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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1904-10-14 · 42 (14.10.1904) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
21 (1904)
Issue
42 (14.10.1904)
Date
1904-10-14
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 684 Dr. Mocb's Mocbenscbrltt. Nr. 42 Dr. S. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes in Washington hat in einem Schreiben an einen Literaten, M. Holz in Galizien, welcher ihm ein hebräisches Buch übersendet hatte, seine Vorliebe und Verehrung für die hebräische Sprache zum Ausdruck gebracht. R. S. In Saloniki lief dieser Tage ein Schiff mit dem Namen „Esther Estrogo" ein, welches ein reicher Jude aus Sniyrna seiner Tochter als Mitgift gab und es nach deren Namen benannte. Der Name ist auf der Schiffsfahne in hebräischen Lettern angegeben Dr. P. S. Löwy, Prag. Das Buch „Geschlecht und Charakter" von Dr. Otto Meininger wurde in der „Oesterreichischen Wochenschrift" Nr. 31, 42 und 43 vorigen Jahrganges ausführlich behandelt. Jg. Frankl in Nag-Ujhely. Eine solche Mitteilung war in der „Oesterr. Wochenschrift" niemals zu lesen. &. L. Die Herkunft des Wortes „Hokuspokus" ist nicht ganz sichergestellt. Manche leiten das Wort von einem Magier ab, der Ochus Bochus geheißen haben soll, und tatsächlich kennt man ein englisches, im Jahre 1634 erschienenes Lehrbuch der Taschenspielerkunst, das den Tftel führte: „Hocus Poeus jun.“ Wiener Frieden. 1. Es gibt vier „Wiener Frieden", das heißt Friedensschlüffe, die in Wien vereinbart wurden: I. Friede am 18. November 1738, als Beendigung des polnischen Krieges von 1733 bis 1738. 2. Friede am 14. Oktober 1809 als Abschluß des österreichisch-ftanzösischen Krieges von diesem Jahre. 3. Friede vom 30. Oktober 1864 als Abschluß des schleswig-holsteinischen Krieges. 4. Friede am 3. Oktober 1866 als Abschluß des italienischen Krieges. 2. Der Wiener Kongreß dauerte vom September 1814 bis Juni 18! 5. B. Silberschütz in Oderberg. Die Mitteilungen der polnischen Wochenschrift „Kosa" über die Geheimsetten unter der slavischen Bevölkerung sind für die Leser unseres Blattes von unerheblichem Interesse S. in T. Das Gesetz vom 12. Oktober 1870, betreffend die Schulaufsicht, lautet: Der Bezirksschulrat besteht auch „aus je einem von dem Landeschef ernannten Vertreter des Religionsunterrichtes jener Glaubensgenoffenschaften, deren Seelenzahl im Bezirke mehr als 500 beträgt". Der Vorstand der K iltusgemeinde hat sich somit an den Landeschef mit einer diesbezüglichen Eingabe zu wenden, eventuell auch einen Vorschlag zu unterbreiten. Oeffrntticher Dank. Aus Anlaß meines 25 jährigen Amtsjubiläums sind mir von Nah und Fern unzählige, mich hochehrende Gratulationen und Kundgebungen zugekommen, welche einzeln zu erwidern ich mich außer Stande fühle. Es sei mir daher auf diesem Wege gestattet, dem löblichen Vorstände der israelitischen Kultusgemeinde, dem löblichen Bethausvorstande, den ehrwürdigen Herren Rabbinen, insbesondere, dem ehrwürdigen Herrn Rabbiner Dr. S ch m i e d l, den geehrten Abordnungen der einzelnen Vereine, meinen verehrten Amtskollegen, der löblichen Presse. wie jedem Einzelnen, der meiner freundlich gedacht, meinen innigsten Dank zum Ausdruck zu bringen. Wien im Oktober 1904. Erster Kantor Moriz Blatt. Am 29. uud 30. Oktober a. c. findet aus Aulass des fünfzigjährigen Jubiläums des jüdisch-theologischen Seminars (Fraenckel’sche Stiftung) eine Gedenkfeier statt. Zur Teilnahme an derselben laden wir alle früheren Hörer der Anstalt hierdurch ergebenst ein. Anmeldungen bei dem Kuratorium der Stiftung (Breslau, Junkerstrasse 11) werden bis zum 25. Oktober erbeten. Breslau im Oktober 1904. 0sr Kuratorium und das Lehrerkollegium des Jüdisch - theologischen Seminars. