Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3029 (5.8.1927)
- Date
- 1927-08-05
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982117--30880-3019144- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Sette 1 Men, Aretkrg Wiener Morseszettmrg 5. August 1927 Nr. 3029 Zton—Donaupark 1:0. Knapper aber d-erdienter Sieg Zions. Hervorragend spielte das Berteidigungstrio. Gruber im Tor zeichnete sich bei der Abwehr schwieriger Bälle aus. Auch wehrte er einen Elfmeter in prachtvoller Manier ab. Eichler bildete das Rückgrat der Hintermannschaft. Bei ihm scheiterten sämtliche Angriffe'der Gegner. Sonst gefielen noch Schindler, 8861, MrschMr imd Vogel, der' auch den einzigen Treffer erzielte. B-i Dona «Park gefielen Schwaitzvrod, Gand! und Tevevt. Hakoatzs ««fstellmr» se«e» Admlra. Für das morgen auf dem W. A. C.-Platz mnholb 6 Ichr stattfindende Spiel Har o<r h—Admira wird der.jüdische Herein folgende Mannschaft stellen: Fabian, Scheuer, FeK>» mrmn, Strohs, Gold (oder Guttmann, der noch immer an einer Verletzunz laboriert), Fried, Schwarz, Häusler, Nrkolsburger, Heß (oder Wortma-mr), Fischer. Um halb 4 Uhr treten dw Reserven <m. Hakoah bringt folgende Elf: tzalmos, Berson, Wegner, Großmann, Brandes, Barbak, - Mausner, Posaner, Kestler, Wnrmbrand, Fischer 2. Ersah: Bevschleißer. Reumann, lbchn. Wor t mann 3. e \:V, •/ Neufeld traH Kalman Kourad in Wleu. - , Dre gehen nicht Mehr, tttdch AmeriLr. , Gestern nachmittags sind' Nvufelb^ nnd KaltMn Konrad via Ccherbourgh in Wien angelangt. Der Abschred der zwei Fußballer von Amerika ist ein endgültiger. Entgegen der kolportierten Version, daß die' beiden in Nerrchotk reengagiert wurden,'köntmt für die beiden Spieler, nv:e Neuseld gestern einem unserer MitarbeitermÄteilte, Amerika nicht mehr in Belrpchl. Die matenellen Schwierigkeiten, in denen sich der BrooNhn* Manager Agar befinden soll-, entsprechen den Tatsachen. Agar hat an den Tourneen der. Uruguaymaünschkrfi: und des „Palästinateams" sehr viel verloren. Seine Spieler bekommen jetzt Geld nur, wenn bei'de« Matches etwas einfließt und vielen gegenüber konnte-er seine materiellen Verpflichtungen nicht mehr einhalten. Von den mitteleuropäischen Spielern Agars bleiben Fischer und G r o ß 2 sowie E i fenho f f e r unbedingt noch in Amerika. Ber Drucker ist die-Sache noch fraglich. Die neuen Bedingungen Agarssind im Vergleich zu den vorjährigen in materieller - Hinsicht -reduziert.' Auch Neustld ist der Meinung? daß der So rEr- Fu ßba t l in Amerika keine. .Zukunft hat, da,: wiebereits mehrfach ermähnt, dieser Sport weder' im ' amerikanischen Publikum noch in der .Jngenp Wurzelgefaßt hat. -Die zweite Tournee der Haküah sei cinddesem Jahr verfrüht gewesen. Man hätte erst - nach 'Mehrjähriger :.Pause wieder nach Amerika gehen sollen. -Dann-.hätte sich die Reise für den jüdischen Verein Materiell rentiert:...;> Die Nachrichten von der Neugeftaltung derHcrkdah- Mannschaft vernahm Neufeld mit aufrichtiger Freude.,:Sein Herz gehört nach wie vor den Blau-Weißen, ber.denen er wie er sagt, die schönsten Jahre seines Lebens zugebracht hat. Neufeld, der Held.. i{ nnmA heißer.sie^gretther Schlacht der Krieauer, der mM selten^, ein Ma!tichl''aus dem Feuer gerissen hat, würde sich der P^lkchLeit, he-.HaÄah zu spielen, absolut nicht verschließen.