Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2909 (3.4.1927)
- Date
- 1927-04-03
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 290;) Sicn, Sonntag Wiener Morgsrrzeitung 3. TLpril ISS? Seite 15 durchsetzen, der c,lte Neumann als Linksverbinder versagte. Der vom Bundeskapitän so favorisierte Weis; spickte?.ine sehr dürftige Nolle. 2090 Zuschauer waren bei dem vom Schiedsrichter Preßler gut geleiteten Spiele anwesend. Austria—sporttkuü 3:1 <2:8). Glatter Sieg Austrias, die den Gewinn schon in der ersten .'-ätifte sicherstellte. Sindelar (35. Minute) und W i e s c r (40. Minute) waren vor der Pause erfolgreich. In der 5. Minute der zweiten Hälfte vergrößerte. Sefczik den Borsprung. Der Spor Klub war aus öinom Gedränge erfolgreich. Ein Elfmeter, von Sindelar geschossen, wurde von Ed i gehalten, während Kellinger einen Penalty verschoß. 3iOOO Zuschauer. Schiedsrichter Franken st e i n amtierte müßig. Hakoali—Hertha 2:2 (0:1). Dar jüdische Verein benützte die Golegenheit dieses FreU'NllfchaiftSsp'ioles. nur cruige N o u a u -f st e I l u ng e n zu versuchen. Der „zweMassige" Gegner erwies sich der Spitzenstellung in seiner Melsterschastslig-a iu,nd der Amvarischast aus die erste Klasse durchairs als würdig. Hertha lieferte ein flottes Spiel. Freilich spielte Hakoah ohne Scheuer, Gold, Fried-, Hetz, Wordumnn und Fischer. Bei den Krieau er n interessierte vor allein das Innen La: io. Steiner ist zu langsam un» unbeweglich, Nikols'b urger schon wertvoller, werm auch sein Können mehr als Ueberrest früherer Zeiten zu werten ist. Am besten gefiel noch Kovacsi. Er versteht es wenigstens, seine Ncbenl-oMe Mt in Front Zu bringen. Wenn er mehr Härte uaid Raschheit a-usbri-nigen wird, Hann er noch eine sehr gute Kraft werden. Mau s ne r konnte auch gestern noch immer nicht die an ihn «geknüpften Erwartungen erfüllen. Immerhin, er hat die Jugend für sich. Der Junior Hermann erwies sich noch als «der Energischeste des H>akoahangvtfses. Als Mittelläufer rackerte sich Weiß wie gewöhnlich Barbak zeigte das gewähnt harte Spiel und Strotz wurde im Matchverlaiuf Iuiseheni-s besser. Wegner ansanigI unsicher und der Hertha beim ersten Treffer Vorschub leistend, dann gleichfalls imimer mehr in Schwerug. Sri ne Stöße sind raumgreifend, ebenso die FeldmannS, der gestern ziemlich gm arbeitete. Im Tor stand Fabian, der einige sehr schwere Bälle meisterhaft atbwehrtc. Bei Hertha ist noch immer tzer >alte Rapid int-ernationaile Dietrich das Um und Auf der Mannschaft. Außer ihm bildete der Mittelläufe!: Pruha das Rückgrat der Elf, nur machte er sich gestern durch fortwährendes Reklamieren And Protestieren unsympathisch. Alle anderen sind fleißige, aufopfernde Spieler. Sie 'haben sich das Resultat gegen Hcrkoah ehrlich erkämpft. Nspiv—Hngsria-S. £ Cf. 4 : 8(1: 1). Dieses Spiel brachte erst nach Halbzeit interessanten Sport. In der ersten Hälfte war er eine 'sehr mäßige Angelegenheit. Die Ungarn, die in geänderter Aufstellung antraten, gelangten fünf Minuten vor der Pause durch Stofian zur Führung. In der zweiten Halste entwerte sich das Bild vollkommen. Die Hütte'ldovfer setzten nun kraftvoll ein und schon in der zweiten Minute gab es einen Knalleffekt. U r i d i l, der aber sonst noch fetter und unbeweglicher geworden ist, erzielte einen Treffer. Zwei Minuten später ist Kirbcs erfolgreich. Lues (21. Minute) und Hoff mann (31. Minute) erhöhen den Stand für Rapid. In der 86. und 40. Minute holen die Ungarn