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Pfibtam wird die Stelle eines vvv (Kustos) besetzt der gleichzeitig VNIV und Vorbeter (Aushilfskantor) sein muss. Gehalt 600 K, Ertrag der Schechita und Nebeneiukommen zirka 900 K. Gesuche mit Angabe des Alters und bisheriger Verwendung sind bis Ende Oktober a. c. an den Vorstand der israelitische] Kultusgemeinde zu senden. Vjf M. Kolm Kultusvorsteher Danksagung Der Unterzeichtnete sieht sich veranlaßt, dem verehrlichen Brigittenauer Tempelvorstande für das korporative Erscheinen bei der Trauung seiner Tochter, ebenso für die gütigen Geschenke, ferner Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Bach für die ihm in der meisterhaften Rede gezollte Anerkennung seiner zwölfjährigen, kantoralen Leistungen im XX. Bezirke seinen tiefgefühlten Dank auszusprechen. Wien, 10. Oktober 1904. Kantor Roman. Synagogenverein „Beth Israel" nach polnisch-jüdischem Ritus, Wien, II., Leopoldsgasse Nr. 29. Kundmachung. Aus dem Kaiser Franz Josef I. Regierungs-Jubiläums-Heirats- Ausstaftungs-Fond gelangt pro 1904 ein Betrag von K 400 an ein arnres, braves, jüdisches Mädchen, das sich im Brautstande befindet, zur Verleihung. Die bis längstens 31. Oktober d. I. an das Vereins- Sekretariat, Wien, II., Leopoldsgasse 29, einznreichenden Gesuche müssen folgende Beilagen enthalten: 1. Geburts-, Armuts- und Sittenzeugnisse; 2. Nachweise des Brautstandes und Namen und Beruf des Bräutigams; 3. Nachweis, ob die Braut Eltern hat oder verwaist ist; 4. Nachweis, ob der Vater der Braut Mitglied des Vereines Beth Israel ist oder war. Die Trauung des Brautpaares, dem diese Stiftung zuerkannt wird, wird am 4. Dezember l. I. in der Vereins-Synagoge unentgeltlich vollzogen. Wien im Oktober 1904. Der Vorstand. Konkurs. In der Versorgungs-Anstalt (Altersversorgungshaus und Siechenhaus) der israelitischen Kultusgemeinde Wien, IX. Bezirk, Seegasse 9, gelangt die Stelle eines Hilfsarztes mit 1. Dezember 1904 zur Besetzung. Bewerber müssen an einer österreichischen Universität promovierte Doktoren , der gesamten Heilkunde, zur Ausübung der ärztlichen Praxis berechtigt sein und haben Spitalspraxis nachzuweisen. Die Anstellung erfolgt für ein Jahr und kann auf die Dauer von vier Jahren verlängert werden. Der Hilfsarzt bezieht einen JahFßSgohalt VOU 1200 Kronen, sowie freie Wohnung und Verpflegung in der Anstalt. Die näheren Bestimmungen können im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, eingesehen werden. Mit den entsprechenden Personaldokumenten, Studien- und Verwendungszeugnissen belegte Gesuche sind bis spätestens 4. November 1904 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4,1. Stock, abzugeben. Wien den 5. Oktober 1904. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Samuel W. Pascheies, Verlagsbuchhandlung, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, offeriert in reichster Auswahl Professor Kämpf’s allgemein beliebte Brautgcbetbucher und deutsche Rndachtsbücher für israelitische Frauen und Jungfrauen in elegantesten Einbänden, ferner Seiden- und Woll-Talesim, Gold- und Silber-Borten. Im Verlage von Samuel W. Pascheies, Prag, Zeltnergasse 4, nächst dem Ring, in neuer Auflage und prachtvoller Ausstattung erschienen das berühmte Prachtwerk Prof. Ir. Julius Fürst’s illustr. fünf Bücher Me; mit deutscher Uebersetzung, erläuternden Erklärungen und über 230 Illustrationen. Ein Geschenkwerk ersten Ranges! Preis in hochelegantem Prachtband ö. W. fl. 6—. Die frühes*«» Auflage ist gänzlich ausverkauft. Versendung erfolgt gegen Einsendung des Betrages. Herausgeber srab verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef 9, Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VUl.

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