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Berliner Vereinsbote · 1896-04-17 · Heft 16 (17.4.1896) · page 5

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 16 (17.4.1896)
Date
1896-04-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Central-Haus D. Kirschner Belle-Alliance-Strasse 101. Wegen Umbau meiner Lokalitäten kommen grössere Posten meines Waaren-Lagers zum vollständigen Ausverkauf. 1 gr«»ss. Posi«*u Frt 111 j!111 rs-N «*, 11 i«*i t < m, «' , ' . IM 1 r.5-1. 5<>׳. s.r» Pt־״. Sei, war/, sriilrntT M י * r\'t ־ i 11 י *u x, Dualität. Mir. 1.10 Mk. Sfliwitr/ n*ms«M«li1׳n*1■ 1 >am;«st, in scliniicii I )«•ssins 1,70 ,.׳ (1li;tiu;v;n)l-S(‘i(k‘ zu lilousm in all«׳n F!ul>׳-n . .. ♦ 0TTS .. Schwarz 1vinw«»ll. gemusterter Sluff, <lop|»«‘lil>r<*i 1 .. O.Os ״ KoinwolI«'11 Ih'ige in grau und >>>«>׳»!׳. < I < ן ► ן י m * 11bivit .. 0.7S K<«h«*u und lifsitin Seide und Wollt' von 1!>0 7 Mir. für die 11;11 ft י * des hisherig«־u .Pr«'is«־s. ( in sich v1״: der auss«׳mrd«‘!1f Ii«d1<*n PiIIigk«'il zu ül»« >/«׳>!g«׳,!. werden Pmbeu in der Stadl gernWrabfAgL --------- Strenge reelle Bedienung. Feste Preise. --------- Contor und Werkstatt. Frzaldung au-־ dein jüdiseheii Familienleben von Aiphouse Lew. Fortsetzung..־ ,, Iveiu Stii 111m1 ־ m* 11 ‘*. sagte ,,«larf;1111 Si11 > 1 >;tז auf Fan11׳»׳ Kh'idungsstü« k«m.;1111* Kuren 1I*׳rz«*n mul Kuren Se«d«*u l»]eih«11־. Am d'ag<- <l«-s Ho! ,1! miiss Alles «-ilel Olanz um 1 SauLoi k«‘!! sein. Ki1u*n Braut igam 11«11'ינ!וו־ unser«* W«*is«־n «ioii Buludag: wer; 11 m> 1 * w־i 1 ׳» 1 י־in«*n soleln*n amh*rs als fh*ek«*n־ 1*t * i 11 empfangen w<»lhn? All‘1 S«»rg11־>־ «los Alll agsh'bens lällon v׳u mir ab. wvim iolt Fa 1 o!> g«'b«>1,srht g«>«'g1u׳, hako uml tlann in d«׳u T«*mp«d 011־4׳«'. K«׳hr«* ich tiann zurüok um 1 linde All«־s, was mir 1 i«*.1» ist. 11m «l«m ■gemerkten Tis«*h v«*rs;mn)i«'!1. auf «l«־m <li«* zi1,1u*1 n« n!a ueht«׳r nu*m«1׳ got ts«-lig«-n •( i r\w«'lt •'111־ .,mit «!«*!! m ra M«־m Ion K«*rz«׳n -t«-!,«׳!!. «laiin t;ms«du* i< 11 wahrlioh nicht mit den r«*ielu*u 1 >« »rs.׳nfm־st«*n Amsterdams, «ii♦* all«־ d'ag«׳ d«»mt«d F«׳i«1׳tag!,:,!xn um! «l«׳>halb ־״ar nieht wis-«-n. wie ■ein l« st I;14 « rt!׳־-m. <h*m ein«׳ hart«* Arb« it s wo« h«־ \ <»i־augg«*g־;m0011־ ist!“ .. Ihr!iaht, wie <׳s soln-im. von den! x',re nfnrst.-n Imin«■ gut«■ Meinung, 1 b- ('nsta״, sprüht Moritz ( ,«hm. langsam nü!!׳-! treten«!. Faire Kimh'r «1« nkei! a!״-! and«־!׳-.!, h hin der. I*rinzi11;«ן Hutes Sohnes Pani, «ha 1«11־ in neinuvr XAt in meii.mr Villa ■ s**!it wohl fühlt. beson«l«Ts, wenn ich n!< 10 zugegen hin. Das ,ist Fan׳»־ Tochter Ks'ther. nicht wahr? Nun. si«* ist nh ht übel. w«*m, ieh auch m«*in«*m Julius mehr (Jesrhmaek für Hl«*gauz mul Tourimr«■ zug־«*t1aut hütt«*u, ,,Mvnlnrr Cohn, uh muss <l<»ch s«־hr bitten!'.״ ״Niehts für ungut. Vat,*r De (Asta. Wenn ieh Flieh na ht für einen!»raven ‘Mann hielte,'wäre ieh nicht seihst .zu Flieh ■ •״■**kommen. Natürlich li«׳gt mir di׳- Zukunft m« in׳׳r 1 •A«l«‘1r Kimh'r sehr am Herzen.