Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3012 (19.7.1927)
- Date
- 1927-07-19
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wien., Dienstag 19. ZsV 1927 \ Ke. 8012 wiener wmyyiimg Are,gäbe des PetroiemnYandelS in Jugoflamiev. Der Beritnltung-sausschui; der Staatsmonovole in Belgrad fy.it rote von dort berichtet wird, beschlossen, den Pctroleuinkr.ndel sreizugeben, so daß in Zukunft alle Geftllschaften, nrelche die Monopolgebühr entrichten, mit Petroleum werden Handel treiben können. Gründung einer Wollweberei in Ungarn durch eine Lstttkeichrsche Geicil/.i tft. Die Ehaimoviz und Kreisler mechanische Weberei A. G. in Wien und Braunölhütten errichtet im Gebäude der ehemaligen Munitionsfabrik in »arovar eine Wollweberei mit 200 Stühlen und Vvllger dlppretur. Neue PetroleumqittNen tn der Türkei. Die Fachkommission, welche im Bilajet Erzerum bei Terdschan den Umfang der kürzlich entdeckten Petroleumvorkommen studrerte, hat ihre Arbeit beendet Es wurde sesbgesteltt, daß dre Petroleunigebiete zirka 200 Meilen umschließen und reich an Rohmaterial sind. Zur Ausbeutung dieser Petroleumquellen werden bereit^ mit ausländischen Jnteressentenarmppen Verhandlungen geführt. Es ist wahrscheinlich, daß die Konzession für die Ausbeutung der Petroleuntgebiete ein neu zu gründendes Unternehmen erhalten wird, an welchem sich die Anglo Persian Oil Company und die neue vor kurzem mit einem Kapital von einer MMion türkischer Pfund gegründete P e t r o l e u m ge se I U schaft in Konsrantrnopel aus paritätischer Grundlage beteiligen sollen. Sop. Majoritäts-Wechsel bei der Universale Versicherungs-A. G. Wie wir erfahren, ist die bisher in einem Syndikat, dem der Bankier Betthold Storser und die Süddeutsche Rückversicherungs Ä.G. in München angehörten, gebunden gewesene Majorität der Aktien der Universal«, Allg. Versicherungs A. G., in den letzten Tagen an einen bekannten deutschen Bersicherungskonzern üvergegangen. Vor Zollerhöhungen für Luxuswaren rn Polen. Aus Warschau wird gemeldet: Im Minifterratspräsidium fanden Konferenzen des, Handels- und Finanzministers mit Berttetern der Mttschistskreise statt, die sich auf den Schutz der Außenhandelsbilanz resp. die Verminderung der m der letzten Zeit sich zeigenden Defizite in der Außenhandelsbilanz bezogen. Handelsminister Kroiatkowski erklärte, daß auf dem Gebiete der Jmpottreglementierung für das dtttte Vierteljahr Verschärfungen eingeführt wurden, die ohne die pttnzipiellen Bedürfnisse des Wirtschaftslebens Polens zu verletzen, im Laufe eines Vierteljahres ziemlich große Ersparungen bttngen dürften. Doch haben diese Maßnahmen nur vorübergehenden Charakter. Der Minister erklärte sich gegen eine generelle Zollvalottsierung. Nur die Zölle für Luxusartikel werden erheblich gesteigett roerden, wogegen jedoch für den Jmpott von Rohstoffen und für Artikel des notwendigen Bedarfes womöglich mäßige Zolltattfe angeioendet werden sollen. Erneuerung des Verbandes der europäischen Flaschentzabrsien. Wie der „Berliner Börsenzeitung" mitgjetetlt wtrd ist dieser Verband, dessen Liquidation 1921 beschlossen nmrde, durch Beschluß einer Gesellschastsversammlung wieder aufgerichtet worden unter gleichzeitiger Verlegung des Sitzes von Berlin nach Düsseldorf. Dem Verband gehören mit Ausnahme der Vereinigten Staaten und einiger anderer Länder, in denen die mechanische Flaschenfabrikation kaum Bedeutung hat, alle Staaten an, in denen dtese Jndusttte betrieben wird. Der Verband