Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1904)
- Issue
- 38 (16.9.1904)
- Date
- 1904-09-16
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 38 Dr. Dlocb s MocdenscbrM. Seite 619 Max Marmorofch-Stiftnng für Handels- Akademiker. Am 5. Kislew (13. November 190 ), als dem Sterbetage des Herrn Max Marmorosch, gelangen aus obiger Stiftung zwei Plätze k X 340.— an arme israelitische Schüler der Wiener Handelsakademie zur Verleihung. Unter den Kompetenten genießen bei gleicher Würdigkeit in erster Linie den Vorzug solche Bewerber, welche mit dem Stifter Herrn Jacob Marmorosch, mit dessen Gattin, Frau Rachel, geb. Löbl oder mit deren Schwiegersöhnen, Herrn Hermann Leinberger und Herrn Carl Pisling verwandt sind, in zweiter Linie solche, welche in Bukarest geboren oder dort ihre Erziehung ganz oder zum Teile genossen haben. Die mit einem Geburts-, Armuts und den bisherigen Schulzeugnissen, sowie eventuell mit den im Sinne des vorhergehenden Absatzes ein Vorzugsrecht begründenden Nachweisen belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien (I., Seite,istetteugasse 4,1. Stock), woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind, bis 80 September 1004 zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-,Trauniigs- und Sterbematriken der isr. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. S. M. Klinger fche Widmung für jüdifche mittellofe Wöchnerinnen. Am 10. November d. I. gelangen die Erträgnisse der von Herrn Samuel Klinger zum Andenken an seine Gattin Frau Paulinc Klinger errichteten Stiftung an vier arme israelitische Wöchiierinuen im Betrage von je X 88. - zur Verleihung. Die Bewerberinnen haben die mit ihren G e b u r t s- und Trau ungs scheine und dem Armutszeugnisse versehenen Gesuche bis längstens 30. September 1004 im Einreichungsprotokolle der isr. Kultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengasse 4.1. Stock), woselbst auch während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags Gesuchsblan'elte unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der isr. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder mit den oben geforderten Beilagen nicht versehene Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Dr. Adolf Jelinek-Widmung für Bibeluud Talmudfchüler. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Wien verlautbart hiemit, daß aus den Zinsen der obigen, von Herrn David Ritter von Gutmann am 8. Jnli 1«91 zu Ehren des seither verstorbenen Oberrabbiners der isr. Kultusgemeinde in Wien Sr. Ehrwürden Dr. Adolf Jelinek begründeten Widmung ein Stipendium per K. 100 — a n einen Bibel- und T a l m u d s ch ü l e r des Wiener B e t h a m i d r a s ch zur Verleihung gelangt. Die mit dem Geburtsscheine, dem Armutszeugnisse, sowie mit den Studienzeugnissen und dem Nachweise des erfolgreichen Besuches der oben bezeichnet«:» Bibel- und Talmudschule versehenen Gesuche sind bis 30. September 1904 im Einreichungsprotokolle der isr. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9 bis 10 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs und Sterbematriken der isr. Kultusgemeinde Wien sind als Gesnchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überrerchte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Samuel Süßermann fche Stiftung für die Beförderung des Studiums der Bibel und des Talmuds. Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß zwei S t i f ts Plätze der oben genannten Stiftung im Betrage von je K 200 — an Schüler einer hiesigen Mittelschule „welche sich beim Unterrichte in der Bibel und im Talmud durch Fleiß und besondere Erfolge hervortun" auf die Dauer der Mittelschulstudien zu verleihen sind. Unter den Bewerbern um diese Stipendien haben jene Mittelschulbesucher, welche ans der Talmud-Thora-Vereinsschule in die Mittelschule übergetreten sind, bei übrigens gleichen Umständen den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell wie hoch sich der Betrag dieses Bezuges beläuft. Die diesfälligen Gesuche mit den nötigen Zeugnissen sind im Einreichungsprotokolle der isr. Kultusgemeinde W,en, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst Gcsuchsblankette während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags unentgeltlich behoben werden können, bis längstens 30. September 1004 zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der isr. