Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-06-19 · 25 (19.6.1896) · page 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
25 (19.6.1896)
Date
1896-06-19
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3020846-3021115-3021141--05735-3029984
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

■^aaawaraqiiWMBMaaii IflUnUPTi'ftgaaH Serie 508 Dr. Vloch's Wvchrnsttzrrft. Nr. 25 ender Tugend. Und wie aus hüllendem Nebel dringt ein Lichtstrahl hervor — die Strahlen glücklicher, freudenreicher Zukunst. Ihre Finger ruhen im Schoße. Sie sitzt da, von dem leidenschaftlich durchglühten Spiel ermattet, das Haupt gesenkt. Und auf der fiebrigen Stirn brannten Küsse — — für die Töne unserer Zeit. Briefkasten. M. Sch. Die Gründerin des Vereines war Frau Esther B g cf. F. Dr. Lueger hat ja den Ausspruch gethan, daß nur ein Ehrloser nach Budapest geht. Da will er vorläufig, daß die anderen Größen seiner Partei dahin gehen. Otto E. Selbstverständlich galt der Ausruf nicht Ihnen, sondern jenen Liberalen! Leider wissen wir ja, daß man diesen auch das Unglaublichste zutrauen darf. Dr. F. Solchen bübischen Mystisicationen gegenüber ist man wehrlos. Dr. B. G. Jules Simon war jüdischer Abstammung. Ueber die Bedeutung dieses Mannes sind die Ansichten nicht so ungetheilt, wie Sie annehmen. Arthur G. Wir werden ja sehen, ob die Annahme, daß Pfarrer Chotkowsky freiwillig die Lüge dementiren wird, nicht einer rührenden Naivetäl entspringt. Seit wann fühlt sich ein Antisemit nicht wohl bei einer Lüge? M. Wenn der Staatsanwalt dem F e i ch t i n g e r in Graz Zeit gelassen hätte, wäre er wohl auch gleich seinem Vorbilde V e r g a n i ein reicher Zeitungsherausgeber geworden. D. T- Die Aufnahme erfolgte in Abwesenheit des Redacteurs, der Urheber der Büberei ist uns zwar nicht bekannt, doch der Kreis, dem er angehört und in dessen Mitte der Plan geschmiedet wurde, ist uns nicht fremd. R. Wir können die Büberei blos bedauern. L- G. Es ist eine bewußte Infamie der Herren, wenn Sie den Umstand ignoriren,. daß auch Kaiser und Fürsten Freimaurer waren. Z. H. Dr. P o r z e r glaubt vielleicht, die Antisemiten wären so hinter ihrer Zeit zurückgeblieben, daß man sie nur durch einen Kanonenschuß aufmerksam machen könnte, wie spät es eigentlich sei. i. g. Geßmann ist schon in Budapest, auch Schneider rc. rc. werden es kaum verabsäumen, wenn auch inoognito die Millenniumsausstellung zu besuchen. Das sind sie dem Dr. Lueger schuldig. Professor G (III. Bezirk). Wir würden die Antisemiten bedauern, wenn die Eltern verwahrloster Kinder eingesperrt würden. A. Lassen Sie's gut sein. Der Mann wird auch bald daran denken müssen, seine Abschiedsbesuche zu machen. Anton G. Paßt zu der antisemitischen Charaktergröße! Die antisemitischen Hallunken glauben, es sei ein Milderungsgrund, wenn sie sich nachträglich — jüdische Vertheidiger nehmen. A. G- Kein Jude ist so verkommen, daß er sich Porz er oder L ö w zum Vertheidiger nehmen würde. Ignatz L. (Brünn). Rohling weiß, warum er schweigt. Er mochte nur, daß die Welt andere Gründe dafür annimmt. Alois B. Monsignore S ch e i ch e r sagt sich mit vollem Rechte, daß er so schon genug gegen die Juden Hetze und er daher nicht auch seine Predigten in der Kirche diesem Zwecke dienstbar machen müßte. Au mehrere Einsender. Wir danken bestens für Ihre freundlichen Worte der Anerkennung. K in Wie». Diese Buben, feige und ehrlos, sind zu noch anderen Dingen fähig. Kallina Wien. Die Ziehung der Stanislauer Tempelbaulose wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Ziehungstermin wird vom Ministerium bestimmt und sodann publicirt werden. Emanuel Stroß aus Alexandrien, dzt. in Belgien. Herzlichen Dank für die interessante Einsendung. Siegfried Schiffmann. Budweis. Daß der Reichsraths- und Landtagsabgeordnete Ludwig Heinemann, Bürgermeister der Stadt Krems, die antisemitischen Radfahrer Sonntag am 28. Juni feierlichst begrüßen wird, wundert uns durchaus nicht. B. Fuchs & Co , Wien. Das Vorgehen der Firma B. Heller's Söhne in Teplitz können wir natürlich nicht billigen, doch scheint uns eine öffentliche Discussion über den Vorgang kaum rathsam. Seit einiger Zeit werden wir mit Anfragen bestürmt, ob wir verschiedene Qualitäten Laureol erzeugen. Die meisten der diesbezüglichen Zuschriften sind damit motivirt, daß die direct von uns bezogene Waare vorzüglich