Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2919 (13.4.1927)
- Date
- 1927-04-13
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982007--29715-3017869- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Leite « Men, MMwory Wiese- M-kgesHettmrg 13. April 1SS7 Nr. SS1S Ae jüdflchen Spöttler für die jüdische Lifte! Gilt Maffenmeetiag der Südliche« Sdottverdaader. gebliebenen» insbesondere von Scheuer, mit Borwürfen empfange». Bald nach Basel überschritten wir die französische Grenze, auch hier verzichtete inan auf jede Revision, dann mußten wir, um den Unterschied zur westeuropäischen Zeit einzubringen, unsere Uhien um eine. Stunde zurückschieben, eine Prozedur, die wir auf der Ozeanreise nach einige Male werden vornehmen müssen. Nachdem das Mittagessen eingenommen worden war, wurden die neuen Mit^ieder Barbak, Stroß Weiß und M a u S n e r zu Hakoahnern ,geschlagen", eine Pro zÄ»r, die für alle Beteiligten nicht schmerzlos ausging. Nikolsbuvger wurde mit Rücksicht auf seine schvache Körperkonstttutioii vorläufig geschont. Bei reger Unterhaltung verging der Rest der Reise wie im Fluge und alle Reiseteilnehmer waren frisch und munter, als der Zug gegen 6 Uhr nachmittags Paris erricht hatte. Noch der Ankunft im Hotel Atlantic, das sich nchen dem Bahnhof Saint Lazare befindet, von dem wi. SamStog früh nach Cherbourg Weiterreisen, nahmen wir daS Abendessen ein, dann teilte sich die Gesellschift. Jene, die Paris bereits kennen, besuchten ein Revuetheater, die anderen besichtigten die Stadt. Da Heß bereits in Cherbourg weilt, besteht unsere derzeitige Reisegesellschaft aus den drei Reiftbeglci.ern, 17 Spielern und dem Bruder Jozsi Grünfelds, der die Reise als Schlachtenbummler mitmacht. In Cherbourg treffen wi: mö gen mit Heß zusammen und treten dann, insgesamt 22 Personen, die Seereise an. Wir hoffen alle auf gutes Wetter und eine ruhige Ueberfahrt. Hoffentlich werden wir in unseren Erwartungen nicht enttäuscht werden. Ae kioisiffwi-. Cherbourg, 9. April. Um halb 10 Uhr vormittags sind wir mit dem ersten der beide» Extrazüge der Cunard Line .von Paris abgereist. Alles ist in Erwartung der kommenden Ereignisse, eine gewisse Aufregung ist unverkennbar. Das Mittagessen wurde noch im Speisewagen eingenommen. Um halb 4 Uhr trafen wir in Cherbourg ein, wo wir.von Heß erwartet wurden. Der bereitstehende Tender führt uns zur Aequitania hinaus. Ae Meisterschaft der Wische« Amateurverekue. In der ersten Klasse gelang es Hasmonea, der kttielstarken Wiener Sladia einen Punkt wegzuneHiinen (0:0). Die jüdische Mannschaft befindet sich gegenwärtig in schr guter Verfassung; sie ist bereits aus dem dritten Match ungeschlagen hervorgegangen. Eine bedeutende Verstärkung bedeuten die früheren I.A.C.-Spieler Haas Und Sternbach. Beide wuvden auch in das Team der ersten Amateurklasse für die Spiele in Oedenburg am Sonntag und Montag aufgestellt. Gate Leistungen in den letzten Kämpfen boten auch die Verteidiger Feldstein, Bleichfeld und der Mittelläufer ' S o k a l. In der dritten Klasse Ost gewann Makkabi gegen die Schwarze Elf mühelos 3:1. Die Stürnrer des jüdischen Vereines fühtten ein schönes Kombinationsspiel vor. H a g i b o r hätte gegen Alexandria antreten sollen. Da Alexandria keine Spielerpasse hatte, einigten sich die Vereine darauf, ein Freundschaftsspiel auszutragen, das 3:1 für Hagibor endete. Selbstverständlich wird der jüdi'che Verein beide Punkte (3:0) von diesem Match zugesprochen bekommen. e. f. Am Montag hievt der Jüdische Sporwerband im großen Saale des Cafe Dänemark ein Wahl-meeting der Mischen Sportler ab. Noch vor Beginn der Versammlung waren alle Plätze besetzt, Hunderte junge Mische Sportler und Turner aus allen Bezirken Wiens waren dem Rufe ihres Verbandes gefolgt. Sehr stark waren die Sportvereine Hagibor, MaRabi, tzakoah und Hasmonea vertreten. Die Hagibor-Leute kamen in einem geschlossenen Zug« aus dem zehnten Bezirk. Aber auch die verschiedenen Turnvereine waren zahlreich erschienen. Die Versammlung wurde von dem Präsidenten der Hasmonea und Vorstandsmitglied des Jüdischen Sportverbandes Dr. Sanel Beer eröffnet. Dr. Leo Gott Hammer, Präsident deS Kreises des Jüdischen Sport- und Turnverbandes sowie Präsident des Zionistischen Landeskomitees, hielt das echte Reserat. In 'einer stürmisch bejnbelten Rede führte der Redner den Zuhörern die Praktiken der einzelnen Parteien vor Augen. Bor den Wahlen bemühen sich alle, jüdische Stimmen zu werben. Man appelliert an das jüdische Ehrgefühl und man versucht .mit allen Mitteln, jüdische Stimmen anzulocken. Die Juden und a u ch d i e i üb isch e n Sportsleute haben vonallen d iese n Par teie n nichts zu erwarten. Die Gemeinde Wien erteilt Sporksubventionen — aber nicht-für die Juden. Der Redner führte als Beispiel die'Musterstadt Köln an, wo die jüdischen Sportvereine trotz der Zentrum-Mehrheit, die unseren Christlichsazialen sehr nahe steht, ein Darlehen von 30.000 Mark für 15 Jahre zur Errichtung eines jüdischen Sportplatzes erhalten haben. Außerdem stellte die dortige Gemeinde den größten Teil des Baumaterials kostenlos zur 'Verfügung. In Wien werden nicht nur die jüdischen Sportler benachteiligt, sondern a l l e Berufsschichten d«S jüdischen Volkes. Der einzige Weg der Ju-den ist, jüdisch zu wählen. Dr. Plaschkes hielt eine scharfe Abrechnung mit der Gemeinde Wien. Obwohl der Redner, fast bei-allen Budgetdebatten der Gemeinde Wien auch um Berücksichtigung des Jüdischen Sportverbandes bezüglich einer Subventioneintrat, blivb es nur bei Versprechungen. Der Jüdische Sportverband und Turnverband mit Über 5000 Mitgliedern erhielt von der Gemeinde keinen Schilling, obwohl die tzakoah allein an die Gemeinde Wen in den zwei Jahren fast 150.000 Schilling an Steuern obgeliefert hat. Dk Plaschkes forderte die jüdischen Sportler auf, die mit Stotz auf ihre Erfolge zurückblicken können, sich mit ihrer ganzen Kraft für die jüdische List« einzusehen, damit die jüdischen Mandatare mit ihren berechtigten Forderungen in den Körperschaften weiter auftreten können. Die Gemeinde Wien wird sich für die Dauer nicht der Pflicht verschließen können, die berechtigten Ansprüch.' der jüdischen Sportler zu erfüllen. Der Redner führte Beweise an, wie eS mit der Gleichberechtigung in Wien auSsieht. Von 34.000 Gemeindeangestellten sind nur 140 Juden. Die jüdischen Kinderfreunde (300 Kinder) erhalten von der Gemeinde Wien eine Subvention von 200 Schilling jährlich und müssen an Wohnbausteue': nicht weniger als 429 Schilling zahlen. Alle anderen jüdischen Institute werden benachteiligt. Die Juden sind von allen Seiten bedroht. Die jüdischen Sportler haben die Pflicht, in den Wahlkampf einzugreifen und für die jüdische Liste zu arbeiten. Es geht nicht nur um Mandate, sondern auch um den Bestand deS jüdischen Sportes. Der Präsident des Jüdischen Sportverbandes FötteS dankte den beiden Rednern für. ihre Ausführungen. „Wir SportSleut« befinden, uns", sagte Földos, „jetzt wie in einem Fützballkamps von 2)^45 Minuten. Unsere Sportslcute, die auf dem grünen Rasen so oft siegreich blekben, müssen auch jetzt den schweren Kampf siegreich beenden." Die Versammlung nahm sodann einstimmig eine Resolution an, sich in den Dienst der jüdischen Wahlkampagne z u stellen. Unter Äbsingung der tzatUwah schloß Dr. Beer die Versammlung. 