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Wiener Morgenzeitung · 1927-03-09 · Heft 2884 (9.3.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2884 (9.3.1927)
Date
1927-03-09
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sette fl Vien, Mittwoch Wiener Mergenzeitnug Ne. 8894 0. März 1927 .oumnuaiün Textilindustrie. Die Geuwrkschuften der L^zer T^xtilarbei- Auswertung der Wiener Semeindeauleihent -pr.ischcn dein im sozialistischen Fahrwasser tätigen verband der Sparer und Kleinrentner und der Finanz-' -erwaltnng der Gemeinde Wien sollen, wie Dr. Zalmann, der Obmann dieses Verbandes, jüngst in einer Versammlung nritteilte, Verhandlungen wegen einer teilweisen Auswertung der Gcmeindeanleihen stattfinden. In der gestrigen Sitzung des Stadtsenats kam Stadtrat Kunschak auf diese Meldung zu sprechen und verlangte Aufklärung darüber, ob sie den Tatsachen entspreche. Bürgermeister Seitz erwiderte, daß er es von nun an ablehnen müsse, im Stadtsenat derartige Anfragen zu beantworten. Es habe sich nämlich wiederholt ereignet, daß über derartige Erörterungen int Stadtsenat Berichte in die Oeffentlichkeit gelangten, die sich mit den wirklichen Vorkommnissen nicht deckten. Die Vorsicht des Bürgermeisters erscheint begreiflich, da sich in letzter Zeit für Wiener Stadtanleihen auch an ausländischen Bröseplätzen großes Interesse kundgibt, zumal die Notwendigkeit für die Investitionstätigkeit der Gemeinde wieder den Anleiheweg zu befchreiten, immer dringender wird und Auslandsgelder wohl kaum für Wien zu haben sein werden, wenn nicht hinsichtlich der aus der Vorkriegszeit stammenden Jnvestitionsanleiheu ein Abkommen mit den alten Gläubigern getroffen wird. Uebrigens sind die Auslandsgläubiger der Gemeinde Wien weit besser gefahren als die inländischen Besitzer von Anleihestücken der Stadt Wien, denn diese konnten auf Grund des Vorkriegsschuldengesetzes eine mäßige Auswertung erreichen. Es wäre nur recht und billig, daß den Jnlandsgläubigern mit gleicher Münze gezahlt wird. Aber so weit dürfte die ZalMann-Aktion kaum gehen. Nach allem, was man HSrt, wird bestenfalls für die im Kleinrentnerverband organisierten Besitzer vor: Wiener Stadtanleihen eine Mehr auf charitativer G.rundlage b-eÄuh^nde Auswe-rtung in Aussicht geiwmmen werden. Aaphthaprodrcktio» unv Raphthararlell Aus Lemberg wird uns berichtet: Die Naphthap^radnktion im Drohobyiyer Revier hat sich weiter ver- VMr-ger t; nachdem sie schon im Dezember zurückgegarigen war, erfolgte im Jänner «n ireuerlicher Rückgang um 76 Zisternen nick auch im Februar, über den die genauen Ziffern allerdings noch nicht vorliegen, ist ein weiterer ProduÄionsrückgang zu verzeichnen gewesen. Die Vorräte s4a»d stark gelichtet und betragen insgesamt nur noch 2500 Zisternen. Angesichts des in der letzten Zeit noch wachsenden Bedarfes find die Preise in ständigem Steigen begriffen; die -letzten Transaktionen wurden bei sehr geringem Angebot zu einem Preis von 2.38 Dollar per 100 Kilogramm getätigt. Die Auslösung des Naphthakartells hat rum andererseits eine starke Gegsitbowegung gegen die' jetzt stärker sühlbare Konkurrenz hervorgerufen. Deshalb haben die großen polnischen Naphtharaffinevien ein stilles ll eberein kommen getroffen, keine größeren Warenmengen auf