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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-21 · Heft 2986 (21.6.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2986 (21.6.1927)
Date
1927-06-21
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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«Mte-8 SI. 9mt kot 9t. S9SS Las letzte Spiel auf der Amerikatournee. Hakoah—Bethlehem Steel-Giants kombiniert S: S. bei künstlicher Beleuchtung. DaS Nachtfprel auf dem Polo Gro»«d hatte emen tvotte».Erfolg M verzeichne», den» die erschienene». 12.000Zu-- scharrep bckmue» einen hochklassige« Kampf zu sehen, der in keiner Mjfe unter der künstliche» Beleuchtung zu leide» hatte. Gespielt »nrrde mit meißlackierte» Bälle», die von Zeit zu Zeit gegen frische BAke umgetauscht tourden, da die Farbe nicht lange haste» Bth4>. Das Spiel brachte dem Resultat nach ein Unentschieden^ moralisch jedoch einen Sieg der Hak oah. Nicht nur, daß sie dadurch gehandikapt war, daß die Mannschaft im Verlaufe von zwölf Tagen zum fünften Spiel antrat, es fehlte auch infolge der Heimkehr von sechs Spielevr an Ersatzleute», so daß einige Spieker trotz leichter Verletzungen antreden nraßteu. Aber Hakoah war auch im Felde die bessere Mannschast, was vor: der gesamten hiesigen Presse anerkannt wurde und hätte den Sieg ehrlich verdient. Jnterefsantettveise endete das letzte Spiel der Tournee ebeirsowie das erste torlos Damals hatte die Hakoah dem amerikanischen Meister erfolgreich Widerstand geleistet und diesmal trat sie sogar seiner durch die besten Monts-Spieler verstärkten Mannschaft gegenüber und konnte mcht bezwungen werde«. Das .Spiel war, obwohl es torlos endete, überaus sp a innend, die Angriffe wechselten blitzschnell und beiderseits wurden H-öchstleistungen geboten. Glänzend operierter: beide Torleute, und es fällt einem schwer, ob man Fabian oder seinem Gegennüber Douglas die Siegespalme geben soll. Die Hakoah lag bämrtend mehr im Angriff als die Gegner, deswegen ging cif ater vor dem Hakoah-Tor nicA weniger kritisch zu als beinr Heiligtum der Kombinierten, allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, daß den Aorerllanern «nigemale die Goalstange» zur HilftFamen. Die hervorstechendste Leistung in der Hakoah-Mannschaft bot diesmal Luttmann, der sein bestes Spiel aus der Tommve lieferte. Obwohl! er gegen Ende der. ersten Hälfte ttzrletzt wurde, spielte er mit unvermindertem Erfolg bis gunt Schlußpfiff. Auch sein Nebenmann Fried hatte einen guten Tag, wenn er es auch fernem Kompagnon Scheuer wieder einmal absolut nicht recht machen konnte. Heß war als Lauser verläßlich, als Stürmer weniger erfolgreich; als er dann die letzten zehn Minuten des Spieles an Stelle von Gold Verteidiger spielte, lieferte er mich aus! diesem ungewohnten Posten eine über den Durchschritt hinauSgchende Leistung, lieber Fabians gutes Spiel wurde bereits berichtet. Scheuer spielte trotz einer schweren Sehnenzerrung aufopfernd und erfolgreich, allerdings hatten seine Mitspieler noch mehr als sonst «unter seiner Nervosität zu leiden. Gold war durch die künstliche Beleuchtung etwas behindert, trotzdem bov er ein sehr gutes Spiel, nur gegen Schluß des Spiels wurde ' ev auf sein Verlangen abgelöst, ha er den Ball nich mehr verfolgen konnte. ( Im Angriff gab es einen Versager; Grünwal d, sonst die verläßlichste Stütze des Jnnensturmes, hatte einen elenden Tag, es gelang ihm einfach gar nichts. Um so besser spielte diesmal Häusler, der nicht nur seinen Nachbar Schwarz glänzend Managete, sondern auch selbständig vorzüglich operierte und gut schoß. Hätte er nicht solches Poch gehabt, so hätte er einige Treffer erzielen müssen. Die beiden Flügelstürmer zeigten ihn grwchrtt gutes GpiÄ. Fischer