Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2936 (1.5.1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. SSS6 Wien, Sormtag Wiener Msrgenzettnng 1. Mai 1927 Sie gestrigen Meisterschaftsspiele. Rapid-Wacker Sri (2:1). Bor 6000 Zuschauern erlitten die Meidlinger in Hütteldorf eine unverdient hohe Niederlage. Sie wurden durch den indisponierten Schiedsrichter Kaufmann arg benachteiligt. In der 25. Minute wurde der Wackerläufer Paliko nach einem Zusanftnenstoß mit Kirbes ausgeschlossen. Wacker befand sich bis dahin zumeist im Angriff. In der 36. Minute erzielt Langer sogar die Führung für die Meidlinger. Eine Minute später gleicht L u e f f nach einem Fehler des Ersatztormannes der Wackermanchchaft Selrg aus. In der 40. Minute ist Lueff abermals erfolgreich und in der 45. Minute stellt Wessely den Stand auf 3:1. Nach Seitenwechsel gibt Wacker trotz der numerischen Schwächung noch immer einen ebenbürtigen Gegner ab. Doch kann Rapid in der 23. und 36. Minute durch Wessely und Lueff den Sieg noch erhöhen. Die Hütteldorfer zeigten nichts Besonderes. Griftner im Tore bot eine gute Leistung. In der Deckung ragte S m i st i k hervor, im Angriff war Lueff der Beste. Bei Wacker zeichneten sich R e s ch und R a p p a n aus Nach dem Spiele, das ziemlich R e s ch und R a P p a n aus. Nach dem Spiele, das ziemlich scharf, zeitweise sogar devb ausgetragen wurde, kam es. zu Demonstrationen des Wacker-AnhangeS gegen den Schiedsrichter. Die Reserven spielten 4:4. Adrnira-Siovan 4:0 (1:0). Dieses Ergebnis entspricht in keiner Weise . den tatsächlich gebotenen Leistungen. Slovan spielte in der ersten Hälfte fast um eine Klasse besser als die Floridsdorfer. Die Stürmer zeigten im Felde glänzende Kombinationszüge, doch der Mangel an Schußfähigkeit und Energie brachte die Mannschaft trotz zahlreicher Gelegenheiten um jeden zählbaren Erfolg. Admira arbeitete vor der Pause ausgesprochen schwach. Nur Franzi befand sich in diesem Abschnitt auf voller Höhe. Ihm am nächsten kamen noch Siegl und Klima, auch Koch entsprach. Ausgesprochen schlecht waren Bozi und Wostrak, der Eckl nicht recht halten konnte. Nach der Pause nahmen die Floridsdorfer eine Umstellung Vor, die sich bewährte. Runge ging in die Mitte und Klima gab mit Siegl einen guten Flügel ab. Durchwegs schwach präsentierte sich der linke Flügel Schall—Fiala. In der 11. Minute ist Siegl erfolgreich. In der 16. Minute nach Halbzeit erhöht Runge nach Vorarbeit Siegls den Stand. Zwei Minuten später sendet Siegl nach schwacher Abwehr Hloscheks ein. In der 83. Minute stellt Runge das Endresultat her. Ein ausgezeichneter Schiedsrichter war Herr Göbel. 2500 Zuschauer. 9. A. «.-Sportklub 1 :0 (1:0). Die Brigittcrmuer gewinnen durch einen ungerechtfertigten Elfmeter. Dornbach, 3500 Zuschauer, Schiedsrichter Deinl. Den Brigittenauern bleibt das Glück treu. Sie konnten kn diesem Spiele, ohne besondere Leistungen zu vollbringen, die zwei Punkte zum Teil unter Mithilfe des Schiedsrichters erlangen. Der einzige Treffer fiel aus einem in der 34. Minute zur allgemeinen Ueberraschung diktierten Elfmeter. An der Strafraumgrenze war K o ch e f f e r mit Beer zusammengestoßen und kollerte auf dem Boden. Die ganze Situation war vollkommen harmlos. AlS