durch Schalter und 2 xt tz zwei Treffer auf. Der gebotene Sport stand im allgemeinen aus keiner besonders hohen Stufe. Bei den Hütteldorfern ragte wieder Lues hervor, doch verfällt er auch schon in Mätzchen. Richter und Wessely boten Durchschnittsleistungen. Dem Spiele, das Schiedsrichter Zwicker einwandfrei leitete, wohnten 3000 Zuschauer bei. HakoaH spreir heute um 10 Uhr vormittags auf dem iKneauer Sportplatz in 'kombinierter Aufstellung gegen Neubau. Jüdischer Sport verband. Morgen um 8 Uhr BoUversamlNlnrrg im VerbandÄchin;, 1. Bez., Kärntner« straste 28. Wichtige Tagesordnung. Vortrag eines leitenden Mktgiredes des zionistischen LanideskomiteeS. Die Vereine werden ersucht, mehrere Vertreter zu entsenden. Sambridge fdjlügt Lxsord. Eine Million Zuschauer. Ä o n d o n, 2. April. (Tel. Comp.) Das alljährliche traditionelle Wettrudern Mischen den Universitäten Oxford und Cambridge wurde heute von der Cambridger Mannschaft mit 4 Bootlängcn gewonnen. Die 6838 Meter lange Strecke wurde von der Cambridger Mannschaft nach einein aufregenden Kampf in 20 Minuten 16 Sekunden zurückgelegt. Dem Wettrudern wohnten auf beiden Seiten der Themse über eine Million Zuschauer bei. Der Start erfolgte um 1 Uhr 44 Minuten nachmittags bei günstigem Wetter. > Las Stadion in Bologna. Fassungsrnrrm 100.000 Personen. — 40.000 Sitzplätze. In I tai j -an hat der Sport in der letzten Zeit einen riesigen Aufschwung genommen. Die italienische AuSwahbm-ami« schcvft im Fußball! hatte in der letzten Zei-r einige Aussehen erregende Resultate zu verzeichnen, und auch in allen anderen Spor Zw eigen sind die FortschrU-te unverkennbar. Das ist vor allem aus die großzügige staatliche Förveru..ng zurückzusühven, deren sich der italienische Spart zu erfreuen -Hatz, weil man ihn als nationa'len Faktor wertet. Vom nächsten Jäh re angefa-ngen werden an den italienischen Meisterschaftsspielen au'sländische Spieler nicht mehr teilnehmen dürfen. Bezeichnend ist in biefern Zutsammrenhang der iS t a d i o nbau in Bologna. Die kleine S:atzt erlMt eine schon fast fertige Sportanlage, die 100.000 Z u!s ch a u e r n Raum gibt und 40.000 Sitzplätze «auifweist. Das Ländevmatch gegen Spanien in diesem Monate wird Ischon in diesem Stadion abgehal-ten werden. Das Schwimmstadion «für die Epropameisterschasten im Schwimmen, die im August stardfintzen, ist schon fertiggestellt. EL galb überhaupt keine bureaukratischen Schwierigsieiten. Man begann den Bau im Vertrauen daraus, daß das Geld beschafft werde, und der Appell an die Oplserwilligkeir. bewährte sich. Es wurde ein Eisonbetonbau au-sgefüihrt, »er 4000 Sitzplätze auswrist. Die Tribüne ist drei Stockwerke hoch. Jedem Schwimmer steht eine geräumige Kabine zur Verfügung u-nd ein separater Verbindungsweg zum Bassin. Auch für die Funktionäre sind besondere Räumlichkeiten und Zugänge vorhanden, so «daß jede V-eranstaltung!, ohne die Zuschauer zu irritieren^ fast unsich.bar geleitet weck.en kann. Neben dem Schwimmstadion beifindet sich auch eine gedeckte Schwimmhalle, im Bau-, die außerdem einen Skating Rink (RollschuhbaKn), Räume für boxerische Veranstaltungen und für Ringkämpfe enthält. Das Gebäude ist vier Stockwerke hoch. Spezielle maschinelle Anlagen sorgen dafür, daß das Wasser i.in'Wini:.er auf gleichmäßig mittelwanmer Temperatur erhalten werlden kann. Beide Gebäude für de«n- Schwimmsport wurden von einer Genueser Fivma auSgef'üihrt. Sehenswert und eine technische Meisterleistung ist die in