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Wiener Morgenzeitung · 1927-07-01 · Heft 2996 (1.7.1927) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2996 (1.7.1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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GeSe n Wien. Freitag Wiener Morgen^sttung 1. Fnli 1927 Nr. 2996 £1 MV ♦ Schottisches Team schlagt Haloah-Siants 4:1 6:1). „Ser stärkste Gegner seit Bestand der Hakoah." Wi^nn^peg, 29. Juni. Heute trat hier das aus GroMritannien auf eine Tournee herübergekommene schottische Team gegen die Kombination Hakoah-Giants an. Die aus den besten Spielern der Glasgow-Rangers, von C e l t i e und anderen führenden Vereinen Schottlands zusamprengestellte „Gallacher Mannschaft" präsentierte sich in einer Spielstärte, wie sie den Hakoahnern seit dem Bestand des Vereines noch nicht entgegengetreten war. Es gckb einen erbitterten Kampf. Den Schotten war es darum zu tun, im Dominion Kanada das britannische Prestige zu wahren, weshalb sie alles aus sich heraus gaben, um zu siegen. Ein ihnen gewogener Schiedsrichter war ihnen dabei ziemlich behilflich. Der Sieg war gegen die durch die lange Tournee doch schon übermWeten Wiener Spieler allerdings verdient, wenn auch nicht in diesem Ausmaße. Es wurde sehr brutal gekämpft, Tandler und Grünwald von den Unterlegmen mußten in der zweiten Hälfte v e rl e tz t a u s s ch e id e n, so daß Hakoah- Giants mit9Mann den Kampf zu Ende führen mu-ßte, da Spieleraustausch untersagt war. Die Schotten schosien den ersten Treffer, dann glich Grünw ald aus, worauf die Schotten zweimal störten. Nach der Pause erhöhten die Sieger den Stand durch einen Elfmeter aus 4:1. Das Match, dem 12.000 Zuschauer beiwohnten, bestritten die Wiener in folgender Aufstellung: Fabian, Scheuer, Tandler, Fried, Guttmann, Gold, Schwarz, Häusler, Heß, Grünwald, Fischer. Am 2. und 4. Juli treten, die Haloah-Giants in Toronto an. Armdruch Grstowalds. London, 3V. Juni. (Reuter.) Die Blatter melden aus Winnipeg: Bei dem Fußballmatch zwischen der Hakoah und einer Mannschaft des schottischen Fußballverbandes kam es zu turbulenten Zwischenfällen. Tandler von den Wimern stieß einen Schotten zu Boden und soll ihn angeblich mit dem Fuß gestoßen haben. Mehrere Spieler mischten sich ein und es kam zu einem Handgemenge, worauf Tausende Zuschauer auf den Spielplatz einbrachen. Tandler wurde in dem Gedränge zu Boben geschlagen und mußte vom Fußballplatz getragen wevden. Als das Spiel wieder ausgenommen worden war, erlitt Grünwald bei einem Gedränge vor dem Tor einen A r m b r u ch. Egon Polbat, der gegenwärtig bei den Newyorker Grants tätige ehemalige Hakoah-Spieler, ist gestern überraschend aus Amerika hier eingetroffen, uni in Wien einen mehrwöchigen Erholungsurlaub zu verbringen. Hakoah—Arsenal (Kairo) 4:4 (1:2). W. A. C.-Platz, 3000 Zuschauer, Schiedsrichter Retschury. Arsenal: Mouktar, Schemels, Kamel, Ritzan, Hassan Ragrb, Moufsa, Mansur, Ali Rijad, Andaraws, Mahran, Houda. H a k o a h: Münzer (Beer), Wegner, Feldmann, Birnbaum, Brandes (Wortmann 3), Bavbak, Kovacsi, Fuß, Nikolsburger, Wurmbrand (Kestler), Fischer.. Dieses gestern auf dem W. A. C.-Platz ausgetragene Wettspiel brachte interessanten Sport. Die Aegyfiter erwiesen sich wiederum durch vollwertige Technik, Spielverständnis und namentlich durch hervorragende Schnelligkeit als ausgezeichnete Fußballer. Wenn sie zu ihren Vorzügen noch die taktische Reife erlernen werden, dann werden sie im internationalen Fußbalbsport eine erste Rolle spielen. Auch die seltene Fairneß, die sie wiederum an den Tag legten, sicherte ihnen mit Recht die volle Sympathie des Publikums. Die junge Hakoah- Mannschaft wurde von Haus aus von den Gästen überrumpelt und konnte sich lange Zeit nicht finden. Schließlich bot Hakoah den Aegtwtern ein gleichwertiges Spiel und als die Gäste gegen Schluß 4:2 führten und man allgemein eine Niederlage der Hakoahner sah, rafften sich die K r i e a u e r noch zu einer Sonder lei