Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 48 (27.11.1896)
- Date
- 1896-11-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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kMmmWvß des HomanitätsYerems GevHl Toi. Am Sonntag, den 6. December, abends 7 Uhr findet in den Bräseraol&en Festaälen, Neue Friedrichstr., ein Dienstboten-Ball In Anbetracht des guten Zweckes wird um zahlreiche Beteiligung gebeten. Billete^ä 1 Mk. sind bei Frau Margarete Mess, Strajauerstrasse 39. zu haben. Pep Vorstand. Verein für Arbeitsnachweis. | gegründet von den Berliner B'ne Brith Logen. K10«ter-Str&sae 44. Fernsprecher 5, 3366. Geschäftsstunden 9 1 und 3—6. Arbeiter, (Handwerker, Lehrlinge und Kaufleute, männlichen Und weiblichen Geschlechts, erkalten durch unseren Verein kostenlose Vermittelung. Der Vorstand. Aus der Gemeinde. In der letzten Repräsentanten-Versammlung am 22. äs. wurde die Kommission zur Vorbereitung der Vorstandswahl durch die Wahl der Herren Leichtentritt'und Dr. Marcuse ergänzt. t Die Akustik im Repräsentanten-Sitzungssaal hat bis jetzt viel zu wünschen übrig gelassen. Nunmehr soll ein Teppich daselbst angebracht werden, um dem Uebelstan.de abzuhelfen. Die Ausgabe wurde bewilligt. Das Gesuch einer auswärtigen jüd. Gemeinde um eine Beihilfe fand Berücksichtigung; über *lie Höhe der bewilligten Beihilfe wird sich der Vorstand mit den Repräsentanten einigen. Der Weisenhaus-Kommission wurde Decliarge erteilt. Vereins-Schau. Im Verein für jüdische Geschichte und Litteratur sprach am Montag, den 23. ds, M. Herr Dr. Thon über die Haupt- Strömungen der neuhebräischen Litteratur. Def* Vortragende behandelte die Entwiklung der neuhebräischen Litteratur seit Moses Mendelssohn bis auf die Gegenwart und gewährte der zahlreich erschienenen Zuhörerschaft einen Ein- Mick in das rege literarische Leben unserer Brüder im Osten. An der hierauf folgenden Diskussion beteiligten sich Dr. Kapier, Albert Katz, Dr Mandelkern, Dr. Neumark, Lehrer Levy u. n. a., wobei unter anderen Ansichten für und wider den Zionismus zum Ausdruck kamen. In der jüngst stattgehabten Generalversammlung des ״Israelitischen Fortbildungsverein Montefiore“ wurden folgende Herren in den Vorstand gewählt: H. R. Gradenwitz (Vorsitzender), Rosentbalerstr 11/12. M. Lewin, J. Goldschmidt, Linienstr. 112, L. Struck und H. Mannheimer. Eine stattliche Zahl von Lehrern hatte sich am Mittwoch, den 18. d. Mts., ihr Festsaal des Hotels ״Münchener Hof44 zur Versammlung des Vereins jüdischer Lehrer der Provinz Brandenburg eingefunden, so dass der Vorsitzende, Herr Rektor Dr. Adler, in seinen Begrüssungsworten mit herzlieber Freude die grosse Teilnahme, die dem Verein in Lehrerkreisen der Provinz entgegengebracht wird, rühmend hervorheben konnte. Nach Feststellung der Präsenzliste, die ca. 60 Teilnehmer Hufwies, machte der Vorsitzende zunächst mehrere geschäftliche Mitteilungen, u. a. von Zu- Wendungen an Büchern seitens des Deutsch-I&r. Gemeinde־ bnndes, sowie der Verlagsbuchhandlungen von Willi. Jacobsohn & Co. in Breslau und Emil Apolant in Berlin. Alsdann ergriff Herr Koll: Heidenfeld-Friedeberg das Wort zu seinem Referat über das vom