Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2945 (10.5.1927)
- Date
- 1927-05-10
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sekt? 8 Me», Dfen-Wg Wiener Morgerrzettung w. Mal 1927 Nr. 2945 MlilaM Mkl MWjkwL zwischen New Aott und Men. Sin SesprSch mit WÄi Halper». glaube ich, nach ALlauf'ber Saffon zwei- M's Willi Haltern, der langjährige Tormann und Ehrenkapitän der ersten Hakoah-Mannscha\t ist aus New Dort wieder nach Wien heimgekchrt. Holpern, der seit dem Heöbst in Amerika weilic, hatte infolge seiner beruflichen ÜeberLürdnng wenig Zeit und Gelegenheit, um in sportlicher Beyiehung ganz ans dam Laufenden zu sein. Dennoch -war er oft mit seinen ehemaligen, drüben tätigen Kameraden beisammen und hat auch die .Hakoah-Expedition bei ihrer Ankunft in Amerika begrüßt. Ueber die amerikanischen Sportvnhältnisse und die persönlichen Beziehungen, soweit er sie überblicken kann, machte Holpern einem unserer Mitarbeiter u. a. folgende Mitteilungen: „Ich habe am 30. April New Pork verlassen. Die bis dahin absolvierten Mei Wettspiele der Hakoah gegen Bethlehem und in Philadelphia habe ich leider nicht gesehen. Das unentschiedene Ergebnis gegen Bethlehem ist ein bemerkenswerter Erfolg, da die Bethlehem er eine bedeutende Spielstarke besitzen. Bon den in Chicago ausgetragenen Spielen ist das gegen die Sparta sohr hoch einzuschätzen, weil die tschechische Mannschaft als'ganz besonders stark gilt und aus nationalen Gründen sicherlich mit allen Mitteln aus Sieg gespielt hat. Für die Hvkoah- Spiele Hat sich auch diesmal großes Interesse gezeigt, wenn auch die Propaganda nicht jene Riesenformen 'arm ahm, wie im Vorjahre. Die Fachblütter bezeichnen die derzeitige Hakoah- Mannschaft als Vev t eidi gun gst eam im Gegensatz zur vorjährigen Angrisfself. Der Soccer-Fußball befindet sich seit dem ersten Auftreten der Hakoah in Ameriika unstreitig in guter Entwicklung, doch hat er die rein amerikanische BSröRerung noch nicht erfaßt und wird in erster Linie von den eingewanderten Oesterreichern, Ungarn und Tschechen .forciert. Als ganz besonders treue Anhängerschaft gilt die jüdische Bevölkerung, die sich begreiflicherweise für die jüdischen Spieler in erster Linie interessiert. Nun, diesen, insbesondere meinen ehemaligen Klubbollegen sowie den Wienern Tandler und' Hie r lä nder geht es sehr gut. Ein jeder wird sich, tausend Dollar erspart haben. Alle MttteiklMgen von physischer Ueberbürdung und ausreibrnder Sporttätigkeit find, meiner Meinung ~ nach, unrichtig. Man muß wohl zweimal in der Woche, Samstag und Sonntag, sein Match absolvieren und außerdem höchstens einmal in der Woche noch trainieren. Mer wie oft spielt man bei uns in Wim zweimal in der Woche? Was das Training betrifft, glaube ich, ist es für die Wiener Prosessionalspieler viel anstrengender. Von einer Amerika- Müdigkeit kann man, meiner Meinung nach, daher im allgemeinen nicht sprechen. Die Entscheidung über die Neuen gagements fällt um die Mitte dieses Monates. Wie ich höre, dürften alle Giants- Spieler wieder verpflichtet werden. Nach Hause gravitieren bloß N e u s e l d, der verletzt ist, K o nrad, Drucker und Sch 5 nfeld. Andere, die zurückkehren sollen, dürften nm ans Urlaub gehen. Die amerikanische Spielweise kann absolut nicht als roh bezeichnet werden. Knochenverletzungen