der Schiedsrichter einen Elfmeter gegen die Dornbacher diktierte, gab es im Publikum lebhaften Protest. Hostasch schoß unhaltbar ein. Da entstanden im Publikum neuerdings derartige Demonstrationen gegen den Spielleiter, daß das Match aus einige Minuten unterbrochen werden mußte. Dem Sportklub bot sich übrigens in der 6. Minute nach Seitenwechsel gleichfalls die Gelegenheit eines Elfmeterstoßes durch ein Hands von Grohmann. Aber Teufel schoß den Ball unplaciert dem in der Mitte stehenden Köhler in die Hände. Obwohl die Brigittenauer im Felde überlegen waren und zumeist die Initiative an sich reißen konnten, gediehen ihre Angriffe nur selten bis zum Abschluß. So kam es, daß Gdi eigentlich kaum vor schwere Aufgaben gestellt wurde. Im Gegensatz dazu bekam Köhler schon mehr Arbeit. Er entledigt« sich seiner Aufgabe in gewohnt sicherer Manier. Immerhin war er von großem Glück begünstigt, da die sonst weichen Sportklubftürmer in beiden Spielhälften je zwei sicherlich unhaltbare Slange nfchüfs« fabrizierten. Abschließend kann gesagt werden, daß ein unentschiedenes Ergebnis dem Kampfe, der sehr fair ausgetragen wurde, am ehesten entsprochen hätte. Schiedsrichter Deinl amtierte bis auf die krafle Fehlentscheidung korrekt. Das Spiel der Reserven endete 1:1. F. «. 6.—«««tili 2:1 (2:1). Dieses in Ober-St.-Veit durchgesührte Spiel brachte sehr mäßigen Sport. Der Sieg der FloridSdorfer war nicht unverdient. Austrias Angriffreihe arbeitete matt und unzulänglich. Sindelar und Wiefer zeigten sehr wenig. E ü t t i war der einzige, der sich bemühte, doch konnte er allein nichts auSrichten. Hervorragend spielten eigentlich nur die beiderseitigen Tormänner. Die Entscheidung des Spiels fiel schon vor der Pause. I u r a n l t s ch und H o fb<r«^r störten Kr Floridsdorf. Einen scharfen Schuß Wiese r 8, den der Tormann knapp abwehrte, konnte dann Sindelar eindrücken. Gegen Schluß des Spieles, das sich zumeist in der Feldmittc bewegte, kam Austria stark auf. 4000 Zuschauer. Schiedsrichter Preßler. Simmering—93. «. 6. 2:0 (1:0). Diesem Spiele wohnten im ganzen 3000 Zuschauer bei. Schon in der 5. Mnute ist Horvath erfolgreich. Simmering ist überlegen, während der W. A. C. nicht gefährlich werden kann. In der 27. Minute der zweiten Hälfte wird der Simmeringer Soldatis ausgeschlossen. Eine Mnute darauf muß ihm Pfau von den Gegnern folgen. Vorher gab es einen großen Rummel im Publikum, dem Schiedsrichter P r u f ch >i n a nachgab, indem er einen Elfmeter gegen W. A. C. diktierte. Da nis verwandelte glatt. Bei der Pratermannschaft machte sich das Fehlen Hubers sehr stark bemerkbar. Im ganzen war es ein verdienter Steg der Simmeriuger. Das Reservematch endete 4:0 für W. A. C. «kicket—Bratislava 1-0 (1:0). Die Preßburger erlitten in dem Vorspiele zum Meisterschaftskampf Admira—Slovan eine unerwartete Niederlage. Die Gäste führten ein sehr hübsches Spiel vor, doch vor dem Tore versagte ihr von dem ehemaligen ungarischen Internationalen Priboj gut geleiteter Angriff trotz zahlreicher Chancen. Auch die Cricketer zeigten im Felde mitunter recht gute Leistungen. Vor dem Tore fehlte ihnen die nötige Entschlossenheit. Ihr Tormann arbeitete sehr gut. Das einzige Tor fiel vor der Pause durch S ch w a r z. Schiedsrichter Müller leitete das faire Spiel recht umsichtig. Hertha fpiekte gestern gegen Gersthof 3:0. Das Match wurde nach der Pause wegen Zwischenfällen abgebrochen. Dre heutigen Spiele. Ha ko ah ko mb.