Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 38 (19.9.1896)
- Date
- 1896-09-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Vereins-Schau. Der Verein für Arbeitsnachweis, Klosterstrasse 44, hat während der Zeit seines Bestehens — vom 1. Januar bis Ende August er. folgende Arbeitskräfte untergebracht: 136 Arbeiter. 36 Bausdiener, 1 Kutscher, 15 Briefträger, 3 Portiers, 40 Handwerkergesellen, 1. Registrator, 28 Schreiher, 47 Commis, 33 Buchhalter, 1 Hureau-Vorsteher, 6 ' Laufburschen, 5 Kaufmanns - Lehrlinge, 18 Handwerker - Lehrlinge, 37 Verkäuferinnen, 34 Buchhalterinnen, 8 Schneiderinnen, 3 Zuschneiderinnen, 11 Lehrfräuleins. Gegenüber diesen hocherfreulichen Resultaten; die den unausgesetzten Bemühungen des Vorstandes zu danken sind, ist es tief betrübend, constatiren zu müssen, dass es dem Verein an Mitteln ermangelt, seine Thätigkeit in der bisherigen Weise fortzusetzen. Wir haben aber das feste Vertrauen, dass durch den Aufruf ' an unsere Glaubensgenossen, den der Verein demnächst erlässt, der Erfolg erzielt werden wird, dass der yerein nicht nur die sich gestellten Aufgaben auch ferner erfüllen, sondern noch erweitern können wird. Ist erst die Existenz des Vereins durch feste Jahresbeitrage gesichert', dann werden seine Bestrebungen dahin gerichtet sein müssen, mit den *Vereinen zur Verbreitung des Handwerks etc. unter den Juden in enge Verbindung zu treten, um gemeinsam mit denselben dahin zu wirken, dass die schulentlassenen Jünglinge und Mädchen mehr der Handfertigkeit zugeführt werden. Jetzt sind viele Eltern.' nicht in der Lage, ihre Kinder während der 'Lehrzeit bekleiden etc. zu können, vielleicht direct darauf angewiesen, dass diese Kinder Geld verdienen und zum Unterhalt der Familie beitragen, gleichviel ob mit dem kärglicher! Erwerb flicht eine ernste Bedrohung der jugendlichen Charaktere, wenn nicht .schlimmeres verknüpft ist. Meldungen nimmt das Bureau Klost-erstr. 44, wie auch der Vorsitzende Herr S, Leichten tritt, Lessingstr. 12, gerne entgegen. Gründung eines jüdischen Samaritervereins. Es ist in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, dass junge Leute jüd. Glaubens von bestehenden Samariter-Vereinen nicht aufgenommen wurden. Es hat sich daher ein Comite gebildet zur Gründung eines Samariter-Cursus für jüd. junge Leute. Unter der Leitung eines ehemaligen Militärarztes, der schon vielfach auf־ diesem. Gebiete thä.tig war und noch ist, wird diese Colonne ausgebildet werden. Daher ist es angebracht, dass derjenige, der Interesse für die Sache hegt, sich derselben anschliesst. Gesunde junge Leuten gesetzterer! Alters, die die Absicht!!aber!, obigem Cursus zur ersten Hilfe bei plötzlichen Unglücksfallen und zur Ausbildung^ zum Samariterdienst beizutreten, wollen sich am Mittwoch, den 23. September abends 1/.,9 Uhr bei Lauter. Bürgst!•, 1311 pünktlich einfinden. Aus der Mitte der Sy 11 agogengemeinde Schochare hattob, wohl des ältesten hier bestehenden Religionsvereins, wird uns berichtet, dass ausser dem Gottesdienst in der dem Verein gehörigen Synagoge Schillingstr. 12 auf vielfachen Wunsch auch noch eine gottesdienstliche Veranstaltung in den KelleFschen Festsälen getroffen wurde, au der wohl an tausend Personen teilgenommen haben, ein Beweis dafür, dass im dieser Gegend ein sehr starkes Bedürfnis nach einem Gotteshause besteht. Neben dem bei der Gemeinde angestellten Prediger, .Herrn Dr. Rüben,'fungierte als Prediger Herr Rabbinatskaiididat Max Baermarin, dessen Predigten uns von einem kompetenten Beurteiler als hervorragende■ rhetorische Leistungen bezeichnet würden, diea-s verdienten, diifch Drucklegung den weitesten Kreisen bekannt gemacht zu werden. Hier Wandel zu schaffen muss der Verein für Arbeitsnachweis als seine erweiterte Aufgabe erachten und an die Lösung derselben herangehen, sobald Verhältnisse gestatten. Die Mitgliedschaft des Vereins wird eines Jahresbeiträge von Mk. 3 aufwärts es seine inneren durch Zahlung erworben. An- In de! ״Vereinigung Monbijou״ spricht am Heimabend, den 1b. ds. Herr Dr. Heinrich Löwe über ״Der ewige Jude in Sage und Geschichte“. Wer Gelegenheit hat, sieh durch ein Mitglied einführen ■zu lassen, versäume nicht, diesen interessanten■ Vortrag zu hören. (Sieh**■ lnsera.1.׳ Grösste und billigste Bezugsquelle für yA frische Ktr Blumen. r BERLIN W. Charlottenstr. 48. Telephon Amt I, 984. nÄftÄn Zum Herrnhuter Wäsche - Reparatur - Anstalt. Neuanfertigungen werden billigst und correet. geliefert. Friedriehstr. 20. $s CoBfect der nad^ueiner alleimaM eigen״ artigen Angabe fabriziert^ empfieylt L. FaVsb e/der, liefiymt Sr. König!, tzoh^ de^^>rinzen Alexander vonLQ^ußen. Nur allein 178. Gefüllte FoaffantaL» pfd. 1,40 Mk. K. ssralinses 1HL! Mk. rc. Hnnbeer-, «nanas-, Citjpien־ und W^tchsaft-timonaden״ VeihnackM» und Gster - in großer S Auswahl. Telephon Amt I, No/!6? 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Oer Vorstand des | Laridwirtsch. Beamten-Vereins zu Braimschweig. Madam eil weg IM.