Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 13 (1896)
- Issue
- 16 (17.4.1896)
- Date
- 1896-04-17
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 328 Nr. 16 Dr. Bloch's Wochenschrift. I. R. iu T. Wir können diesen häßlichen Streit nicht vor die Ocffentlichkeit tragen, um unseren Gegnern eine Freude zu bereiten. Die Schrift „Der Judenstaat" wird Ihnen von der Buchhandlung per Postnachnahme zugesendet werden. Herrn Dr. Lösegeld in Proßnih. Wir registriren, daß Herr Marcus Neumann auf dem Gebiete der Armen- und Krankenpflege eifrig thütig ist. Die Frage der Brecherstiftung ist unseren Informationen zufolge derzeit noch nicht spruchreif und dürfte ihre Lösung gleichzeitig mit dem geplanten Neubaue des Tempels und der Schule finden. Wiener Lebens- und Rentenversicherungs-Anstalt. Die 14. ordentliche Generalversammlung dieser Anstalt sand heute statt. Der Bericht des Vorstandes constatirt eine Neuproduction während des Jahres 1895 von 6,090.374 fl. Capital und 4359 fl. 24 kr. Rente, sowie nach Kürzung aller Fälligkeiteir, Storni und Rückkäufe einen reinen Geschäftszuwachs von 1,419.303 fl. Capital mid 3309 fl. Rente. Der Versicherungsstand beträgt per Ende 1895 18.625 Polizzen über 38,420.557 fl. Capital und 27.742 fl. Rente. Die Mortalität ist günstig verlaufen und um 13.183 fl. hinter der erwartungsmäßigen Sterblichkeit zurückgeblieben. Die Gewährleistungsfonds haben durchwegs Erhöhungen und weisen einen Zuwachs von 821.595 fl. gegen das Vorjahr aus. Von den Gewinnfonds der Versicherten per 173.901 fl. gelangt ab 15. Juli eine Dividende von 42 Percent der Jahresprämie zur Vertheilung an die bezugsberechtigten Parteien. Die Vorschläge bezüglich der Verwendung des Reingewinnes per 102.800 fl. wurden genehmigt und wird der Coupon mrt 16 fl. 8 Percent eingelöst. Wiener Versicherungsgesellschaft. Diese Gesellschaft hat vor einigen Tagen ihre diesjährige (15.) Generalversammlung abgehalten. Der vorgetragene Jahresbericht sagt, daß ungeachtet des ungünstigen Verlaufes der Hagelbranche das Gesammtergebmß als ein recht beftiedigendes zu bezeichnen ist. Die Feuerprämieneinnahme bezifferte sich auf 3,042.271 fl. An Schäden waren zu bezahlen 1.698.128 fl. Das Transportversicherungsgeschäft ergab an Prämie 174.109 fl., worauf 71.717 fl. an Schäden entfielen. In der Hagelversicherungsbranche belief sich die Prämieneinnahme aus 481.421 fl., während für Schadenzahlungen 494.148 fl. erforderlich waren. Das Prämienschein-Portefeuille betrug mit Ende 1895 5,823.810 fl. Die ftei von jeder Belastung zurückgestMe Feuerprämienreserve hat sich von 750.177 fl. auf 812.109 fl. erhöht und beträgt gegenwärtig 48'3 Percent der Retto-Einnahme. Die Reserve für Coursschwankungen beträgt bei einem Effectenbesitze von 2,261.720 fl., welcher zum weitaus überwiegendeu Theile aus vierpercentigen Pfandbriefen der österreichisch-ungarischen Bank besteht, 100.000 fl. Nach Ertheilung des Absolutoriums wurde beschlossen, von dem Reingewinn per 195.243 fl. dem allgemeinen Capital-Reservefond 20.000 fl. zuzuwenden, dem Beamtenhilfsfond 10.000 fl. zuzuweisen, 120.000 fl. als sechspercentige Dividende zu vertheilen und den Rest von 32.564 fl. auf die Rechnung des Jahres 1896 vorzutragen. In Erledigung der übrigen Punkte der Tagesordnung wurde Herr Dr. Alfred Schmidt als Mitglied des Vorstandes neu und der bisherige Revisions-Ausschuß auf drei Jahre wiedergewählt. Heil. Or. Adolf und Emanuel Stern-Stiftung für Rigorosanten der Medicin und Chirurgie. Bei der israelitischen Cultusgemeinde gelangen sechs Plätze der oben genannten Stiltnng ä 105 fl. zur Bestreitung der Rigorosentaxen zur Verleihung. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, dass sie mosaischer Religion und unbemittelt sind und ihren medicinisch. chirurgischen Studien an der Wiener medicinischen Facultät als ordentliche Hörer obliegen, bis längstens 30. April d. J. im Einreichungsprotokoll der israelitischen Cultnsgemeinde (I., Seiten* stettengasse 4, I. Stock) einzubringen. In dem Gesuche sind die Familienverhältnisse des Bewerbers anzugeben, ferner ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. WIEN, am 1. April 1896. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. An die geehrten Mitglieder des Vereines der „Mährisch-Ausseer in Wien“ und sonstigen Gönner und Wohlthäter der Mähr.-Ausseer Armen. Ueber den unverantwortlichen und unqualificirbaren Angriff tief empört, welcher in der vorwöchentlichen Nummer der „Oesterr. Wochenschrift“ gegen die über jeden Zweifel erhabene Rechtschaffenheit und Lauterkeit unseres allgemein anerkannten hochachtbaren und verdienstvollen Cultus-Vorstehers Herrn 8. A. Pollak in Mähr.-Aussee in verwerflichster Weise unberechtigt erhoben wurde; bringt der gefertigte Vorstand des „Vereines der Mähr.- Ausseer in Wien“ seinen geehrten Mitgliedern hiemitzur Kenntniss, dass derselbe bei der am 14. d. M. abgehaltenen Vorstands-Sitzung mitStimmeiieinhelligkeit folgenden Beschluss gefasst hat: „Als Zeichen unserer besonderen Verehrung und Anerkennung für die äüsserst verdienstlichen Leistungen des altehrwürdigen Cultusvorstehers Herrn S. A. Pollak in Mähr.-Aussee, der seit länger als 40 Jahren unsere Heimatsgemeinde in der musterhaftesten, gewissenhaftesten und verständigsten Weise als Cultusvorsteher verwaltet, wird derselbe unter dem Ausdrucke unserer unwandelbaren Verehrung zum Ehrenmitgliede unseres Vereines ernannt, und gleichzeitig bezüglich der Angreifer und Berat her derselben unter entschiedener Zurückweisung der ganz und gar unberechtigten Verdächtigungen unsere schärfste Missbilligung ausgesprochen.“ Wien, den 15. April 1896. Für den Vorstand des „ Vereines der Mähr.-Ausseer in Wien. “ S. A. Wasservogl, Dav. Löwy, S. Jahoda, Sigm. Baderle, Joh. Grimm. Kundmachung. Im L. D. Königsberg Mädchen-Erziehungs-Institut sind einige Stiftsplätze zu besetzen. Aufnahme finden mittellose Mädchen (auch Waisen) mosaischer Religion im Alter von 10—12 Jahren. Gesuche, belegt mit Geburtsschein, Mittellosigkeitzeugniss, Gesundbeitszeugniss, Impfschein und Schulausweis, sind bis längstens 15. Mai 1896 in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4, bei der Buchhaltung einzubringen. Wien, im April 1896. Das Curatorium der L. D. Königsberg-Stiftung. Goncurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde Datschitz in Mähren ist womöglich sofort die Stelle eines Lehrers, der zugleich Vorbeter, Schächter und Koreh sein muss, gegen ein Fixum von 1200 Kronen inclusive der Schechita, nebst freier Wohnung und Emolumenten zu besetzen. Bewerber wollen eine Abschrift ihrer Documente nebst Angabe des Alters, ob ledig oder verheiratet einsenden. Bios dem Acceptirteu werden Reisespesen vergütet. Der Vorstand. Verein zur Errichtung eines isr. Hospitales in Bleichenberg. Eia3.1a,d.-CL33.g: zu der -am 28. April 1896 um 7 Uhr Abends im Gemeindehause der Israel. Cultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 4, Parterre links, im Locale der Friedhofverwaltung, stattfindenden Generalversammlung. TAGESORDNUNG: 1. Bericht über das abgelaufene Trienninm. 2. Revisionsbericht. 3. Wahl der Revisoren. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Sonstige Anträge. Zum Austritte gelangen die Herren: Jacob Eissler, Wilhelm Freyberg, Maxm. Kätscher, Dr. Gustav Kohn, Anton Perl und Dr. Siegmund Wahrmann, welche wieder gewählt werden können. Herausgeber u. verantw. Redakteur: Tr. Josef ©. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn Wien, VIII., Lerchenfelderstr. 46.