den JnKrndsmarkt zu werfen und nicht unter den bisherigen Preisen zu verkavstn. Es soll gewissermaßen die Stimmung für eine Erneuerung des Naphthakavtells vorbereitet werden. Gut unterrichtete Kreise wollen wissen, daß auch bereits in den nächsten Tagen B er ha ndllu nge n der einzelnen Raffinerien beginnen werden, um das Naphtha kn rtell in der .früheren Form wieder ins Leben zu rufen. kuglisch-sranröfische gnduftrlekoatereuz. London, 8. März. Die gestrige Konferenz zwischen Vertretern der französischen Industrie und des Verbandes der britischen Industrie unter dem Vorsitz von Sir Mac M u s P r a t t befaßte sich zunächst mit der Behandlung britischer Staatsangehöriger und Gesellschaften, die die Erlaubnis erhalten haben, sich in Frankreich niederzulassen, ebenso mit der Behandlung französischer Staatsangehöriger u1;4> Gesellschaften in England besonders im Zusammenhang mit der Frage der Doppelbesteuermrg, ferner mit dem Problem der Zol l-N omenk'laudur und «Klasisiifilkationr lieber die Frage der Organisation der Produktion, insbesondere die Probleme, die mit internationalen industrillen Vereinbarungen -usannmenhängeir, kam es zu einer aussühMchen Aussprache. Die Delegierten waren in voller Uebereinstiimmung über die Fragen. Me heutige Sitzung wird sich mit den gestern entworfenen Entschließungen befassen. Außerdem wird die allgemeine Politik de-r britischeu und der französischen Industriellen im Zusammenhang mit der Internationalen Wirtschaftskonferenz in Genf besprochen werden. Streit in der polnischen rertiiindnftrie. Lodz, 8. März. Der allgemeine Textilarbefferstreik ln Lodz hat heute um 8 Uhr früh eingesetzt, du tote letzten Verhandlungen infolge der Unnachgiebigkeit der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer (die Arbeiter berlanycm, eine 25proMtige Lohnerhöhung, die Unternehmungen wollen höchstens 3 Prozent bewilligen) ergebnislos Weben. In Lodz und Umgebung ist der Aus stand allgemein, es streiken mehr als lö>9% Arbiter hm hiefig^t ter haben an die Gewerkschaften der anderen Textilrndustrkezontren Polens, Bialystock, Bkelitz, Czenstochau und Piotrkow, noch gestern die Aufforderung gerichtet, sich imt ihnen solidarisch zu erklären und ebenfalls nrit dem heutigen Doge in den Streik zu treten. Da in Bielitz und Biaily stock infolge von Lohnforderungen bereits Teilstreiks bestehen, dürfte ibfe Situation sich in den Textil- - betrieben dieser Orte verschärft haben, so daß in absehbarer Zeit ein GesaMtstreik in der .vrrzen Textilindnstrie Polens droht. stille Devisenmärkte. Der geringer Bewegung haben die Kurs« auf dc.m Devisenmarkt nur geringe Änderungen erfahren. Die Lira (22.86M) und der Leu (3.10) waren etwas fester, Dollar (810.76) und Schilling (73.16 K) ein wenig schwächer als am Vortage. Devise Madrid hob sich nenevttch (von S8.27% auf 88.40). Das Walzdrahüartell. Die Pariser Besprechungen -wischen den deutschen, französischen, belgischen, österreichischen und luxemburgischen Walzdrahrerzeugevn über die Bildung eines Kartells haben zu keinem endgültigen Ergebn x s geführt, obwohl Vie Verhandlungen gute Fortschritte gemacht hatten. Eine neu« Zusammenkunft der Vertreter der genannten Industrien ist noch im Laufe dieser Woche zu gewärtigen. Di« Wiener Beratungen über einen