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Wiener Morgenzeitung · 1927-07-24 · Heft 3017 (24.7.1927) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3017 (24.7.1927)
Date
1927-07-24
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 3017 Wien, Sonntag Wie»er Morgeuzsttung 24. Juli 1927 «eite 15 ii der erstklassigen P r a f e (f t o it ö 11; g « zu Zwecken '»er Propaganda nach wie vor notwendig ist. In die Mistevschafl müsse aber mit Rücksicht auf das jüdische Prestige mit einer tunlichst starken Mannschaft «'«gegriffen werden. Diese wahrscheinlich auch vom größten Teil der Anhängerschaft geteilte Auffassung drückt sich nun in einer de klarierten Gruppe von Gönnern und Förderern der Hakoah aus, die gewillt ist, zur Bedeckung eines angenommenen Defizites den entsprechenden Monatsbei-trag — man spricht van 2500 Schilling — auszubringen. Em Komitee befaßt sich bereits mit den Vorarbeiten des Projektes. Diese Lösung würde auch die Amateursektionen befriedigen, »da aus >den Bruttoeinnahmen der Fußballer ein gewisser Prozentsatz an den Geftrmtverein abzuliefern wäre. Man rechnet also im Herbst m't eigner starken Mannschaft, in der auch Schwarz und Häusler figurieren sollen, wobei der Ausbildung des großen und talentierten Nachwuchses auch weiterhin die größt« AufmerVsamke't geschenkt werden wird. Die geplante außerordentliche Genera lversamm- >l<lng kann ihre Beschlüsse bloß für die nächstjährige Periode fassen, da der Verein »durch Verträge noch eine gewiss« Zeit vielen Spielern verpflichtet ist. Rund um die indische» Amatearvereine. Die Amatcurmeisterschaft, an der sich die jüdischen Vereine Hasmonea (1. Klasse), Kadimah (2. Klafft), Hagibor Makkabi, Hechawer, Bar Kochba, Hakavirr, J.A.C. (3. Klasse) beteiligt haben, .ist beendet. Mit Ausnahme der dritt- Aassigen Vereine Hagibor und Miakkabi haben alle anderen, jüdischen Klubs schlecht ab geschnitten. In der ersten Klasse konnte sich Hasmvnea anfangs nicht zurechtsinden und verlor fast alle Spiele. Erst tm Frühjahr zpigto die jüdische Mannschaft «im bedeutende Formverbesstrupg und konnte .aus acht Kämpfen ungeschlagen hervo» gehen. Dieser Punktgewinn genügte aber nicht, um die Hasmonea vom vorletzten Platz nach vorne zu bringen. Zwei Vereine steigen von der erslen Klasse ab. Da sich inzwischen der Sportklub Apollo aufgelöst hat, dürfte nur der D A. C. abftxigen und der jüdische Verein wird in dev ersten Klasse ver-; bleiben. Der Hasmonea sind zahlreiche talentierte junge Spieler beigetreten, so daß der Sektionsleiter Wolfsohn in der kom- ■trienbm &aifon eine gute Mannschaft herausbringen dürfte. Der Kveitklasfige Sportklub Kadimah ist durch eine Krise stark erschüttert. Wenn nicht rechtzeitig Rettung.kommt, ist der nach Hakoah älteste jüdische Verein der Auflösung preisgegeben.! Kadimah versuchte eine Fusion mit Makkabi, di« aber nicht zustandegekommen ist. In den letzten Spielen ist Kadimah überhaupt nicht angetreten und hat dadurch zahlreiche Punkte verloren. Kadimah steigt in die dritte Klasse ab, wodurch der einzige jüdische zweitklassige Verein verloren geht. In der dritten Klafft Ost erlitten Hagibor und Makkab i in den wichtigsten Spielen Niederlagen, wodurch Als er- ROMAN DER ZEIT EINE SERIE MODERNER ERZÄHLER IN HERRLI¬ CHEN HALBLEDERBÄN¬ DEN, JEDER BAND IN GESÖHENKKARTON 84.