse 16, sowie in Renten investiert. Außerdem besitzt der Verein Legate mit der Bestimmung, die Zinsen für ewige Zeiten als Jahresbeitrag für die verstorbenen Mitglieder zu verwenden Pessachausspeisung der Israelitischen Volksküche in der Ktuckygafse und Mensa academica Judaiea. . Dank dem Entgegenkommen der löbl. Kultusgemeinde und dem Eifer der Frau Hermine Kadisch, die auch von der Chewra-Kadischa eine namhafte Spende erhielt, kann die Israel. Volksküche in der Kluckygasse also im ärmsten jüdischen Bezirk diesmal während der Pessachfeiertage unter ritueller Aufsicht ge öffnet bleiben. Spenden zu diesem edlen Zweck nimmt die Volksküche entgegen. Auch die Mensa hält ihre Tore gastlich der jüdischen Jugend geöffnet, was gleichfalls durch eine namhafte Spende der Kultusgemeinde er- .möglicht wurde. Bekhausverein „Adatz Jefchurun". Wien, 9. Bezirk, Pfluggasse 5. Der in der Generalversammlung vom 21. Februar 1915 neugewählte Vorstand hat sich in der am 11 März 1915 stattgesundenen konstituierenden Sitzung wie folgt zusammengesetzt: Obmann: Dr. Siegfried Halber st a m: Obmann-Stellvertreter: Moritz 2 u ß m ntiit: Schriftführer: Max Pappe u t)eün; Kassenverwalter: Joachim G uttmann: Kontrollor: Jakob Eckert: Bethausverwalter: Max Husserl, Moritz G a n g und Isidor G o l d s ch m i e d t. Das „Jüdische Museum" II, Malzgasse 16, 3. Stock, wird aus allgemeinen Wunsch wieder eröffnet werden. Doch bleibt die Besuchszeit aus einen Tag in der Woche, und zwar Samstag zwischen 10 bis 1 Uhr beschränkt. - Gruppen von höchstens 20 Personen können gegen vorhergehende Anmeldung bei der Leitung des Museums dasselbe auch an Sonntagen zwischen 1 l bis 1 Uhr besichtigen. — Die Anmeldung hat mittels Doppelkorrespondenzkarte unter Angabe der Anzahl der Teilnehmer zu geschehen. Eintrittsgeld ist keinesfall zu entrichten. D a s K u r a t o r i u m de s „I ü d i s ch e n M u s e u m s". Wohlfahrtseinrichtungen des Wiener Hilfskomitees für Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina unter dem höchsten Protektorate der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Zita. Für die Sederabende der Flüchtlingsausspeisung 20. Bez., Wallensteinstratze 72, sind zu Händen der Frau Sofie Grünfeld bis heute folgende Spenden eingelaufen: Verein „Ferienheim" Kronen 100.—, Vizepräsident Philipp Porges 100.—, Frau Rosa Freyberg 50.—, Frau Helene Lederer 50.—, Frau Adele Wertheimber 50.—, Frau Sofie Oüittner 20.—, Frau Ella Sauerbrunn 20.—, Frau E. R. 20.—, Sofie Erünfeld 10. , Adele Zins 10.—, Ella Stolper 10.—, Else Kareis 10. Karoline Deutsch 10.—, Relli Ornstein 10.— Emma Mauthner 10 —, Adele Friedmann 5.—, Berta Lichtenstadt 5.—, E. Fleischmann 5. -, zusammen Kr. 495.—. Weitere -Spenden an Geld und Naturalien nehmen entgegen: Frau Sophie G r ü n f e l d, 9. Bezirk, Porzellangasse 4. Frau Rosa Freyberg, 1. Bezirk, Schollenring 31. Adele Zins, 9. Bezirk, Wähcingerstratze 16. Frau Maler Z e w y, 4. Bezirk, Belvederegasse 30. Frau Prof Isidor Kaufmann, 2. Bezirk, Mathildenplatz 3. Frau Else Kareis, 9 Bezirk, Porzellangasse 18. Herr Gemeinderat Baumeister Edmund M e t ch e.r, 9. Bezirk, Porzellan- Sasse 2. Vorträge in der Toynbeehalle (XX., Denisgasse 33. Iosefine Mendl-Wohlfahrtshaus.) Freitag, 19. März: Bibeloortrag fReligionslehrer Löw-Voget>. Samstag, 20. März: Musikaufführung lFrl. M. Roga», Klavier: Oberkantor^ Kaufmann, Gesang; Konzertmeister Dr. O. Kaperl, Geige). Sonntag, 21. März, Musikalisch-deklamatorischer Abend s Schriftsteller Jacques Jäger, Geigenkünstler Felir Lenz, Fräulein M. Hellborn, Rezitation, Frau Johann Adler, Gesang, Komponist S. Perlstein, Klavier). Dienstag, 23. März: Musikaufführung, vrr anstaltet von Oberkantor Basser. Mittwoch, 24. März: Kammermusikabend (Frau A. Lemberger, Klavier; Konzertmeister Zimbler» Geige). Donnerstag, 25. März: „Nose's Tod." Vortrag von Schriftsteller Adolf Gelber. „Bettz Haam" (Jüdisches Volksheim). 16. Bezirk, Wurlitzergafse 11. Samstag, den 20. März, präzise 7 Uhr abends. Konzert unter freundlicher Mitwirkung der Damen: Mizzi P i ck, Pia M i eses, Frau Dr. Adler und der Herren: Fritz Spitzer, Otto Urbach, Rudolf Lampe! und N. Fuchs.

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