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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-03-05 · 10 (5.3.1915) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
10 (5.3.1915)
Date
1915-03-05
Page
– (sequence 18)
Language
German
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S-tte ift Or. Bloch's Wochenschrift k. a. m. Mit löblichem Freimut werden Seite 302 die hohen Herrschaften aufgezählt, deren Namen man unter den Spendern in dieser schweren Zeit schmerzlich vermißt. „Unser Seelenleben im Völkerkriege", ethische Betrachtungen von Dr. Heinrich Herbatfchek, Hof- und Gerichtsadvokaten in Wien. Es ist ein gescheites Büchlein in schlichtem Gewände, gerade 40 Oktavseiten zählend, ein Vortrag, gehalten in der Wiener j,Urania", das hier oorliegt und den Leser fesselt. Der Verfasser ist ein Bannerträger der Toleranz, der Humanität, der Verträglichkeit, der Menschenliebe, des durch Volkstreue und Vaterlandsliebe gemäßigten Kosmopolitismus und hat dies auch in seinem öffentlichen und gesellschaftlichen Wirken, in seiner schriftstellerischen Tätigkeit bewiesen. In dem vorliegenden Vorträg gelangen die gleichen Ideen zum Ausdruck. Die erdrückende Tragik der Kämpfe, von denen beinahe alle Länder und Meere widerhallen, nimmt, sagt Franz Klein in einem seiner vorzüglichen Essays über den Krieg, die Seelen gefangen, und man könnte sagen, über Nacht reisen die Menschen zum Ernste und zur Gewalt der Probleme, die der Krieg nun vor ihnen aufrollt. Der Autor unserer Studie hat es in seinen interessanten Ausführungen übernommen, jenen vielfachen Veränderungen in unserem Seelenleben nachzugehen, welche der Weltkrieg allhier herbeigeführt hatte und noch Tag für Tag herbeiführt. Seine Ausführungen bilden ein fesselndes Mosaikbild, worin die Knappheit in der Schilderung mancher Vorgänge, die aphoristische Form vieler Beobachtungen und die Schärfe manchen Ausdruckes durch die Natur der Sache, durch die gegebenen Umstände, durch die bisherige Kriegszensur erklärt erscheint. Das hat den Wert der Schrift nicht gemindert, die jeden Leser zu weiterem Nachdenken anregt. _ Jung ° Juda, Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XVI. Jahrgang. Nr. 4. Prag, den 27. Februar 19l5. (12. Adar 5675t. Redaktion und Administration: Prag, ll., Stefansgasse 629. Inhalt: Mordechai und Hamann. — Ben Jehuda: ll. Buch Moses, Kap. 32. — Josef Hart: Krieg und Frieden. (Fortsetzung.) — Josö Vtsino und Abraham Zacuto. Der Jargon. — Josef Herz: Purimlied. — Zwei Illustrationen aus Sadagora. — Der alte Lehrer. — Der Dock. (Illustration.) — Moritz Antscherl: Merkverse. — Die Sage vom König Salomo und Asmedai, dem König der Geister. — Üebersetzungsaufgabe. — Rätsel. „Keschurun" Monatsschrift ' für Lehre und Leben im Judentum II. Jahrgang. Heft 2. Verlag des Jeschurun. Berlin kl. 24. Herausgeber Dr. I. Wohlgemut. Inhalt: Die Entweihung des göttlichen Namens. — S. Katz: Zur talmudischen Wortdeutung. — A. Hofmann: Ueber den W:rklichkeitscharakter der religiösen Ideale. — M. L. Bamberger: Ueber Tierschutz nach der Lehre der Thora. — D. Feuchtwang: Eine religionsgeschichtliche Studie. — I. Unna: Arbeit nach innen. Dr. Rudolf Kittel, Pro essor in Leipzig. Judenfeindschaft oder Gotteslästerung? Ein gerichtliches Gutachten. Mit einem Schlußwort: Die Juden und der gegenwärtige Krieg.' Leipzig. Verlag von Otto Wigand 1914. Kriefkasten, Rabbiner Dr. Friedlander, Wien. Wir nehmen gerne von der Mitteilung Notiz, daß es in Kaiserlings 1896 erschienenen Schrift „Die jüdische Literatur von Moses Mendelssohn bis auf die Gegenwart", Seite 67, ebenfalls ausdrücklich heißt: „I. N. Mannheimer (geb. 17. Oftober 1793 zu Kopenhagen, gest. 18. März 1865 zu Wien)". K. L. Nichts als Faseleien eines Unwissenden. „Der Gott der Rache" wird jetzt in allen Ländern angerufen. Was die jüdische Lehre betrifft, so lesen Sie, was z. B. ejn vielseitig gebildeter jüdischer Ethiker, der die Welt und ihr Treiben wohl gekannt, vor zweihundert Jahren darüber gesagt hat: „Du sollst nicht hassen!" „Du sollst dich nicht rächen!" Du töricht Menschenherz, recht schwer wird's dir, dich vor dieser Leidenschaft zu retten. Denn der Mensch fühlt nur zu sehr die Schmach, die ihm angetan worden, und bitterlich weh tut ihm der Schmerz. Rache ist süß! Süßer denn Honig, denn sie allein gibt ihm die Ruhe wieder. Wenn er aber die Kraft besitzt, das zu lassen, wozu die Natur ihn zwingt, sich selbst zu überwinden, und den, der seinen Haß erregt hat, nicht zu hassen . . . dann ist er ein Starker und ein Held." (Luzzato: Der Weg der Frommen ed. Wohlgemuth, S. 62 s.) Oberkantor Armin