״ ■Nicht■ mehr als nur die .imune,־ Kinder. Myulu־rr!״ Iach«׳! Fr«*und! Ihr könnt h.-i <l«*r (b*s«׳hieht«‘ in jeden, Fall nur g«*wimu*1,: 1>A mir ist «las mindest «*ns zwei hdhaft. Kann ieh Flieh jetzt 01־«*ieh auf kurz.* /«*it all׳*in g.-s« hii!'t- 1 i< h -ן»reellen?־* .. < h*s«ha i t luh j«־tzt. ein«* Ymrtelst mul«* vor Sahlmt- Anlane-y N«an. Mynher,־ l '<׳Im! Ieh half noch knapp s״ viel /eit. mich umzukl׳׳iden. 11m in Ilen d'emp«! zu o«d,en. In soh I!׳*m Av1j4׳«־n,l»l!ek hah«* ich kciiuai Sinn für ein (סיselu'iti, wie i11 r ,-s zu u« n1u*u!»«*lieht. Fiilsehuldict mieli: ieh will faul! 1 i« * he r fd »«׳1׳m« 11׳»־״!׳ tVidi in Kurein Kont«׳r aufsuchen״. •; «Wie * *s h e i |«• h t, Dt■• < "«>sl a. (1;ll)Z A niste, .!am kennt 1m׳in Kontor. Auf Wiedersehen!״ Damit dreht de, I!ankur ׳!«*m S.duiste,- vriiclolu h .l.a, hhi«!01, zu mul x «*rs« h wiiuh't, «li«* Familie De < 7.sta in «-in«*,־ Stimimiiic zuni«;kla'seu«l. in <I«*1 si<-l, aro,-ili«׳he!!«׳- l r«»ft*«׳nhe!t mit V «׳rwm1«h־!׳nn<4 v «*1׳mis<-l,t. ,.Kstlua11!* * 111 .׳ Kind, »*in Whut zu meiner I!«a־uhie 111114. l/i«־h-t Du »len juuj411*»־ (,«»hu? S;!F mir di« *4r« ׳in«* Wahrheit!״ 1מ lerzi^er Vater, nein! .! ulius (,ohn scheint ein seelens- ^;uter Mensel, zu sein. al»er er gefüllt mir dneh nicht so, dass ich sein«• Frau werden mochte, No« h xveniger nu»,׳,10׳ ieh die Tochter jenes kalten, höhnischen Menschen Werden. «Im Euch uml mich stets verachten wurde?׳ I . ,.Brav, meine Esther, segne Dich (־»ott für «das Wort. | Du-mein Herzeiistrost! \Vi«• mag.**s ah«*r mit Paul st«*!,«*,,?״ | ..Schlimiii, Väterchen:' er hat sich ernstlich in Anna; ('׳»hu verlieht. Wenn sm ihn wieder liebt, was sch;u!«׳t's?! Ist er. ,,,«־!,t bildhüh*eh. g«*s« In« kt mul g« h*!,rt? Dürft,* nieht «*in M-ami wie Paul muh <l«*m lu"»chst«*n Preis streben?״ Der Alt«* geht kopfschüttelnd ins Haus, um sich noch rasch für den Tempel׳ umzukleiden. Als er aus dem ( ׳olles- •hause. zurück kommt., mt sein«* Stirn nieht mehr umwfdkt von ■ Sorgen,.׳sein Dang nicht mehr gebeugt: aufrecht׳ mul heiter betritt «י!׳ seine Wohnung, wo auf dem mit schneeig«•!, Linnen bedeckten Tisch licht•* Kerzen glanzen und ־die mit Mohn I he«!«•( kteil Kahbat brode liegen. Er hat aus dem Tempel | einen (׳;»st mitgehraeht . seiner ■Schwester Sohn, einen jungen : lux!,gewachsenen Mann mit lockigem Kraushaar mul w״l-; ligem Voll hart. Ein,* hohe Stirn und geistvoll blickende j Augen zieren das soimt nicht ׳besonders־.schöne (-»«*sicht. |׳D«*r N«*ffe D«e (׳Ostas. hi^'lier. Ia*hr«׳r an der Kh'ligionss« hui«* | zu Arnludm. ist nach Amsterdam gekommen, tun < 1 i * * (I ra ix*r! st־!*»,!'!׳ Eltern zu!»«׳suchen. w«*lclu* di«* Freude nicht, mehr j ׳*rieht lialx‘11. ihr«*u Solm die Kanz«*l betreten ztl s«>!!«*!,. Nach I «hui! . kürzlich «*rtolgten Ahl«*h«*n des Arnheim«*!1 ־ h. «lig.-rs hat ,)os**[»h M«׳yer ein«* Proh«*pred!gt g« halt«׳!, mul hofft zuversichtlich, di«* <*,׳>!