Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1905)
- Issue
- 10 (10.3.1905)
- Date
- 1905-03-10
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 10 Dr. Blocb s Mocbens örttt. Gelte 150 Wann lüirbj er kommen? O. Rofenfeld: Morris Rosenfeld. I. Wolowsky: Der Zionismus in Rußland. L. Lampl: Der Aberglaube bei den Juden. Bücherschau. Rundschau. Korrespondenzen. TheodorHerzl s sämtliche zionistische Schriften. Der zionistische Nachlaß Theodor Herzl's wird, wie uns mitgeteilt wird, herausgegeben von Professor Leon Kellner, im Monat April d. I. erscheinen. Das Werk wird zwei Bände umfassen und den Titel: „Theodor Herzl's sämtliche zionistische Schriften" führen. Es wird alle bedeutenden Aeußerungen des Zionistenführers, wie sie im Handschriftlicherl Nachlaß und in Publikationen und Reden vorliegen, enthalten, dazu den (im Buchhandel jetzt vergriffenen) „Judenstaat". In seiner Zusammenstellung wird das Buch nicht nur ein wertvolles bleibendes Andenken der Zionisten an ihren dahingeschiedenen Führer, sondern auch den bedeutsamsten Beitrag zur Erfassung seiner Persönlichkeit und der Geschichte der von ihm geleiteten Bewegung darstellen. Das Sammelwerk wird im Jüdischen Verlag, Berlin (Charlottenburg, Herderstraße 3/4), erscheinen. Dr. Moritz Löwy, Oberrabbimr in Temesvar. Antwort auf „Religion und Staat".Buchdruckerei Brüder Moravetz, Temesvar, 1905. Rabbiner Dr. Joseph Efchelbacher. Das Judentum und das Wesen des Christentums. Vergleichende Studien, Schriften der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums". Verlag von M. Poppelauer, Berlin 1905. Dr. M. Cahn, Provinzial-Rabbiner in Fulda. Die Verbände und das gesetzestreue Judentum. Unter besonderer Bezugnahme auf den Verband der jüdischen Lehrervereine im Deutschen Reiche. Joh. Wirth'sche Hofdruckerei A. G. Mainz 1905. Kriefkasterr. D. E. Der jüngst verstorbene berühmte Maler Adolf Menzel war ein ausgesprochener Gegner des Antisemitismus. Bekannt ist seine Intimität mit Moritz Lazarus, über welche Nahida L. im Märzheft der „Deutschen Revue" berichtet; ferner seine Freundschaft mit Bertbold Auerbach, für dessen Volkskalender er in seiner ersten Schaffenszeit tätig war. Friedrich Reichenfeld, Wien. Das abscheuliche und verbrecherische Pamphlet haben wir Sr. Exzellenz dem Leiter des Justizministeriums übermittelt. Matrikenführung Jaslo. Die Adoption durch den unehelichen Vater ist gesetzlich ausgeschlossen; von Seiten der Gattin des unehelichen Vaters kann sie erfolgen, vorausgesetzt, daß dieselbe eheliche Kinder nicht besitzt, mindestens 50 Jahre alt und wenigstens 18 Jahre älter als dis zu adoptierende Kind ist Ferner ist in einem solchen Falle auch die Legitimation nach § 162 a. b. G.-B. möglich (das ist durch landesfürstlichen Gnadenakt). R. P. in I. Daß die jüdischen Gemeinderäte, welche zugleich Kultusräte und Vorsteher sind, für die Interessen jüdischer Gewerbetreibender und jüdischer Petenten so wenig eintreten, bei Vergebung von Konzessionen unerhörte Ungerechtigkeiten stillschweigend mit ansehen, ist wirklich beschämend. Wir werden nächstens die Angelegenheit ausführlich behandeln. S. Elemßr, ut. 7. Eine sehr traurige Ueberraschung von üblen Folgen. Besten Gruß. K Das Werk einer Bildhauerin jüdischer Abstammung, Mirjam Dillon in Petersburg, welches einen verwundeten Soldaten im Spital darstellt, dem eine Barmherzige Schwester den Brief seiner Angehörigen aus der Heimat vorliest, erregt wegen seiner Naturtreue und künstlerischen Ausführung allgemeine Bewunderung und wurde von der kaiserlichen Gesellschaft der bildenden Künste als Jubiläumspreis angekauft. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Post» aufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Konkurs. Beim Israelitischen Tempelverein in Stanlslau irrt die Stelle eines Oberkantors zu besetzen, mit welcher ein Jahresgehalt von 2400 Kronen verbunden ist. Bewerber um diese Anstellung wollen ihre Gesuche mit kurzer Schilderung ihres bisherigen Lebens) am es bis spätestens 1. April 1905 vorlegen. Die Reisekosten behufs Leistung eines Probevortrages werden nur dem angestellten Bewerber rückvergütet werden. Stanislau den 1. März 1905. Dr. E. PQchier Dr. A. Jenas Präses. Sekretär. Jews’ College, London. For the Training of Rabbis and Ministers of Religion. The Council of Jews' College invite applications for the post of i«# Cnief Assistant to the Principal, who shall devote the whole of his time to the work of the College. Candidates must adhere to the principles and praetice of traditional Judaism, possess a thorough knowledge of Semitic and especially of Talmudic Scholarship and hold rHJYT an^ a University Dregee. The salary will commence at 300 Pfd. St. per annum. Applications with copies of testimonials to be sent on or before April i7th to the President of the College, Office of the Chief Babbi, 22, Finsbury Square, London E.C. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Gay a ist die Stelle eines Rabbiners mit 1. September 1905 zu besetzen. » Mit dieser Stelle ist ein jährlicher Gehalt von 2500 Kronen samt freier Wohnung und Erträgnis der Matrikenführung verbunden. Die Anstellung erfolgt vorläufig provisorisch und werden nur dem akzeptierten Bewerber die Reisespesei»'vergütet. Bewerber um diese Stelle müssen österreichische Staatsangehörige sein, den Doktorgrad der Phflnophie besitzen und den Nachweis über die Absolvierung de» einschlägigen Fachstudien erbringen. ” Die Kenntniss der böhmischen Sprache ist erwünscht, um eventuell den Religionsunterricht am hiesigen böhmischen Ober- Gymnasium erteilen zu können. Die dementsprechend belegten Gesuche sind mit dem Curriculum vitae bis längstens 80. April 1. J. an den gefertigten Vorstand einzusenden. Israelitische Kultus gemeinde Gaya (Mähren). Dar Kultusvorsteher: Samuel Jellinek. Konkurs. An der dreiklassigen, mit Oeffentlichkeitsrecht ausgestatteten israelitischen Privatvolksschule in N a c h o d wird zu Beginn des Schuljahres 19051906 ein geprüfter Lelirer der nachweisbar auch die Befähigung besitzt, an den zur Kultusgemeinde gehörigen böhmischen Schulen den Religionsunterricht zu erteilen, aufgenommen. Gehalt 1300 Kronen und Remuneration für den auswärtigen Religionsunterricht 280 Kronen. Bewerber, mit Angabe ihres Alters und Familienverhältnisse, wollen ihre gehörig belegten Gesuche bis Ende März an den gefertigten Vorstand richten.. Oer Kultuavorsteher Jakob Pick. Dem Wunsche geehrter Herren Kollegen entsprechend ist mein Mussaf-Keduschah für Kantor und Chor im Druck erschienen. Preis Mark 1.50. S. Steinfeld, Oberkantor in Augsburg.