Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3046 (23.8.1927)
- Date
- 1927-08-23
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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@efe 8 Gren, Dienstag Wiener Morgenzeitung 23. August 1827 Nr. 8Ö4fi Sum Turn- und Sportfest 8888. Eine Polemik »es Tschechoslowakische» Makkabi-Kreises gegen de» Makkabi-Weltvervand. Mr erhalten vom Prä-Mum -es tschechoflowÄHchcu MnKMtrerses folgen-« Zuschrift: Leit vielen Monaten verfolgt der tschechoslowakische MaKabi-Kreis mit größter Besorgnis die Untätigkeit der Wettverbandsleitung. Wir haben uns bemüht, im Einvernehmen mÄ den deutschen mid polnischen Kreisen, von der Wettvevbandsleit«rrg wenigstens eine Stellungnahme zu er- Mngen, doch waren unsere Schritte immer vergebens. Im vorigen Jahre fand über unsere AnveMny in Boskowiitz eine Besprechung der drei Kreise, Oe st erreich, Deutschl arr d u n d T s che ch o s l o w a k e i, statt, doch wurden alle Anregungen und Vorschläge, die zu einer Aktiviewmg des WeltveÄbandes führen sollten, nicht berücksichtigt und ans unsere Urgenzen keine Antwort erteilt. Das Sporckfest in Prag, im Mai d. I., gab uns endlich Gelegenheit, mit dem Präsidenten des Weltverbanües, Herrn Dir. Spiegler, persönlich Rücksprache zu pflegen (zu bemerken ist, daß das Weltverbandspräfidium es nicht für notwendig gefunden hat, uns von der Ankunft des Präsidenten Dir. Spiegler zu verständigen). Nach langem Zaudern hat sich Herr Dir. Spiegler bereit erklärt, unseren Vorschlag, die Weltverbandstagung am 27. August nach Brünn einzuberufen, zu cckzeptieren, und uns nach Einvernehmen mit den anderen Mitgliedern der Weltvevbandsleitung zu beauftragen, Liese Tagung vorzubereiten und einzuberufen. Bis zum heutigen Tage warten, wir aus einen Bescheid der Leitung, trotzdem wir zweimal brieflich imd einmal telegraphisch nrgiert haben. In einer dieser Urgenzen haben wir das P r o g r a m m der Tagung entworfen und um Bestätigung desselben ersucht. Plötzlich lesen wir in der „Wiener Morgenzeitung" ohne hievon brieflich verständigt zu werden, daß die Tagung über Vorschlag des deutschen Kreises auf den Dezember vers'ch oben wurde. Wenn tatsächlich Gründe zur Verschiebung der Tagung vorhanden sind, so ist selbstverständlich dagegen nichts einzuwenden, aber Anstand und Verpflichtung einer übergeordneten Behörde erfordert es, aus so viele Urgenzen wenigstens eine Antwort zu erteilen. Wir sind gegen die Verschiebung der Tagung aus den Dezember, weil im Winter aus den entlegeneren .Ländern kein Mensch zur Tagung kommen wird. Wir haben aus dem Grunde Ende August vorgoschlagen, weil wir wissen, daß sich viele Turnbrüder auf der Rei.se zum Zionisten-Kongreß befinden imd sicher die Ge^genheit benützt hätten, vorher nach Brünn zu kommen, welcher Ort für alle Kreise günstig gelegen ist. Die Sommermonate find sicher günstiger, weil jeder" Turnbruder für seinen Urlaub einiges Geld zur Verfügung hat und es gerne für unsere Sache geopfert hätte. Wir bedauern es sehr, oaß die Tagung im August nicht stattfinden kann, weil wir uns von einer solchen im Dezember nichts versprechen. Der tschechoslowakische Makkabi-Kreis veranstaltet im