großen Bo-gen und in veMüftfend leichter Linienführung geschaffene Eiiscrrbetonkonlstruktion des Daches und der gede-ck:-en Schwimmhalle. Das Stadion ist eine Sehenswürdigkeit E« illustriert am besten Italiens sportlichen Aufstieg. Das Schwimmfest der Damrbia, an dem auch Hakoah u. a. mit Fritzi Löwy und Hodp Bienenfeld teil nimmt, beginnt heute im Jörgerba» um 7 Uhr. Rhythmische Gymnastik beim Makkabi-Schauturnon. Beim jüngsten Schauturnen des Makkabi 9 wurde auch rhy..hmi!sche Gymnastik gezeigt, jenes neue körperliche Au-biidungAsystcan, das eine Schulung dxs ganzen Menschen nach den Gesetzen des havmonif-chen Ausgleichs bezweckt und sich gerade durch die ziclbenwßte Berücksichtigung des Individuums in Gegensatz zum Massenturnen stellt. Hilde H o l g e r, als Tänzerin durch eine persönliche Note aus dc>m Nahmen der Bodenwiese-r--2chrll'e hervorrretend, hat aus de>m weiblichen Material, das in der Präzision der Ausführung straffe Disziplin verrät, IlcbcrraschendeS herausgeholt,'die Starrheit der Körper zu lockern verstanden und ihre Härte gemildert. Die jungen jüdischen Turnerinnen hatten unter Leitung Hilde Hol-' gers einen starken Erfolg. Snser Preiraruschreilko. Otichtigo Li'fuugen zu mnserer Konlurreng (Oesterreich— Tschechoistcüvakei) haben außer don Preisträgern noch eingesendet: Gust. Nachtigall, 2. Bez., Ne>gerlega>sse 2. Gisa Neumann, 9. Bez., Li>e-chtenst>ein-stratze 122 Osk. Ortner, 17. Bez., Nattcirgasse'4. Hch. Mandelbaum, Kva-kcvu. Hans Löwy, 9. Bez., Alferstraßö 32. Sam. Obstfeld, 2. Bez., Seid. Knei-ppgasse 11. Sal. Walter, 2. Bez., Große Spe-vlgasse 8. Benno Weisser, 2. Bez., Dialzgasse 2. M. Rotier, Dr., 2. Bez^ Mlirsbachgaiste 11. Sinron Hochbergcr, 2. Bez., Craße Psarrgasfe 11. I. Tennenbanm, 9. Bez., Nußdorferstraße 4. Norbert Weideufold, 2. Weg-, LWonbrunngasie 12/0. I» Tamar, Dr^ 8. Bez., Langegassv 30. Simche Schtvebel, 2. Bez., Ausstellungsstraße 53. Karl Tarier, 1. Bez., Kohlmessergasse 6. Robert Piowaty, Dr^ 7. Dez., Nen-baugasse 4ü. B. Schleim, 20. Bez., Dresdnerstratze .114. Aron Singer, 2. Bez., Stnworstmtze 89. Alice Portes, 10. Bez., Senef-eL'ergasfe 40. I. Schwarz, 15. Bez-, Holochergasse 46. Gideon Tropp, 2. Bez.. Heine,straße 29. Jakob Tepper, 9. Bez., Georg «Siglgasse 11. Frieda Stornschuß, 2. Bez., AMortenstMste 1-. Edmund Lichtenstein, Graz, Morregasse lO. Hugo Modlinger, 20. -Bez.. Iägerstiraße 30. Artur Mayer, 20. Bez., Las-nergaffr 41. Bertha Werner, 2. Bez., Kl. Pfarrgass-c 9/12. Oskar Pick, Zilma, C. S. 01. Markus Tepper, 9. Bez., Sechsschmmwilgassv 17. Walter Robitschek, Dr^, 4. Bez., Favoni'rnstvaß-c 33. Max Sternberg, 2. Dez^, Gausplatz 3. Max Wald, Mkuliczyn, Polen. Armand Leymvorsky, 2. Bez., Josef Ehrcststraße. 10. Karl Margulies, 2. Bez., Glockongiasfie 8. Max Wagenberg, 2. Bsz^ IosofinanWlse L. Aly Schott, 6. Bcz., Hoftnühlgasfe Ä. Rosa Zupnik, 20. Bez., Wintergasse 1. G. Ringel, Sa.lonxi d'Fsonzo. Salomo Wallach, 15. Bez., Fünf-hainHgjassie 16. Heinz Reich, 18. Bez,, Eckpergasfe 25. Hermann Steuer, 3. Bez., Marokrwnevgasße L i. Osias Spitz, 2. Bez., Dabovstmße 30. Max Winter, 2. Bez., Rothonstc-vnMssc lp. Emmy Wybirot, 3. Wez^ Schimmel-giasfe ^7. m raujuM-i^gypnaann Redaktion u. Administration: Wien, Kärntnerstr. 