81« Stettins »u staKati ll. Morgen, den 14. d., Gastturnen dec' Her.enriegen sämtlicher Matkabi-Turnvereine Wiens im 'Saale des 1. 28. S. T.-V. Makkabi, 9. Bez., Liechtenstcinstraße 20. Anschließend spricht Hrrr Oberbaurat Robert Stricker. Es wid auf t«n Besuch sämtlicher Turnbrüder und Turnschwestern aller jüdischen Tun:vereine gerechnet. Der B. A. C. siegte in Subotice 7:0 (5:0). Di« Tore schoflen Gottwald (4), HosLauer (2) und Kaplan. — Der ehemalige Prager Spieler H i l -l i n g er, der zuletzt in Modena tätig var. wurde von B. A. C. verpflichtet Die Mener Schiedsrichter Zwicker, Kaufmann und Pretzler werden die drei Sparst«-Spiele in Budapest leiten. Hakoah-Sektion Brigittenau. Heute ittti ttfjr abends grmüttichr Zusammenlunft und^Tanz im Cafe Esplanadr, 9. Bez., ' Alserbachstraße 41. Gäste willkommen. ... ' Hakadur sucht Gegner für zwei Pina-Pong-Mannschaften. Abzüschließen jeden' Mittwoch und -vamstag Cafe Meircpol, 9. Bez., Berggasse 33, Tel. 19-1^57 stJchn). - - Aus den Berelnen. Libanon. Die Generalversammlung' wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Donnerstag' wichtige Sitzung der Klubleirung. Freitag 9 Uhr Spielerdersammlung und Aufstellung lämtlicher Mannscha'ttn für die F.iertagssniele. Während der Osterferien tätlich nachmittags Schach, Ping- Pong, zwanglose Zusammenkunft im Klubbeim. Hechanwr. Ab Sonntag, den 17. b. M. befindet fick unsere Ping-Pong-Settiou nie>.er im 2. Ka.fee.'uuö, Hauptallee, woselbst täglich im Freien Uebungsabende stattsinden. Wir laden hiemit alle Brudervereine häsAcbst ein. Die Fußballsektton hat' roeiterhiu ihre Spieleiverssmmlungen an-Samstagen km Cafe FranzenSbrücke. Jewish Allround Sporting Club. Heute spielt folgende kombiuier.e Mannschaft steten Hakadur im Cafe Metropol, 9. Bez., Berggasse 33, um 8 Uhr: Bnrsztyn, N. Goldberger, Krttner und Jevilemtsch. Freitag Schw-iinmtvaining im Beairixbrd von 8 biö halb 10 Uhr. Mitglieder von jüdischen Sportvereinen, Turnvereinen, Bezirkssektionen erhalten gegen Vorweisung der Legitimation eine Ermäßigung. Wasscrballtraining. Trainer für Anfänger und Vorgeschrittene vorhanden. Mitgliederaufnahme im Klubheim und bei der Kassa. Gäste willkommen. . , Hakadur. Heute um M8 Uhr Turnier gegen I. A. S. C. in unserem Klubheim. Es haben zu erscheinen: Fi,ch:r, Stader, Schattner, John, Panzer-und Eisler. 9 Uhr Spielertersammlung. Ausstellung für Ostern. Sams ai keine Schelcrversammlung. Urvater vor haute Vvrgtheater: Lady Windermeres Fächer Anfang '/,8. Ende vor 10 Uhr Akademietheater Stiefmama Anfang V,8. Ende 10 Uhr SßaatSoperr Fidelis Anfang 7 Uhr' Ende vor 10 Uhr Deutsches Volkstheaier: Der Patriot Anfang >/,8. Ende vor 10 Uhr voltSoper: Orpheus in der Unterwelt Anfang */,8 Ende »/,11 Uhr Theater a.d. Wie«: Die Königin Anfang '/,8 Eno« gegen 11 Uhr Jvhanu-Strauh'Theaier; Glück in der Liede Anfang S Ende V,ll Uhr Raimund-Theater r Dar Dreimäderlhau» Anfang V,8, Ende gegen */,ll Uhr Wiener Bürgertheater r Cagliostro in