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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1895-03-08 · 10 (8.3.1895) · page 22

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
12 (1895)
Issue
10 (8.3.1895)
Date
1895-03-08
Page
– (sequence 22)
Language
German
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mmmm mmmm. Seite 186 Vestrrrehtztphe Wochenschrtst Nr. 10 Literatur. Dr. E. Hoff, Bezirksrabbiner und Prediger in Proffnitz, Mahren. Von diesem auf pädagogischem und didactischem Gebiete gleich vortheilhaft bekannten Autor sind soeben in zweiter umgearbeiteter Auflage erschienen „L e s e- und Sprachfibel für Schul e und Haus", ferner im Verlage von Fr. A. Urbanek in Prag, die vom genannten Autor Dr. Hoff verfaßte, von Dr. M. Grünwald, Großrabbiner in Bulgarien, vorzüglich in die böhmische Sprache übersetzte „B i b l i s ch e G eschichte für die israelitischeJugen d", erster und zweiter Theil. Alle diese Lehrbücher sind vom österreichischen Ministerium für Cultus und Unterricht (Z. 20.831 und Z. 14000 ex 1895) approbirt. Für die Beliebtheit, welche sich dieselben in Fachkreisen erfreuen, spricht wohl die Thalsache genügend, daß Dr. H o f f's Biblische Geschichte in deutscher Sprache schon in 24.000 Exemplaren und dessen hebräische Fibel in 10.000 Exemplaren erschienen sind. E. B. Briefkasten. L. M in 91. Es waren meistens Ex offo-Vertreter, welche die Verlheidigung nicht ablehnen durften. Jeder Verbrecher hat ein Anrecht aus Verlheidigung. B. H. in Floridsdorf. Wir nehmen gerne zur Kenntniß, daß die Lehrer die Kinder wegen der Ungehörigkeit bestraft haben. H. P., Kolin. Das Abonnement Jacob Goldschmidt endet mit 30. Juni 1895. Jacob Br. Ferdinand Hitzig war christlicher Eonfession und Abstammung rmd ist vor einige,i Jahren gestorben. Jglau, Frau R. O. W'r danken Ihnen für die freundlichen Worte der Zustimmung. Wir lassen uns nicht so leicht von dem Wege abbringen, den wir für den richtigen erkannt haben. Wien, XIV. Das Gedicht kann nicht gebracht werden. Wir bringen überhaupt nur ganz ausnahmsweise Gedichte und niemals solche, welche uns selbst feiern. Für Ihre Sympathien. danken wir verbindlichst und bitten uns dieselben zu erhalten. Budapest. Fräulein Bertha U. in Budapest. Sie fragen in welchem Jahrgange der „Qesterr. Wochenschrift" das reizende Gedichtchen Edwin Bormann's enthalten war? Um Ihnen die Mühe des Nachschlagens zu ersparen, setzen wir es gleich nochmals hieher. Was thnt man einer liebenswürdigen Leserin nicht alles zu Gefallen! Kinderscene. Morgen zum Geburtstagsfeste Lädt sich Käthchen kleine Gäste; Anni Hoffmann, Suse Beyer, Minchen Walther, Doris Schreier, Evchen Müller, Elsa Strauch — „Kommt denn das Rebekkchen auch?" — „„Was, Rebekka Silberstein?! Juden lad' ich niemals ein. Gabst du in der Schul' nicht Acht, Daß sie Jesum todt gemacht?"" — „Unser Lehrer meint das, ja; Doch es sagt mir die Mama (Und die weiß doch vielerlei): Silberstein's war'n nicht dabei!" Schlichte Kinderseele du, All mein Herz es lacht dir zu. Bester wär's um sie bestellt, Zöge siegreich durch die Welt Deine Friedensmelödei: Silberstein's war'n nicht dabei!" Czeruowitz, Leser und Freund d. „Oe. 28.“ Wenn die Nachricht im „Deutschen Bolksblatt" gestanden ist, weiß ja ohnehin Jeder, daß sie nicht wahr ist. Wozu wollen Sie noch berichtigen? Breslau, Cand. Phil. Paul B. Sie arbeiten an einem Werke, welches das Verhältniß Kant's zu Mendelssohn behandeln wird. Da haben Sie sich ein schönes Thema gewählt. Die sreundlichst mitgetheilte herrliche Briefstelle sei hier angeführt: „Es ist nur ein Mendelssohn.-Ich hatte dieses Buch (Jerusalem von Mendelssohn) für die Verkündigung einer großen, obzwar langsam bevorstehenden und fortrückenden Reform, die nicht allein Ihre Nation, sondern auch Andere treffen wird. Sie haben Ihre Religion mit einem solchen Grade von Gewissensfreiheit zu vereinigen gewußt, die man ihr gar nicht zugetraut hätte und dergleichen sich keine andere rühmen kann.