ist 1906 gegründet worden. Neuregelung des Zollkreditgeschäftes in Ungarn. Aus Budapest wird uns berichtet: Die staatliche Finanz- Verwaltung hat die den Importfirmen gewährten Zollkredite gekündigt und wollte diese Kreditgewährungen namhaft einschränken. Einige ungarische Geldinstitute erklärten sich bereit, das Zollkreditgeschäft zu übernehmen und den Jmpottfirmen die notwendigen Kredite zu gewähren. Da jedoch die ungattschen Banken um 3 Prozent höhere Zinsen verlangen, als den staatlichen Behörden bisher gezahlt wurden, so werden jetzt mit einem englischen Finanzkonsortium Verhandlungen bezüglich der Finanzierung des Zollkreditgeschästes gepflogen. Das englische Konsortium stellte ettt außerordentlich günstiges Angebot (verlangt um 2 Prozent weniger als die ungarischen Banken) und so dürften mit Genehmigung des Finanzministerrums bindende Abmachungen mit dem englischen Konsottium getroffen werden. Wiener Börse für landwittschästttche Produkte. Infolge des Berkehrsstreiks fand an der gestrigen Börse kein Verkehr statt .weshalb auch die amtlichen Notierungen unterblieben. Auswärtige Börsen. Berlin. Zum Wochenbeginn ist auch von außenstehenden Kreisen eine gewisse ZurüäHaltnng.zu bemerken. Die Aufträge bei den Banken haben nachgelassen, so daß die Umsätze vm Verhältnis zur Vorwoche bedeutend kleiner geworden sind. Mt Ausnahme von einigen Gpsziavverten, wie Farben, Schultheis, Glanzstoff usw., neiaeN die ersten Kurse besonders nach einem verhältnismäßig festeren vorbörSlichesi Verlauf zur Schivächc. Die Verluste gegen die letzten offiziellen Notierungen betragen durchschnittlich ms zwei Prozent. Hamburg-Südamerika, Südbayrische Hypotheken, Mitteldeutsche Credit, Sarotti, Kvli, Aschersieben und Löwe büßten bis fünf Prozent ein. Abgesehen von der Geschästsstille, ist der angespannte Geldmarkt maßgebend für die schwächere Haltung. Tägliches Geld bleibt bei 7—Prozent und Monatsgeld bei 8—9 Prozent gesucht. Die Ereignisse in Wien haben dagegen ke.nen Einfluß ausgeübi. Anleihen bröckelten ab, Ausländer nicht einheitlich. Nach den evsten Kursen lagen Kunstseide-Mtien eher noch um 1—2 Prozent höher. Dann gaben die Kurse ziemlich nach. Schultheis büßten 3 Prozent, Rhein. Braunkohlen 3 Prozent, Zellstoff Waldhof 3 Prozent, Farben 2% Prozent, A. E. G. 2 Prozent, Siemens 2 Prozent, Dessauer Gas 2 Prozent, Rheinstahl 2 Prozent, Daimler 2 Prozent und Ostwerke 1 Va Prozent ein gegen d«n Anfangs« kurs. Der Einheitsmarkt liegt sehr ruhig. Gegen Schluß setzten starke Deckungen ein, so daß sich me Kurse etwas erholen konnten. revlsevkarfe. Zürich, 18. JE. (Schlutzkurst.) Paris 20.34 (20.34), London 25.22-6 (65.2216), New York 519% (619%), Belgien 72.20 (72.25), Italien 28.22 (L8.2H, Spanien 88.75 (—.—), Holland 208.10 (208.12), Berlin 123.35 (123.33), Wien 73.15 (73.15), Stockholm 189.12 (139.12V Oslo 104.20 (134.20), Kopenhagen 1-38.90 (138.90), Sofia 3.75 (3.75), Prag 15.40 (15.40), Marschau 56— (58.—), Budapest 90.00 (90.60), Belgrad 9.1316 (9.13U), Athen 092.60 (692.50), Konßantinopel 008.— (260.—), Bukarest 3.185 (3.17), Finnland 1310856 (13;Ö9), Argentinien 220% (220%), Japan 245.