gut war, währenddem da und dort getauft? unbrauchbar ist. Wir beehren uns nun Folgendes mitzutheilen: Laureol, welch's heute schon das beste Renommee genießt, wird nur in einer einzigen Qualität erzeugt und ist dasselbe nur dann echt, wenn das Gebinde, Glas oder Dose den Namen „Laureol", versehen mit dem Siegel Sr. Eh>würden Herrn Rabbiner I. B. Lohn, trägt. Weniger scrupulose Kaufleute verabreichen eine Imitation anstatt Laureol, ein nachgeahmtes, minderwerthiges Fabrikat, welches weder im Geschmack, noch an Ausgiebigkeit dem feinschmeckenden Laureol gleichkommt. Im Interesse der P. T. Käufer machen wir daher aufmerksam, beim Kaufe besonders darauf zu achten, daß die Gebinde, aus welchen die Waare verabfolgt wird, die Aufschrift „Laureol", sowie das Siegel des ehrwürdigen Herrn Rabbiners Jos. B. Kohn tragen. In zweifelhaften Fällen beliebe man sich, bei uns oder bei unserem Vertreter Julius Freuder, hier, II., Große Schiffgasse Nr. 4, anzufragen, wo jede Auskunft bereitwilligst ertheilt wird. Hochachtungsvoll die erste und in Oesterreich-Ungarn allein bestehende Laureol-Fabrik Julius Moll & Cie. Eingesendet. Freunde und Verehrer des rühmlich bekannten Hebräisten Moriz Käs haben ihn veranlaßt, seine zahlreichen hebräischen Dichtungen zu veröffentlichen, damit diese wahrhaft poetischen Erzeugnisse, die sich durch Formschönheit und Gedankenreichthum auszeichnen, auch weiteren Kreisen zugeführt und unserem Schriftthnme gewonnen werden können. Förderer der hebräischen Literatur werden darauf mit der Bitte aufmerksam gemacht, dieses Unternehmen dadurch zu unterstützen, daß sic das Buch — Preis 2 Kronen — pränumeriren. Pränumerations-Erklärungen wollen an eine der unten angeführten Adressen gerichtet werden. A. Rohn, Saul. Epstein» em. Musterhauptschul-Director Religionslehrer XVI., Thatiastraße 12. XVI., Weyprechtgasse 12. Lep. Lohn, VIII., Lerchengasse 34. Soeben erschienen nnä durch jede Buchhandlung zu beziehen : nAH liiflAndAA1!1 Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage. III. Auflage. Yon Dr. Theodor Herzl. Preis 60 kr. Verlag von NI. Breitenstein, Wien, IX/3, Währingerstrasse 9. Mädchen aus guter Familie wird in anständigem Hause in vollständige Verpflegung genommen. Anträge an die Administration dieses Blattes erbeten. In Baden oder Vösiau sucht eine Lehrerin während der Sommermonate Stunden. GefL. Anträge werden erbeten unter „Volks- und Bürgerschulen“ an die Expedition des Blattes. Ettel Goldschmidfsclie Stiftung für Techniker, Lehrerswitwen und Krankenwärter. Der Vorstand der hiesigen israel. Cultusgemehide bringt hiermit zur Kenntniss, dass die Zinsen aus den vom Herrn Moriz Bitter v. Goldsehmidt zum Andenken an seine in Gott ruhende Mutter Frau Ettel Goldsehmidt gegründeten Stiftungen im October des Jahres 1892 zur Verleihung kommen, v. z. für einen Techniker ä fl. 100, für eine Lehrerswitwe ä fl. 100 und für einen Krankenwärter beziehungsweise Krankenwärterin, ohne Unterschied der Confession ä fl. 30. ' Bedingungen: 1. Die Techniker und Lehrerswitwen müssen der israel. Confession angehören, aus Frankfurt am Main gebürtig oder im österr, Kaiserstaate geboren sein, die Techniker in Wien studieren, und die Lehrerswitwen in Wien oder nächster Umgebung wohnen. 2. Nebst den Armuthszeugnissen haben die Techniker Studienzeugnisse, die Lehrerswitwen vom Wiener Kabbinate ausgestellte Wohlverhaltungszengnisse und die Krankenwärter resp. Krankenwärterinnen Dienstzeugnisse von öffentlichen Instituten oder beglaubigten Privatpersonen beizubringen. Den Vorzug haben a) Verwandte des Stifters Herrn Moriz Ritter von Goldschmidt oder seiner Gattin Frau Nanette geb. Landauer, b) Lehrerswitwen, welche eine grosse Anzahl unversorgter Kinder haben. Die Gesuche werden im Einreichungsprotokoll der israel. Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, I. Stock) woselbst auch GResuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, in den Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags, bis 31. Juli d. J. entgegengenommen. In dem Gesuche ist anzugehen, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Wien, am 15. Juni 1896. Der Vorstand - der israelitischen Cultusgemeinde. Herausgeber u. verantw. Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn Wien. VHL, Lerchenfelderstr. 46.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.