Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-08-07 · Heft 3031 (7.8.1927) · p. Seite 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3031 (7.8.1927)
Date
1927-08-07
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2982119--30905-3019171
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

■fr. 3031 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung 7. August 1927 - Seite 16 Fettbietung. Beim Bezirksgericht Hietzing, am 3. Sep- -.nber, vorm, halb 10 Uyr, Haus tm 13. Dez., März- ,tratze 124. Schätzwert 46.210 S., geringstes Gebot 23.105 SchtMng. Wiener Börie sür landmartschastliche Produkte. Der gestrige Markt hielt sich in Weizen Sei mäßigen Umsätzen rn ruhiger Stimmung. Das AusgeSot ist reichlich, wogegen der Konsum sehr geringe Kaufweigung zeigt. Verkauft wurde Theißweizen, 81/83 Mo (Ghomaer), zu 40.60 —40.76 ab Hegheshalom, Mezöberenyer, 82 Kilo, zu 41.26 Schilling, Ungavweizen, 78/79 Kilo, zu 38.75 S. ab Hegveshalom. Jnlandweizen 39—40 S. ab Verladestation. Ab" geschlossen wurde ferner Ungarwetzien, 79 Kilo, zu 1.86 Ke. rvaggonfrer Bratislava. In Roggen war das Offertmaterial insbesondere in prompter Ware gering. Gerste hat sich in Primaaualitäten weiter befestigt. Verkauft wurde inländische Braugerste zu 40.25 S. ab Verladestation. Haferfester. Mais vlieo bei steigenden Preisen fest. Dock war die Kauflust nicht so groß wie am Vortag. Im Meyl- W. A. C.-Platz, 6000 Zuschauer, Schiedsrichter Göbel. Hakoah: Fabian; Scheuer, Feldmann; Fried, Gold, Strohs; Schwarz, Nikolsburger, Häuser, Heß, Fischer. Admira: Franzl; Voei, Janda; WostraL, Koch, Schott; Siegel, Klima, Stoiber, Schall, Runge. Das erste Auftreten der verstärkten jüdischen Mannschaft endete ziffernmäßig mit einer empfindlichen Niederlage, so daß der gestern bereits in ziemlicher Stärke erschienene Anhang der Blau- Weißen verdrossen vom Platze ging. Dennoch darf die Niederlage nicht so tragisch genommen werden. Die Tordifferenz gibt das Kräfteverhältnis nicht richtig wieder; der zweifellos verdiente Sieg des österreichischen Meisters hätte dem Spielverläufe nach knapper ausfallen müssen. Beim Stande von 2:1 für Admira mußte Fischer wegen einer Verletzung bereits in der 10. Minute nach der Pause ausscheiden, was ein starkes Handicap für Hakoah bedeutete. Beim Stande von 3:1 wurde sin Elfmeterstoß von Gold vergeben, nachdem der erste gelungene Versuch vom Schiedsrichter Göbel überflüssigerweise zur Wiederholung augeordnet wurde. Gegen Schluß verließ auch noch Häusler nach einer Kontroverse mit dem Spielleiter das Feld, und bei dieser numerischen Schwächung fiel der vierte Treffer für die floridsdorfer. Anfangs sah es ganz anders aus. Die jüdische Mannschaft begann vielversprechend und konnte näch einer Reihe von Angriffen in der elften Minute durch Händler zur Führung gelangen. Gute zwanzig Minuten lang haten die Blau-Weißen die Initiative und dominierten. Allgemein nahm man zu dieser Zeit bereits eine Niederlage des Meisters an. Die Admiraner konnten sich nicht recht finden und Hakoah faßte in diesem Stadium die Angelegenheit noch recht spielerisch auf. Aber die Admira-Mannschaft begann allmählich ihre Ruhe und ihren Stil zu finden, während besonders die Läuferreihe Hakoahs mehr und mehr zn wanken begann. Auch zeigte sich, daß die jüdischen Spieler nach den Anstrengungen vor» Amerika und den Strapazen der beschwerlichen Reise außer Kondition geraten waren. Admira gewann langsam die Oberhand, besonders, da zwischen Angriff und Halfreihe der Krieauer große Lücken