WMowitsch, Eger. Ueber die Nachricht, daß aus Newyork allmonatlich tausend Dollar nach Wien vom Verein der dortigen Galizianer zur Unterstützung der galizischen Flüchtlinge einlangt, können wir Ihnen Genaueres nicht Mitteilen. Uns ist die Tatsache nicht bekannt. Wegen der Herausgabe der Ueberfetzung des Perez' Werkes wollen Sie sich an die Buchhandlung R. Löwit, Wien, 1. Bezirk, Rotenturmstraße, wenden, welche die Publikation unlängst angekündigt hat. Nr. 1» Rabbiner Isidor Friedmann. Psalmen Kapitel 37, Verr 88 nmj mn# nrv vto’j.. deutet au, daß unsere Feinde Rußland, Frankreich, Serbien, England, Japan und Montenegro zu Grunde gehen werden. Denn in dem Verse sind die Anfangsbuchstaben von Qvjjttn R Rußland 8 Serbien, E England, J Japan, M Montenegro und das F von Frankreich: Bekanntlich hat das Hauptorgan in Paris vor dem Krieg den Satz sich geleistet: Die Parole der Deutschen sei: Wir fürchten Gott und sonst nichts in der Welt. Wir Franzosen sind den Deutschen überlegen, weil wir auch Gott nicht fürchten." Das letzte Wort in diesem Verse deutet die Jahreszahl des Weltkrieges an. hat den Zahlenwert 675. A. R., Floridsdorf. Derlei Anregungen find undurchführbar. Notiz. Jüdische Bühne. Hotel Stefanie, 2. Bezirk, Taborstraße 12. Direktion M. Siegler. Regie S. L e r e s k u. Freitag den ö. März: „Die 3 Matunes", Operette in 1 Prolog, 3 Aufzüge und, 1 Epilog: — Samstag den 6. März: Goldfadens letztes Meisterwerk, „Ben Ami". — Sonntag den 7. und Montag den 8. Mä"z: Zum erstenmale: „Heim, sü ß e H e i m",'Lebensbild mit Gesang in 4 Aufzügen von Libin. — Sonntag den 7. März, nachnrittags halb 4 Uhr, halbe Preise: „C h a u t s ch e i n Amerika". - Dienstag. den 9. März: Gvrdin-Abend, „G o t t, M e n s ch u n d Teufe l". — Mittwoch den 10. März: Verein Eines Wescholem, ..Tochter Jerusalem." — Donnerstag den 11. März: ..Gabriel." In Vorbereitung: „Malte Schwu" von Ch. Wolfsthal. Kundmachung. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre der Niederösterreichischen Esconrpte-Gesellschaft werden hiemit zu der am 22. März l. I., um 5 Uhr abends, im Gebäude der Gesellschaft, Freiung Nr. 8, stattfindenden zweiundsechzigstcn ordentlichen General-Versammlung eingeladen, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen werden. 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1914. 2. Bericht des Revisionsausschusses. 3. Antrag des Verwalüngsrates auf Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahl von Mitgliedern des Verwaltungsrates. 5. Wahl von vier Mitgliedern in den Revisionsausschuß. (§ 52 der Statuten.) Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche als solche drei Monate vor dem Zusammentritte der Versammlung in den Aktienbüchern der Gesellschaft eingetragen waren und an der General- Versammlung teilzunehmen beabsichtigen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien vom 1. März l. I. angefangen bis längstens 8 März 1915, 4 Uhr nachmittags, bei der Liquidatur der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft zu erlegen. Die Aktien sind, arithmetisch geordnet, mittels einer einfachen Konsignation ein zureichen, und dem Einreicher wird hierüber eine Empfangsbestätigung erfolgt, gegen welche nach abgehaltener General- Versanmilung die Aktien rückgestellt werden. Je zehn Aktien geben das Recht auf eine Stimme. Ein Aktionär kann sein Stimmrecht in der General-Versammlung entweder persönlich oder durch einen bevollmächtigten stimmberechtigten Aknonär ansüben, doch können Handelsgesellschaften durch einen ihrer Firmaft'chrer, Minderjährige durch ihren Vormund, Frauen durch einen eigens gewählten Bevollmächtigten, Gesellschaften durch ein dazu bevollmächtigtes Mitglied, Körperschaften, Institute durch einen ihrer Vorstände vertreten werden. : Für den Fall der Bevollmächtigung ist die bezügliche Vollmacht spätestens einen Tag vor der General-Versammlung der Direktion einzuhändigen. Wien am 27. Februar 1915. N ederösterrcichische Eseompte Gesellschaft. Klara Kahane-Ausstattungs-iStistung. Anzahl der Platze: Zwei, im Betrage von je Kr. 415.—- Vewerbungsberechtigt find: Mittellose israelitische Waisenmädchen. Verleihungstag: 26. Juni 1915 (14. Thamus). Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Arinutszeugnis, Brautstandsnachweis, Sittenzeugnis und Nachweis der Verwaisung. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1915. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstetlengasse 4, 2. Stock (Einreichunsprotokoll). Bewerberinnen, welche vor der Verleihung heiraten, haben keinen Anspruch aus diese Stiftung.

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