und Beinbrüche, wie sie in Wien an der Tagesordnung zu sein scheinen, kommen drüben äußerst selten vor. Es wird eben hart und schnell gespielt. Der Tormann wird nicht mehr angegangen als in England, wo man ihm eben keine Zeit läßt. Die nichtjüdischen Spieler rekrutieren sich ja züm überwiegenden Teil aus zumeist älteren schottischen, und irischen Fußballern, die natürlich das Spiel volAommen beherrschen. Es wird ein verfeinert es.Kick- und' Rush-System kultiviert. Uebrigens hat jede Mannschaft ihren individuellen Stil. Die ,/Giants" pflegen eben durch die Hakoähner noch immer das flache Kombinationsspiel, doch erweist sich das halbhohe Spiel als wirksamer, da die Plätze sehr klein sind. Die Hakoahner und Ae anderen Wischen Spieler - halten mit den Engländern guten Schritt. Sie sind nicht schlechter und nicht besser. Eine Zeit lang war Schwarz die große Kanone, doch Hat er vor nicht langer Zeit eine kleine Verletzung erlitten. Pollak, der zuletzt wieder in hoher Form war, mußte sich nach einem Zusammenstoß mit einem Gegner, nachdem „Gitschi" das Match bis zu Ende gespielt hatte, kn Spitalspslege begeben. Er hat sich aber bereits wieder ganz erholt. Sehr gut gemacht hat sich G r ü n w n l d. Auch E i s e n h o f e r schneidet sehr gut ab, desgleichen Tandler. Alle übrigen befinden sich in guter Form. Die Hakoahner schauen alle sehr gut aus, sie sind magerer und „härter" geworden. In New?)ork gibt es, was ja bekannt sein dürfte, eine Hakoah, bei der die ehemaligen Wiener Hakoahner Artur H i r s ch l e r und Walter Hilfreich mittun. Sie basiert auf Amateurgrundlage und hat freilich noch sehr schurr zu kämpfen. Besonders deshalb, weil sie über keinen Platz verfügt. Man hofft, aus den Schulen, wo bereits der Fußballsport eingeführt wird, Spielermaterial zu erhalten. Die Profivereine befassen sich begreiflicherweise mit der Frage des eigenen Nachwuchses überhaupt nicht. Die New Docker Hakoah wird sich erst dann entwickeln können, wenn sic, wie gesagt, einen eigenen Platz besitzen wird. Dazu sind aber sicherlich 100.000 Dollar notwendig, was aber ein unlösliches Prolblcm zu sein scheint. Dcnu die wirtschaftlichen Verhältnisse sind auch in Amerika keineswegs rosig. Es ist viel leichter, den Dollar auszugeben, als ihn zu verdienen. Auch in Amerika ist die P o st enlos igk eit derzeit ziemlich groß. Die Einkommenquelle durch Fußball, die doch nur vereinzelten Menschen möglich ist, darf kein falsches Bild über die tatsächlichen Verhältnisse entstehen lasten." Mitleiluwaen der Hakoah Hakoah spielt am Sonntag gegen S. V. Urfahr in Wien. Kommenden Sonntag trägt die jüdische Mannschaft in der Krieau ein Match gegen den spielstarken S.-V. Urfahr (bei Linz) aus. Das Spiel beginnt um 5 Uhr. Um H10 Uhr vor» mittags tritt die Jugendmannschast gegen Währinger Jugend^ spieler an. Um 11 Uhr spielt die Herren-Handbaumannschast, um 243 Uhr Hakoah komb. gegen Vienna-Amateure, um 4 Uhr die Schüler gegen Hertha-Schüler. Eine Ping-Pong-Seküon bei Hakoah. Die Ping-Pong-Sebr tion wurde neu ins Leben gerufen. Einschreibungen für dieselbe finden täglich von 8 bis 10 Uhr abends bei der Aktion Landstraße (Gase Lido), woselbst üch das Traimngslokal befindet, statt. Außerordentliche Generalversammlung der Hakoah« Mnger. Mittwoch um H8 Uhr abends findet