Verbände gestellte Thema; eingehend erörterte der Referent die gegenwärtige Lage der jüdisphen Lehrer und gab am Ende seines Vortrags mehrere Vorschläge, die eine Hebung der sozialen und materiellen Lage bezwecken dürften. Der Correferent, Herr Lehrer Nathan-Woldenberg, wies insbesondere auf die gesetzlichen Bestimmungen hin und forderte teils Beachtung, teils Aenderuhg der bestehenden Vorschriften. An die Referate schloss sich eine recht lebhafte, ausgedehnte Debatte; schliesslich genehmigte die Versammlung die von Kollege Flanter-Berlin eingebrachte Resolution: ״Der Provinzialverband jüdischer Lehrer Brandenburgs beschliesst, — in dankbarer Würdigung der von den Herren Referenten vorgebrachten Beweggründe und der sich hieraus ergebenden Thesen, den Vorstand des Verbandes der jüdischen Lehrervereine im Deutschen Reiche zu veranlassen, an geeigneter Stelle zu petitionieren a) dass fortan keine andere als staatlich geprüfte Lehrer angestellt werden — m.! Ausnähme derer, die bereits im Amt sind und nach weisen, dass sie bei Erlass der betr. Verfügung ein Lehramt in einer jüd. Gemeinde bekleidet haben, b) dass die Kündigung von Beamten seitens der Gemeinden Jer bebördlicben Prüfung und Genehmigung zu unterliegen habe. Der Verband soll die Gründung einer Central- oder mehrerer7 Provinzialkassenj zur Pensionierung der Lehrer und zur Versorgung ihrör Hinterbliebenen anstreben.a; Der vorgerückten Tageszeit wegen musste leider Aas Referat des Koll: C o hn - Cüstrin über ״di^.AleMMik des jüdischen Religionsunterrichtes von Dr. Mehrere Anträge von Mitgliedern, eines Jahrbuchs Vorstand zur E Kollegen die d FiiVadung für jüdische Lehrer, wurden dem Versandsawägung überwiesen. Sodann wurde den butsche Lesefibel von Raphael Cohn und der Isr. Jugendfreund sowie die Jugendbibliothek, beide von Koll: Flanter herausgegeben, empfohlen. — Als Ort der nächsten Zusammenkunft wurde ,.Frankfurt a/Oder und als Zeit die jPfingstwoohe gewählt. Mit einem auf den Vorsitzenden ausgebrachten Hoch als Dank für die unparteiische und geschickte Leitung, wurde die Versammlung geschlossen. Derselben folgte ein Mittagsmahl in den Versammlungsräumen, dessen Verlauf durch manche Reden gewürzt wurde. '•Erst spät trennten sich die Teilnehmer mit dem Scheide^russe: Auf Wiedersehen zu Pfingsten in Frankfurt! Vereinigung Monbijou. Am 17. ds. sprach Herr Wilhelm Lewy über: ״Die Neuboiebung der hebräischen Sprachew Redner führte eCrtju •folgendes . aus: Anstatt dass man in unserer Zeit die! jüdische Jugend mit Begeisterung für unsere Religion erfüllt, müssen wir sehen, wie man gerade den entgegengesetzten Wegv einschlägt; anstatt dass man die jüdische Jugend in die jüdische Litteratur einführt und ihnen so die stärkst^ Waffe in die Hand giebt, nämlich das Wissen, sucht man die hebräische Sprache immer mehr aus den. Gebeten Iund Synagogen zu verdrängen, um an ihre Stelle nichts als hohle Phrasen zu setzen. (Fortsetzung der Vareinsschau vorletzte Seite.) T^xcelsiorlichl brennt überall! Compl. Gaaglühlicht- ] Apparate Mk. 2,25 I ab Eraatz-Glüh- | Fabrik, körper 0,75 ״ J MonÜren 25 Pf. extra. 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