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Berliner Vereinsbote · 1896-11-13 · Heft 46 (13.11.1896) · page 9

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 46 (13.11.1896)
Date
1896-11-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beiblatt zum ״Berliner Vereinsbote.“ Nummer 46. Berlin, den 13. November 1896. II. Jahrgang. 'iYYYW־A־vYY־m7 mVvYYvW''' Feine Fleischn. Wnrstwaaren en detail en gros unter Aufsicht. *sAkkijn! H. LOEWY Berlin C. 167. Central-Markthalle Stand 167■ Reiche Auswahl! Prompte Bedienung! Gute Qualität! . Offerire a Pfd. 1,40 « j« 1,20 Billigste Preise! Spickgans ff ״ Gänseschmalz, garantirt rein ״ Gänseliesen (Flum) . . . ״ Gänsehautfett, garantirt sänket ff. Schlacku. Salamiwurst la. Mettwurst ...... ff. Leberwurst, Prima , . . Polnische Raucherwurst . . Schlesische Räucherwurst . Dampf- und Schalentwurst . Ia. Speisekernfett, geschmolzen Fraii&tädter . . . . . Dutzend Paar 1,00 Versand nach ausserhalb gegen Nachnahme.! Berliaa billigste Quelle! täglich frisch: Wiener .... . 1/2 Dutzend Paar 1,00 Mk. Lungen würste . . . . . . Dutzend 1,00 ״ dauersche ... . . . . . 2 Stück —,20. ״ Bock- und Paprika Würstchen 2 ״ 25,— ״ Klops ......... ä Pfd. —,M ״ Filetklops ..״ 80ד— ״־ ״ Rinder-Pökelfleisch ״schier14״ 70,— ״ . . ־ Riiider-Rauchfleisch . . . ■, . ״ ״ —,W ״ Grosse Gänsekeulen billig, je nach Grösse. Alle Sorten Aufschnitte deliciös als Roulade, Pökelrinderbrust, Zunge, Hamburger1 Rauchfleisch, Roastbeef. Gansfüllung, Lachsschinken etc. zu billigsten Preisen. ÜT Wiederverkäufer Rabatt. Versuch bringt feste Kundschaft! All e r I ei. Ein bedauerlicher Unfall hat den Sanit ätsrat Dr. Julius Lazarus, den dirigierenden Arzt der inneren Abteilung im jüdischen Krankenhause, betroffen. Als Dr. Lazarus am Sonnabend seine Krankenvisiten absolvierte, fuhr der Schlächtergeselle Hellmuth Ladewig mit seinem Wagen derart unglücklich gegen die Equipage des ersteren, dass die Deichsel die Thür der Kutsche durchbohrte und den Arzt verletzte. Dr. Lazarus erlitt nicht unerhebliche Haut- Schürfungen an Hals und Wange, welche ihn jedoch nicht abhielten, seine Thätigkeit am Krankenhause sofort wieder afffzunehmen, Herr Baumeister Dr. D. Joseph hat einen Ruf als Pro fessor der Archäologie an die Universität Brüssel erhalten. Ob derselbe diesem ihn hoch ehrenden Anerbieten Folge leisten wird, ist noch nicht bekannt. Der Kantor M0S0S Halpern, bekannt aus seiner Wirksamkeit an den hohen Festtagen im hiesigen Concerthaus. Veranstaltet am Sonnabend, den 21. November, abends 81/2 Uhr in Elbertin's Glub-Haus, Landsbergers tr. 39, unter gütiger Mitwirkung hei vorragender Künstler, ein- Ooncert. Herr Ludwig Eiess, Stralauerstr. 33 hat die Freundlichkeit, den Verkauf der Billets ä Mk. 1,00 zu übernehmen und bittet, diesen strebsamen jungen Mann in seinem Fortkommen durch Entnahme derselben zu unterstützen. (Siehe Inserat.) Am 3. Dezember veranstaltet Herr Stabinski, Cantor der ״Synagogengemeinde Ahawas scholaum“, in Dräsels JFest- Säle ein Goncert, verbunden mit Chanukalifeier, dessen Besucti wir hiermit bestens empfehlen. Herr Stabinski, selbst als vorzüglicher Sänger bekannt, hat für dieses Concert hervorragende Kunst]er gewönnen, so dass diese Voranstaltung gleich den von Herrn St. schon öfter getroffenen, einen Kunstgenuss zu bieten verspricht. In seiner letzten Sitzung hat der ״Vorein jüd. Lehrer Qherschlesiens“ einstimmig beschlossen, den von E. Flanter herausgegebenen!,Israelitischen Jugendfreund“, Zeitschrift zur Belehrung und Unterhaltung der Kinder jüd. Glaubens (Vierteljährlich 1 Mk.) an allen jüd. Schulen Oberschlesiens einzuführen. Hierbei sei auch auf die bis jetzt erschienenen zwei Bande der מIsraelitischen Jugendbibliothek“, begründet von E. Flanter, empfehlend hmgewiesen. Der I. Band enthält eine für die Jugend recht geeignete Erzählung: Der Talisman oder zwei Grabschriften, von M. Scherhel (65 Pfg.) Der II. Band ist eine Sammlung von Gedichten und dramatischen. Scenen für Schule und Haus von Gustav Jacobsohn, Lehrer an der Mädchenschule der jüdischen Gemeinde. ״Horeb“, so lautet der Titel des Buches, wird gewiss Geist und Gemüt unserer Kinder wohltätig beeinflüssen. (Preis 1 Mk.) Die jüdischen Volksschullehrerinnen verteilen sich in Preussen nach der Abstammung bezw. dem Beruf des Vaters folgen dermassen: Ackerbau 1. Bergbau und Bauwesen 4, Industrie und Handwerk, Handel und Verkehr 40. Officiere, Geistliche 0, Lehrer. Beamte, Aerzte, Schriftsteller, Kunstler 10, Häuslicher Dienst Ö, Ohne Beruf 3. Insgesammt beträgt also die Zahl der jüdischen Volksschullehrerinneu in Preussen 58 gegenüber 4477 evangelischen und 3853 katholischen. Es bedarf wohl keines besonderen Nackweises, dass die Zahl der jüdischen Volksschullehrerinnen ebenso wie die der jüdischen Lehrer im höheren ode . niederen Schuldienst Preussens■ nicht dem Prozents«;;;,/,"”י unserer Glaubensgenossen entspricht.

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