^ ' , lieber seine Pläne iste^.,suh. , noch nichtim" klaren. Nach einer überstandenen empfindlichen Verletzung im Knie frchllt er sich wieder voMom^leL...^t..'.^Md Hötze fernes Könnens. Er hat 'MUreM^ÄnWge,.^min^ auch «us Budapest erhalten,, doch,. ljgtr ct sich stoch nicht entschieden. Gefühlsmäßig zieht. es ihn , nach Wien» -..wo das Leben für ihn nach, den Mer^nisch^n ,Erfahrungen wohltuend wirkt. Bezüglich Kalman Ko n r g-p geht Neu? selds Ansicht dahin, daß er.Wlch^erÄÄ. ,püebev in, Wien Verbleiben durste, wo ihm seitens der Amateure.ein glänzender Antrag gestellt wurde. , r . , Pieuua spielte gestern gegen Gersthof 3: 0. Be: HaSbz-e'rt wurde das Spiel wegen desHe-vitte^s abgebrochen. , Slavia. und Sparta spiel-fW. .Mit..- kombinierten Mcmnichaften gegeneinander. Das derb geführte Match endete 2:1 (1 :1) für Slavia. Hakoah-Fußballsektion. Heute um 7 Uhr- Versammlung!ämtlicher. Spieler im Klubheim.. - . . .. jMe Pflicht. Sport zu betreiben." Der bekannte Sportsmarm und Leiter der Leichtathletiksektion der Hakoah, Fritz Bürger, hat gestern unter obigem Titel hier einen Radio- » vortrag gehalten. Zu diesem Thema stellt mrZ Bürger folgende Ausführungen zur Verfügung: Die fortschreitende Mechanisierung unseres Lebens, die an den Intellekt des Menschen erhöhte Anforderungen stellt, den Organismus dabei aber immer mehr verkümmern läßt, zwingt uns, zu dieser Umwertung aller Begriffe, ernstlich Stellung zu nehmen. Die Wünsche und starken Regungen des Körpers, die auf die Dauer nicht unterdrückt werden können, nmssen nicht nur gehört, sondern auch verstanden und erfüllt werden. Hat man den Lenz des Lebens bereits überschritten, ist die menschliche Maschine, die genau so ^der Wartung, der Pflege bedarf, wie die technische, nicht mehr intakt, so muß man sie gründlich reparieren. So gut diese Reparatur auch durchgeführt sein mag, sie bleibt letzten Endes doch nur Flickwerk. Bei jedem kleinsten Anlaß treten bald neuerliche ,-Motörstörurigen" auf, die uns bis an das Lebensende verfolgen, uns die ganze Daseinsfreude rauben. Die moderne Sportbewegung ist ein Segen für die heutige Generation. War es. früher einmal nur Einzelwesen oder kleineren Gruppen Vorbehalten, sich körperlich in irgendeiner Form zu betätigen, was mit Mißtrauen, ja sogar mit Spott angesehen wurde, so wurden es im Laufe der Jahre viele Tausende, heute schon viele Hunderttausend, die der gewaltigen, unaufhaltsamen Bewegung zugoströmt sind. Es. sollte nicht verwundern, wenn die stolze Nachricht aber laut wird, daß es in unserem Lqnde schon eine Million Menschen gibt, die Körpersport in seiner Vielfältigkeit betreiben. '.Oesterreich ist dank seiner geographischen Lage wie kein zweites Land dazu geschaffen, Mittelpunkt einer „neuen" Kulturstätte zu werden. Wie gut hat es beispielsweise schon der Großstadtbowohner. Wie mannigfache Möglichkeiten bieten sich ihm, Sport zu betreiben. Ein kleiner Rundgang durch'dev Prater beispielsweise, wo sich Sportanlage an Sportanlage reiht, zeigt wie viele Menschen in den Abendstunden nach Geschäftsschluß Erholung und Erquickung bei körperlicher Betätigung 'suchen und finden. Nur wenige Hunderte Schritte von der Bleierei Krieau entfernt, liegt der Hakoah-Platz. Dort tummeln sich täglich eine Unzahl von jüdischen Sportlern,. bei