Sommer nach st en Jahres ein Kreisschauturnen und Sportfest, ohne Rücksicht darauf, ob dieses £ Fest von der WeltverbandÄeitung als eine Veranstaltung der ganzen Makkabi-Bowegung erklärt wird oder nicht. Tb. Ing. G. hat in einem Artikel in der „Wiener Morgenzeitung" der BBBaeaaSBaBHHBHHBBBBHBBBBHBBflBHBBBflHHBH Am besten sind dodudSe Ceschka-hüte VII»! KilserstraBe 123 WIEN IX., AlsorstraBe Hr. 6 BBBBBflflaflBB&flBflBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBfla Meinung Ausdruck gegeben, daß die' Vorbereitungen zu einem solchen Fest mindestens ein Jahr vorher in Angriff genommen werden müssen; diese Annahme ist berechtigt. Es ist wohl möglich, ein leichtathletisches Meeting zu veranstalten, ohne daß viele Monate zu den Vorbereitungen notwendig wären. Es ist aber ausgeschlossen, ein Schau- und Wetturnen zu veranstalten, wenn die Nebungen nicht zumindest ein Jahr hindurch geturnt werden, ganz abgesehen davon, daß zur Vermeidung eines Defizites viele Monate anstrengender Arbeit notwendig sind. Der tschechoslowakische MaKabi-Kreis trifft bereits jetzt die notwenigen Vorbereitungen ZU dem nächstjährigen Turn- und Sportfest. Die Massen-Freiubungen für Männer und Frauen sind bereits ftrtiggcstellt und gehen anfangs nächsten Monates an die Vereine. Eine Kreis-Vollversammlung vom 28. bis 30. Oktober 1927 in Brünn wird das genaue Programm festsetzen. Wir glauben, daß es möglich sein wird, die Welt Verbandstagung gleichzeitig mit diesem Datum nach Brünn einzuberufen, und erwarten entsprechende Verfügungen' von der Wdltverbandsleitung. Roch eine Frage wollen wir anschneiden. Es wird unS oft gesagt, daß die Weltverbandsleitung zuviel Sorgen mit d-e«r Professionalmannschaft der Hakoah hat und infolgedessen weder Geld noch Zeit für die sonstige Makkäbi-Arbeit aufbringt. So sehr wir die Hakoah in ihren Leistungen in allen SÄtionen bewundern mrd uns milfreuen, als wären die Erfolge unsere eigenen, so sehr bedauern wird, daß die Professionalmannschaft so viel wertvolle Kräfte ausbraucht und so viel Geld verschlingt. Eine Erwiderung Nrektor öpieglers. Zu den obigen Darlegungen machte uns der Präsident des Weltverbandes, Dir. Spiegler, folgende Mitteilungen: „Der Tschechoslowakische Kreis wurde ebenso wie alle anderen rechtzeitig von der Verschiebung verständigt. Die Kopien der Briefe sind vorhanden. Vom Deutschen Kreis ist auf das Rundschreiben auch reagiert worden. Uebrigens laufen seit Jahr und-Tag von den Kreisen überhaupt keine Beiträge mehr ein, so daß die Auf- * rechterhaltung des primitivsten Sekretariats unmöglich gemacht wird. Beim Prager Sportfest weilte ich als privater Zuschauer. Dr. Sonnenfeld, Präsioialmitglied des Weltv.evbandes und Exponent des tschechischen Kreises, wußte von der Verschiebung. Er war sogar für eine Verlegung der Tagung auf nächstes Jahr. Mit der Hakoah hat das Weltverbandspräfidium nun gar nichts zu tun. Professionalismus und Makkabi-Bewegung gehören in eine andere Diskussion. Abschließend möchte ich noch bemerken, daß der Weg des tschechoslowakischen Kreises in die Oesfentlichkeit nicht der Makkabi-Disziplin entspricht." Tschechische AusjSlle gegen Wien. Die unliebsamen Vorfälle beim sonntägigen