Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 14 (2.4.1897)
- Date
- 1897-04-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Königsberg i. P. Ausser der alten grossen Synagogengemeinde und der neuen israelitischen Gemeinde ״Adass Isroel“ hat sich nun hierseihst noch eine dritte jüdische Religionsgenossenschaft gebildet, die zu ihren gottesdienstliehen- und Gebetsversammlungen die alte Synagoge gepachtet hat und die Stände darin jetzt einzeln vermietet. Hannover. Herr Leopold Fischer ist von Magistrat und Bürgervorstehern (Stadtverordneten) der Stadt Linden mit 12 von 14 Stimmen zum Abgeordneten des Provinziallandtages auf Lebenszeit gewählt worden. Herr Fischer ist der erste Jude, dem in der Provinz Hannover diese Auszeichnung zuteil wird, und die nahezu einstimmige Wahl bezeugt, welche Verehrung ihm seine Mitbürger ohne Unterschied der politischen Parteistellung entgegenbringen. R0g0W0. An Stelle des hiesigen Bürgermeisters, der vom Amte suspendiert wurde, hat der Landrat den stellv. Bürgermeister Kaufm, Jul, Lewin und den Korporations- Vorsteher I. Schwarz mit der vorläufigen Weiterführung der Magistrats-Geschäfte betraut. — Der Bürgermeister von Wien, Herr Strobach, hat gestern sein Amt niedergelegt. Der Schritt war seit längerer Zeit angekündigt und wirkt deshalb nicht überraschend, seine Bedeutung liegt darin, dass Lueger, zur Zeit Vizebürgermeister, nunmehr innerhalb zweier Jahre zum fünften Male zum Vizebürgermeister gewählt werden dürfte. Am 31. März wurde unvermutet eine ausserordentliehe Sitzung des Wiener Gemeinderates einberufen, der sich vollzählich versammelte. Die Galerie war nur mit den Beamten des Magistrats besetzt, da das Publikum von der Sitzung nichts wusste. Vizebürgermeister Lueger teilte mit, dass Bürgermeister Strobach ihm brieflich angezeigt habe, dass er, entsprechend den Erklärungen bei seiner Wahl zum Bürgermeister, jetzt seine Stelle als Bürgermeister niederlegen, aber auch fernerhin seine schwachen Kräfte dem Wohle der Bevölkerung widmen werde. Die Mitteilung rief, obwohl sie nicht unerwartet kam, lebhafte Bewegung unter den Gemeinderäten hervor. Strobach hatte schon im Laufe der letzten Wahlbewegung in einer Wahlversammlung erklärt, er werde bald zurücktreten, da nun der Bestätigung Luegers als Bürgermeister nichts mehr im Wege stehe. Lueger hielt nach Verlesung des Briefes eine Rede, worin er daran erinnerte, das Strobach am sechsten Mai vorigen Jahres zum Bürgermeister gewählt sei. Er rühmte seine Energie bei Einführung der neuen antiliberalen Majorität in die Gemeinde-Verwaltung und versicherte, Strohbach habe als schlichter Gewerbsmann das in ihn gesetzte Vertrauen seiner Partei vollauf gerechtfertigt und auch die Gemeinde zu repräsentieren verstanden: er hob auch Strobachs Verdienste um die antiliberale JPartei bei den letzten Reichsratswahlen hervor. Lueger sprach dann deo Dank der Gemeinde an Strobach aus und schloss hierauf die Sitzung, ohne dass irgend eine Kundgebung stattfand. Binnen acht Tagen muss die Neuwahl des Bürgermeisters stattfinden. Wir bitten, Bestellungen auf den ״Berliner Vereinebote“, vierteljährl. 75 Pfg., bis Ablauf des Jahres 1897 2,25 Mk., recht bald aufzugeben, damit die Zusendung keine Verzögerung erleide. Neu hinzutretende Abonnenten erhalten den Anfang der spannenden Erzählung: ״Die Rettung44 kostenlos nachgeliefert Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Kalendarium. April. Adar H 2. 29. Sabb. Anf. 645 3. i 1. [ Nissan תזריע פ החדש 4. 2. - Ncht7,22. 5. 3. 6. 4. 7. 5. 8. 6. 9. 7. für feinsten Louise Drogotschyn (frQher im Hause von V. Altmann) Markgrafenstr .2 p. a. d. Lindenstr Billigste Preise. Zahle höchste Preise für Neuweiss und bunte Wollabfälle, Metalle aller Art. Auf Besteilung Abholung. Weberstr. 15 a. V, Kupferstein aus Brüssel. Adressenschreiben 1000 Stück 3 Mark auch jede andere Schreibarbeit wird sauber und billig an* 1 gefertigt bei W. 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