— (245s—), Privatdiskont 3)6 (3)6). Praa 18. Juli. Amsterdam 1351.26-1357.25, Berlin 790.12)6 —803.12)6, Brüssel ‘468.60—171.50, Zürich 648.50— 661.50, Oslo 871-875, KopinuHagen 900.50—904.50, London 163.35—104.35, Madrid 574—577, Mailand 183.17)6—184.57)6, Nerv York 33.60—33.90, Paris 131.50-132.70, Stockholm 901.25—905.25, Belgrad 69.20—39.70, Budapest 598.05-591.06, Bukarest 20.42)6—20.82)6, Konstantinopel 17.35—17.75, Sofia 24^2)6-24.62%, Warschau 376.1§)6—379.12)6, Wien 474.62)4 —477.62^. Budapest, m. Juli. Amsterdam .209.47*6—230.17)6, Belgrad 10.0636—10.1056, Berlin 19*1.02)6—136.42)6, Bukarest 3.46—3.52, Brüssel 79.62)6—79.87)6, Kopenhagen 153.20— 153.60, Oslo 147.95—148.40, Londons.81)6—27.89)6, Mailand 31.10-31.30, New York 572.85-57425,Paris 22.4222.52)6, Prag 16.97)6—17.02)6, Sofia 4iW)6-4.1h)6, Stockholm 153.40-163.66, Marschau 63.70-8420, Wien 60.45-80.75, Mich 11027^—llO.ßO. Sic VroollyU'Hatoahuer reengaglert. v«tt> mau», HSurler a»v Schwarz bleibe» vielleicht ln Wie«. (Bon unserem Berichterstatter.) Newyork, im Juli. Fast sämtl iche Brooklyn I Wanderers-Spieler sind wieder engagiert worden, sogar Schön selb, der sich durch seine Tormannleistung ins Herz Agars hincingespielt hat, hat einen neuen Vertrag bekommen. Das gleiche gilt von Drucker und Neufeld, die froh waren, wieder ein Unterkommen zu finden. Sehr lange hat sich Ei se nhof fev die Unterschrift überlegt, da ihm Agar zuerst ebenso wie allen anderen Spielern weniger geboten hat. Da aber Eisenhofser sowohl von Bethlehem als auch von GiantS die feste Zusicherung hatte, fofprt unter günstigsten Bedingungen engatziert zu werden, ließ er keinen Dollar Nach, und Agar war gezwungen, ihm den alten .Vertrag zu geben,, da sonst Eisenhofser automatisch frei geworden wäre. Bezüglich lKonrads ist es noch ungÄviß, ob er in der nächsten Saison in Amerika spielen wird, da er anscheinend Amerika wirklich schon satt hat.., Bon den GiantS - SpieIern steht - nur das eine fest, daß Grünwald, der übrigens jetzt verletzt'ist, nicht nach Europa zur ückkehrt; er. wirdden Sommer' als Gast Mr.. Dandeweghes in St. John verbringen.' Pie übrigen kehren mit uns nach Men zurück, und es ist sowohl, bei G uttmanm -als auch bei Schwarz und Häusler ungewiß, ob sie wieder nach Amerika zurückkchren, obwohl ihnen der' alte Vertrag sicher ist. Im übrigen wird sich unserer Reisegesellschaft auch Tandler anschließen, der jetzt seit einigen. Wochen als Gast in unserer j Mannschaft spielt und sich als guter Kamerad erwiesen hat. Außerdem fährt mit uns auch Frau Eisenhofser auf Besuch in die , Heimat. Mr elfe ersehnen - schon den Augenblick, wa wir die Heimreise antreten können. Die Amerikafahrer der Hakoah in Basel. Me gestern hier durch PrlvatmstdungHn bekannt wurde, 'befinden sich die auf der Heimreise begriffenen Teilnehmer der Amerikatournee des Kporbklubs Hakoah 'bereits in Basel, um bei der ersten Gelegenheit nach W'.en zu fahren.. - . «MelemopRscher oud ßurovch-tznp. Wien Sitz des Komitees. — Die Auslosung. In Venedig wurde am Samstag die Auslosung eines Teiles der Spiele um den Mitteleuropäisch'en Cup vorgenommen. Sie lautet: t; 14. August: In Wien: Rapid — Häydük; in Prag: Admii5a — Sparta; in Belgrad: Hungaria--Belgrader S. K. 21. August: In Wien: Admira—Sparta; inProLg- Slavia—Ujpest; in Spa lato: Hajduk—Rapid. . - 28. August: In Budapest: Hungaria—Belgrader ©. K. und Slavia—Ujpest. \ Für den Europa-Cup wurden vorWufig folgende Mrip wahlspieke fixiett:! : . . Oesterreich gegen Ungarn am 11. September in Budapest; Italien-—Ungarn Ende Februar' 1928 in Rom. und Ungarn—Schweiz Ende ,März 1928 in Zürich — Generalsekretär des Cupkomitees, als dessen SitzW ieu bestimmt wurde, ist Hugo Meist Ms Amtssprache gilt Italienisch und Deutsch. Auch der Sportfriede zwischen der Tschechoslowakei und Jugoslawien ist auf der Konferenz in Venedig zustrnd' gttommen. , Hirzer bei Hungaria. Wie aus Budapest gemeldet wird,; hat Hirzer, der in Italien tätige.'hervorragende ungar'sche Spieler, für Hungaria -unterschrieben; wo er im Herbst bereits spielen wird. Außerdem plant die Hungaria das Engagement zweier berühmter englischer Spiefirr. " ' ,Pöeltrekord" des Wiener Sportklubs in Miskolcz. W.