- MAX BROD: Tycho Btahes Weg xu Gott, Roman KNUT HAMSUN: Unter Herbststemen, Roman MAXIM GORKI: Drei Menfcfcen, Roman WELLS: Die Gehoimkammetn des Hetzens, Roman FRANZ WERFEL: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig, Roman EMILE ZOLA: Der Totschläger, Roman Nur mehr ganz kleine Vorräte 1 BUCHHANDLUNG R.LÖWIT/WIEN I BOTENTURMSTRASSE 22 «was Bezugspreise der „Wiener Morgenzeitung“: Monatlich Wien und Oesterreich. S 5'— Tschechoslowakische Republik......... KL 22 — Jugoslawien.. Dinar 60*— Polen.. Zloty 6’— Deutschland ... . Goldmark 4'— Palästina .. .sh 4 — England. sh 4'— Frankreich, Belgien , ..Pres. 35* I Italien. Lire 20*— Rumänien. Lei 170 — Bulgarien . Lewa 100'— Amerika ..Dollar 1*— Schweiz und das übrige Ausland.Franken 5’— Qesterr. Postsparkassen taonto 150.693, Was hält den Mund stets frisch und kühl? Das oute Pfefferminz VIVIL gruud die Meisterschaft evvang. Den zweiten Platz befttzte Kagran, während Hagibor auf dem dritten Plätze landete. Makkabi mußte sich mit idem vierten Platz begnügen. Jedenfalls haben sich die Seiden jüdischen Vereine sehr gut geschlagen und am günstigsten von allen jüdischen Vereinen abgeschnitten. Bar Kochba und Hechawer sind unter den letztplacierteu Vereinen zu finden. In der Grupps Süd hielt sich die Haka d u r-Mannschaft sehr gut. Obwohl die Mannschaft MS durchwegs jugendlichen Spielern besteht, erlitten mehrere spielstarke Klubs empfindliche Niederlagen. Hakadur rangiert an sechster Stelle. Nach einigen Spielen hat der bis fttzt immer erfolgreich gewesene I. '2t. C. seinen Betrieb eingestellt. Die Hauptstützen dieses .Vereines, Klarfeld, Haas, Sternbach, Arm und Großkopf, sind für die Hasmouoa tätig, so daß wenig Aussicht zur Ausirahme eines Fußballbetriebes bei I. A. C. besteht. Alle jüdischen Amateurvererne Haben unter den schlechten ^wirtschaftlichen Verhältnissen stark zu leiden. Eine kleine Abhilfe dürfte dadurch geschaffen werden, daß» der Fuß'ballverband eine Unterstützung von 6000 Schilling für die Amateurvereine angewiesen hat, wodurch auch den jüdischen Klubrs ein wenig geholftn wird. E. Fi Sens. Sine Stritt! der Hakoahleiftuugeu in Kowno. Ueber das Aöschnelden der Hakoah-Mannschast in Kowno gegen L. I. L. S. — das Spiel endete 5:0 für die Blau- Weißen — schreibt die „Jüdische Stimme" rn Kowno: „Unser Optimismus war vollkommen berechtigt. Man hat hrer vor dem Spiel geklagt; wo sind die weltberühmten Größen, wie NemeS, Guttmann usw., die vor zjtvei Jahren L1.F.L.S. 7:0 geschlagen haben? Nun, die junge Hakoah-Mainnschaft hat den Gegner mit LeichtiMit 5:0 besiegt und ihren Erfolg gewissermaßen tm Spazrerengeyen erzielt. Dabei hat unser Sport ganz bestimmt - in den letzten zwei Jahren gewaltige Fortschritte gemocht. Die Wiener brillierten durch glänzende Technik und entzückten die Zuschauer. Upverdies.hat der Konmoer Tormann eine Reihe schwierster Bälle abgewehrt. Was wird sein mit Makkabi, der evklärt hat, die Hakoah diesmal zu schlagen? Die Wiener sind entschlossen, darauf mit einer hohen Tordifferenz zu antworten." (Tatsächlich haben die Krieauer das Spiel gegen den Bruderverein Makkabi m Kowno 6:1 gewonnen.) Anttsemtttfche Exzesse in Ponisvrfth. Kowno, W. Juli. (I. T.A.) Seit einiger Zeit kommen tn Poniewesch fast täglich antisemitische Ueverfälle auf jüdische Passanten vor, an denen sich