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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1902-10-17 · 42 (17.10.1902) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
19 (1902)
Issue
42 (17.10.1902)
Date
1902-10-17
Page
– (sequence 15)
Language
German
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>fir. 42 Dr. Bloch's Wochenschrift. Sette SW Ir- Ignaz Lemberger’sche Heiratsausstattungsstiftung für ein armes verwaistes Mädchen. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntniß, daß die Zinsen der genannten Stiftung ä Kronen 26».— an ein armes verwaistes Mädchen der Wiener israelitischen Cultusgemeinde, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts-, einem Armuths-, einemSittenzeugniffe und demNachweise ihres Brautstandes versehenen Gesuche bis 31. Oetober 1902 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, einzureichen. Diejenigen Bewerberinnen, welche eine Verwandtschaft oder Schwagerschaft mit dem seligen Herrn Dr. Ignaz Lemberger oder ihre Zuständigkeit nach Wien nachzuweisen im Stande sind, genießen den Vorzug. Wien, 1. Oetober 1902. Jonas Freiherr von Königswarter’sohe Stipendien für Theologen. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntniß, daß zwei Jonas Freiherr von Königswarter'sche Stipendien ä Kronen 930.— für Hörer jüdischer Theologie, welche gleichzeitig philosophischen Studien an der Wiener Universität obliegen» für das Schuljahr 1902 zur Verleihung kommen. Die diesfälligen Gesuche, sammt nachstehenden Beilagen: 1. Geburtsschein, 2. Heimatsschein über die österr.-ungar. Staatsangehörigkeit, 3. Maturitätszeugniß, 4. Jmmatriculationsschein der Wiener Universität, 6. Colloquienzeugnisse und 6. Zeugnisse über den dermaligen Betrieb theolog. Studien, sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde Stadt, Seitenstettengaffe 4, l. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis 31. Orfobrr d. I. zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Wien, 1. Oetober 1902. ZgMj Vlnmenfeld'schc Widmung für Künstlrr. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde Wien verlautbart hiemit, daß aus den Erträgnissen der genannten Widmung für die Jahre 1903/1904 ein Stipendium im Gesammtbetrage von K 1850, eventuell in höherem Betrage an einen der Bildhauerei sich widmenden israelitischen Jüngling zur Verleihung gelangen wird. Die Bewerber haben den Nachweis über ihre Anlagen und Leistungen durch Beibringung von Zeugnissen oder durch Vorlage eigener Leistungen zu liefern. Die mit derartigen Nachweisen, sowie mit den Geburts- und Zuständigkeitsdocumenten und eventuell mit einem Mittellosigkeitszeugnisse belegten Gesuche sind spätestens bis 31. December 1902 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Culttisgemeinde Wien, I., Seitenstettengaffe 4, I. Stock, woselbst auch Gesuchsblanquette unentgeltlich erfolgt werden, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags zu überreichen. Unter den Bewerbern genießen österreichisch-ungarische Staatsbürger den Vorzug. Auszüge aus den Geburts-. Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keinerlei Berücksichtigung. Wien, 1. Oetober 1902. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Charlotte Knffner’sche Familienstiftung. Am 23. Thebet d. I. (22. Jänner 1903) gelangen bei der israelitischen Cultusgemeinde Wien die Erträgnisse der obgenannten Stiftung per Kronen 700.—, an arme Verwandte der am 28. December 1896 in Wien verstorbenen Frau Charlotte Kuffner zur Verleihung, wobei insbesondere mit der genannten Stifterin verwandte arme Witwen zu berücksichtigen find. Die mit dem legalen Nachweise dieser Verwandtschaft und der Armuth belegten Gesuche sind bis 21, Oetober 1902 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde I., Seitenstettengaffe 4, 1. Stock, zu überreichen. Gesuchsblanquette werden daselbst unentgeltlich ausgefolgt. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Todtenmatriken der ifraelitischen Cultusgemeinde sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Aus mit den geforderten Belegen nicht versehene oder verspätet eingebrachte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. Oktober 1902. Das Luratorium der Charlotte Kuffner'schen Familienstiftung. Samuel Süssermann’ache Stiftung für die Beförderung des Studiums der Bibel und des Talmuds. Es wird hiermit zur Kenntniß gebracht, daß zwei Stiftplätze der obgenannten Stiftung im Betrage von je Kronen 200.— jährlich für Schüler einer hiesigen Mittelschule, welche stistbriesgemäß .sich beim Unterrichte in der Bibel und im Talmud durch Fleiß und besondere Erfolge Hervorthun", aus die Dauer der Mittelschulstudien zu verleihen find. Unter den Bewerbern um dieses Stipendium haben jene Mittelschulbesucher, welche aus der Talmud-Thora-Vereinsschule in die Mittelschule üvergetreten sind, bei gleicher Befähigung den Vorzug. In dem Gesuche ist auch anzugeben, ob der Bewerber in dem Genuffe emes Stipendiums steht, eventuell in welchem Bettage. Die diesfälligen Gesuche mit den nöthigen Zeugnissen, find im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengaffe 4, 1. Stock) bis längstens 21, Oetober 1902 zu überreichen. Wien, 1. Oetober 1902. Das Curatorium. Ignaz und Rosalia Wolf Krankenunterstützmigs-Sttfdmg. Am 10. Jänner 1903 gelangen die halbjährigen Interessen der obigen Stiftung zusammen per X 200 an arme hilfsbedürftige Kranke der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde zur Vertheilung. Die Bewerber haben ihre mit dem Armuths- und Krankheits- Zeugnisse belegten Gesuche im Einreichungsprotokolle der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde (I., Seitenstettengaffe 4, I« Stock), woselbst auch während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis längstens 31 Vclobrr 1902 zu überreichen. Gesuchsteller, welche ihre Verwandtschaft mit den Stiftern nachzuweisen in der Lage sind, genießen unter gleichen Verhältnissen vor anderen Bewerbern den Vorzug. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbe-Matriken der israelitischen Cultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. Oetober 1902. Das Curatorium der Ignaz und Rosalia Wölfischen Krankenuntersrützungs-Stiftung.

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