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Wiener Morgenzeitung · 1927-07-26 · Heft 3019 (26.7.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3019 (26.7.1927)
Date
1927-07-26
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Gelte S Gien, Dienstag Wtemr MsrgMßett««s SS. IM 1927 Nk. 301S Answättige Börse«. Berlin. Rach -er zweitägigen Unterbrcchung könnt,: man wenigstens pir <speztat,verte auch ]eiteit£ ®tS PndlitumS Kaufmigung jeftficllett. Die Gnurdstimmung ist -twas zuversichtlicher geworden, zumal die Entspannung am Geldmarkt Mitere Fortschritte machen konnte. Abgesehen von wenige» Favoriten (Farben, Rheinjurhl, Beinberg, Glairzstoss, Schulheiß, Kstiyerke, Walvhof, Maximilmn-Hüttc) und einige» Elektroiverten waren die Umsätze sehr gering. Die ersten Kurse rviesen Mvoch gegen die letzte!t i-totierungr,r des Freitag meist Erhöhungen von «in bis drei Prozent Uns. Im Verlauft neigte die Lendeneher zur Schwäche, nur Glanzswsf und Bemberg konnten netter anziehen. Sonst bewegte» sich die ZLurse zumeist aus dem ÄnstrngSmvea«. Lnleihen fehft ruhig, Ausländer überwiegend fest nutz im Verlauft weiter anziehend. Besonders türkische Werte Ua Zusammerchaug mit den Schuldverhandlungen in Paris ein halbes bis ein Prozent höher. Am Devisenmarkt zeigte Paris erstmalig nach längerer Zeit leicht nochgebende Tendenz, dagegen liqt die Mark international ziemlich fest. Am Geldmarkt hört man ffit Taggeld einen Satz von 51/2 bis 7 Prozent, die übrigen Sätze sind unverändert geblieben. —- Prag. Die Börse bot auf Hetzer« ausländische Marktberichte ein wesentlich freundlicheres Mssehen. In der Kulisse ging die festere Haltung von SkÄXv-Akticn, da die Bilanz dieftS Unternehmens günsüg kommentiert wurde, auch auch euchere Marktgebiete über. Die Umsätze waren aber nur gering und das Hauptgeschäft beschränkte sich meist auf Eisen-, chemische und einige Spezialpapieve. Ansonsten herrschte Stagnation und Zahlreiche Werte verharrten aus ihrem Eröffnungsniveau. Biele Effekten Rieben umsatzlos. Nach Erledigung. der ersten Aufträge herrschte Gefchästsftille t»r und diese blieb bis zum Börsenschluß beibchalten. Die noch weiter gehandelten Effekten änderte» sich gegenüber dem Eröffnungskurs nur ganz geringfügig. Ami Banftnmarkt vollzog sich die Kursentwicklung unregelmäßig der geringen KnrSversthiebungeu. Am Anlagemarkt bildeten mäßige Kursrückgänge die Mehrzahl. Der Devisenmarkt ist durch Unrogelmäßtgkeit charakterisiert, i— Budapest Die Börse degiom die neue Woche in freundlicher Stimmung, wobei die Unternehmungslust in den Vordergrund trat. Die Kursbesserungen wären aber ans keinem Gürtete groß und es konnten sich erst im Verlauft, als von Berlin bessere Tendenzberichte eintraftn, höhere Gewinne durchsetzen. Die jKurSauffchläge erreichten Mei bis drei Prozent und bei den führenden Montanwerten, Waffen, Ganz Danubius, Raschitzev lulrü» einigen anderen Kulissepapieren noch wehr. Nur vereitelt machten sich Kursabschläge bemerkkrr. die aber nvr .tzänz:«u«bedeutend waren. Der Verkehr war zum Schluß lebhaft. Seviseuturse. Zürich, 36. JuL (Echlutzkucke.) Paris 20.32 (20.32%), London 25.20% (26.30%), New York 619% (519.18%), BÄaien 78.16 (72.35), Italien 38.32 (28.31), Spanien 88.60 (86.77%), Holland 208.