Hockey rmd Tennis, bei Fußball, Leichtathletik und Handball. Bis spät abends wird draußen emsig, unermüdlich „gesportelt". Dann verlassen frohgelaunte, körperlich und seelisch gestärkte junge Menschen beiderlei Geschlechtes den Sportplatz. Die einen still, nachdenklich, dabei befriedigt von inneren Harmonien, die anderen lchhaft, unbekümmert, voll sprühender Laune Und Lebenslust. Der H a k o a h - S P o r. t P l ä. tz ist groß. Viele hunderte junge Menschen müßten noch hinunterkommen. Schon nach-kurzer Zeit werden sie sich an das schöne, gesunde Klubleben,' das den grauen Alltag ausschließt, eingewöhnt haben, das . dann zu einem unentbehrlichen Bestandteil/des täglichen Lebens wird. - Mit Staunen wird man gewahr, daß sich alle Dinge des Lebens, bei deren Kompliziertheit man sonst zu verzagen drohte, sich nun auf einmal leichter, schneller lösen lassen, daß man am eigenen Körper die ungeahnte Steigerung einer Vitalität erfahrt, die man, da sie von uns Besitz genommen hat, wie ein köstliches, seltenes Geschenk, wie einen Schatz zu hüten weiß. Wie natürlich, wie selbstverstänAich erscheint uns nun die Offenbarung: daß Sport Leben bedeutet, Leben — Gesundheit und daß Gesundheit unser Kapital ist. Wer wollte es nicht mit hundert Prozent verzinsen. Fritz Bürger. LanbeSnmnn (Hakoah) gewann bei einem Schwimmstynmmne fest itt Velden das Haupt 1:17.8. reu Mer 109 Meter in ««»den Beredten. er. Allwöchentlich findet von nun tfB ein Laüftmtning statt. Die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft find verpflichtet, an demselben teilzun!ehm^.n. Düs erste Training heute uw 8 Uhr. Umkleideloml im 2. Kafiktz- Haus in der Hauptallee. Sonntag Cupspiel gegen SP, Gl. Siemens. Unserem Verein find folgende neue Mitalieder veigetreterr: Edelstein, Haberfeld und Dr. Stroh (alle von Makkavi), Brüder Kaßner, Tannenbaunr, Schreiber und Münder. — Ping-Po na: . Täglich Training im Garten des 2. Kaffeehauses. Erstklassige Pi'ng-Pöna-Bwtter sowie Gnmmischlager stehen den Gästen zur Verfügung. ' oocxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx» Lavrenee D. H.: Liebende Frauen " eieg. gebd. S 15.30 . Märchen : Die , schönsten der Welt für 365 und 1 Tag, herausgegeben von Lisa Tetzner, iflustr. 2 Bd. gebd. S 27.— Maeterlinck Maurice: Das Leben der Termiten . . . . ... gebd. 8 12.60 Molnar Franz: Die DampisÄuie gebd. 8 7.50 8ohmeljow Iwan: Der Kellner gebd. 8 10.80 Schnitzler Arthure Ein Spiel im Morgengrauen ....gebd. 8 9.90 Slezäk Leo: Der Wortbruch. Ein lustiges Buch ......... gebd. S 12.60 drosch. 8 7.20 Wells H. G.J Menschen, Göttern gleich gebd. 8 7.50 Zweig Arnold: Caliban oder Politik und Leidenschaft ...... gebd. 8 18.— drosch. 8 18.50 Buchhandlung R. Löwit Wien, 1., Rotenturmstraße 22. cxxx)oooo(xx30oooo(xxxx)obooc>ooooooooooooi Bezugspreise der „Wiener Modenzeitung“: Monatlich Wien und Oesterreich.. S 5 — Tschechoslowakische Republik. . ... , . . XL 22»— jugosl awicn. . . . . Dinar 60*“— Polen ................... Zloty 6— Deutschland . .. Goldmark . 