Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 15 (10.4.1896)
- Date
- 1896-04-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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nähme der Louis und Rosa ■Sm*h8*8chen Schenkung, hetruffeml die Zuwendung des Hauses Auguststr. 17 als SoliweHternheim des Vereins bereit. Ebenso wurden die aus^ehoidonden Vorstandsmitglieder sämtlich wiedergowahlj. Dem elften Jahresbericht des ״Comitäs der Ferien-Kolonien für jüdische Kinder" entnehmen wir folgendes: 05מ• jährlichen Beiträge 'haben gegen das ,Jahr IHM eine Krhoinmg von über 500 Mark erfreulicher Weise erfahren. Die Voll- Kolonien sind an den bewährten Pb'U/.en in Fürsten wähle und dreihnhageu geblieben; die Soolbad-Kolonie in Bad Kimen, welche das Tonnte gemeinsam mit der Mendelssohn-Logo in Magdeburg•geschafi.si hat, nahm 52 Kinder, gegen 2 t im Vorjahre, auf; ׳die Heilerfolge waren vorzügliche und auch nachhaltig. Wesen flieh gefordert nurdie Aiifgahen ales (1omites durch die Hochherzigkeit einer grossen \uasahl Familien in den Provinzen, welche ohne Entgeh! 155 Kindern \11fm1hme in ' Freistellen in 25 Stielten gewährten. Die vorzügliche Verpflegung und liebevolle Behandlung wirken nicht nur auf die Kräftigung des .Körpers, sondern üben dauernden Eint hiss auf das Ccuiiit und den Geist der Kinder. Wie stets bisher, so verdankt .!ns Comite auch im verflossenen Jahre es in erster Reihe den Bemühungen des Herrn Sarrasohn in Stettin, dass eine grosse \nzahl Familien den Kindern Freistellen gewährt hat. Ebenso hat ich Herr Lehrer Borchard in Samte!* besondere Verdienste um das Werk erworben. Voll-Kolonien befanden sieh in Fürsten wähle 2. Treifenliageu, Neu-Brandenbur^ und Bad Eimen. Die gesummten \u sga.be 11 für diese Voll-KoJomsten betrugen, für 2H5t> Verptlegungs-!,*ge 5215,70 Mark, demnach für jedes Kind 51,12 Mark, für jeden■ Tag j .82 Mark. Die Ausgaben für die 155 Freistellen betragen für die « »rgäivisation und Reisegelder zusammen 1855,80 Mark oder pro Kind;1.78 Mark. Die Tlalb-Kolonie, unter der bewährten Führung des!!. rrn Lehn׳r-Goldsfeih, bestand aus 40 Kmfhen und befand sich in "!,re.ptow.. Die Ausgaben betrugen (>50,05 Mark oder 15 Mark, für jedes Kind tue 21 Tage. Für das Jahr 180(5 wird die Unterbringung einer! ialh-Kolonie in der Eingebung von Berlin nicht .möglich sein, da die Gewerbe-Ausstellung alle Transportmittel in Anspruch nimmt. Das T.tmifce beabsichtigt deshalb noch eine weitere Voll-Kolonie einzurichten, vorausgesetzt, dass der *t־ets bewährte Wohltätigkeitssinn icht versagt. Die sämtlichen Aufgaben für 50(» Kolonisten ■betrugen 220.45 Mark. Das Comite bestellt ans den Herren Adolf Mayer, Vorsitzender, ’W. Arnheim. B. Benjamin, 8*. Leich tont-r itfc und 1 >r. L. M a•retzk i.u Trotzdem die Aufgabe des C01n.it es eine grosse und ausserordentlich schwierige ist. ist es ihm denhoeli im Jahre 1.805) möglich gewesen, 300 Kinder, die meistens den Familien der verschämten Armen angehören, in Gottes freie Natur hinauszusenden. Möge es dem Comite vergönnt sein, noch recht lange und mit gutem Erfolge diesem Liebeswerk vorzustehen, und möge die Zahl der Anhänger dieser edlen Bestrebung stets zunehmen! Anmeldungen zur Aufnahme‘ von Kindern zu den Ferienkolonien nimmt bis zum 15. April Herr Ad.. Mayer, Breitestr. 8/0, entgegen. . ׳ Be! ,,Lentralverem cleutsoher 8taat8dürg6r jU. Klaubens" hielt, am 20. März in Dräsols Festsälen eine Versammlung 1b, um die Stellung der jüdischen Lehrkräfte an den Berliner Volksschulen zu erörtern. T11 seinem. •Referate führte der Vereinsvoixitzoiule, Herr Rechtsanwalt Dr, M. Horwitz folgendes aus: Erst nach dem nationalen Aufschwung des deutschen Volkes sei die Emanzipation proklamiert worden. Im Schulwesen hat aber erst der Falk'sch•* Erlass vom Jahre 1875 in die Praxis .