Cupmatch Sparta — Admira werden in der tschechischen Presse Prags'lebhaft kommentiert. „Pondelm lisch" spricht im lokalen Teil des Blatts von einem europäischen Skandal und Intrigen der Wiener. Presse. Die Zuschauer werden „Gesindel" genannt. ,-Pon de ln i" fordert den Abbruch der sportlichen Beziehungen zu Wien, wenn nicht sofortige Bereinigung der Zwischenfälle erfolgt. In diesem Ton geht es weiter. Aus dem Wiener Fußballverband. Die Sparta wird um Entschuldigung gebeten. Dem Spieler Häusler wurde vom Struma aus vier Wochen die Spiekbetvilligung entzogen. Er muß sich schriftlich zu der Beleidigung des Schiedsrichters äußern. — Der Verband hat beschlossen, an die Prager Sparta anläßlich der Vorfälle auf dem W. A. E.-Platz im sonntägigen Spiel gegen Admira ein Entschuldigungsschreiben zu richten. Dem Kapitän der tschechischen Mannschaft, K a d a, werden die Anwaltskosten für seine Klage gegen den Mann, der ihn insultiert hat, ersetzt werden. Der W. A. C.«P l a tz wird in bezug auf die Laufbahn und die Umkleidekabinen kommissioniert werden. — Dem Fußballverband sind die b i s- Ijcrti'öjeit Bafö-Verein»e „Burg theater" und „S ch u h m e i e r" beigetreten. Hakoah—Atmnra. Dieses bereits #utr Meisterschaft gehörige Spiel wird Sonntag, de» 28. d. M., auf dem W. A. C.°-Platz im Prater ausgetragen werden. Die jüdische Mannschaft dürfte in folgender Aufstellung antrvten: Harros, Scheuer, Strohs, Birnbaum, Heß, Bar'bak, Schwarz, Wortmamr, Kestler, Schönfeld oder Nikolsvurger und Fischer. Fried ist, wie berichtet, suspendiert. Das gestern ausgetragene Auswahlschwimmen für Damm Kber 100 Meter als Prüfungsbewevb zur Entsendung einer Staffel nach Bologna sah die Schwimmerinnen Buchbinder, Koch und Kohn am Start. Erste wurde Buchbinder mit 1.28,2 Minuten, Zweite Koch 1.27, Dritte Kohn 1.29. Die Hakoahnerin schwamm also um sechs Sekunden schlechter als beim Auswahlschwimmen vor vier Woche», was auf ihr mangelndes Training zurückzuführen ist. Donnerstag vormittags um 60 Uhr findet im Jörgerbad ein neuer liches Schwimmen statt. Bisher gelten Aoß Fritzi Löwh und die Buchbinder als Teilnehmerinnen für die Staffel. SMen am Donnerstag keine besseren Zeiten erzielt werden, dann entfällt die Beteiligung an dieser Konkurrenz. Er» Preßburgex schwlnttnt 100 Kilometer 1» der Donau. Sonntag schwamm I. Novotny aus Preßburg auf der Donau nach Konroru. Er legte die 100 Kilom'eter lange Strecke tn 13 Stunden 15 Minuten zurück. s»IsiM1l»l®®®®®®®®®®®®®®® 0 na»» ® Die ® E ® s B ® vornehme Klassiker - Ausgabe ® ® ® ® ® @ auf holzfreiem Papier, in elegantem [b Seiden leinenband mit reicher Goldprägung 1nren lieMMfl nur S 8.— IBSBBflflBBBBBBBBBflBBflBBBflflBBBBBBBB Büchner, herausgegeben und eingeleitet von Arnold Zweig in einem Band Cervantes, herausgegeben von Max Krell in drei Bänden Hauff, herausgegeben von C. O. v. Maassen in fünf Bänden Heine, herausgegeben von Rudolf Frank In zehn Bänden i— HoffmanUi E. T. A., herausgegeben von Rudolf LE Frank in elf Bänden Kleist, herausgegeben von Arnold Zweig in vier Bänden Novalis, herausgegeben von Ernst Kamnltzer in vier Bänden Schiller, herausgegeben von Alexander Gleichen- Rußwurm in vierzehn Bänden ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® ® B ® ® H ® ® ® BESBSEBBBBBSSBSBSB® ® ® ® ® ® äSuffiftandfunä ® 0t. Xöwvit, Wien. 1.1 &iatemtvnnmstvafie 2L. Theater von heute Deutsches BolkstHeater: Müllers Anfang 8. Ende vor V,11 Uhr Bolksoper: Ich Hab' mein Herz in Heidelberg verloren Anfang V,8, Ende nach 10 Uhr Theater a. d. Wie«: Die ZirkuSprtuzesfin Anfang 1,8. Ende gegen »/,11 Uhr Johaun-Strauß-Theater: Die Lady vomLido Anfang 8. Ende gegen 11 Uhr Stadtlheaterr Wien lacht wieder Anfang.8. Ende nach 10 Uhr- Thea: er in der Iosefstadtr Der schlafende Gatte Anfang 8. Ende nach >/,1t Uhr Kammerfpiele r Sie darf keinen Sohn haben Anfang*'/,9. Ende nach Vtll Uhr L»ftspiel,Theatev: Die Keuschheitskonkurrenz Anfang 8. Ende 10 Uhr Burggarten-Bühne: Somert- und Künstler- Akademie Anlang 8 Uhr, Ende »ach */,U Uhr -roland-Bühne: Der Roman eines Girls Anfang 8 Uhr. Ende nach 10 Uhr FA JUS-GUNNI 0<’•' Mutter gegen Vereinsendung von 1*20 Sohlllfng Versend unauffällig' *eJus-Zentrale, Wien, II., Ohdiwpiii 14, Abteilung M Radio-Programm Heute Dienstag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 1615 Uhr: Nachmtttagskonzert. 18*20 Uhr: Der HauSgarten tm September. Gartenarchitektin Luise Andreas. 18*50 Uhr: Bienenzucht. Dozent Oswald Muck. 19*20 Uhrr GehörlesekurS (MorsekurS). Ingenieur Heinrich Halberstadt. 19*30 Uhr: Esperanto für Anfänger. 20*05 Uhr: Josef Strauß. Zur 100. Wiederkehr seine» Geburtstages (22. August 1827). Mitwirkend: Kammerfängerin Clara Mnstl, Kammerquartett Tautenhayn. N Morgen Mittwoch 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16*15 Uhrr Nachmtttagskonzert. 17.50 Uhr: Märchen für Groß und Klein. Erzählt von Lia Laudt und Betty Ullrich. 18*50 Uhr: Die Pflanzenwelt des Meeresgrundes. Dozent Dr. B. Schußnig. 19.20 Uhrr GehSrlefeknr» (MorseknrS). In«. Heinrich Halberstadt. 19.30 Uhrr Stunde der Landwirtschaft. Ing. A. Weich. 20.06 Uhr-: Orchesterkonzert des Wiener Symphonieorchesters. Leichte «brndmufik (Kapelle kS07ERTUR^-RIkl0 i., Fleisdirnarlct 1 Von heute bis 25. August: Der große Ausstattungsfilm Am den Leben eis Aeviestars Beginn der Vorstellungen an Wochentagen: 4, 6, V,8 und 9 Uhr Sonnu. Feiertage: */,4, '/«5, Vi7> Va8, 9 Uhr Bernhard Kohn HiomHpfbrtguse2Q InstMmMtaiR tllm PfiTilagen Beste Nähmaschinen allen PreistiaB.Provlnr-! vereand. Kataloge gratis Vl.Stunipeig. 5 GG Deslntektions- und Wohnung«- ADF-HB.BWUWU M~Wb Reinigungsanstalt Wien, IV., Mayerholgaase I. Garantiert Innerhalb 6 Stunden Wanzenvertilgung. Erstkl. Referenzen. AUA Gegründet 1840 Mir- Harmiui - Minim :: ooüiiMill -°> :: TÄ»,” BiBii. 1. Bbz. , BäcIiBP8tra8B 7 NÄHMASCHINEN FAHRRÄDER 1937 ■ mm m Hs 20.— Dl^lr monatlich! ■ IX., LleohtenatelnatraBe Nr. S7 IV., Wledner Hauptstraße Nr. 8 Slmtl. Sportu. Tourlatonartlkel Knickerbocker-Strümpfe Jakob Teiles, i.. Rotgassei (Ankerhof-Kunstuhr) Alleinige Anzetgerr-Anyahme: Annoneenexpedttion Heinrich Schalet, Wien. 1. Bezirk. Wollzvtlv 11. Herausgeber und Eigentümer: Jüdischei Zeitungsu. Verlagsges. m. b. H.. Wien. 2. Bez., Taborstratze 1—-8. — Beranttoortl. Redakteur: Jakob Krausz, Wien, 19. Bez., Brechergasie 9. -r Druck: „Jrwa". Wie». 7. Bez., Lerchenfelderstraße 1.