Wien . Anfang 7. Ende */,ll Uhr Stadttheater; Wien lacht wieder Anfang '/,8 Ende nach 10 Uhr Renaiffance-Bühne Die Frau an der Kette Anfang 8 Ende nach 10 Uhr i Theater in der Josefstadr r Frau Warrens Gewerbe Anfang */,8 Ende 10 Uhr Rene Wiener Bühne t Causa Kaiser Anfang ^,8. Ende 10 Uhr Rammerfpieie : Modellhau» Crevette - Anfang Va8 Ende »/«io Uhr Wrdrr««- Theater: Schloß Wetterstetn Anfang 8 Ende 10 Uhr LUßtsPiel'Theater r Der Mann im Loch Anfang 8 Ende nach 10 Uhr Roland-Bühner Dorlne und der Zufall Anfang */48 Uhr. Ende nach 10 Uhr Jüdisches KüuMerkabarett. 2. Bez.. Praterstraße 60. Reifete dem Reben» 8 Jüdische Bühne, 2. Bez.. Taborstraße 12. Du» Chypekletd 8 Zirkus Adolfi. rlienzgebäude. Apollo-Theater: Haller-Revue ^An und aus" Anfanq ' »8 Uhr Variete Reklame, 2. Bez., Praterstraße 34 Die Stiefmama 8 Radio-Programm Heute Mittwoch 11 Uhr: VormiitngSmustk.' 1615 Uhr Jugendbübne. .Der Frofchkönig" oder .Der eiierne He^ntch*, Marchenspiel von Robert Bürlnen 18 20: Suchterscheinungeu bei unseren Haustieren. Professor Dr. Franz Zartbnißky. 18'50 Uhr; Die Festwochen in Wien und Ntederötterreich ib. dis 19. Juni). Die Kaufmannschaft im.» die Festwochen. Kommerzialrat Rudolf Btttinann. >9 Ühr- .Fronzösich für Vorgeschrittene. 19 80 Uhr:■ Englisch für Anfänger. 20 05 Uhr: Naturlchilderung und Stimmungsmal-ret in der symphonischen und dramatischen Musik. Dr. E. H. Heller. Morgen Donnerstag > 11 Uhr: VormittagSmufik. 16- 15 Uhr.' Konzert de» Orchesters Silvester Schieber. Mttwirkend Konzr-t'är'qertn Helene Herzka. 17- 50 Uhr Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. SeklionSrat Ing. Defnlein. 1810 Uhr: Mitteilungen aus den Bundestheatern. 16 20 Uhr: Der Neusiedler See. Ing. Fink. 18-50 Uhr: Vorlesung. Dr Erich ifoitner. 20'05 Uhr: Beethoven: .Christus am Oelberg". Oratorium für Solostimmen, .Chyr-uud Orchester. Ü Scbubhaus Abrahamowicz W H.( TiborStraße 33 Wunderschöne * ,u. JM...^uiodel1e Echte Schlangen* und Eidechserileder- Schuhe von S 39*— aufw. SK Hygi nische Kinderschuhe Gelernte /pulerin (Zwirn ndustrie), 27 Jahre alt, weiche zuletzt 3'/, Jahre in ungekundijter Stellung war und, da der Betriebsort außerhalb Wiens war, die Stellung verlassen hat, wünscht in gleicher oder ähnlicher Branche ehestens einen. Hilfsarbeiterinnenposten. Besitzt gute Nachfrage. Gefl. Zuschriften unter „Nur Wien" an die Adm. d. Bl. erbeten. DER AHKEÜt Alis. Versidierungs A. g. - . BosOJHall (Ob.-Oest.) Kirchenstraße 15, Tel. 59 erth. Restaurant des S. I*luyersohn. Eröffnung 1. Mai Schone ein* und zweibettige Zimmei FAJUS-GUNNI Oral Mutter getan Vorslnssndunj von 120 Sohllllnt Versand unsuffllllgl FsJuS’ZtntrSI«, Wien, II.. Qloekengasie 14, Abteilung M j RWATZEK^^ SCH ILDER I | PLASTISCHE BUCHSTABEN I MODERNE LICHTREKLAMEN ] SCHRIFTEN AUF GLAS, BLECH, HOLZ. LEINWAND. MAUER. PAPIER USW. USW. I WIEN, TABORSTRASSE 1-3 - TEL. 46020 | Der •hord I Horo^ttz ILTaMafle 9 - \ XYi.Heoiefcb8afeMefstr.58 offeriert elegante Damen*, Herren-Schuhe 1 inprims.Qualiilt ■ zu rabrihsfirvlsan. Französische Kinderhöschen ohne Beine ' Dar ob Geiles. >. Rorgaise 1 lAnkerhof) AUeipigk Anzergen-Annanme 'Annoncenexvedittou Heinrich Schalet röten 1 Bezirk Wollzette 11. terausgeber und Eigentümer: Jüdische eitungsu. Bertagsges. m. b. H.. Wien, 2. Bez., Taborstraße 1—8. — Verantwort!. Redakteur: Jakob Krausz. Wien. 19. Bez., Brechergaffe 9 — Druck: *3nua\ Wien. 7. Bez.. Lerchenfelderstraße 1.