Donauvertrag für Weizen und Mais. Die Beratungen der Vertreter der mitteleuropäischen Getreidokörsen über den von der Wiener Produktenbörse ausgearbeiteten Entwurf eines Donauvertrages für Weizen und Mais wurden im wesentlichen zu Ende geführt. Der Entwurf dieses Vertrages wird nun den einzelnen Börsenleitungen zur Begutachtung übermittelt werden, da die in Wien abgehaltenen Verhandlungen nur die erste Lesung des Vertrages darstellen. Die Spareinlagenbewegung im Dorotheum. Im Atonale Februar 1927 wurden beim Dorotheum im Spar- und Scheck- Verkehre 12,852.875.16 eingelegt und 12,617.074.42 S. rückgezahlt. Mit Ende Februar 1027 berrug der Gesamtei nlagenstaird 72,779.854.03 <5. Ein Gesetz zur Bekämpfung des Geldwuchvrs in Polen. Aus Warschau wird gemeldet: Die'Regierung ist gegenwärtig mit der Ausarberiun-g eines Gesetzes zur Bekämpfung des Geldwuchers befchäftigr. Das Gesetz wird bereits in der nächsten Sitzung des Mrmsterrates angenommen werden. Auf Grund dieses Gesetzes wird der Minister rat u. a. ermächtigt, durch gesetzliche Verordnung die jeweilige Höhe des KrediKnSfußes für Privatbanken sowie rm PrivÄverkehr zu regeln. Diese Ermächtigung wird dem Finan-zminffter übertragen werden. Schwierige Lage des Harrdels in Karpathorußland. Aus Uzhorod wird uns berichtet: Da es in der letzten Zeit borgekommen ist, daß die Steuerbehörden in Karpathorußland das Warenlager von Kaufleuten als Haftung für die Steuerschulden beschlagnahme n, ohne RücksiOj, ob es sich um ein eigenes Warenlager oder nur um Kommissionsware handelt, erhalten die karpathorussischen Ka-ufleute in letzter Zeit von den Fabrikanten nur schwer Ware. Der Zusammenbruch der Brünner Textilfirma Fuchs. Zu dem bereits gemeldeten Zusammenbruch der Textilfirma Adolf Fuchsin Brünn wirdaus Prag noch berichtet: Die Insolvenz trifft 268 Warengläubiger mir zirka 11 Millionen Kronen. Der Firmenchef wurde vor zwei Jahren wegen einer Zollhinterziehung in Untersuchung gezogen und konnte damals die Angelegenheit nur durch eine hohe Geldstrafe ordnen. Die Passiven dürften.nach Schätzungen zwanzig Millionen, die Aktiven sechs Millionen Kronen betragen, doch liegt kein endgültiger Status vor. Die erste Gläubigersihung hat sowohl in Brünn als auch in Wien bereits stattgefunden. Es wurde eine strenge Ueberprüftmg der Bücher und des Warenlagers angcordnet. DaS Prager Warenhaus „Zur Stadt Paris". Wie das „Prager Tagblatt" meldet, hat der Großindustrielle Bata in der letzten Zeit ungefähr 10.000 Aktien des Warenhauses „Zur Stadt Paris" erworben. Das Mrienkapttal der Gesellschaft beträgt 2,5 Millionen Kronen und fft auf 12.600 Aktien zu 200 Kr. Nonnnat. oufgeteilt. Bata, der nahezu das gesamte Aktienkapital erworben hat, soll als Kaufpreis 26 Prozent deS Altiennominales entrichtet haben, obzwar sich nach einer provisorischen Bilaruaufftellung eine hohe Ue Verschuldung ergibt. Die Gesellschaft hat Bankschulden von 2 Millionen Kronen, ferner eine Hhpolyekarschuld von fast 1 Million Kronen. denen als Aktiven Warenvorräte gegenübersteben, die aber 76 Prozent ihres Wertes einge^üßt haben. Die englische Eisenindustrie gegen,tüe Koutiurntalkaxtelle. Aus London wird gemeldet: Zwei der größten englischen Eisenfirmen haben ein Abkommen abgeschlossen, das eine Abvrehr gegen