“ (Immanuel Kant an Moses Mendelssohn.) Wr. Neustadt, Junger Militärakademi.er. Ihnen antworten wir auf Ihr Bismarckisches Citat mit einem anderen; „Ich habe gefunden, daß gerade die Juden sich durch besondere Intelligenz und Befähigung für staatsmännische Wirksamkeit auszeichnen." (Reichskanzler Fürst Bismarck im preußischen Abgeordnetenhaufe am 30. Jänner 1672.) Und dem Mann werden sie doch einiges Unheil in der Sache zutrauen! Stanislau U. Z." Ihre Purim-Novelle abzudrucken sind wir durchaus nicht gesonnen. Sie wünschen unser „unumwundenes Urtheil, so streng es auch laute" zu hören? Sie sollen nicht umsonst darum gebeten haben: Ihre Arbeit ist keinen Schuß Pulver werth. Deshalb geht auch die Pistole in der Eifersuchtsscene nicht los. Aus Ihrem Sonett (?!) wollen wir, um Ihnen eine kleine Freude zu bereiten, nachfolgende Zeilen veröffentlichen. Verstanden haben wir sie zwar nicht ganz, aber das thut nichts:. ' „In der Ahnen Spuren einzutreten Ist dem heutigen Geschlecht von Nöthen Wohlthun säen, Andachtsstille beten Kann sie vor der Feinde Wuth erretten. Wollen sie ermorden Euch und tödten Klirren lassend zentnerschwere Ketten Müßt Ihr selber Euch gelinder betten Ihnen bleibe schamerfüüt Erröthen!" Mboh. L. M. in Riga. Herzliche Gratulation. I. F. Suschitzky, Jnzersdorf. Der 23. Februar 1393 war der 7. Ad ar 5653.. 'iä rmn Vereinigte Synagogen. Der' Vorstand der Vereinigten Synagogen ladet hiermit zur Bewerbung um den Posten eines Rabbiners ein, von welchem verlangt wird, daß er seine ganze Zeit dem Dienste der Vereinigung widmet. Zur Qualification ist genaue Kenntniß des Talmud erforderlich. Auch muß der Bewerber im Jüdisch-Deutschen erfahren sein, muß englisch predigen können und muß ein Zeugniß als orthodox von den Londoner religiösen Autoritäten aufweisen. Das erste Engagement ist auf die Dauer von 3 Jahren bei einem jährlichen Einkommen von L 300. Bevorzugt wird ein Herr von nicht über 45 Jahren, welcher im Besitze des Ph. D. Diploms ist. Bewerbungen, welche nur von Eopien der Zeugnisse begleitet sein sollen, werden bis 25. März 1895 entgegengenommen von Joseph E. Blank, Secretair, 34, Alvington-creseent, Dalston, London N. E. P. S. — Die Spesen der Candidaten werden nicht bestritten. Sehr jpisplafter Instnictor, Auszeichnung, Jurist, übernimmt Gymnasiasten bis zur VIII. Classe zum Unterrichte. Langjährige Praxis und erste Referenzen nachweisbar. Auch Stenographie, Violinspiel. Geneigte Offerte erbeten _an: Armin Fischl, Wien, 1., Universität._ Danksagung. Anläßlich meines 80. Geburtstages sind mirzahlreiche Kundgebungen freundschaftlicher Thrilnahmr und. wohlwollender Anerkenung meiner Lehrtätigkeit und literarischen Leistungen zuthetl geworden. Es ist mir rin beseligendes Gefühl, an des Lebens Neige mein Mühen und Schaffen des Beifalls so vieler auserlesener Geister versichert zu sehen. Dank, herzinnigsten Dank Allen, die sich meiner bei dieser Gelegenheit freundlich thrilnrhmrnd erinnerten. Hochachtungsvoll _I. H. WM. Vertretungen der „Oesterr. Wochenschrift“ in Russland. Generalagent: J. Cli. Tawjew, Riga, Parkstrasse Nr. 6. Weitere Vertretungen haben übernommen: In Lodz u. Umgebung: Buchhandlung H. Perla, Zachodnia-Str. Nr. 54/275, In Moskaus Herr D. 8. Behrmann, Sollskaja-Quai Haus Sytschew, Qu Nr. 5. In Odessa s Herr E, Dawidowitsch, Riehelieu-Str. Nr. 53. In Wilnas Herr L. Eppei, Trocker-Str. n Libaus Herr Heinrich Behrmann. In Warschaus Herr Ch. Eppelberg. In Bjalystok u. Grodno s Herr Isaak Lew. In Mitaus Herr. D. Kaplan, In Rostow Bm Don. s Herr M. L. Gordon. Herausgeber u. v rrantw. Redattev: Reichsrathsabgeordneter Dr. Josef S. Bloch. — Druck t>. L. Beck * Sohn, Wien. VIII., Lerchmselderstr. 4ö

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