Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-10-28 · 44 (28.10.1904) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
44 (28.10.1904)
Date
1904-10-28
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3020846-3021547-3021592--14012-3038696
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Sette 716 Dr. Dlocb's MocbenscbrM. Nr. 44 Dr. Leopold Hirschberg: Bettina und die Juden. Josef Winternitz.- Das „Benscherl". S. S a l t e r: Kleine Ursachen. I. Menik: „Die Juden" von Tschirikow. Arno Nadel: «Star of Israel". Dr. Gustav Karpeles: Jugendbildnis Heinrich Heines. Theodor Zlocisti: NeNah. Hugo Schachtel: Lesefriichte. Aphorismen (von Ernest Renan und Freiherrn von Münchhausen). Revue der Presse. 34 Illustrationen. Briefkasten. R. P. Wir haben die Meldung ebenfalls gelesen. Herr Rabbiner Dr. Kopfstein-Beuthen hat kürzlich aus Lipine einen anonymen Drohbrief des Inhalts erhalten, man werde ihn von der Kanzel herunterschießen, wenn er noch ein einziges Mal von der Orgel eine Rede halten werde. Eine Anzahl strenggläubiger Juden sind erbittert darüber, daß eine Orgel in der Synagoge Aufstellung gefunden hat. Der Drohbrief ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden. K. L. Aus Australien schreibt man dem „Daily Ehronicle", daß es möglich ist. daß ein Jude an die Spitze der Regierung treten werde. Die Koalition zwischen der Schutzzollpartei und der Arbeiterpartei ist nämlich durch einen jüdischen Advokaten, einen sehr begabten Mann, Mr. Jsaac Jsaacs, zuwege gebracht worden und es ist wahrscheinlich, daß wenn eine Ministerkrise jetzt kommen sollte, er der Leiter des Kabinets würde. Es wäre somit der dritte Fall nach Disraeli und Cremieux. H. L. H. in Wien. Wir notieren über Ihren Wunsch, daß der in der Neubaugaste Nr. 77 wohnhafte Jakob Läufer, Eigentümer der koscheren Auskocherei und Hausbesitzer, anläßlich des Geburtstages Dr. Luegers sein Hans beflaggt hat. H. B. Die Mitteilung ist nur von persönlichem Interesse und eignet sich nicht zur Publikation. Das genannte Pflanzenfett ist koscher „Fester." Sie verwechseln „Hochdeutsch" mit „Schriftdeutsch". Zum Hochdeutschen gehören im Gegensätze zum Nieder- oder Plattdeutschen die Dialekte, die in Süddeutschland und im höher gelegenen Deutschland gesprochen werden; der schwäbische Dialekt ist so wie der österreichische hochdeutsch, der mecklenburgische plattdeutsch. „Sain." Das Wort „Fatalist" kommt von dem Worte „fatum“, das so viel als Schicksal, Geschick, Bestimmung bedeutet. Wer der Ansicht ist, daß niemand seinem Schicksal, seinem Fatum entgehen kann, ist ein Fatalist. Das Wort „fatal" bedeutet: „das uns vom Schicksal Gebrachte"; meistens wird es im ungünstigen Sinne gemeint. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Konkurs. Die Stelle eines ÜZSLÜ'tOXS der gleichzeitig Koreh und geprüfter Religionslehrer ist, ausserdem die Sekretariatsarbeiten selbständig zu führen hat, wird von dem Unterzeichneten Kuratorium unter nachstehenden Bedingungen besetzt. Als Jähresgehalt werden K 2400. — bewilligt, ausserdem K 600.— jährlicher Wohnungsbeitrag, ebenso die üblichen Kebeneinkommen. Befähigungsnachweise sind dem Offerte beizulegen und wollen sich nur solche Bewerber melden, die den gestellten Anforderungen vollständig entsprechen können. Offerte nebst Photographie sind bis zum 15. November 1. J. an Herrn Bankier F. Stransky. Meran, zu richten. Das Kuratorium der Königs- Meran, 28. Oktober 1904. warter-Stlftung Meran, Z. 9143 ex 1904. Kundmachung. Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß ausschließlich die nachbenannten Verkaufsstellen für Koscherfleisch unter der besonderen Aufsicht des Rabbinates der Knltusgemeinde stehen: Im I. Bezirk, „ II. „ » V. „ XIV. XVI. „ XVII. „ XIX. « XX. Ignaz Weinstein, Seitenstettengaffe Nr. 3; I. Rxelrad, Krummbaumgasse Nr. 2; Alexander Fuchs, Untere Angartenstraße 7; Ignaz Gerstl, Malzgasse 7; Nathan Lustig, Leopoldsgasse 49; I. Reiß, Leopoldsgasse Nr. 31; Johann Fleischhacker, Schönbrunnerstraße Nr. 16; Ernst Fuchs, Sechshanserstraße Nr. 35; Franz Nieder, Hoffetplatz 10; Heinrich Kohn» Ottäkringerstraße Nr. 86; Josef Fischer, Osterleitengasse 2; CH. Sch. Nussenbaum, Jägerstraße 5. Nur für die hier genannten Verkaufsstellen übernimmt dar Rabbinat die Verantwortlichkeit in Betreff des Kaschrus. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. In der israelitischen Kultusgemeinde ZablOGie ad Saybusch ist die Stelle eines musikalisch gebildeten Kantors der gleichzeitig befähigt ist, Religionsunterricht zu leiten, zu besetzen. Jahresgehalt K 1600 nebst Emolumenten. Gesuche mit Zeugnisabschriften, Angaben über Alter und Familienstand sind an den Kultusvorstand bis zum 30. November 1. J. einzubringen; Zeugnisabschriften werden nicht retourniert. Zablocie ad Saybusch im Oktober 1904. Dar Prfises M. Schwarz. Inständige Bitte um Unterstützung für einen.ohne fein Verschulden ins Unglück'geratenen, gebrochenen Mann, der früher bessere Tage gesehen, jetzt, nach einer schweren Operation, kaum der Sprache wieder mächtig, brüchig und gichtleidend ist, so daß er sich nicht einmal anziehen kann; dazu ist auch besten Frau vor lauter Leid und Trübsal erkrankt, so daß beide am Hungertuch nagen und der Verzweiflung nahe sind, da sie sich scheuen, ihre Not zu entdecken. Der Unterzeichnete wendet sich daher an das vielgerühmte goldene jüdische Herz mit der Bitte um schleunige ausgiebige Hilfe für diese Aermsten der Armen. Jede auch noch so kleine Gabe ist willkommen und wird dankend an dieser Stelle quittiert werden; segnen wird Euch aber auch Gott der Herr für alles, was Ihr den Armen tuet. Rab binat-W lasch im (Böhmen) am 17. Oktober 1904. D r. W. Klauber. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor KSmpt’s allgemein beliebte BrautgebetbSchcr und deutsche AudachtsbScher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borten. Konkurs. Die Gutsverwaltung der Jewish Kolonisation Association ZU Slobddka lesna in Galizien sucht einen Anstalislehrei" mit Lehrbefähigung für Bürgerschulen mit polnischer Vortragssprache und ausreichender Kenntnis des Hebräischen zum sofortigen Antritt. Offerte nebst curriculum vitae, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen sind an die Gutsverwaltung 1 0. A. Slobddka lesna ad Kolomea zu richten. Die Kopien der Zeugnisse werden nicht retourniert. Im Verlage von Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk prof. Ir. Julius flrsl's iltustr. fünf Mer jffoscs mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühere Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber nttb verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIEL.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.