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbeilagen nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Dr. Adolf Schmiedl-Widmnng. Ans den Erträgnissen dieser aus Anlaß der am 26. Jänner 1901 stattgehabten Feier des achtzigjährigen Geburtstages Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiner Dr. Adolf Schmied! von dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien begründeten Widmung gelangen zwei Stipendien ä X 100. (Einhundert Kronen) an G Y m n a s i a l s ch ü l e r, welche T a l m u d st u d i e n b e t r e i b e n, zur Verleihung. Die mit dem Geburts-, Armuts- und den Studienzengnissen, sowie mit dem Nachweise über das schulgemäße Studium des Talmuds versehenen Gesuche sind bis längstens 30. September 1004 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, während der Amtsstunden (zwischen 9 und 12 Uhr vormittags) zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauuugsuud Sterbematriken der israelltischeu Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Ettel Goldfchmidt'fche fromme Stiftung. (Stipendium für Lehrerswitwen.) Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntnis, daß aus der von Herrn Moritz Ritter von Goldschmidt zum Andenken an seine Mutter, Frau Ettel Goldschmidt, begründeten Stiftung ein Stipendium von X 2(,0.— an eine in Wien oder dessen nächster Umgebung wohnhafte L e h r e r s w i t w e i s i a e l i 1 i s ch e r K o n f e s s i o n zur Verleihung gelangt, wobei solche, welche mit dem Stifter, Herrn Morrtz Ritter von Gold sch midt oder dessen Gattin, F r a u N a n e t t e g e b. L a n d a » e r, verwandt sind oder eine g r o ß e A n z a h l u n v e r s o r g t e r K i n d e r h a b e n, den Vorzug erhalten. Die mit dem Totenscheine des Gatten, einem Armutszeugnisse, einem von einem Wiener Rabbinate ausgestellten Wohlverhaltnngszeugnisse, sowie mit dem Nachweise, daß die Bewerberin ans Frankfurt a. M. oder aus einem Orte des österreichischen Kaiserstaates gebürtig ist, versehenen Gesuche sind bis längstens 31. Oktober 1004 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengasse 4, I. Stock), woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich erfolgt werden, einzureichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Siegmnnd und Regine Kanders fche Heirats-Aus ftattnngs-Stiftung für mittellofe jüdifche Bränte. Ans der obgenannten Stiftung sind am 26. November 1904 die Jahreserträgnisse per X 220.— vor allem Anderen an Verwandte des stifterischen Ehepaares, Herrn Siegin u n d K a u d e r s und dessen Gattin, Frau R e g i n e, geborene Schlesinger (in er st er, zweiter und dritter Linie), an Verwandte der Familien D r. Anton K a u d e r s ans K ö r m e n d (Ungarn) und Johanna Wolf verehelichten Kauders aus Eisenst a d t (Ungar n), Josef Schlesinger aus Tyrnau (Ungarn) und Johanna Neubrunn verehelichte Schlesinger aus Trencsin (Ungarn) (in er st er und zweiter Linie) und in Ermanglung von Bewerberinnen der vorgenannten Kategorien an nach Wien zu st än d i g e, beziehungsweise in Wien geborene und bis zur Zeit der Bewerbung daselbst wohnhafte Bewerberinnen, endlich in letzter Linie an Bewerberin^ en österreichischer oder ungarischer Staatsangehörigkeit, ohne Rücksicht auf Zuständigkeit und Wohnort zu verleihen. Die Gesuche sind mit dem Geburtszeugnisse, dem Mittell o s i g k e i t s- oder Armutszeugnisse, dem Sittenzeugnis s e, sowie dem Nachweise des Braut st an des zu belegen; Bewerberinnen, welche das Vorzugsrecht der Verwandtschaft geltend machen wollen, haben dieselbe d o k u m e n: arisch nachzuweisen; Bewerberinnen, welche nach Wien zuständig find, haben die Wiener Heimatsberechtigung, in Wien geborene endlich den Umstand, daß sie bis zur Zeit der Bewerbung in Wien domizilierten, mit dem Meldzettel zu belegen. Die Ueberreichung der ordnungsgemäß belegten Gesuche hat bis längstens 30. September 1004 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien (I., Seitenstettengasse 1. I. Stock), woselbst Gesuchsblankette während der Amtsstunden (9 bis 12 Uhr vormittags) unentgeltlich behoben werden können, zu erfolgen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten, Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden in keiner Weise berücksichtigt. Wien, 1. September 1904. Der Borstand der Israel. Kultusgemeinde Wien.