28 iiKgwCTaiWBBBii^r^ umnim iwceu:anf MMÄ-ÄiWWUM Nr. 54 Wien, —A£w - HJahrgang Rabattsektion. Der erste gedruckte Nachtrag ist erschienen und wurde allen Mitgliedern g-ugeschickt.. Wir 'forderten hiebei die Mitglieder auf, die für -sie bei uns erliegend>en Rabatte sich gb^uhollon, was durch ei-ne Reiche von Mitgliedern auch pronrpt geschah. Das Pessachfest steht vor der Tür! Wir bitten alle Geslnnu>ngsgenosfcn und Mitglieder, ihre Einkäufe bet den der Rabat-rsektion angeschlossenen Firmen zu b es o rge n. Büchsenleerung. Die MärzMüchfenleernng ist im Tange. Fast alle Mstarbeitevgr-u!ppen halben ihr Leevungs-material termingerecht übernommen und sind an die Arbeit gegangen. _ Wir bitten, die Leerung mir voller Energie durchaus ähren, damit die nächste rechtzeitig stattsinden könne. Der Jüdische Gesangverein feiert das LSjnhrize JubNäundes Keren Kajemeth. Der Jüdische Gesangvevei-n hat beschlossen, zu , Ehren und zugunsten des Keren Kajemeth anläßlich des Löjährigcn Jubiläums des Keren Kaijometh einen I üd i sch e -n B o l k s l i ede r a b e nt .‘b zu veranstalten. Derselbe findet am 'Samstag, den 30. April 1927, um 8 Uhr äbends, i-m großen Saal l:-c S Volks« gar-ten-Restauran ts statt. Der bedeurende jüdi'sche Künstler Mälf Waller hat sich ebenfalls für Liesen Menid beveitwilligst zur Verfügung g-csstellt. Ami diesen künstlervschen Teil schließt sich ein Basar und Dang an. Das nähere Programim wird nächstens öekanntgegeben werden. Kremenetzky-Aktion. Die GesinnungSgenossen,, d-ie noch nicht die SamuneDögen abgerechnet ^hvben, werden ersucht, di.es unverzüglich z»u tun, damit die Aktion gang aibgöschlossen werden könne. Blau-weiße Zünder. Das Interesse für die Zünder dauert au. Eine Zieche von Gesin'N'UU'gsgenossen hat sich in mustergültiger Weise für die d -a u e rn0-e Veribreitung derselbenzur Verfügung gostellt. Selbstkon trugen tler können ähne Schwierigkeit durch Verbreitung der Zümlder in zionistischen Kreisen ihr Kontingent au'sbrmgen. Auskünfte im Keren Äa-jeme th - Dur ea u,. 1. Bez., Kärnmerstvatze 28. Die blau-weißen Zünder sind erhältlich bei den unten angeigebenen Firmen und in einer Reihe von Sektionen bei einer Reihe von Mitgliedern. Auskünfte bei ibefi Sektionen. Heller, 1. Bez., Concordiaplatz 5; Nathan Deutsch, 1. Bez., Köllnevhosgasse 6; Trafik, 2. Bez., Praterstraße 8 (im Hause!:er Arbeirerbank); N. Jäckel, 2. Bez., ZLovaragasse 26; Wittels. 2. Bez., Lcopolidsgusse 31 (Trgfik); Trafch,^ 2. Bez., Taborstraße vis-a-vis Cafe National; Hermine Müller, 3. Bez., Reunweg 48; Sie>FM>und Guttmann, 8. Bez., Nüavgaretcuplah 7; Trafik, 6. Beg., Webgasse 44; Trafik, 6. Wez^ Mariahilserstraße 99; Nathan Löwinger, 6. Bez., Stumpergafse 63; Tva'fik, 7. Bez., Mariahikferstraße 100; Trafik, 8. Wez., Laudongasso 44; Helene Panzer, 9. Bez., Berggasse 18; Langsam, 9. Bez., Durngasse 16; Johann Po^, 16. Bez., Sche'lhammergasse 8; Martha Grünwald, 21. Bez., Schloßho'fe.r!stratze 4. Purim-Aktion. Die Gesmn>uapgsgenossen werden ersuch:, die noch ausständigen Bogen KU verrechnen und die Gelder mittels des ihnen eingesanlt'ten Erlagscheines bezahlen zu »vollen. Theater ven heute Kammerfpiele: „Nummer 17" Anfang Va8, Ende '/^10 Uhr Modernes Theater: Hinter Mauern Anfang 8. Ende 10 Uhr Lnstspiel-Theater r Zum goldenen Segen Anfang 8 Ende nach 10 Uhr 3 Uhr nachnr. Die Pfarrhauskomödte Roland-Bühne: Dortne und der Zufall * Anfang '^8 Uhr. Ende nach 10 Uhr k'*’- ■ ■'Xak,.: Jüdisches Künstlerlabarett. 2. Bez.. Praterstraße 60. Die Frau in Karten verspielt 8 Jüdische Bühne, 3. Bez.. Taborstraße 12. Sulamtth 8 Zirkus Ad ölst. Reuzgebäude. Apollo-Theaterr Haller-Revue „An und ans" Anfang Vj8 Uhr in «eilen Abteilungen ÜHivi*«'