« „Nemzetr 'Sport" berichtet, hat dex W i e n e r S p o r t i I ii 5 anläßlich seines jüngsten Gastspieles in Miskolcz eine eigenartige Höchstle> stuna vollbracht. D:e Misk-olczer hatten vereinbarungsgemäß die Verpflegung «der Dornbacher' zu tragen und waren nicht wenig erstaunt, als zu -den Mahlzeiten am Samstag Mttag und Abend 147 Glas und 39 Krügel Bier ausgerechnet wurden. Es gab deshalb auch Differenzen m(t den Gastgebern, d.e diesen ,Fiskord" der Wiener' mir unter Protest anerkannten. ', ' I« Bukarest schlug der Budapester F. T. C. den dortigeü S. C. Juventus vor 4000 Zuschauern' 5 :0 (1:0). Der WafferbaL - Länderkampf Ungarn—Tschechoslowakei endete in Budapest mit dem 12: 1^(8:0-Mege der Ungarn. ' Theater von taute Burgtheater: Geschlossen. Staatsoper: Geschlossen. Deutsches Dolkstheater: Der Hexer Anfang 8. Ende vor ty,U Uhr DolkSoper: Ich Hab' mein Herz tn Heidelberg verloren Anfang V,8. Ende nach 10 Uhr Theater a. d. Wien: Die Königin Anfang 8. Ende gegen 11 Uhr Iohaun-Strauß-Theater; Rosen aus Schiras Anfang 8. Ende gegen l/tll Uhr Raimund-Theater: Geschlossen Wiener Bürgertheater: Gräfin Mattza Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Stadtlhealer: Wien lacht wieder Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Renaifsanee-Bühne: Geschloffen Theater in der Josefftadbr Theodore & Cie. Anfang 8. Ende '/<U Uhr Kammerspiele Zwölf Mädel lernen heiraten Anfang V,9. Ende nach */, 11 Uhr Lustspiel-Theater r Die Keuschheitskonkurrenz Anfang 8. Ende 10 Uhr Burggarten-Bühne: Sinfoniekonzert Anfang 8 Uhr. Ende nach ‘/*U Uhr Roland-Bühne: Die weiße Sklavin im Netz der Mädchenhändler Anfang 8 Uhr, Ende 10 Uhr ROTENTURM-KINÖ I., Flelschmarkt 1 Von heute bis 21. Ja!!: Doppelprogramm! okoii e la e n und Unterseeboot Steinte Beginn der Vorstellungen an Wochentagen: 4, 6, */,8 und 9 Uhr Sonn-u. Peiertage: '/,4, »/.5, V<7, V28, 9 Uhr| -CEHTRHLKIHO- II., Taborstraße 8 Telephon 42r3-41 Von heute bis 21. Juli: Ehebankerott Pikantes Sittenbild mit Virginia Vally und Edmund Davis. Ktuikalitcbe BegleftURB: Das sei« Ufa-Konzertorohester mit Jazzband (Dirigent: Kapslln. Karl Krall) Beginn um 6, l/,8 and 9 Uhr wq ZIMMERMALER arbeitet rasch und elegantest bei billigsten Preisen. Besuch unverbindlich, Karte genügt. .Baumgarten, Wien, XX., Kyri Meißlstraße Nr. 6/2. Im Vereine „OSEH-CHESED« IL, Schiffamtsgasse 5, wird ein aufgenommen. Tüchtiger angesehener Speditions - Akquisiteur mit besten Beziehungen am Wiener Platze wird gesucht. Offerte mit Gehaltsansprüchen sind an die Administration des Blattes »ut. ^Tüchtig 238" zu richten. (Tanxiiutttut &vite ftr&ußtex IX. Nußdorterstraße 6 (Cati Colosseum) Telephon 18-1-44 Dm 0Bnao lafeir neUffnot W T,n„! T‘"“’ die vollkommen Deutsch und Hßbräisch beherrscht,' Wird, von vornehmer Familie , nach Jassy (Rumänien) zu einem 4 jährige» Mäderl gesucht. —, Schriftliche Offerte unter „(ft, W. 233" an die Administration d. Bl. ösbts kiäbmasohinvn »ll»n l*g.Pravlnz- Versand. 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L Be-., Lerchenfeldersftaße 1. >._ . .. ns»