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Berliner Vereinsbote · 1897-04-09 · Heft 15 (9.4.1897) · page 5

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 15 (9.4.1897)
Date
1897-04-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Es wurde darauf hingewiesen, dass der Ausschuss des Verbandes durch unbedeutende Beitragsleistungen der angeschlossenen Institute leicht in den Stand gesetzt werden könnte, bei besonders wichtigen Veranlassungen nicht allein mit Rat, sondern auch mit der That beizuspringen. Indessen nach eingehender Erörterung wurde dieser Plan fallen gelassen. Der Vorstand entschied sich dafür, dass den sich anschliessenden Körperschaften auch nicht die geringsten financiellen Opfer auferlegt werden sollen und dass sich der geschäftsführende Ausschuss nicht zum Verwalter einer neuen Unterstützungskasse, sondern zu einem wirklichen Arbeitsausschuss ausbilden solle. Die Munificenz unserer Gemeindebehörden wird, dess sind wir sicher, die durch Gründung des Verbandes und Er- Weiterung der Centrallstelle eventuell entstehenden Mehrkosten mit derselben Bereitwilligkeit tragen, welche sich bisher bei Einrichtung und Unterhaltung unserer Centralstelle kund gegeben hat. Ich hege die zuversichtliche Hoffnung, dass wir heute bereits zu einem für die Gründung des Verbandes günstigen Resultat kommen und dass die Mitglieder des Verbandes allesammt sich von der Zweckmässigkeit des Wirkens der Centralstelle sehr bald durch eigene Erfahrung überzeugen werden. Zum Schlüsse möchte ich dem Verbände noch die Aufgabe zuweisen, auch nach aussen hin für Ehre und Ansehen des Berliner Judentums wirksam zu sein. Es wird sich selten ereignen, dass uns Juden der Vorwurf übergrosser Bescheidenheit und Zurückhaltung gemacht wird. In der Regel ist bekanntlich das Gegenteil der Fall; ob mit Recht oder Unrecht, das will ich ganz unentschieden lassen. Aber ich meine, in einer Beziehung könnte dieser Vorwurf mit vollem Rechte gegen die grösseren Judengemeinde Deutschlands gerichtet werden. Wir sind nach meiner Auffassung darin zu bescheiden, dass wir von der Vorzüglichkeit unserer Wohlfahrtseinrichtungen, unserer Armen-, unserer Waisen-, unserer Krankenpflege zu wenig in die Aussenwelt dringen lassen. Wir begnügen uns mit dem Bewusstsein, Gutes überall gewollt, Ausgezeichnetes zum Teil erreicht zu haben. Schlägt man die Werke von Männern die solche Fragen behandeln, Werke von Böhmert, Münsterberg u. A., ihre Zusammenstellungen über Wohlfahrtspflege nach, so wird man fast allein von staatlichen, kommunalen und kirchlichen Einrichtungen zn lesen bekommen. Nur ganz vorübergehend werden wohl mal die Leistungen berührt, welche ״praktisches Judentum“ genannt zu werden verdienen. Und doch bekundet das auf diesem Gebiete in unserer Gemeinde gerade in den letzten Jahren Geschaffene ein beständiges Fortschreiten der humanitären Ideen. Ich erinnere dabei nur an die grossen Thaten der Errichtung eines Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen, eines jüdischen Arbeitsnachweises, an die Kommission, Eynch, Metall-, Holzu. Glas-Buchstaben A n ^OlUlUCl Luisenufer 13. Hoflieferanten-Wippen. Aossteyujs-Iediffieii. K&utschukstempel Billigste Bezugsquelle Hrm. Conrad Berlin N., Chaussee- Strasse 51. Vereine erhalten Ermässigung. Musterbücher frei. מצות sowie alle Colonialwaaren, Backwaarea, auch Weine und Getränke aus der Import-Gesellschaft Palästina. Rosalte Zloczist', Rosenstr. 5-6. Kumpel & Lazarus Zahnkünstler Berlin N , Elsasser-Str. 9a. Specialität: Durchaus festsitzende Gebisse ohne Klammern u. ohne Federn. Gasetzl.geschQtzt D. R. P. A. No. 45441. Vollständ. schtner2lose0peration ohne Electricität *. ohneNarcose. Sprechstunden 9—6 Uhr. Bequeme Zahlungsbedingunger על פסח M&zoth, Hazenmehl, sämtliche Colonial-Waaren, W ein,14quenr, Esfcftg, König eto. empfiehlt SL Sehwerih, Mulackstr. 18. 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