Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 16 (16.4.1897)
- Date
- 1897-04-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Die jüdischen Vereine Berlins. (Hach den Angaben der p.p. Vorstände.) (Etwaige Ungenauigkeiten bitten wir gefl. berichtigen zu wollen.) Vorsitzender Herr I. Lindenstrauss, Fehrbellinerstr. 88. 1. ״Adas« jeschurun“ Der Verein hat den Zweck, eine Synagoge und eine Religionsscbule zu unterhalten. Herr Rabbiner Ellenbogen hat den Verein im Jahre 1890 gegründet. Die Mitgliederzahl beziffert sich auf 110. Die Synagoge befindet sich Alte Schönhauserstr. 42, Hof part. Es wird daselbst täglich morgens und abends Gottesdienst abgehalten. Rabbiner des Vereins ist Herr Ellenbogen (Lothringerstr. 71), der auch dieReligionsschule leitet. Diese ist von Schulkindern beiderlei Geschlechts gut besucht. Vorsitzender des Vereins ״Adass jeschurun“ ist gegenwärtig Herr I. Rosenthal, Landsbergerstr. 76, zweiter 2. ״Ahawas reim“ (Luisenstädtischer Brüderverein) unterhält eine Synagoge mit 850 Plätzen Prinzenstr. 86 Hof und eine Religionsschule in den Räumen der Gemeindeschule Annenstr. lb. Der Verein hesteht seit dem Jahre 1872. Vereinsrabbiner und Dirigent der Religionsschule ist Herr Bleichrode. Der Verein zählt 105 Mitglieder. Der Vorstand setzt sich zusammen aus: Herr Herman Egers, Prinzenstr. 41 (Vorsitzender), Herr G. Rewald, Prinzenstr. 68 (stellv. Vorsitzender), Herr M. Jost, Oranienstrasse 139 (Synagogen-Vorsteher), Herr Ad. Korach, Franzstr. 19 (Kassierer), Herr L. Rüben, Dresdenerstr. 124 (Kontrolleur), Herr Ludwig Loewy, Prinzenstrasse 90 (Schulvorsteher), Herr L. Herrmann, Melchiorstr.19 (Schriftführer), J. Kalischer, Ritterstr. 99, L. Salinger (Beisitzer). Die Religionsschule zählt 140 Schüler, die in 6 Knaben- und 3 Mädchenklassen von dem Dirigenten und den Lehrern Herren Traubenberg, Neumann, Löwenberg und Hurwitz unterrichtet werden. Der Verein hat in diesem Jahre das Jubiläum seines funfundzwanzigjährigen Bestehens festlich begangen. Vereins-Schau. Am letzten Sonntag vollzog sich im Hause Landsbergerstrasse 85 eine würdevolle Feier, die der Einweihung der Betstätte der ״Wolff’schen Ez-Cfiajim-Gemeinde“ galt. Das Bethaus war von Männern und Frauen dicht gefüllt. Nach einem erhebenden Gesang eines Männerquartetts unter Leitung des Herrn Josef Kohn weihte Herr Dr. Grünfeld sen. die Räume und Geräte mit zu Herzen gehenden "Worten. Die Festpredigt, die auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck machte, hielt der Vereinsrabbiner Herr Dr. Grün- Held jun., der auch die Leitung der vom Verein ins Leben gerufenen und erhaltenen Religionsschule übernommen hat. Die Gemeinde hat, wie uns mitgeteilt wird, schon eine stattliche Anzahl Mitglieder. ״Israelit. Fortbildungs-Verein Montefiore.“ In der am letzten Sonntag stattgehabten ordentlichen Generalversammlung wurde der Vorstand des Vereins neubezw. wiedergewählt. Und zwar wurde Herr Gradenwitz zum Vorsitzenden, die Herren Wilhelm Lewy und D. Diamant zu Schriftführern, Herr Leo Struck zum Kassierer und Herr Ivan Goldschmidt zum Bibliothekar bestellt. Mit diesem Geschäftshalbjahr legte der Verein das 25. Semester seines Bestehens zurück. Die ״Wissenschaftliche Vereinigung jüdischer Schulmänner zu Berlin“ hielt am 3. d. M. ihre Monatssitzung im Vereinslokal ab. Nach Aufnahme eines neuen Mitgliedes dankte der Herr Vorsitzende der Vergnügungskommission, die durch ihre umsichtige Leitung soviel zum Gelingen des Stiftungsfestes beigetragen; dann gab er seinem Bedauern über das Hinscheiden des Herrn Justizrats Makower in tiefempfundenen Worten Ausdruck und wies darauf hin, wie der Hingeschiedene stets ein warmes Herz für die Interessen der jüdischen Lehrer gehabt hatte. Im Anschluss daran stellte er den Antrag, dass der Vorstand im Namen des Vereins ein Beileidsschreiben an die Hinterbliebenen richte. Dieser Antrag wurde angenommen. Das angekündigte Referat des Herrn Vorsitzenden ״über einige die israelitischen Lehrer betreffende Fragen“ wurde aus persönlichen Gründen von der Tagesordnung abgesetzt und soll den ersten Punkt der Tagesordnung der Maisitzung bilden. Ein ausführlicher Bericht über die 25jährige Jubelfeier des Vereins ״AhawäS reim“ und das Wohlthätigkeitsarrangement der Vereinigung ״Monbijou“ lassen wir mangelnden Raumes wegen in nächster Nummer folgen. Die ״Baruch-Auerbach’schen Waisen-Erziehungs-Anstalten“ werden am 21. April d. Js. von der Oranienburgerstrasse 38 nach dem Neubau Schönhauser-Allee 162 verlegt. Den werten Vereinen empfehle ich mein reichhaltiges Lager von Musikalien aller Art als: Salon-Musikstücke, Lieder, Couplets, Duette, Ensemble- und Solo- Scenen. Billigste Preise! A. Bandtlow, Musikalienhandlung Alte Schönhau seratr. IS. Aerztlich approbirter und militärisch empfohlener AM- Krankenwärter. -MV Jacob Citron, Linienstr. 64, Hof II. Hermann Koch (16 Jahre im Hause Israel.) 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