st ung auf. Nach schönen Angriffen konnte Fuß durch zwei Prachtschüsse den Ausgleich erzielen, was die. allgemein zufriedene Stimmung des Publikums noch mehr erhöhte. Beide Mannschaften fanden in reichem Maße den Beifall der Zuschauer. Bei den Aeghptern zeichneten sich die beiden Flügelstürmer, ungemein rasche Spieler, der Mittelstürmer, der Zenterhals und der linke Back vor allen anderen aus. Bei den' Hakoahnern bildete das Verteidigerpaar Wegner-Feldm a n n die Stütze der Mannschaft. Der neue Tormann Münzer bekam nicht viel zu tun: die Tore waren unhaltbar, in einigen Fällen wehrte er bravourös ab. Die Halfreihe Hakoahs war der schwächste Mannschaftsteil. Im Angriff vergab Kovacsi viele Chancen. Bei einem schönen Schuß, der an die Stange ging, hatte er Pech. Nikolsburger war ein guter Manager, hielt sich aber etwas reserviert, Fuß taute erst auf dem rechten Flügel auf, Wurmbrand und Fischer arbeiteten sehr ambitioniert. Kestler, der'nach der Pause einsprang, während Kovacsi das Feld verließ, brachte seinen Angriff schön in Front, kanl aber zu keinem Torschuß. Vom Start weg greifen die Aegypter an und erzielen einen Stangenschnß. Ihr nächster Angriff bringt das Jnnentrio fast bis zum Tore Hakoahs und Ali Rijad sendet schon in der zweiten Minute ein. Ein Gegenangriff Hakoahs endet mit einem Fehlschuß Nikolsburgers. Die jüdische Mannschaft kommt langsam auf, doch ist Arsenal in der 20. Minute durch den famosen Rechtsaußen abermals erfolg reich. Dann verschießt Wurmbrand, und eine Flanke Fischers sendet Fuß neben das Netz. In der 31. Minute landet :eitt Spitzler Wurmbrandsim Netz der Aegypter, deren Tormann den Ball nicht sah. Fischer leitet einige schöne Angriffe ein und endlich kann Kovacsi einen herrlichen Schuß anbringen, der aber vom Pfosten zurückspringt. Nach der Pause kommen Kestler und Wortmann 3 für Brandes. Das Spiel wogt hin und her, und in der 10. Minute kann Nikolsburger nach einem Fehler des rechten Arsenal- Verteidigers den Ball bis zirm Tore führen und ausgleichen. Bald darauf rettet Münzer, indem er sich einem Gegner entgegenstürzt. In der 25. Minute verläßt Fuß wegen einer Verletzung auf einige Zeit das Feld. Zwei Minuten später geht Man für fontal durch und sendet ein, Münzer bleibt verletzt liegen und muß ansscheideu. Beer springt ein. In der 30. Minute erzielt der Linksaußen Kairos nach rasantem Lauf den vierten Treffer. Hakoah will das Resultat korrigieren und tatsächlich landet ein herrlicher Schuß von Fuß in der 35. Minute unter der Stange. 4 :3. Vom Publikum mächtig anfttzPulvert, greift Hakoah an und fünf Minuten später gelingt Fuß zum zweitenmal dieselbe Chance. Die Aegypter ripostieren, ganz zum Schluß hat der Ball bereits den Tormattn Beer passiert, doch Feldmann rettet. Stürmisch bejubelt, verlassen beide Mannschaften das Feld. Schiedsrichter Retschury erwies sich wieder einmal als glänzender Spielleiter. Das Vorspiel bestritten die Jugendmannschäft e n von H a k o a h und Zion, wobei Zion 2 :1 siegte. Samstag Doppelspiel auf dem W. A. C^Platz. Es tragen nämlich Austria und Rudolfshügel ihr fälliges Meisterschaftsspiel aus, worauf Hakoah in ihrem letzten Punkterampf gegen W. A. C. antritt. Das Spiel dieser beiden Gegner leitet Schiedsrichter Miesz. Ezernitzkr. und Rerchart von Slovan wurden für die Prager Slavia freigegeben. Bar Schwimme« „Quer durch Wien". Um dem Publikum, das sich auf den Tribünen und im reservierten Raum bei der Roiundeubrücke einsiUdet, nicht nur die Möglichkeit zu geben, alle Vorführungen und den Einlauf aller Bewerbe zu sehen, sondern um es auch über den Stand des Wettschwimmens um die Strommeisterschaft auf der 7.5 Kilometer laugen Strecke auf dem Laufenden zu halten, wurden von den Veranstaltern großzügige Vorkehrungen getroffen. Je ein Auto' wird die Schwimmer und Schwimmerinnen auf des ganzen Strecke begleiten und wird von einer Reihe von Brücken aus telephonisch die SicherheitswachstuLe bei der Rotundenbrücke anrufen, welche ihrerseits mit: der Rennl^ituug verbunden ist. Diese wird sofort mittels Lautsprechern dem Publikum den Stand der beiden Bewerbe bekanntgeben. Ueberdies werden Motorradfahrer für den Fall des Ber--' sagens der Telephonleitumgen Dienst machen. Sowohl die Rennschwimmer als auch die Werbeschiwimmer werden nach der Landung am Ufer Frottiertücher erhalten, welche von der Dianabad A. G. leihweise zur Verfügung gestellt werden und außerdem unentgeltlich mit heißem Kaffee und Tee, den die Firma Julius Meinl A. G. spendet, gelabt werden. Daß, abgesehen vom ärztlichen Dienst, bei Start und Liel auch ein eigenes ärztliches Boot die Rennschwimmer begleitet und haß alle Teilnehmer versichert sind, sei nur nebstbei erwähnt. Es werden also alle Besucher bei der Rotundenbrücke nicht nur den ganzen Verlauf der Veranstaltung verfolgen können, sondern auch das beruhigende Gefühl haben, daß diese einzigartige Schwimmpvopaganda unter Ausschluß jeder Gefahr für die Gesundheit und das Wohl der Teilnehmer erfolgt.' Jüdischer TUrlwerband Oesterreichs. Gang zum Herzlgrab. Sonntag,, den 3. Juli, versammeln sich die Mitglieder der Turnvereine vollzählig um 9 Uhr vormittags .beim Karl-Ludwig-Denkmal (40er-Wagett der elektrischen Straßenbahn). Wanderkleidung mit Kopfbedeckung. Bezugspreise der „Wiener Morgenzeitung“: Monatlich Wien, und Oesterreich. .'S 5"— Tschechoslowakische Republik.. . K£ 22'— Jugoslawien. Dinar 60;— Polen .. Zloty 6 — Deutschland. GoldmarK 4:— Frankreich’, Belgien. Frcs. 35'— Italien . . . ... . .Lire 20 — Rumänien .. Lei 170 — Bulgarien . Lewa 100 — Amerika. Dollar 1*— Schweiz und das übrige Ausland.Franken 5'— Oe8terr. Postsoarkassenkonto 150.603 % Theater von haute Vurgttzeater: Löonie Anfang V»3, Ende vor 10 Uhr Atademietheatev: Veranstaltung der Akademie Anfang 7. Ende vor ‘/410 Uhr Staatsoper r Coppelta — Die Puppenfee — Bai costumö Anfang */,8 Uhr. Ende vor V,ll Uhr Deutsches Volkstheater: Der Musikant Gottes Anfang 8, Ende vor 11 Uhr Volksoper: Ich Hab' mein Herz in Heidelberg verloren Anfang V,8, Ende nach 10 Uhr Theater a.h. Wien: Die Königin Anfang 8. Ende gegen 11 Uhr Johaun-Strauß'Theater; Rosen aus Schiras Anfang 8. Ende gegen V,U Uhr Rai«»nd'Theaterr Geschlossen Wiener Bürgertheater r Gräfin Mariza Anfang 6. Ende nach 10 Uhr Stadtitzeaterr Wien lacht wieder Anfang 8, Ende nach 10 Uhr Renaisianee-Bühne: Geschlossen Theater in der Jofefstadtr Maske und Antlitz : Anfang 8. Ende vor V, 11 Uhr ftammetfpitU Zwölf Mädel lerne» heirate» Anfang 8, Ende nach 10 Uhr LnstsPlel'Theaterr Die Keuschheitskonkurrenz Anfang 8. Ende V,ll Uhr Burggarten-Bühne: Carmen Anfang 9 Uhr, Ende nach V,ll Uhr Apollo-Theater: Uschi Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr FG VjRa^o>Prograrnm Heute Freitag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16*15 Uhr; Nachmittagskonzert. 17*40 Uhr: Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. 17*50 Uhr: Geschichte der Postwertzeichen. 18*20 Uhr: Das 10. Deutsche Sängerbnndesfest im Juli 1928. Hugo Etz. Mitglied des Hauptausschusses. 18'50 Uhr: „Quer durch Oesterreich." 3. Im Postkraftwagen durch Kärnten. 19*30 Uhr: GesangSvorträge. Opernsängerin Grete Hussa. Am Flügel: Prof. Erich Meller. 20 Uhr: Uebertragung aus dem Deutschen DolkStheater: „Der Musikant Gottes." Morgen SamStag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16*15 Uhr: NachmtttagSkon-ert. Koryeptorchester Hans Seniler. 19 Uhr: „Juarez und Maximilian." Dramatische Historie in 3 Phasen und 13 Bildern, von Franz Werfel. 22 Uhr: Abend-Tanzkonzert der Jazzkapelle Hugo Gottwald. Öre* Muster gegen Voreinsendung von > 20 Sohllllng Versand uneuffllllg'. 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Bezirk. Wollzetle 11. teransgeber und Eigentümer: Jüdische eitungsu. Berlagsges. m. b. H., Wien, 2. Bez.. Taborstratze 1--8. — Verantwort!. RedaMrr: Jöckob Krcmsz, Wien, 19. Bez., Brechergaffe 9. — Druck: »Jnva*. Wien, 7. Bez.. LerchmkeverMtze > >

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