— (308.05), Berlin 123.49 (123.40), Men 73.10 (75.10), Stockholm 139.06 (139.10), Oslo 134.15 (184.15), Kopenhagen 138.86 (138.80), Sofia 3.75 (3.75), Prag 15.39 (16.39%), Warschau 58— (56.—), Budapest 9050 (90.50), Belgrad 9.13 (9.13), Athen 665.— (684.—), Konstant in opel 36750 (066.—), Bukarest 3.13 (—.—), Finnland 13.10 (13.10), ApgsnUnion 220% (020%), Japan 244.60 (244.—\ PrivatdiÄont 3% (3%). Prag, 25. JÄi. Amsterdam 1351.55 (135150), Berlin 800% (790.50), Brüssel 46750 (468.60), Zürich 649.50 (649.25), Oslo 869.— (672.—), Kopenhagen 900.25 (90050), London 163525 «, - Madrid 57450 (675.—), Mailand 18350 (183.50), _ »rk Kabel 38.00 (3850), Paris 131.70 (131.75), Stockholm 901.50 (902.105). Belgrad 59.21 (59:20). Budapest 587% (587.—), Bukarest 20.176 (20.426), Konstrntmopel 17.05 (17.175), Sofia 24.30 (24.325), Warschau 37650 (376%), Wien 474.25 (474.—). Budapest, 25. Juli. Amsterdam 229575-230L75, Belgrad 10.07—10.11,' Berlin 136L5-U36.65, Bukarest 3.445-^3.505, Brüssel 79.625—79.875, Kopenhagen 153.225—153.675, Oslo 147.95—148.40, London 27-81—27.89, Mailand 31.10—3150, New York 572.95-57455, Paris 22.44%—22.52%, Prag 16.9775—1^.0275, Sofia 4.13—4.17, Stockholm 153.45—153.90, Warschau 63^65-6455, Men 80.625—80.875, Zürich 110575- 110.70^ Warschau, 35. Juli. Belgien 12454—124.66, Holland 357.50—359.30, London 43.32—4354, New York 851—855, Paris 3453—35.11, Schweig 171.7S—17256, Wien 125.05— 12652, Italien 4853—48.77. Belgrad, 25. Juli. Paris. 222.15-024.10, London 275.80— 276.60, New York 56.70—56.90, Mailand 307.50—30050, Prag 16820—160.—, Men 799.50—802.50, Budapest 990.50—99350, Berlin 1351.00—1354.00, Genf 1093.50—1096.50, Bukarest 34.00—3450. lll ♦ deutschland «ad Sesterrelch. Staat Aufhebung deS Boykotts, aber ritt srermdschastllches GlhttiSrn. Der Anschluß Oesterreichs au Deutschland km Fußballsport stcht jetzt oft zur Diskussion. Der blutarme und atemschwache Professionalismus in Oesterreich schielt sehnsüchtig über die Grenzen, die der große Bruder noch immer nicht auftun will. Die gange Welt steht den österreichischen Fußballern offen, stur der Bundesgenosse der „großen" Zeit zeigt die kalte Schulter. Manchesmal sendet er seine Grüße herüber und versichert uns seiuer tiefen Freundschaft, worauf wieder alles beim Akten bleibt. Inzwischen bildet Deutschland weiterhin ein Dorado für Amateurspieler, die dort ein goldenes Zeitalter haben. Zwischen Zigarrenladen und glänzenden Posten für junge Leute, die auch, sagen wir, Zenterhglf spielen können, werden drüben vom allmächtigen Herrn Blaschke die Amateurgrundsätze hochgehalten. Immer mehr wachsende Zuschauermengen und wohlwollende Behandlung seitens der Steuerbehörden mehren das Vermögen der Vereine, während Oesterreich an dem offenen ehrlichen Professionalismus des mutig draufgängerischen Hugo Meisl arg zu würgen hat. Der Block Oesterreich—Ts checho slowakei—Ungarn war nicht stark genug, min Deutschland zu einer Politik des offenen Pryfessioualismus zu zwingen. England selbst hat, wie in allem, auch in dieser Frage eigentlich nur strenge Neutralität bewahrt, und das große Absatzgebiet Deutschland für den notleidenden österreichischen Bevufsspielerfutzball konnte bis jetzt nicht wieder erschlossen