das europäische Eisenkartell bezweckt. DaS Abkommen soll Vinnen kurzem auf den gesamten Eisenmarkt ausgedehnt werden. — Wie verlautet, hat England das europäische Schienen!artell gekündigt, weil cS die Kolonien selbst beliefern will. Konzentration der landwirtschaftlichen Maschinenfabriken in Ungarn. Seit längerer Zeit finden Verhandlungen über die Errichtung eines Kartells der urigarifchen Maschinenfabriken statt, die nun vor der erfolgreichen Beendigung stehen. An den Verhandlungen nehmen die Hofherr und Schrantz A. G., Kühne, kie landwirtschaftliche Abteilung der Maschinenfabrik der Staatsbahnen, Manfred Weiß, MartoS und Hers -und die Erste ung. landwirtschaftliche Maschinenfabrik teil. Dl« Kartellierung wird nebst einer Verminderung der Konkurrenz cmc Nationalisierung der Produktion dadurch bewirken, daß jede Fabrik nur 1—2 Maschinenthpen erzeugen soll. Herabsetzung rumänischer Ausfuhrgebühren. Die rumänisch« Regierung hat soeben die Ausfuhrgebühren in folgender Weise herabgesetzt: für Malz und Gerste von 10.000 auf 4000 Lei pro Waggon, für Speck von 20 auf 8 Lei pro Kilogramm, ferner sind die Exportgebühren auf einige Spirituosen, und zwar auf Branntwein, Likör« Champagner, Alkohol ganzaufgehoben worden, nachdem schon vor einiger Zeit der Weinexport von Gebühren befreit worden war. Wiener Börse. MschästSIos. — Schwach, -Hi'.' schwache Haltung der deuischen Börsen und die Zurückhaltung tut Spekulatwrr, ferner die fmkÜKrfetzten Vorstöße der ^ontermine becinslußkcn die Haktuvg deS NktienmarkteS ungünstig und da die Umsätze gering waren, konnren auch die günstigen Moldurigen aus Prag, wo die ZinSfußherabfetzuW oriebend gewirkt hatte, die lustlose Stimmung des hiesigen Akarktes nicht heben. Die meisten Wert«, mit Ausnahme tsthechostosoakischer Montan- und Bankaknen, die gebessert lagen, eröffneten zu niedrigeren Kursen und die schwache Haltung der Börse hielt bis zum Schluß an. Nur Zivno, Pobdihüktc und Juli-Süd ivaren gebessert, die meisten anderen Kulissennwrte schwächer. Ebenso wie die Kuliff« gab auch der Schranken meist nach. Der Rentenmarkt war völlig vernachlässig:; die Kurse zeigten keine nemtensiverten Veränderungen. K a s s a k u r s e: Bankverein 11.60, Boden credit 31.76, Oesterr. Kredit 14.60, Kompaß 1:01, Ländevbank 15.40, Merenrkank 6.45, Unionbarrk 6.40, Brit>Ung. Bank 120.60, Nied.- "'sterr. Escoinpte 27.—, Nationalbank 265.—, Betc. d. Orienr-- Eiscnbahn 829.—, Staatsbahn 44.75, Sza mos thalbahn 160,—, Banges. 10.70, Sarajcboer Brau 31.—, Hauser u. Sobotka 10.50, Lentberger Brau 110L0, A. E. G. Union 7L0, Der. Elektr. 41.60, -Stern >u. Hafferl 19.46, Elin 3360, Tintber 18.30, Trifailer 52.20, Salgo 72.10, Ung. allg. Kohlen 617.—, Mpine 42.20, Grazer -Waggon 3.30, Heid Masch. 1.70, Waffen 6.80, Fellen 16.—, Finze 16.50, Kabel Draht 2060, Rima 117.—, Elbemühl 3.80, Karpathen 3460, Oesterr. Eisenbahnverk. 61.