im Trainingsloöale, 1. Bez., Elisabechstraße 5, eine außerordentliche Generalversammlung statt: Neuwahl der Sektions lei tun g. Erscheinen Pflicht. Aus den Vereinen. HaSmonea. Die Uebungsabende der Pmg-Pong-Sektlon sowie die MitglisderAusammenMnste sinden täglich ab 7 Uhr im 1. Cafehaus (Hauptallee) statt. Burgtheater: Trieschübel Anfang V»8, Ende 7,10 Uhr Akademietheater: Weiberfeinde Anfang 7,8, Ende vor 10 Uhr Staatsoper r Turandot Anfang 7,6 Uhr. Ende 10 Uhr Deutsches Volkstheater: Komödie des Glücks Anfang 8, Ende y,ll Uhr Volksoper: Ich Hab' mei« Herz i» Heidelberg verloren Anfang 7,8, Ende 7.11 Uhr Theater a. d. Wien: Die Königin Anfang 7,6. Ende gegen 11 Uhr Johann-Stranß-Theaterr Glück in der Liebe Anfang 8. Ende 7,11 Uhr Raimund-Theater: Der Orlow Anfang 7,8. Ende gegen 7,11 Uhr Wiener Bürgertheater: Cagliostro in Wien Anfang 7,8. Ende nach 10 Uhr Stadttheater: Wien lacht wieder Anfang 7-8. Ende nach 10 Uhr Renaiffanee-Bühite: Die gläserne Frau Anfang 6. Ende nach 10 Uhr Theater in der Josefstadt r Der Schwierige Anfang 7,8. Ende 7.11 Uhr Kammerspiele: Duell der Liebe Anfang 7,8. Ende 7.10 Uhr Modernes Theater: Der müde Theodor Anfang 8. Ende 10 Uhr Lustspiel-Theater: Das Sprungbett der Liebe Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Roland-Bühner Meine Tochter Otto Anfang 7«8 Uhr. Ende nach 10 Uhr Jüdisches Künftlerkabarett. 2. Bez.. Praterstraße 30. Mojsche Telrbendig l/<9 je Bühne, 2. Bez. Wetwele Meschojrer Taborstraße 12. 8 ZIMMERMALER arbeitet rasch und elegantest bei billigsten Preisen, besuch unverbindlich, Karte genügt. 'Baumgarten, Wien, XX,, Karl Meißlstraße Nr. 6/2. Radio-Programm Heute Dienstag 11 Uhrr Vormittagsmusik. 16*16 Uhrr Nachmittagskonzert. Mitwirkend: Lore Jrinhi. 17*45 Uhr: Die Empfindungswelt der modernen Mufik. Dr. Felder. 18*10 Uhr: Körperliche Erziehung des Kindes. Reg.-Rat Prof. Dr. G. Dostal. 18*40 Uhrr Die Entwicklung der Wiener Vorstädte und Vororte. (H.) Dr. Geyer. 19*10 Uhrr Esperanto. 19*30 Uhr: Englisch für Vorgeschrittene. 20*05 Uhr: Hellerer Abend. Mitwirkend: Else Kaufmann- Richard Waldemar, Ilse Weichert (Lieder zur Laute), Wiener Konzertorchester I. W. Ganglberger. Morgen Mittwoch 11 Uhr: VormittagSmusik. 16*15 Uhrr NachmittagSkonzert. 17 Uhr.* Märchen für Groß und Klein. Erzählt von.Lta Landt und Franz Staude. Mttwirkend: Quartett Silving. 18 Uhr : Heu-und Sauerwurm. Reg.-Rat Dr. Karl Miesttnger. 18*30 Uhrr Die modernen Anschauungen vom Atombau. 1. Mgemeine Einleitung. Untv.- Prof. Dr. Hans Thirrtng. 19 Uhr: Französisch für Vorgeschrittene. Tieferschüttert geben wir Nachricht vom Ableben des Herrn Max Schwarz welcher am Montag, den 9. Mai 1. J., nach kurzem und schwerem Leiden uns entrissen wurde. Die Beerdigung erfolgt Mittwoch, den 11. Mai, auf dem Zentralfriedhof (Isr. Abteilung), III. Tor. Hermann Schwarr Erich Schwarz Hermine Schwarz als Vater als Sohn ged. Schottlftnder als Gattin und sämtliche Verwandte. Bücher Buchhandlung «nd Antiquariat Sermain» Tuchrrer, Wien, lk. Taborstratze 82, Eingang Gr. Stadtgutgasse?. Tel. 41-4-20« Großes, bestassortiertes Lager an wissenschaftlicher u. UnterhaltungSliteralur, Iugendschriften, Schulbüchern usw. Sachkundige Bedienung u. Besorgung jede» Buches. .Billigste Preise. 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