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Berliner Vereinsbote · 1897-05-28 · Heft 22 (28.5.1897) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 22 (28.5.1897)
Date
1897-05-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JULIUS Neben N. Jsrael. Berlin C. iTENSTEDV, Möbel-Fabrik Spandaaerstrasse 321 via-ä-via dem Rathh&ua. Empfiehlt gute solide gearbeitete Wohnungseinrichtungen im Preise von Mk. 500 bis Mk. 10,000, sowie einzelne Möbelstücke von bester Qualität. — Das mir seit vielen Jahren von meiner geehrten Kundschaft erwiesene Vertrauen bürgt wohl hinreichend für die Solidität meines Geschäftes und bin dadurch in der Lage, Kunderts von Referenzen aufgeben zu können. Mit Preisanschlägen, Zeichnungen, Stoflmuster etc. stehe jederzeit gern zu Diensten und mache noch besonders darauf aufmerksam, dass Umziigr® und neue Arrangements in jedem Stile unter meiner persönlichen Leitung ausgeführt werden. Julius Löwenstein, Arrangeur für innere Wohnungseinrichtungen. C. Spandauerstr. 32. Mädchen, vergeblich harrte, da die Trauung inzwischen in aller Stille in der Augustiner-Kapelle in der Nähe der Hofbürg vollzogen wurde. Von der Familie Taaffe war niemand anwesend, nicht einmal die Mutter des Grafen. Die Braut war von ihrer Mutter und einer Verwandten hegleitet. Graf Heinrich Taaffe war gerade 25 Jahre alt geworden, er hat zwar die Rechte studiert, aber noch keine Stellung im Staatsdienste erlangt. Magda Fuchs machte schon viel von sich reden, da sie ein Liebling der alten Prinzessin von Koburg, der Mutter des Bulgaren fürsten, ist. Von dieser wurde sie auch nach Sofia gerufen und war dort einige Zeit Vorleserin der Fürstin Maria Louise. Die neueste Heldenthat des antisemitischen Stadtrates in Wien ist die, dass die armen israelitischen Schüler des Leopoldstädter Kommunal-, Real- und Obergymnasiums, welche für das laufende Semester um die Schulgeldbefreiung eingekommen waren, vom Stadtrate abgewiesen wurden, trotzdem die Mittellosigkeit ihrer Eltern nachgewiesen und das Gesuch um die Schulgeldbefreiung vom Lehrkörper wärmstens befürwortet worden war. Es wird allgemein bemerkt, dass ungefähr alle Spenden über 2000 Fr. für die Zwecke, denen der verunglückte Bazar in Paris gewidmet war, von Juden herrühren, so von den verschiedenen Rothschilds allein 146000 Fr. Dazu bemerkt die ״V. Ztg.“: ״ Diese lärmende Freigebigkeit der Juden für streng und ausschliesslich katholische Werke wird von der öffentlichen Meinung als würdelose Aufdringlichkeit empfunden und keineswegs so beurteilt, wie die jüdischen Geber sich anscheinend schmeichelten. Oassagnac widmet der Sache in der ״Autorite“ eine blutige, doch nicht unverdiente Besprechung.“ Wie die Juden es machen, machen sie es ihren Gegnern nicht recht. Was hätten die Herren für einen Lärm geschlagen, wenn die Juden sich gar nicht an den Sammlungen beteiligt hätten! Zur Judenfrage. Die Verwaltung des Rigaer Lehrbezirkes hat dem Ministerium der Volksaufklärung, wie die ״St. Pet. Wed.“ melden, die Mitteilung gemacht, dass der Eröffnung einer Abtheilung der Gesellschaft zur Verbreitung der Aufklärung unter den Juden in Riga keinerlei’ Hindernisse im Wege ständen. In Folge dessen hat sich das Ministerium der Volksaufklärung mit dem Ministerium des Innern in Relation gesetzt, dessen Erlaubnis zur Eröffnung der Abteilung in Bälde erwartet wird. Salonichi. Das hiesige Journal ״Epocher“ veröffentlicht eine Statistik der Juden in der asiatischen Türkei. Darnach beläuft sich die Zahl derselben mit Ausnahme von Syrien und Palästina auf 123,954 Seelen, wovon die meisten in Vilayet Bagdad wohnen, nämlich 53,000, dann in Vilayet Smyrna 22,516, endlich in Vilayet Aleppo ca. 20,000, während der Rest zerstreut in den übrigen Vilayets lebt. Diese Statistik soll auf amtlichen Dokumenten be- Aus dem griechisch-türkischen Kriege. Grumkow Pascha erzählt, dass die türkische Armee den glücklichen Uebergang über zwei fünfzig Meter lange Brücken bei Larissa einem Juden namens Naum zu verdanken habe, der im Augenblicke des Ueberschreitens der Brücken auf dem jenseitigen Ufer des Peneus die Türken auf die furchtbare Gefahr (wegen der gelegten Minen) aufmerksam machte. Naum rannte hierauf nach Larissa zurück wo er von einem Griechen auf der Strasse erstochen wurde. Aus den jüdischen Kolonien in Argentinien schreiben, wie uns mitgeteilt wird, die russischen Auswanderer, dass trotz der Subventionen, die ihnen aus der Hirsch'sehen Stiftung zuflössen, ihie Lage eine prekäre sei. Mehrere Kolonien ständen direkt vor dem Zusammenbrach. Jaffa. Die fünf Häuser von Rehob ״Esra“, welche der Verein ״Esra“ von Berlin vor Rehobot hat auffuhren lassen, sind nebst fünf dazu gehörigen Ställen vollendet und von der Kommission für gut befunden worden. Die Häuser, von denen jedes 15X12 m gebaut ist, haben zwei grosse Zimmer und bekommen noch einen Anbau für eine Küche. In jedem Falle ist es auch erfreulich, dass die Kosten geringer sind, als man beim Voranschlag dachte. Nunmehr wird die Kommission daran gehen, fünf Familien von den Arbeitern auszuwählen, denen diese Häuser überwiesen werden. Schon in kürzester Frist wird man die Häuser ihrer Bestimmung übergeben können. Auf das in der heutigen Nummer befindliche Inserat des Confectionshauses Ferdinand Schreiber, Rosenthalerstr. 11/12, möchten wir unsere verehrlichen Leser ganz besonders aufmerksam machen. Kalendarium. Freitag, den 28. Mai, 26. Jjar, Sabbath-Anfang 7,30. Sonnabend, בהקחי ״ .27 ״ .29 ״ Nacht 9,*. Neumondweihe. Dienstag, 1 ״. Juni, Neumond Siwan. Freitag. 4 ״ .4 ״. Siwan, Sabbath-Anfang 7,30. Confections-Haus Ferdinand Schreiber, Rosenthalerstrasse 11112. 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