bot sich di« tzSnzeMeEhm«e deS Spieles, doch wurde er von dem sich chm «rtgegenstürzepdeni Tormann rücksichtslos niedergetreten, ohne daß der sonst gut amtierend«.Schiedsrichter eingeschritten wäre. Wortmann wurde bald »och Spielbeginn verletzt, so daß er auSscheiden mußte. S t r o ß war er» guter Flügellänfer, obwoP, er fast ununterbrochen mit den Gegnern in Fehde lag, die «S nicht begreift» wollten, daß auch ein Wiener hart spielen darf. Die Mannschaft der Kombinierten war ausgezeichnet^ DaS Berteidigungstrio spielte glänzend, auch die Deckung, und im Angriff gab es trotz der Einstellung »»eingespielter Leute keinen schwachen Punkt. Nach dem Spiele wurden der Hakoah-Mannschaft begeisterte Ovationen bereitet. Die Mannschaft hat zu dm: zahlreichen Freunden des Vorjahres noch viele dazu gewönne». zwei neue Spiele der Giauts-Hakoah. Sieg und Niederlage. Am Freitag spielte die kombinierte Mannschaft der Vereine Giants-NewAorkundHaroah-Wien in der in der kanadischen Provinz Neu-Brcmnschweig gelegenen Stadt Saint-John gegen ein Team ein Match, das die Gäste zu einem Exhrbitionsspiel gestalten konnten. Zur Halbzeit stand das Treffen bereits 3:0 für Giants-Hakoah. Der Endstand lautete 6:0. Am Sonntag fand das R etoursp Ut gegen die Allstars in Montreal statt, wo die kombinierte Mannschaft kürzlich 6:3 gesiegt hatte. Die ermüdeten Gäste mutzten eine knappe 4:6 - N i e d e r l a g e in Kauf nehmen. Zur Halbseit stand das Match 3:3. Der Platz, der die Marke von 90X60 Meter aufwies, war vom Regen aufgeweichit. Die Gegner spielten sehr brutal und wurden vom Schiedsrichter in jeder Beziehung gefördert. Nach der Pause duldete der Spielleiter N o h e i t s - exzesse. Grünw<»ld erzielte zwei Treffer, Gold (aus einem Elfmeter) und Schwarz je einen. Das ausgleichende Goal Fischers, wurde vom Schiedsrichter nicht anerkannt. 6000 Zuschauer wohnten dem Kampfe bei. Montag abends reifen die Spieler weiter nach W i n i p e g, wo am Samstag und am nächsten Mittwoch zwei Kämpfe ausgetragen werden. Sie krprefsurig dauert fort. Der gestrigen Vorstandssitzung des Wiener Futzballverbandes lag abermals ein Beschwerdebrief des Floridsdorfer AWetMub vor, der sich über materielle Schädigung durch das nicht komplette Antreten Hakoahs beklagte. Den seinerzeitigen Abmachungen wegen Verschiebung der Wettspiele vor Antritt der Amerikareise zufolge sahen sich die Floridsdorfer benachteiligt. Es wurde der Beschlutz gefatzt, die Angelegenheit der ersten Liga zu übergeben, die Wer die Höhe der Entschädigung an die Floridsdorfer durch Hakoah entscheiden soll. Wie ivir erfahren,.hat der F. A. E. am Sonntag aus dem Spiele gegen die jüdische Mannschaft 2000 Schilling rein verdient und außerdem von Hakoah durch Verzicht'des jüdischen Vereines auf seine Quote 1000 Schilling erspart. Die Floridsdorfer hatten sich erst kürzlich s ch r i f t! i ch mit der Hakoah geeintst. Die Ausschuhmitiglieder Simmerings erschienen gestern im Verband und deponierten 7600 Schilling für die restlichen Gagen ihrer Spieler. Sie gaben auch sonst in der Hauptsache nach die vom Verbände geforderten Garantien. — Der Sportklub Kadimah hat dem Verband anyezeigt, daß er den Futzballbetrieb einstellt. — Am 23. Juli findet eine außerordentliche Generalversammlung des Wiener Verbandes statt. Sie wird die Bestimmungen Wer den Klaffeniwechsel modifizieren. Auch bei Fusionen wird der vorgesehene Abstieg in Kraft treten. Das MeWerfchastchptel B.A-E. Wen,« wtzrd am 28. i>. asHgetrageu werden. Das letzte Meiswrfchaftsspiel der Hakoah gegen den SB. A. C. wkd am 2. oder 3. IM auf dem Praterstmrlplatz vor sich gehen. Das MederhokmgSsM «n die Cupentscheidung zwischen Hakoah und dem Oefterreichifchen. Hockeylvulb wird am 29. d. M. .vovausfichtliich