klafften. geschäst hält die Stagnation an. Kartoffeln haben sich infolge der allzu großen Vorräte abgeschwächt. Budapest«« Getretdeterinlnmarkt. Die Börse tendierte in lustloser Stimmung, wobei die Preise unverändert blieben. Die Notierungen lauten in Pengö: Oktobevirieizen 30.66, Märzwei'zen 32.88, Oktobcrroggen 26.90, Märzroggen 28.30. LeNiseaknrse. Zürich, 6. August. (Schlutzkurie.) Paris 20.3214 (20.321$), London 26.2114 (25.21 H), New York 518% (518%), Belgien 72.181$ (72.18), Italien 28.24 (28-24 K), Spanien 87.30 (88.05). Holland 207.98 (207.90), Berlin 123.44 (123.46), Wien 73.061$ (73.06), Stockholm 139.05 (130.10), Oslo 134.05 (134.10), Kopenhagen 139.— (138.90), Sofia 3.75 (3.76), Prag 15.39 (15.39), Warschau 68.— (—.—), Budapest 9060 (90.50), Belgrad 9.13 (9.18), Athen 682.50 (682.50), Konstantinopel 259.50 (260.—), Bukarest 3.21 (3.161$), Finnland 13.08 (13.08), Argentinien 2201$ (220%), Ja.pan 246— (246.—), Privatdiskont 3% (3%). eine Anzahl schwerster Bälle und hatte bei den Treffern keine Möglichkeit einzngreifen. Die Floridsdorf er vereinigten sich gestern, je länger das Spiel dauerte, zu jener kraftvollen Einheit, die ihnen in der langen verschlossenen Meisterschaftskampagne mit Recht den Endsieg eintrug. Es gab zuletzt keinen schwachen Punkt in ihrer Mannschaft. Es wäre verfehlt, anzunehmen, daß das Spiel jemals einseitig war. Die Situationen wechselten blitzschnell, man sah sehr hübsche Aktionen auf beiden Sekten und die Zuschauer Ware« mti dem gebotenen Sport sichtlich zufrieden. Gleich der erste Angriff bringt Hakoah vor, Nikolsburger schießt zu leicht zum Tore. Hakoah ist weiter in Front und Schwarz erzielt einen Corner, Heß verschießt, und der Abschluß eines Vorgangs durch Häußler bringt lauten Beifall ein. Fried berührt unfreiwillig mit der Hand den Ball, doch Göbel winkt dem Verlangen nach einem Elfmeterstoß ab. I n der 11. Minute skort Häusler, es folgen schöne Aktionen der Hakoahner, bis Admira vorkommt und Megl einen Ball knapp abschießt. Dann erweist sich Schall als glänzend-er Schütze und Fabian muß einige Male Bomben aus dem Hinterhalt meistern. Fischer wird in aussichtsreicher Chance zu Unrecht wegen Off-side zurückgevufen, dann rettet Scheuer. Häuslers prächtiger Schuß wird von Franzl gehalten. In der 33. Minute gelingt der Admira der Ausgleich. Siegl war anscheinend aus Off-side-Stellung vorgebrochen und sendete unhaltbar in die Ecke. Dann ergibt sich für Schwarz eine glänzende Chance, er flankt, statt aufs Tor zu schießen, und Nikolsburger springt über den Ball, statt ihn gegen das Tor zu dirigieren. In der 41. Minute gelangt Admira zur Führung. Feldmann begcht im Kampfe mit Stoiber einen Fehler, der Ball gelangt schließlich zu dem fast im Tor stehenden Schall, der eindrückt. Nach der Pause tritt Häusler als Rechts verb i n d e r an, während Nikolsburger die Mitte einnimmt. Ehr schöner Angriff der Blau-Weißen wird von Nikolsburger mit Kopfschuß, der von der Latte abspringt, abgeschlossen. Fischer humpelt nur mehr mit, und dann läßt Fabian einen zurückgespielten Ball aus, Stoiber lenkt ihn gegen das leere Tor, wo Strohs im letzten Moment rettet. Ein glänzender Vorstoß von Schtvarz endet trotz Behinderung knapp neben dem Tore. Fischer scheidet aus, Hakoah geht vor, Schwarz flankt, Franzl verfehlt den Ball, Heß kann das Leder auf das Tor schießen, wo aber die sich bereits massierte Verteidigung Admiras rettet. Schuß K e ft l e r s. Admira skorte einmal aus einem Elfmeterstoß. Im Tore der jüdischen Mannschaft stand der