4*— Palästina. sh 4*— England. sh 4*— Frankreich, Belgien. Frcs. 35*— Italien Lire 20'— Rumänien .Lei 170-— Bulgarien ..Lewa 100*— Amerika . ..Dollar 1-— Schweiz und das übrige Ausland ..... Franken 5*— Oesterr. Postsparkassenkonto 150.693. W Tbesrter vor Mate Deutsches Dolkstheater: Müllers Anfang 8. Ende vor %M Uhr Volksoper: Ich Hab' mein Herz in Heidelberg . verloren , r Anfang V,8, Ende nach 10 Uhr Theater a. d. Wien: Der Orloty Anfang 8. Ende V»11 Uhr I ohann-Strauß-Ttzeater; Rosen aus Schiras Anfang 8. Ende gegen ^/,11 Uhr Stadttheater: Wien lacht wieder Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Theater in der Zosefftadtr Theodore LCie.; Anfang 8. Ende V.11 Uhr N ammerspiele r Zwölf Mädel lernen heiraten Anfang 7,9. Ende nach V,U Uhr Lustspiel-Theater r Die KenschheitSkonkurrenz Anfang 8. Ende 10 Uhr Burggarteu-BUHne: Stnfontrkonzert Anfang 8 Uhr. Ende nach V,ll Uhr Roland-Bühne: Die weiße Sklavin tm Netz der Mädchenhändler Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr Blettiingunterricht sowie Stimmbildung erteilt wieder Josef Millet, iim flemlnengsisse Ihr. 4/4 Radio-Programm Heute Freitag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16 15 Uhr: Nachmittagskonzert. Mttwirkend Irene Fiedler (Gesang). 18-30 Uhr: Wochenbericht für Fremdenverkehr. Sektionsrat Ing. Deinlein. 18- 45 Uhr: Das Lebensproblem. Dr. Ludwig Bevthalanffy. 19- 15 Uhr: Der HanSgarten im August. Gartenarchitekttn Luise Andreas. 20- 05 Uhr: „Im weißen Rößl", Lnstspiel von Osear Blumenthal und Gustav Kadelbnrg. Monge« Samstag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16-15 Uhr r Nachmittagskonzert. Mitwirkendr Fricka Hutter-Hoffmann (Klavier). 18*30 Uhr; Salzburg. Gesprochen von Gustav Pichler. 19-45 Uhr: „Die FaschtnzSfee", Operette von Emmerich Kalman. Abend-Tanz-Konzert des JazzorchesterS Hugo Gottwald. Heilbad Tatzmannsdorf (Burgenland) 872 dos fiftorrolchlfcha Franzonsbad Nach den neuesten Prinzipien eingerichtete Mineral«, Moor« und natürliche Kohleosaare« Sprudelb&der. Besondere Heilerfolge bei Herzleiden, Frauenkrankheiten, Blutarmut, Bleich« sucht, Erkrankungen der Haraorgane, Arteriosklerose, gichtische Erkrankungen und bei Basedow. RAKTWASSEKHElKANSTAKT Saison vom 1. Mai bis gegen Ende September. In der Hochsaison mäßige Preise. Nachsaison ab 21. August. Direkte Bahnverbindung von Wien (Aspangbabnhof) Über Friedberg nach H Tatzmannsdorf. Zimmerbestellungen sowie Auskünfte und Piospekte durch die Mfdlrektlon in Bad Tatzmannsdorf. - öoeoeooeoeeoooooeoeeoeoooeeed NÄHMASCHINEN NUiMilOIR 1997 m m* ’t. PICK monatlich! IX,, UeohUnstelnstrsBe Nr. 27 IV„ Wieduor HeuptstraBe Nr« 8 SlstU. Sport« ». Tourtetenartlkel SSSSSVVVSSSVV«: Schlitzet eureFüße! G ImDratrniürtel) Blasen, i «nie n, Sch vt I 6,1 S o h 1 « n-[ b r e u-n e n luieh fragen 1 der tob U n Driöps AlSDCSTSOHLCN’ Das Paar deppelstazk 8 S-— elnfaohstaik S 1.60, Asboes B e u k f a 8 elnlagesoblo m<i SUhlgelenk S 6.—. Versand per Nachnahme. Lago» aller Asbestwaron.?' atton und Sohnftre. Asbestsohlenfabrik Dr. HOgy.es, Wlen,I. Domlnlkauerbastel 91. Ecke Kai. 11441 WCvöDUOuööfATÜDi OLLÄ mmm Birnhard Kohn tt1nrtffilpfDPtgfiBSB20 Knickerbocker-Strümpfe Jakob GeUes, l., Rotgasse 1 (Ankerhof-Kunstuhr) Alleinige Anzeigen-Annahme- Annoncenexpedition Heinrich Schalet. Men. 1. Bezirk Wollzeile 11. Herausgeber und Eigentümer: Jüdischst Zeitungsu. BerlagSges. m.. b. H.,. Wien. 2. Bez.. Taborstvaße 1—8. -« Veranttvoatl. Redakteur: Jakob KranAz, Wien, 19. Bez., Drechergasse v. — Druck: „Jnva", Wien. 7. Bez.. LerchenseldörrWabe L