werden. Immerhin hat sich im Laufe der Zeit die Spannung wenigstens theoretisch gemildert, und nun kommt aus Deutschland wieder eine kleine Injektion. Zwar, der Sonntag in München stattgofundene Bundestag des D. F. B. hat sich in der B oykott frage gegenüber ausländischen Berufsspielermannschaften vorläufig wiederum gegen die Wiederaufnahme der sportlichen Beziehungen Schneider, Schuster, Lemenweber, Doktor, Kaufmann, Totengräber, Fußballspieler und Touristen, Bankbeamte und Juristen, Professoren, Sänger, Lehrer, Pensionisten, Rauchfangkehrer, Bäcker, Maler oder Richter, Autofahrer, Weber, Dichter. W Bürger, Bauer, Bettelmann, Kurz und bündige jedermann Fühlt sich glücklich wie ein Prinz Durch VIVIL, das PFEFFERMINZ ausgesprochen, aber an den österreichischen Fußballbund wurde die Absendung eines Schreibens beschlossen, daS in freundschaftlicher Form die Schwierigkeiten feststellt und unverbindliche Hoffnungen für die Zukunft macht. .Hauptsächlich wurde in dies«« Versammlung die Regelung der Amateurfrage behandelt. Man muß die Situation verstehen. Im nächsten Jahre findet die Olympiade statt, die Deutschland im Fußball mit den größten Aussichten angeht. Da an der Olympiade nur Amateurmannschaften teilnehmen können, muß sich der deutsche Fußballbund gewissermaßen selbst ein Wohlverhaltuugszeugnis auSstellen. Es wurde daher in München ein eigener Amateurschutzvertrag beschlossen. Gleichzeitig brauchen die deutschen Mannschaften zum Training für die Olympiade tüchtige ^rarringpartner, die sich begreiflicherweise in erster Linie aus Mannschaften der Professionalvevbände rekrutieren können. Daher auch die Einladung an den englischen Verband zu einem Länderspiel gegen Deutschland im Frühjahr des nächsten Jahres. Bei den Engländern heißt es eben, daß sie zu Schulzwecken in Deutschland spielen dürfen. Die Möglichkeit einer eventuellen Aufnahme der sportlichen Beziehungen für den mitteleuropäischen Profeffionalblock mußte im Hinblick auf die Olympiade nicht von vornherein abgewiesen werden. Daher der freundliche Ton, der papierene Brudergruß, daher der neue Hoffnungsschimmer für den kranke« Professionakrsmus Oesterreichs. Es ist sicher, daß der deutsche Standpunkt des Mäzenatentums ohne deklariertes Berufsspielertum besser war als Meisls ehrliche Politik — jetzt empfiehlt der österreichische Bundeskapitän den Vereinen zum Professionalismus noch Gönner. Daß aber der D. F. B. fürderhin kein Geld, keine Unterstützungen oder sonstige Begünstigungen, sondern nur wirklich reine Amateure kennt, das kann der Herr Blaschke höchstens der Frau Blaschke erzählen. Gleich, der Tormann der Hasmonea, Wt sich bei Hckkoay angemeldet. Hagivor ttt Klausenbutg hat bei den dortigen Schwimmkvrismeisterschasteu vier Siege erzielt. Die Hakmch-Rtnger «ach Bvatiflava eingeladen. Die Ringsektion der Hakoah wurde von der Preßburger Makka» väa eingeladen, im Monat August mir einer Mannschaft (6 Mann und ein Kapitän) einen Klubkampf gegen den jüdischen Verein Bratislavas auszutragen nno außerdem gegen etn Team der Stadt anzutreten. Die Hakoahner werden der Einladung entsprechen. Die Mannschaftsmeisterschaft von Wien Im Ringe«. Me Auslosung für die Mannschaftsmeisterschaft von Wien im Ringen ergab für die