auch Heeresangehorige beteiligen. Huttgans drangen in das Lokal des jüdischen Sportvereines Makkabi ein und demolierten es. Die Polizei ist untätig. Der AMaükonM in Polen endgültig oeigelegt. Der Futzballfricde in Polen ist endgültig hergestellt. Die wichtigsten Bestimmungen des abgeschlossenen Kompromisses lauten: Die Meisterschaft wird heuer wie bisher ausgctrageil, und erst a b 1. I ä n n e r 1923 beginnt die neue Meisterschaft. Zn den jetzigen Vereinen kommt noch die bisher dem alten Verband treu gebliebene „Krakow i a" aus Krakau hinzu. Vom Jahre 1928 an steigen dann 2 Vereine ab und nur der Sieger der Kreismeisterschaften steigt in die Liga auf, bis die Zahl der L i g avereinc auf 10 gebracht ist. Die Vereine beider Verbände dürfen nunmehr miteinander Wettspiele austragen. Die Sperre der Ligavereine gegenüber dem Auslande wird aufgehoben. Der Sitz des neuen Verbandes und der jetzigen Kommission wird Warschau werden. Der wegen der Krise verschobene Städtekampf Wien — Krakau dürfte i m Herbft.in Wien zur Austragung gelangen. Die Ligameisterschaft ist in ihrer ersten Serie beendet: die Lcmberger H a s m o n e a spielte auf eigenem Platz gegen die Lodzer Touristen 3:3 unentschieden. Der an zweiter Stelle in der Tabelle nach Wisla-Krakau placierte 1. I. F. C. K a t t o w i c e konnte mit der an letzter Stelle stehe,rden Jutrzenka aus Krakau nur mit Mühe und Not 2:1 fertig werden. Der langjährige Meister P o g o n aus Lemberg nimmt mit 3 Punkten hinter dem ersten den 3. Platz ein. H a s m o n e a hat den drittletzte" Platz unter den vierzehn Vereinen. D«S Rundfprel auf dem Simmeringer Sportplatz siel gestern zum Teil dem Unwetter zmn Opfer. Es wurde bloß das Spiel des Grazer A. K. gegen die Cricketer ausgetragen, -das die Grazer glatt mit 5:2 (2:0) gewannen. Das Match Hertha—Simmering soll vorbehaltlich der Zustimmung deS Verbandes am Montag gespielt werden. Heute werden die Spiele in Simmering rn der angekündiKen Paarung absolviert. Nene jüdische Lauftalente in Deutschland. Der erst vor kürzerer Zeil nach Berlin abgewanderte Erich Bergmann, der früher für d'e Sportvereinigung Bar Kochba in Breslau lief, 'Beteiligte sich in Danzig am 1500-Meter-Laufen und wurde Zweiter in der Zeit von 2.02,6, den gesamten deutschen Nach« wuchs hinter sich 'lassend. — Am Sonntag, den 17. Juli, fandeitz im Grunewald-Gtad'on in Berlin die deutschen Meisterschaften statt. Hervorragende Leistungen waren zu verzeichnen. Sieben neue Rekorde wurden geschaffen. Im 5000-Meter-Lauf gewann Cohn- Teutonia das Rennen überlegen gegen feine Konkurrenten, erste deutsche Klasse, in der neuen '»deutschen Rekordzeit von 15.02. Eine hervorragende Leistung eines Juden, der, erst vor v'er Wochen das erste Mal antretend, heute bereits deutscher Meister und Rekordinhaber ist. Es steht auch heute schon fest, daß Cohn zur Olympiade in Amsterdam 1928 für Deutschland starten wirb. . Eine vierzehnjährige Jüdin gewinnt die Damen-Schwimmmoisterschaft von Polen. Die Damen-Meisterschaft von Polen auf einer Strecke von fünf Kilometern in Bromverg gewann Frl. Felicia Schreiber (Jutrzenka, Krakau), welche m't der Zeit von 1 Stunde 50 Minuten einen neuen polnischen Rekord aufstellte. Die Siegerin zählt kaum 14 Jahre und ähnelt, was'Körperbau und Stil aulangt, der Kanadschw'mmerm Ederle. Sie ist die