Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 39 (30.9.1910)
- Date
- 1910-09-30
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 39 Dr. Bwchs Wochenschrift. Seite 655 Israelitische Knltusgemeinde, Wien. Das Kuratorium cler Freiherrlich von Rothschildschen Ivünstlerstiftung verlautbart, daß aus den Erträgnissen derselben mehrere Stipendien im Mindestbetrage von je K 800.— für das Jahr 1910 zur Verleihung gelangen. Kompetenzberechtigt für diese Stiftung erscheinen mittellose jüdische in Oesterreich wohnhafte Künstler oder Künstlerinnen, österreichischer oder ungarischer Staatsbürgerschaft, die ihren Beruf auf dem Gebiete der Architektur, der Bildhauerei, cler graphischen Künste, der Malerei oder der musikalischen Komposition selbständig auszuüben befähigt sind. Unter den den obigen Erfordernissen entsprechenden Kompetenten genießen jene den Vorzug, welche bereits Beweise ihres Talentes und ihres schöpferischen Wirkens gegeben haben. Von der Verleihung erscheinen diejenigen Bewerber ausgeschlossen, die sich auf anderen Kunstzweigen als den angeführten betätigen, ferner Kunsteleven, sowie überhaupt im Stadium der Vorbereitung für einen künstlerischen Beruf befindliche Personen. Die an das Stiftungskuratorium gerichteten, mit Fachzeugnissen, sowie mit dem Geburts- und Heimatscheine versehenen Gesuche sind bis längstens 12. Oktober 1910 ' im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, zu überreichen. Die Bewerber werden ihre Kunstbeilagen, iusoferne solche gefordert werden — erst über Verlangen des Kuratoriums zu erbringen haben. Nicht entsprechend belegte oder v^. spätet überreichte ' Gesuche werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskünfte werden im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde (Stiftungsamt) erteilt. > Das Kuratorium der Freiherrlich von Rothschildschen Künstlerstiftung. Israelitische Kultusgemeinde, Wien. Kundmach u n g. Aus den Zinsen der Fanni Jeiteles’schen Heirats-Ausstattungs-Stiftung gelangt der Betrag von K 588.— an eine arme hier ansässige Braut israelitischer Konfession zur Verleihung. Die Gesuche, belegt mit Geburts-, Sitten- und Mittellosigkeitszeugnissen, ferner mit dem Nachweise, daß die Bewerberin sich bereits im Brautstande befindet, sind bis 15. November 1910 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, während der Amtsstunden, zwischen 9 und 12 Uhr, zu überreichen. ■ Später einlangende Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, im September 1910. Die Kuratoren der Fanni Jeiteles-Stiftungen. Kaiser Franz Josef Jubiläunis-Stiftung zur Unterstützung israelitischer Waisen, errichtet von Philipp Thorsch. Anzahl der freien Plätze: Zehn im Betrage von je K 300.-Bewerbungsberechtigt sind: Arme Kinder israelitischer Konfession, welche das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und nachzuweisen vermögen, daß ihr Vater in Wien gestorben ist oder daß derselbe bis vor seinem Tode in Wien sein ordentliches Domizil hatte. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein des Vaters (im Falle dieser nicht in Wien verstorben ist, erscheint ein legaler Nachweis erforderlich, daß derselbe bis vor seinem Tode sein ordentliches Domizil in Wien hatte), Schulzeugnisse. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1910, -- Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. September 1910. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde, -Wien. Im Tempel der Türk. Israelit. Gemeinde Wien, II., Circusgasse 22, sind für hohen Feiertage Sitze zu verkanten. Auskunft dortselbst in der Gemeinde-Kanzlei :: :: zwischen 2 und 4 Uhr nachmittags :: :: Hebräisehe Wandtabellen. Zum nächsten Schuljahre ist die fünfte Auflage meiner Wandtabellen als Hilfsmittel zur Leselehre meiner Fibel erschienen. Der Inhalt der 15 Tabellen korrespondiert genau mit dem Inhalte der ersten 15 Seiten der Fibel (I. Teil), was den Unterricht wesentlich erleichtert. Preis der Tabelle samt Leitfaden 5 Kronen. Bezugsbedingnisse wie bei meinen andern Lehrmitteln Rudolf Fuchs, II., Komödieng. 6 Hausfrauen Wiens! Die unerhörte Teuerung aller Lebensmittel zwingt uns zn energischer Gegenwehr. Wir veranstalten deshalb Demon> strationsversammlnngen, und zwar: Montag den 26. September d. J., halb 8 Uhr abends, im Hotel Wimberger, VII., Nenbangürtel Nr. 34—38, Dienstag den 27. September d. J., 4 Uhr nachmittags, im „Niederösterr. Gewerbe- Verein “, I., Eschenbachgasse Nr. 11, Lichtbildervortrag: „Die argentinische Viezucht und das gefrorene Fleisch“, Mittwoch 28. September d. J., halb 8 Uhr abends, im Saal „Zum wilden Mann“, XVIII., Wäbringerstrasse 77, und die Hauptversammlung Samstag, 1. Oktober d. J„ halb 8 Uhr abends, in der Volkshalle des neuen Rathauses. Hausfrauen Wiens! In diesen Versammlungen soll der Volkswille nach billigem Fleisch zum Ausdruck gelangen. Bürgerliche Frauen aller Stänie! Erscheinet vollzählig in diesen Versammlungen und schliesst Euch dem am Sonntag den 2. Oktober stattfindenden Oemonstrationsnmzng in imposanter Menge an. Die bürgerlichen Frauen versammeln sich gemeinsam mit allen anderen Mittelstandskörperschaften zu diesem Demonstrationsumzug um II Uhr vormittags auf dem Karlsplatz. Hausfrauen Wiens! Leistet uns treue Gefolgschaft, damit der Sieg unser sei! Die Reichsorganisation der Hausfrauen. Vereins-Zahnarzt Dr. Max Weisz. Wien, II., Circusgasse 47. 1178 Ordination von 9—6. Telephon 18399. Vorbeter, ~ V und Schächter für eine kleineStadtinMähren, der böhm.u. deutschen Sprache mächtig wird gesucht. ' Offerte mit Gehaltsansprüchen sind zn richten an ' — — D. 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