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Berliner Vereinsbote · 1896-09-04 · Heft 36 (4.9.1896) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 36 (4.9.1896)
Date
1896-09-04
Page
– (sequence 3)
Language
German
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h<jr8uelmn. bevor wir einen vorurteilsfreiem Mami firn hui, der 'nns aufniimnt, tun uiin Arbeiten ansmvertrnueri. Und das ist״ ein glücklicher Zufall! Wie׳viele unserer Schicksalsgenossen, die etwas Tüchtiges sm leisten in der Lage wären, müssen arbeitslos •jahraus, jahrein von Stadt zu Stadt wandern, um endlich der Bettelei und der Eniditliehung anheimzufidlen. Wie oft haben wir an«!1 titidi gegen di«1 ungerechte Zmmitung vieler Handwerksmeiste!׳ anzukämpfcii, dass wir unseres G«d:>n'cl1׳tntK׳״ wogen billiger arbeiten׳ ■müssten, trotzdem anerkannt wird, ■«lass insere Arbeit nicht minderwertig• sei. Viel .schlimmer geht .׳> in dieser Beziehung .unseren 'bedauernswerten laddensgetährtirmen. W«n׳«!en sie mich vollend« «t.cm Untorrirhtskur- -ns in di«‘ oft ,sehr traurigen heijiiaflicheü Wrhält nisse /min kgeschickt, tun daselbstbei .Fremden, oft rohen! muten, zu arbeiten, sind ״sie den schlimmsten Neckereien,;! nicht;,selten der Verführung preisgegeben. Aber aurh um unser religiös■- sittliches Leben müssen wir besorgt sein. Bei dem freundsrhaftliehen vertranten Eingänge, «len wir.-m.it 'unseren christlich«1!! L«*id»,1isg<»nossen v«»n jeher pflegen, werden wir oft zu unserertiefsten Kränkung gewahr, wie sehr wir diesen nach stehen müssen. Allerseits wird für dir ■.■■■■■-religiös ־ sittliches -Leben uns- ׳eichend gesorgt. Um uns. israelitische Taubstumme Kümmert: sich kein Mensch, wenn wir die Gebräuche unseres .Volkes auch nicht kennen und verstehen, wenn wir in der SVmigog«״ und Tempel fremd bis zu unserem Lebensende!,!eiben,' niemand nimmt daran Änstoss, man behandelt nns iier als (m mündige und als geistig I In zurech 1 mngsfäh ige. Mau ist damit schon zufrieden, wenn wir nur ausser lieh den Namen Juden tragen. Unser Gemüt׳ und unser r.eligioses- Leben bleibt so ungepflegt und unsere Sittlichkeit muss mit der Zeit darunter ■ leiden. Endlich müssen wir daran denken, «lass wir auch einst alterschwach und arbeitsunfähig werden, und auch, fürdiese, für uni doppelt schwere Zeit, wollen wir Fürsorge treffen. > Wir hoffen .zuversichtlich auf die Unterstützung unserer in allen Gauen Deutschlands zerstreut wohnenden Leidensgenossen und auf das wohlwollende Entgegenkommen und die Förderung unserer edeldenkenden Glaubensgenossen im deutschen Vaterlande für unseren Verein. . Nähere Auskunft י rteilt der Versitzende Her!: Wi U v .0 p p e n 110 ime r, Berlin G. Gontardstr. 0,111. Talmud-Verein. Die Enwncnmg ü«t vorjährigen Platzkarten ,,!,<! Vmnänrmg der i'rcigcworücncn Plii« >׳.«• in unserer Synagoge Oranienburgerstr. 64 Hol' I. Klage fnnl«‘n stall täglich nach den, Krüh- und Ah«*n<igottosdh'iiste in «Im- Synagoge durch .Herrn Prager sowie in dessen Wohnung Alte Schdnhauserstr. 30 voll 1 .זי Uhr mich!,!. Vereinigung Monbijou. Nächst«‘ Sitzung: Sonnabend, 12. sptbr., pr.!♦ Ehr in Cassel s Hotel. Bmgstr. in, Vortrag <l« s Herrn 0. Wolff: ״Ueber ein altes Büch.“ Gäste Willkommen. Der Vorstand Verein für Arbeitsnachweis. Kloster-Strasse 44. Fernsprecher 5. 3366. Geschäftsstunden S I und 3 6 Arbeiter, Handwerker, Lehrling-und Kaufleute, I männlichen und weiblichen Geschlechts, erhalten durch unseren Verein kostenlose Vermittelung. Der Vorstand. Vereins-Schau. I ei!,ין׳ «las Somn1«*rf*‘st des ״Esra“ und iib«*r d<!1׳ ״Kinderhort“ b<uä« ht«‘u wir in «ler nächst«m \u.mm«*r. Nach dem Must, r der Vereinigung Monbijou wurde am September in Hamburg unt«־r <l«׳m Nnmen: .. 1 -1 ׳;uditE<־!hu־ Jugendbund*‘1 ein«‘ Vereinigung junger 1 «ente g«*grü!!«iyt. Es ist zu wüns«d1«kn und zu hoffen * dass diese neue 1 n!-1 ituti«m sich ebenso schnell «*ntwickeln und sich .einen Namen zu maclten vertu«"׳g«׳, wie die Vereinigung Monbijou, auf deren Anregung sie entstanden und nach «!essen MaUa'ia-l und Erfahrungen s!«׳ arbeiten wird, es .in «ha verhältnismäs>ig kurzen י Zeit ihres Bestehens «>s zu weg«׳ g«‘bracht. hat . Das 1 halürtnis <lorartig«*r Gründlingen I;i-st Indien, «lass den* Indifferentismus, «ler in heutiger Zeit speziell!1n1־׳r der jüdischen «lugend zu herrsch«־!! scheint, nach Nud na«di gehobenwerd«*n wird, so«lass in absehbarer Zeu uns«־!־ JinKntum aus all «len vielen Kämpfen neu belebt, und gekräftigt hervorgehen wird. Firmen-Schilder)*Malerei von A. Berkheim, Dragonerstr. 18. Alis Anlass des religiösen Jahreswechsels findet auch in diesem «Jahre durch die Unterzeichnete Verwaltung, eine Ablösung der Neujahrswünsche statt. Wir bitten um gefl. 'Mitteilung,-und..׳werden׳ die Namen unserer Wohltäter durch die Tagesblätter rechtzeitig bekannt gemacht werden. Verwaltung der ״Israelifisch. Volksküche'‘ Herrmajm Abraham,, Gormanpstrasso 8. irrrrrtTt 11111111111 i 1T11 1 11111111 111 iii 11 ij w H N M H H H N N M H M H M M Berliner Privatpost u. Spedition, Aet.־ es. § Hauptamt der Postabtheil'ung U C. Niederwallstr 16. Telephon-Amt X, 115. H 14 Zweigämter. H 1500 Annahmestellen. H Gelbe Briefkasten. q Zur Versendung von Neujahrsgratulationen bringen w wir uns in empfehlende Erinnerung. M Wertzeichen und Couverts mit eingedruckten Marken in u jedem Format in allen Annahmestellen erhältlich y 2 nrrrm riTTTTr-rrrrnnrn 1111x1111x1x11111 iixt Wilhelm Haene Tapezier u, Oecoratear Grosse Frankftirterstr. 64. Anfertigung von Decorationen,elegantem, einfach. Polstermfibel sowie sämmtl. im Tapezier- Fach verkomm. Arbeiten. telier für feinsten Damenpntz von Louise Drogotschyn (früher im Hause von V. Altmann) HollmMinatr. 24,11. 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