Tochter eines angesehenen Krakauer Kaufmannes. Dempsey hiat regelrecht geswgt. Sharkeh. der von Dempseh knock out geschlagen wurde, bestreitet die Reellrtät des Sieges und will durch einen u n e rlaubtenTreffchlag kampfunfähig gemacht worden sein. Der Unparteiische O'Sulliva n gibr an, daß der Schlag Lampsgerecht erteilt wurde. Eine Zeitlupenaufnahme bte den Vertretern der Presse vorgeftrhrt wurde, zeigt, daß der beanständete Schlag Dempsehs offenbar ganz regelrecht ausgefAhtt wurde. m Soeben erschienen! Soeben erschienen! ■ Hickl’s Jüdischer Volks-Kalender XXVII. Jahrgang 1927/28. g Herausgegeben und redigiert von Hugo Gold. ■ 200 Seiten stark! Viele Illustrationen! ■ - M Aus dem Inhalte: N UnUcbevl, Prof. M.: Beim Taschllch-Oebet. | Bergzaann, Dr. Hugo, Jerusalem: Ueber die Notwendigkeit einer ■ hebräischen Bibliographie. 9 Fleroh, Dr. H., Dolni Kounice: Jüd. Familiantenwesen in Mähren. ■ Grundwald, Dr. Max, Wien: Spinoza und die Reaktion. ■ grün Artur, Luöenec: Erstes Erinnern. 5 gtünUld, Prof. Dr. Max, Brünn: Die Bedeutung der jüdischen 5 Geschichte für den allgem. Unterricht 'und die allgenj.-Bildung. ■ iUaa«, Dr. Theodor, Brünn: Religionspolitische Gesetze in der 9 Sechoslovakischen Republik. , Haller, Prof. Dr, Berth., Nikolsburg: Der Morid. ■ Kanier, Dr. Felix, Zwittau: Die Psychoanalyse in der Bibel. , König, Prof. Dr. B., Brünn: Der Mondsegen »Kidusch Lewonoh«. ■ Kwcumik'-fiabinowicx Oskar, Brünn : M. M. Kamenker. ■ Hamm, Prof. Dr. Josef, Brünn t Heimkehr. S ßiahtner Martin, MUDr., Leitmeritz: Ein Dialog über das Juden- ■ Staatsproblem. ■ Pomet. Dr. Artur, Kiel - Die Stadt Jerusalem in den Psalmen. ■ ttabbinowias, Prof. Dr. J., Mähr,-Weißkirchen: Der Judengott ■ hat ea gemacht. ui äohay, Dr. Max, New York r Der jüdische Friedhof in Preßburg. 8 Sabevlag Lorenz, Lemberg: Zuerst war das Dunkel, ■ Schön Josef, Tachau: Das Alter der Judengemeinde Tachau. 5 Sleif; Dr. Max: Weshalb der Messias nicht kommen kann. 5 Steiner Leo, Brünn: Das Bilbul von Meserltsch. ■ Thalheim, Dr, Michael, Wien: Der weise König. 8 Utabin Siegmund, Gablonz: Besuch bei jüd. Amerika-Emigranten, ■ WilkawiUah Armin, Eger: Erinnerungen an Hugo Zuckermänn. ■ WilkowiUtoh Armin, Eger: Improvisierte Predigten. 5 Freia: Kart. Kö 18S 3 50 inkl. Porto und Verpackung, £ Uebriges Ausland Fr, 3 50. ■ Der hervorrageiMlste literarische, jüdische Kalender I Mitteleuropas. ■ Jfld. Buchu. RvnsMg, Brünn, ~. 8 Monatsschrift für die Erschließung Palästinas. Herausgeber: Zion. Landeskomitee, Wien Redaktion: Adolf B$hm. Soeben erschienen Nr. 6/7 mit Originalarbeiten von Dr. Ruppin, Agronomen Ettinger, Zagorodsky u. Hirsch, Ernst Davis, Dr. Hugo Bergmann u. a. Zu beziehen durch die Administration: KSrntnerstraBe Nr. 28. Bezugspreise für Oesterxeioh: Ganzjährig S 8 —, halbjährig 8 4 50, Einzelheft 80 g, Doppelheft S 1*50. — Ausland: Ganzjährig Dollar 1 50. ™ Porforose ui Triest Pension Rubinstein Zimmerbestellung rechtzeitig erbeten. — Prospekte aufVerlatigen kostenlos. Ganz neu, m. modernstem Komfort eingerichtet Erstklass., streng koschere Küche. Aussicht aufs Oebirpe, Sole-, Fichtennadel- und Kohl«* sSurebäder in der nahegelegenen Badeanstalt. Beste Verpflegung, auch Dlitkdche. Vorsaison erm&filgte Preise. Idealer Aufenthalt fttr Kinder 06

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