neue Mann Haimos aus Budapest. Er zeigte zeitweise gutes Können, beging aber auch Schnitzer. Abschließend konnte seine gestrige Leistung, da er zu wenig beschäftigt war. nicht beurteilt werden. Wieder ei« Fnbballsoantag. Die frühzeitig beginnende Saison sieht heule bereits mehrere erstklassige Vereine im Zeichen der Freundschaftsspiele auf dem Rasen. Die Matches dürften interessanten Sport bringen. Das Programm lautet: Ra p id—S immering (Anstria-Plah, 6 Uhr, Schiedsrichter Zwicker); R u d o I f sh n g e l—W acker (Favoriten, 6 Uhr, Voigt); W. A. C.—Nicho>lson (Prater, 6 Uhr); S p 0 r t f I u b—W. A. F. (Dörnbach, 6 Uhr). Me Amateur-Cup-Konkmrenz. Der Cup für die Amateurveveine 'beginnt 'bereits kommenden Sonntag. An der ersten Runde nehmen nur die drittklassigen Klubs teil. Die jüdischen Vereine haben bisher in den Cupkonkurrenzen immer schlecht abgeschnitten. Eine Ausnahme machte der Sportklub Hasmonea vor fünf Jahren, wo er noch als Schutzverein zahlreiche Vereine 'der höheren Klassen aus dem Cnp verdrängte. Auch diesmal stehen die jüdischen Vereine vor keiner leichten Aufgabe. Hechawer spielt gegen Siemens. Der Gegner des jüdischen Vereines hat in der letzten Woche den Beitritt von einigen bekannten Spielern zu verzeichnen und dürfte auch mühelos gewinnen. Hakadur wird sich gehörig anstrengen müssen, um nicht von der Döblinger Sportvereinigung aus ldem Cup verdrängt zu werden. Auch Makkabi darf die Margaretcner Sportfreunde nicht unterschätzen. Der Sportklub Hagibor, der durch die Anmeldung Sternbachs (Hasmonea) eine bedeutende Verstärkung erfahren 'hat, sollte Ferrovia besiegen können. Bier neue Rekorde bei de« gestrigen Leichtathletikmeisterschakte«. Blödy siegt über 5000 Meter. Der erste Tag der auf dem W. A. F.-Platz ausgetvagencn Leichtach'letikmersterschaftm brachte nur zum Teil gute Erfolge. ES wurden vier neue österreichirsche Bestleistungen ausgestellt Dies« waren: Speerwerfen: U.m fahr er 56,62 Meter; 80-Meter-Hüvdenlaufen für Damen: Frl. Lahr (Danubia 14.2.6 Sek.; IM Meter-Laufen für Damen: Schuriuek (Vienna), 12.4.5 Sek.; Damenstaff.el viermal 100' Meter, in der der F. A. C. in der neuen Rekordzeit von 53.2.5 Sek. den ersten Platz besetzte. .Ueber 5000 Motor konnte sich der HasioaHner Blödy in 16.10*1.5 vor dem! Favorit Stefanetz aus Graz als Erster 'placieren. Die 'übrigenj Leistungen wären mäßig. Die Kämpfe Werden heute fortgesetzt. Aus den Vereinen. Bar Kochba. Heute Cupspiel gegen Blaue Elf. Um H2 Uhr ohne Wartezeit (Schwarz-Weiß-Platz, Linie 52 vis Ameisgasse). Folgende Spieler werden ersucht, sich pünktlich einzu-finden: Gollerstepper, Safran, Friedgaber, Glauber,!Mx, Teltscher, Lampl, Nausbadtl, Schleifer, Defries, EWer; Ersatz: Asrielen, Kesten. CX3000000000000000CXXXXXXXX»00000000000 Hervorragende Neuerscheinungen der lotsten Zeit: Brockhaus, Der kleine. Handbuch des Wissens in einem Band. Mit über 6000 Abbildungen, Tafeln und Uebersiebten usw. . . . eleg. Halblbd. 8 40.— Brunner Constantin: Aberglaube an die Aerzte und an die Heilmittel brosch. 