־«ligt«* Stellungzu׳ erhalt«•n. ׳*in«* Aussiclit. ^he «*!׳» ־instweilen still i'ür sich behalt mul *׳*iner Familie noch ni«־ht mittaalt. . .Joseph nimmt an d»־m Tis«-he «1«*> (h,k«*ls d«*n Platz «־in. d«*r sonst dem Sohin* des 1 l.-mses g*־hörte. l»ev«»r■er s«*i11«* Fr«*itag-Ahei!«!«* in der (׳e>ells< h;,fl de,־ Familie s«־in«*> ('!1«*is zul>ra«‘ht«'. I h<* Supp«* ,ist \ «*rs{H*ist und Estin־!• in di«* Kü«dn* gegangen, um den!!echt aufzut ragen, der als •las «■igeiit lieh** Sabbaigericht gilt, lnzwis«*hen f«mlert 1 ־1*»1»׳ laimwirt seinen Neffen auf. etwas ans dem Schatz s«*i1u*s Wissens mitzutej- ]»•11. ׳leim «ihne ( h!11 «*>w«»rt >«*1 j«*«l«*s (■»astmahl wu* «׳in d'« 1t« II - "P<er. ״Mit Dein«*r ■ Erlaubnis. lieb«1־* (h1k«*l. m«'»cht•• ich ohm* allen Autwainl von (odehrsamkeit «I«•11 S«־g«*n pr«*Dom «1*0 di« •s«.*s fromm«* Bans jetzt in «1er still«•!! Weihest muh• um langt, in der Stunde. w«*l<du* di«• arb<*itsyolh■ Wo« lu* ahs«-hli׳*>st und den heilig׳*!! von (»«»tt in h<»!,«*r Wh׳ish׳*!t «*n,g«*s«*tzt1*׳,!B1h«*tag <*inl«׳it«*t.!'1!willkürlich fall«׳!, mir «lahm di«* Wort«׳ des Psalmist«*n! Ps. 12<S « in: ,.•Wein! Du Du h nährst von ׳»!׳r A!h«u't D׳-i!>«*r llaiu!«׳. h«*il Dir mul w«»h! Ihr"! um! der Kommentar unser«*!־ Pahlunen zu!«li<*s«*m l«»j)pelt«1־, S«'geussprueh : 4... 11« i 1 Dir in «li«*s«׳r W«׳lt uml wohl Dir in «!«*,־ <«*lig«*n «lruh«*n im J«*11s־׳its״! All«*,־ leister Anfang ist der MlisAgang. alh*s S.-g.-ns B«*ginn ist «li«* A11 X'it. Sie ist. es, «li«• Leib mul S**«*h• g׳.־sum! *.«׳rhiilt, 11׳.* uns unabhängig macht von den. W«,!!!that«*n an«l«׳r«*r M«׳ns,!!«*r>. di«* uns schützt vor frevelndem F«*b«*rmute und ׳uns «•rhiilt durch di«• Frmid«* an <1**11 eignen feistnng«*n. Ans Vier Arbeit erwachst «־in«* edle Blume, das Denken. w«d« h«*r den M« *lisch« *11 weit hoher st eilt als «li«* wrnunfl h»s«*n (סיs«• h<*pf«*. di«* um־ t hm,, was si«-!nüss.-n. «li«* s«׳lbst nicht wissen, was Ae kömum. D«־uf M«*ns< lu*11 w ar«! ־!*»!׳ V«־1־staml, «iamit «*r im iimei ii 11, 1 z«!, spür«*, was «־r «,!־seiiaift mit s.׳in«*! Ban«!! Hat ah«־r «!«*, M«*ns«*h erst «li«* geistig«* H«»h<* «*! - khunmeii, zu ailx-it«*n mul zu «l«׳nk«*n. dann ist ihm;01<*h «'1 i ׳ * lu'xhst«* Stuf«• «1 1 * י* menseh luln'n V ׳׳» 1׳!«*Iniig nicht mehr 1m׳‘rreh־hl>,u׳ «li«* Li«*b«־! Er lernt <*s >ri!;it z«־n. was ihm (»ott gegeb«־n. di«* Arbeit mul «li«* Eri.ieht «!«׳! Arbeit, den h«׳s<׳h«-i- <l«*n«׳n Lohn. b«'s«׳nd׳ rs al>«*!׳ ׳li׳׳j«*nig« 11. «li«׳j mit ■ihm arb׳*it«1!׳. g*־ui«‘ssen. «l«-nk«*n uml li«*b«*n. N;u h <l«*n s«*ehs W«׳.!! »׳ntag«*n. «1 i«* «h*r A1־b«*it gewidmet And. kommt. An su׳l»«*nt«*r Tag. Welcher der ׳lenkenden Seele geweiht ist, die si« h in «1«*r Ivuln* und Sammlung «h*m S«־h«’»pfer all«*s (tut«׳n znwriidet. zngh'i« h ab«‘!• atieh >«־!*»<!׳ ,«*i1n*u L!«*b«*, «li«* im Kr«*Ae «׳im׳s >'n1,ig׳׳n Fam1!i«׳uh*b«'ns «I«-n Himmel auf Er«l«*11 zaubert.״! F« «I t selzuiu^ fAi? - 1506

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