—Alsergrund (Krieau, 3 Uhr); Ha ko ah—Liberias Krieau, 5 Uhr); Sportklub—Viktoria V (Dornbach); Hasmonea -Stadlau (Stadlau); Makkäbi-W. F. C. XX (Krieau, 1 Uhr). Hakoah—New Dorier Giants. Die bin Amerika weilende jüdische Mannschaft steht heute abermals vor einer sehr schweren Aufgabe. Im dritten Spiel ihrer Tournee haben die Blau-Weißen heute in New Jork gegen die bekannten Giants anzutreten, in der von den ehemaligen Hakoah-Spielern Schwarz, Häusler, Grünwald, Guttmann und Pollak tätig sind. Außer diesen wirken in der Mannschaft noch Tandler und Hierländer von den Amateuren mit. Wie unser Sonderberichterstatter mitteilt, sollen alle Wiener Spieler gegen Hakoah antreten. Es ist somit unbedingt ein scharfer Kampf zu erwarten. Für daS Spiel gibt sich übrigens in ganz New 'Jork das größte Interesse kund. Man erwartet 40.000 bis 60.000 Zuschauer, da bereits 20.000 Sitzplätze im Vorverkauf abgesetzt wurden. Tödlicher Unfall bei einem englischen Ligasplek. Der Läufer F i n n e h von B u r y ist gestern im Meisterschaftsspiel gegen Sheffieldt ödlich verunglückt. Das Match wurde abgebrochen. In Krakau siegte Zidenice gegen Krakovia 3:1 (3:0). Slavia hat das Spiel gegen Penarok abgelehnt.' DaS leichtatWetifche Meeting auf dem W. A. F.. Platz ln Hütteldorf, an dem auch Hakoa!hner teilnehmen, beginnt heute um 3 Uhr. IBBI FÜR ALLE S j ■ s § (Versiehe run gs-Absch/üsse bietet | besonders günstige Bedingungen: | S Gemeinde Wien 8 | Städtische Versicherungsanstalt 8 I Direktion I Wien, Tuchlauben 8, Tel. 67-5-40 FILIALEN U. GESCHÄFTSSTELLEN IN AL- 5 LEN GRÖSSEREN ORTEN DER RBPUBLiK ■ 8 IWölWSIIAIASKM □Pia _ 1 SCHUHMODENHAUS L „ Echte | ~ m ■ Herren* Schlangen* I 9^« 9 Schuhein Eidechse* I UP^^BCRU | fabelhafter u.Krokodil* 9 77 ® ™ 9 Ausführung leder- Taborstraße f und schuhe vw~ Auswahl S 4S-40” O« SKetne tms echtem franiöt. SHode-Chevreanx kergestellien Sruhjahrsmodelle legen Seagnis ab oom <Sch8nheässinn and edlen Qtschmack. Sport in PMfttoa. Gastspiel eines griechischen Teams ans Alexandrien. (Von unserem Korrespondenten.) Fußball: Mallabr, Tel Awiw—Gendarmery Sarafand 1:1 (1:1). Makkabi mit sieben Ersatzleuten, da tags darauf das Match gegen Ramleh Aechos (Alexandrien) stattfanü. Hagibor, Haifa—Ramleh Aethos (Alexandrien) 2:1. tzagibor verstärkt durch Rest (Jerusalem) trat m i t de n acht neuen Ungarn an und schlug nach hartem Kampfe die von der zwanzigstündigen Bahnfahrt ermüdeten Aegypter. Bader und Resi schossen die Tore für die Sieger, während Dapevis für die Unterlegenen störte. Hapoel, Tel Awiw—Araberteam, Haifa 4*1. Sehr schönes Spiel der Sieger. Makkabi, Tel Awiw—Ramleh Aethos (AlexandrSen) 1: 0 (0: 0). In den Alexandriner-Griechen lernten wir eine sehr schnelle, ballstchere, faire Mannschaft kennen. Ihre Besten waren der Tormann I a t r 0 n, der durch seine Fangsicherheit und Ruhe imponierte, M. Michelepis, der linke Back, ist ein zweiter ,/Weltmeister", und Klapsis ein stoßficherer Verteidiger. Jeder einzelne Mann zeichnete sich durch hervorragendes Kopsspiel und durch