übersetzt, was bis dahin nur Theorie war. Vollständig ' befriedigen ' konnte auch dieser ministerielle Brosamen nicht. .Neuerdings habe aller sogar ein Rückschritt damit angefangen, dass fortab jüdische Hospitanten nur noch zur Vertretung jüdischer Lehrer bez. Lehrerinnen zugelassen werden sollten. Was gegen das Verhalten der Schulverwaltung zu thun sei, war eine• Frage, welche die Staatsbürger jüd. Glaubens lebhaft beschäftigte. Eine* Deputation ging zum (,ultusminister. um zu erfahren, was man zu erhoffen und zu ■befürchten habe. Der Cult nsminister sowohl wie sein Vortragender Rat gaben die Ver- Sicherung, dass es bei dem Falkschen Erlass bleiben werde. Dann aber kamen die Erlasse des Ministers vom Januar d. .1. und im Anschluss daran ■das ׳ Rescript. des Provinzial- Schulcollegiums, mir seine,!! für die jüdischen Lehrkräfte verhängnisvollen Bestimmungen, >die wir an andrer Stelle bereits erwähnt ..haben, Rede. Nach einem Worte des Dankes und der Anerkennung für die Vertreter der Stadt und den Magistrat, die sieh auf dem Standpunkt des Rechtes gestellt, schliesst Herr Rechtsanwalt Horwitz mit dem Aus-, drucke der Hoffnung, dass, so böse es auch in der Theorie aussehe, in der Praxis die Ding♦* für die jüdische! i^Bblnkräfte sich lichtvoller gestalten werden. Lebhafter Beifall.׳ Daran schloss sich eine längere Debatte. Schliesslich nahm die Versammlung eine Resolution an, in welcher das Bedauern über die Anordnungen, der Schulaufsichtsbehörden ausgesprochen und de!־ Vorstand des Oentralvereins beauttragt wird, bei ♦len! Herrn Minister vorstellig zu werden. Briefkasten. A. F. 106 Verein zur Unterstützung arme!־ jüd. Wöchnerinnen. Vorsitzender■ Herr Leopold Friedländor. porotheenstr. 2. Die Symbolik iin Vereinsleben wird nach althergebrachter. g*׳*\vGberetmtigter und schöner Sitte hei allen Fest-liehkeiten cwlti viert. Hierzu dient, ■in erster Linie auch das Anlegen eines besonderen Vereins-Abzeichen, in welchen) das eigentliche Wesen, die Ideen d י׳ Vereins, symbolisier! wird. Die Wahl derselben gehört zu den Funktioiien des. Vorstandes. «Jessen* Angehöreiale aus rein praktischen Gründen!wie z. B. der Kassierer als neryus rerum auch noeh ihr besonderes. ..Amte dem allgemeinen Abzeichen ))inzufügen. Bei billigster Beschaffung derselben'pHegf. man aus dem- Erlös auch einige Pfennige für die Vereinskasse zu sparen, Die Angabe einer nach jeder Richtung hin leistungsfähigen Quelle wird daher für die Leser unseres Blattes von lutere--..- sein. Es ist dies die Gravier-Anstalt von H. Guttmann. Graveur. Brunnenstr. 9, welch** Vereins-Abzeichen ■sowie Stempel als h, sen h! Speeialität fabriziert und. ■wie uns versichert wird, mif^Ratschlägen und sinnreichen Mustern Rede« tauten sieh gern zur Verfügung mellt UETAU;HO LZ ICIAS-BUCHSTAB[* BAtCPr-CUSSCHUIFEREl OlloCIrund &©0. irmen&chi ldep-J^abrik|a» *ischer-Brücke 25 BERI.llUfc .0.fUHSntCHSR: AMT I?191 ^6nAWöj!len-^l)n!tv | 6la*»Attztr «L VtrpMiriL PrämiieftDresden 1874. Prämiiert Berlin 1879. Hirsch’'1' Schneider-Akademie Gegründet 1859. 24000 Schüler ausgebildet Berlin C., Rotes Schloss No 2. Grösste, älteste, besuchteste u. einzig preisgekrönte Fachlehranstalt der Welt. Am 1. und 15. jedon Monats beginnen «lie m-aen Kurse m ul len Abt «.:•ihm- $ gen der Herren-, Damen* und Wäsche-Schneiderei, sowie.im Skizzenzeiehnsn und Handelswissenschatten. Perfecte Ausbildung zu Direktricen. Zuschneidern u Konfektionären. Absolut sicherer Erfolg wird garantiert. Nach absolviertem■ Kursus kostenloser Stellennachw־^rk. Prospekte gratis Anmeldung*׳!! }>;«!- digst erbeten.___' yg ___ Die Direktion■. 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