erste Runde folgende Paarung: Wiener Sportklub—Slovan. Herkules—Simmerinaer A. Kl., Wacker—Heran. Austria—Simmeringer SpoEuv, Polizei —Ha ko ah, Molkern frei. Da die Mannschaftsmeisterschaft bekanntlich im eigenen Wirkungskreis der Vereine durchgeführt wird, haben die Klubs dem Kreissekvetariat bis zum 7. August anzuzelgen, wo und wann sie Ären Kanwf austragen. E Post nach Polen befördern Sie am sichersten und schnellsten als Luftpost. Ein Brief kostet 60 Groschen. Die Luftpost kann bei allen Postämtern und am Abflugtage bis 7.20 früh beim Hanptpvftamte aufgegeben werde». Bisher 305.000 Briefe befördert. Theater vea mm Geschlossen. Staatsoper:: Geschlossen. Deutsches Volkstheater: Der Hexer Anfang 8. End« vor 7,11 Uhr VolkSoper: Ich Hab' mein Herz tu Heidelberg verloren Anfang V,8, Ende nach 10 Uhr Theater a. d. Wie«: Der Orlow Anfang 8. Ende gegen 11 Uhr Johann-Stranß-Theaterr Rosen ans Schiras Anfan- 8. Ende gegen 7,11 Uhr Rainrrmd'Theater r Geschloffen Wiener Bürgerthyaterr Gräfin Mariza Anfang. 8. Ende nach 10 Uhr Stadttheoter: Men lacht wieder Anfang 8. Ende «ach 10 Uhr Srenaiffa«tze»Vühne: Geschloffen Theater ist der Josefstadtr Theodore & Cie. Anfang 8. Ende V4II Uhr Kam»erfpiele Zwölf Mädel lernen heiraten Anfang 7,9. Ende nach V,ll Uhr rwftspiel'Theoter r Die KeuschheÜSkoukurreuz 1 Anfang 8. Ende 15 Uhr Bn^arten-Bühne r Bunter Abend mit Anjang 8 Uhr. Ende »ach 7,11 Uhr Rola«d'Biihrtzer Dt« weiße Sklavin tm Retz dar Mädchenhändler 7 Anfang 8 Uhr, Ende 10 Uhr Radio-Program Heute Dienstag 11 Uhr: Bormitta-sumftt. 1615 Uhr: Nachmittagskonzert. 18 30 Uhr: Das schulpflichtige Kind in den Ferien. Oberlehrerin Käthe Neuman«. 19 Uhr: Jugendwander«. Albrecht ColeruS. 19- 30 Uhr: Esperanto für Anfänger. Walter Smital. 20- 05 Uhr r Kammennnfik (Quartett Gottesmann). 21- 05 Uhr r Anneutag in M-Wien. Reminiszenzen von Professor Fritz Lange. Mustkalische Einrichtung von Karl Tautenhay« Morgen Mittwoch 11 Uhr: »ormütagSmufik. 1615 Uhr: NachmtttagSkonzert. 18- 20 Uhr r Bo» Sommermätzchen und Sommerbüchern. Erzählt von Grete Poris. Viitwirkend Quartett Sttvmg. 19- 25 Uhr: Vorbereitung des Obstes für den Verkauf. Professor Dr. E. Zederbaner der Hochschule für Bodenkultur. 2005 Uhr.: Saar-Abend (St. Juli 1833 geboren Ferdinand vp» Saar). 2110 Uhr r Franz Schubert r Aus .Die schöne Müllerin" von Wilhelm Rüg». Leichte Abendmusik (Kapelle Stlptng). FAJUS-GUMNI Or«i Mutter g«(«n Vortlnt«ndun( von 1*20 SohlUIri;! Vorttnd vn«’uff|lllg> i F«Juo<Zon(nte. Wte«, II., QloofcangtMt 14, Abteltunc Ml I Beste Nähmaschinen alten Preltlag. Provinzversend. Katalogs gratis n.StBBpng.5 IIIIIIIUIIIII 3087 Agio- und n«Morradlahrsdmle RUMPLER vom Landesschulrat genehmigt Itt.» Marxergasse »0-»» Tel. V0-Ä-67 und V5-Ä-88 UllaterVI.. Marlahllferftr.«. 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L Rotgasse 1 (Ankerhof-Kunfkuhr) Alleinige Anretgen-Annahme: Aunoncener-edttton Heinrich Schälet. Wien. 1. Bezirk. Wollzette 11. Herausgeber und Eigentümer: Jüdische Zeitungsu. Berlagsges. m. b. H., Wien, 2. Bez., Taborftraße 1—8. Bercrutworü. Redatteur:. Jakob Kraus-, Men,:. 19.' Btt., DrÄeraqsse 9. -7 Dmlck: .Jnpa-, mm, 7. Btt.. Lerchenfelderstratze 1.

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