auf dem Hakoah-PLotz ausgetragen werden. Kämmendem Sonntag spielt Hakoah kn der Meisterschaßt gegen die Lchrer aus dem Kvieauer SpovtMtz. Im Enkscheid-umgssipiel um den Jugendewp tritt Hakoah am Nachmittag gegen Realschule 20 am. Jüdischer Sportverband. Montag, den 27. Juni, ur» halb s Uhr DochamMtzuny im Cafe Eszelsior (HabÄurg). Aas den Bereinen. Hakaimr. Samstag im Mub lokal um 8 Mhr Bollversamm« lang. Dagesvrdnumg: Bericht über die abgelaufene Saison, PvovinzspiÄe, Cupspiel gegon MalKabi und Eventuelles. PüiMichtzS Erschemeir Wicht. Nachher Mannschaftsaufstellung. Mittwoch tttifc Samstag Piug^Prmg-Abende. Gäste willkommen! HEINRICH GRAETZ VOLKSTÜMLICHE GESCHICHTE DER JUDEN IN DREI BANDEN IN ANTIQUA AUF HOLZFREIEM PAPIER GEDRUCKT, HERRLICHE GANZLEINEN BANDE MIT REICHER GOLDPRÄGUNG PREIS S 4-0*— DIESES WERK DARF IN KEINEM Jܬ DISCHEN HAUSE FEHLEN, IST UN¬ ENTBEHRLICH FÜR JEDE BIBLIOTHEK R LÖWIT - VERLAG I.,FLEISCHMARKTi WIEN ROTENTURMSTR.22 Theater von heute Burgtheater. Der Graf von CharolaiS Anfang 7,3, Ende vor y4U Uhr Akademietheater: Die Fahrt ins Blaue Anfang V-6, Ende nach */«10 Uhr Staatsoper: Turandot Anfang Vj8 Uhr. Ende 10 Uhr Deutsches Dolkstheater: Zaza Anfang 8. Ende V,li Uhr Bolksoper: Ich Hab' mein Herz i« Heidelberg verloren Anfang 7,6, Ende nach 10 Uhr Theater a. d. Wien: Die Königin Anfang 8. Ende gegen 11 Uhr Jvhann-StraaspTheatrr; Märchen im Schnee. — Der Hofbankier. Anfang 8. Ende gegen 7,11 Uhr Rai««nd»Theaier: Musik im Mai Anfang 8. Ende 7,11 Uhr '* Wiener Bürgertheater: Miß Fregolt Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Stadttheater: Wien lacht wieder Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Renaiffanee-Bühne: Die Keuschheitskonkurrenz Anfang 8. Ende 10 Uhr Theater in der Jofefstadtr Peripherie Anfang 7r8. Ende vor 7,11 Uhr KamMerfptele: Ein ganzer Mann Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Lustspiel-Theater r Die eilige Zohanna Anfang 7,8. Ende 7,11 Uhr Nelauh-Pithrrer Dämon Alkohol Anfang 8 Uhr, Ende nach 10 Uhr Bnrggarten-Bühne: Symphoniekonzert Anfang 8 Uhr, Ende 10 Uhr Apollo-Theaterr Uschi Anfang 8 Uhr, Ende 10 Uhr Radio-Programm Hente Dienstag 11 Uhr : BormittagSmustk. 16T5 Uhr: Nachmittagskonzert. 17T0 Uhr r Märchen für Groß und Klein. (Rose Jung-Mahr u. A. V. Blum, Adelheid Bergmann, Laute)/ 18 Uhr: Kosmetische Harnleiden. Dr. Mlly Pick. 18- 30 Uhr: Friedrich Fröbel zum 76. Todestage. Fachlehrerin Maria Benko. 1910 Uhr: Esperanto. 19- 30 Uhr: Englisch für Vorgeschrittene. 20 05 Uhr: Eine Sommerfahrt nach Musik-Gedenkstätten bei Wien. Ausführende: Staatsopernsängerin Louise HelletSgruber, Kammersänger Arthur Preuß, Otto Schulhof (Klavier), Kammerquartett Tautenhahn. Morgen Mittwoch 11 Uhr r BormittagSmustk.! 16*15 Uhr: Nachmittagskonzert. 18 Uhr: Staudenkrankheiten der Kartoffel. Hofrat Dr. Köck. 18'30 Uhr: Giftschlangen und Behandlung von Schlangenbißverletzungen. Univ.-Prof. Dr. R. Kraus. 19 Uhr: Opernaufführung „Rte»zi* von Richard Wagner.'—'Leichte Avendmusik. Kapelle StlvinL» ZIMMERMALER arbeitet rasch und elegantest bei billigsten Preisen. Besuch unverbindlich, Karte genügt. 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Ronald Cal man, Bert JLytell Muilkalltobe Beoleitnog: Oes neue Ufa-IUns»rtorohester alt Jmbaiid (Dirigent: Kapellm. Kart Itrall) ßeflinn S. */,8 tnid 9 Uhr «£ Knickerbocker-Strümpfe Aakod GeUeS. Rotgaffo 1 Alleinige Anzetgeu-Annahwe: Annoncenervedttton Heinrich Schale!. Wien. 1. BezirL Ä«ÜMe U- Herausgeber und Gigentüms«: JMschei Zeitui^su. Berlagsges. ru. b. H.. Wie«. 2. Bez., Taborstvahe 1—8. — Aerantworst. Redatteur: Jakob Kvarntg, Wie«, 19. B«.. BrechiwMe A. — DA: .Ynpa", Wim. I. Mk- 1.

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