8 1.80 Friedeil Egon; Kulturgeschichte der Neuzeit. Bd. 1: Einleitung - Renaissance - Reformation . . . gebd. 8 28:80 Hellmund Heinrich’: Das Wesen der Welt.gebd. 8 54.40 Das Debüt der Hakoah. Admira gewinnt 4:1 (2:1). »«Milche» spiel der WMea MMchaft. — Md veraldt einen Almeterftotz. — FW« Wwet In der 10. itnnte der zweite» Wfte ««letzt ans. Gold hat an Gewicht stark zugenommen und konnte daher das Spiel nicht ganz durchstehen. Außerdem blieb er im Zuspiel vieles schuldig. Das gleiche gilt von Fried, während Strohs gegen den Flügel Siegl-Klima sich zumeist auf die Verteidigung beschränken mußte. Der Angriff der Blau-Weißen, der durch Schwarz und Häusler vor allem interessierte, setzte sehr hübsch ein. Häusler, der bis zur Pause als Mittelstürmer tätig war, ging ungestüm an und hat unstreitig an Wucht und Durchschlagskraft gewonnen. Man sah von ihm sehr hübsche Züge, und sein von Fischer vorbereiteter Treffer war ein Sonderstück. Dieses erste Goal sowie das letzte Tor Schalls waren die schönsten Treffer im Spiel. Schwarz ist nach wie vor der sichere Beherrscher des Balles. Seine Kombinationszüge sind geradezu zu selbstlos, etwas mehr Egoismus, mit dem Zug allein aufs Tor zu gehen, wäre bei ihm sogar z u wünschen. Nikolsburger arbeitete zu Beginn gleichfalls hübsch, fiel aber dann immer mehr zurück und erwies sich diesmal als' besonders weicher Spieler. Heß ist als Stürmer etwas zu unproduktiv, und Fischer, der wenig beschäftigt wurde, schied später wie gesagt aus. In der Verteidigung entsprach das Paar Scheuer-Feld mann im großen und ganzen seiner Ausgabe, Scheuer war ^taktisch besser, ließ aber diesmal seine Schußkraft vermissen, Feld mann war gut bei Stoß, durch zwei Fehler jedoch gelangen die Floridsdorfer zu zwei Treffern. Fabian im Tor erwies sich wieder einmal als Meister seines Metiers, er hielt Die Angriffe wechseln, ans dem Spiel wird ein Kampf, den Hakoah wegen der numerischen Schwächung und den Mängeln ihrer Läuferreihe nicht durchsielhen kann. Ein Vorstoß bringt Nikolsburger in Front, er wird von Franzl unfair zu Falle gebracht. Hier wäre ein Elfmeterftoß gegeben gewesen, den Göbel einmal als Janda mit der Hand abwehrt, als Ausgleich für das Verschulden Frieds zu Beginn nicht verhängt. ES entsteht ein kleiner Wirbel an der Out-Linie, das Publikum greift laut ein, schließlich gibt sich alles wieder. In der 27. Minute kann Admira 8omdsrt Werner: Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus. 2. Halbband.gebd. 8 30.— Buchhandlung R. Löwit Wien, l., Rqtenturmstraße 22. OOOOOOPOOPOOOOOOCttOOOOOOPOOOOOQOQOOQCX» den Stand auf 3:1 bringen; abermals war ein Fehler Feldman ns vorausgegangen. Klima drückte den Ball ein. Dann hält Fabian einen herrlichen Schuß von Koch, den daraus resultierenden Corner rettet Strohs. In der 30. Minute geht Schwarz allein durch, er wird im Strafraum zu Falle gebracht. Don Elfmeterftoß vergibt Gold schließlich, wie eingangs erwähnt. Drei Minuten später muß Häusler nach einer Kontroverse mit Göbel, der den Hakoahner wegen angeblichen Fouls sichtlich zu Unrecht stellt, den Platz verlassen. Eine weitere Flanke von Schwarz nützt Heß beinahe zu einem Treffer aus, doch Admira ist glücklicher und kann in der 36. Minute durch Schall, der einen herrlichen Schuß anbringt, das Endresultat Herstellen. Das SM der Reserven endete 3:3 (2:0). In der ersten Hälfte waren die Hakoahner besser, gege..! Schluß kamen die Floridsdorfer auf. Ztvei Treffer sür Hakoah j erzielte Fischer 3, das dritte Tor entsprang einem schönen Bezugspreise der „Wiener Morgenzeitung“: Monatlich Wien und Oesterreich. 8 5 — Tschechoslowakische Republik.K<5 22*— Jugoslawien.Dinar 60'— Polen. Zloty 6*— Deutschland.... . Goldmark 4*— Palästina. sh 4*— England. sh 4'— Frankreich, Belgien.Pres. 35'— Italien. Lire 20 — Rumänien .................. Lei 170'— Bulgarien .... Lewa 1CK)*— Amerika. Dollar 1*— Schweiz und das übrige Ausland.Franken 5 — Oesterr. Postsparkassenkonto 150.693.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.