blitzschnellen Start aus. Rasches Dreiinnenfpiel mit kurzen Vorlagen an die Flügel charakterisiert das Angriffsspiel. Malkabi trat komplett an. Nach dem üblichen Flaggenaustausch und den Ansprachen gab Referee Hack den Ball frei. Die Griechen sind bedeutend überlegen, haben aber unglaubliches Pech. Unzähliche Schüsse streichen knapp über das Tor oder werden die Beute des gutavbeitenden Goldberg. Einzelne Angriffe Makkabis werden im Keime erstickt. Lumek rackert sich für zwei. Dreimal schießen die Griechen an die Stange, zweimal verfehlen sie das leere Tor. Halbzeit 0:0. In der 10. Mnute nach Halbzeit kann S r m 0 n einen von der Latte abspringenden Ball einsenden. Die Griechen greifen ununterbrochen an, können aber nicht ausgleichen. In den letzten zehn Minuten kommt Makkabi etwas auf, ohne aber am Resultat etwas ändern zu können. Me bessere Mannschaft verließ geschlagen das Feld, während die begeisterte Menge Lumek auf den Schultern in die Garderobe trug. RauUeh Aethos—Erez Israel-Team 3: 2 (3:1). Alexand ria: Jatron; Clapsis, M. Michelepis; S. Michelepis, Liacakis, Boyatzis; Petmezakis, Klonaris, Daperis, Sakelis, PatrinoS. Makkabi: Berger (Haifa); Rubinftein, Reznik (Tel Awiw); Breuer (Haifa), Lumek (Tel Awiw), Simonyi (Jerusalem); Tabak (Tel Awiw), Rest (Jerusalem), Stern (Haifa), Bader (Haifa), Lebele (Tel Awiw). Referee Hack. Ein zahlreiches Publikum wohnte dem Spiele bei. Die Gäste erhielten einen schönen Blumenstrauß und der Bürgermeister von Tel Awiw besorgte 'den Ankick. Das Team übernahm das Kommando und schnürte die Gäste ein. Resis Volleyball strich knapp übers Tor, aber gegen den flachen Schuß desselben Spielers, der eine gute Flanke Lebeles absing, war Jatron machtlos. Allmählich finden sich die Griechen und die Teambacks bekommen Arbeit. Der erste Corner bringt den Ausgleich durch Sakelis; in der 13. Minute schießt wieder Sakelis ein Tor. Die Griechen stnd aus dem Strafraum Malkabis nicht zu verdrängen. Berger hat Gelegenheit sich auszuzeichnen. Klonaris schießt in der 33. Minute den dritten Treffer. An beiden Treffern waren die Backs schuld, die einen besonders schlechten Dag hatten. Ein krasses Hands bei einem gefährlichen Durchbruch Baders übersieht der Referee. Halbzeit 3:1 für Alexandrien. Nach Seitenwechsel ist das Spiel ausgeglichener. Makkabi drängt, doch ist die Griechenverteidigung nicht zu überwinden. Gelegentliche gefährliche Durchbrüche geben Berger manch harte Nuß zu knacken. Gin völlig ungerechtfertigter Penalty gegen die Gäste wird von Lumek dem Tormann zugerollt. I« der 41. Minute geht Tabak durch; seine Flanke verwandelt Bader mit Bombenvolley. Malkabi greift weiter an, aber zum Ausgleich war es zu spät. Die Sieger hatten wieder in der Verteidigung, Centrehalf und Anken Flügel ihre besten Leute. Bei Makkabi Bergen hervorragend, Lumek gut, Bader auch. Rest war schwächer als gewöhnlich. Recht schwach waren Stern und Simonyi. Glatte Versager RubLnstein und vktzMk. Hocktzyr Der Sohn Herbert Samuels wird in dem Hockeymatch gegen British Gendarmery die Stürmerreihe Makkabis vertreten. Sie lautet, wie folgt: Newer (Cambridge), Aharo» (London), Pal (V. f. B., Wien), Samuel (London) und KofanÄy (Lettland). }; i;';>i L' >1 v\,/' . r. ■ |; . L