—, Semperit 18.50. Wiener Warenbörse. Der Verkehr der gestrigen Börse »vor bei <yutem Besuch mäßig. In Kolonial waren wurden nur vereinzelte Geschäfte aogeschlosseu, da die Marktlage 'der Än» zelnen Arti-kel unklar ist. Kaffee ist am Weltmarkt fest gestvmmt, nachdem die letzten Evntelberichte evn geringeres Ergebnis Voraussagen, als man bisher berechnet hatte. An der Bövse selbst war kein Kaufintevesse festzustellen, rveShalb die Preise unverändert blieben. Die Hanssebewegnug in Kakao hält rvettor an und wurden die Notierungen in Kakaobutter -um weitere 30 Punkte ans 775 Schilling per 100 Kilogramm erhöht. Reis ist in den Ursprungsländern im Preise steigend, weshalb auch hier erhöhte Forderungen gestellt wurden, ohne daß eL zu Käufen gekommen wäre. Bezüglich Zucker kommen aus Kuba zeitweise alarmierende Nachrichten. Andererseits muß aber sestgestellt werden, daß die europäische Produktion heuer wesentlich zunehmen wird, tveshalb auch der Konsum a-bwartcnde Haltung bekundet. Die letzten Preise blieben unverändert. Von Südfrüchten zeigt sich in bosnischen Pflaumen eine schwache Tendenz, die zu Preisermäßigungen im Ausmaß von 2 bis 5 Schilling per 100 Kilogramm führte. Schweinefette sind schwächer. Die Nordamerika« nische Notierung konnte sich noch halten, jedoch verlor Budapester Schweinefett 2 Schilling (243). Für Wiener Schweinefett wurde hingegen der Preis auf 272 Schilling (4- 2) erhöht, obwohl Käufe nicht getätigt wurden, sondern diese Erhöhung nur ans Warenmangel znrückzuführvn ist. Chemikalien liegen ruhig. Französisches Harz wurde um 6 Schilling billiger, zu 123 Schilling, Premier jus techn. zu 142 SchiMng (— 2), Stearin tafeln zu 206 Schilling (— ß) und Knochenllerm zu 106 Schilling (ff- 3) ausgeboten. Textilien wurden in sinigen Positionen um je einen Punkt erhöht, Leder und Roh häute blieben unverändert. Exekutiv verkauft wurden 182 Kilogramm Speisoschokoladc zu 4.70 Schilling und 5.50 Schilling per Kilogramm verzollt ab Mener Lager. Wiener Börse für landwirtschaftliche PrÄmtte. Der MarL sprach sich in Weizen und Roggen etwas freundlicher ans, da daS Offert in beiden Artikeln knapp ist. Btais lag ruhig, Hase« unverändert. Die anrtilichen Notierungen behielten den Stand des Vortages. Wiener Viehmärkte. Borstenvieh markt. Ausgetriebe« wurden: 5572 Flei-jchschrveine, 3861 Fettschwerne. Es noüerteu: Fleischschweine 1.90 bis 2.40, Fettschwerne 3.— bis 2.4ö per Kilogramm Lebendgewicht. Bei lebhaftem Verkehr verteuerten sich Fleisch- und Pvimm-Fettschweine um 10 bis 15 Groschen, die übrigen Qualitäten um 10 Groschen per Kilogramm. «— Pferdemarkt. Ausgetvisben wurden: Gobrauchspfevde 93, Schlächterpferde 410, aus dem Schlachthaus 20 und aus der KontumazabtÄlung 387. Es notierten: Kutschpferde 400 bis 1200, leichte Zugpferde 300 bis 1200, schwere Zugpferde 600 bis 1400 per Stuck, Schlächterpserde, Prima, 0.85 bis 1.10, Fühlen, Sekuirdo, 0.70 bis 0.80, Extrem 1.40, Wurstrvioh, Prima-, 0.45 bis 0.70, Sekunda 0.30 bis 0.40. Verkehr kübhaft. Budapester Getreideterminmarkt. Bei freundlicher Stimmung häbenffich die Kurse behauptet. Die Notierungen lauten in Pengü: Mai-Weizen 33.96, Märzroggen 27.06, Oktoberwor-- zen 29.10, Oktotzerroggen 22.28. ' Auswärtige Börsen. Prag. Die Herabsetzung des Diskonts wirkte auf Änlagewerte günstig ein, die fast durchwegs weitere Steigerungen erAelten. DivEndenwerte, nanvent- -lich Jn-dustvieaktien, lagen dagegen ruhigLr und neigten im Verlaufe unter Schwankungen ehn zur Schwäche. Verstimmend wirkten das gering« Interesse -der Spekulation und me flauen Nachrichten von den ausläniditschen 83-öatat, besonders aus Berlin. Das Geschäft in Jndustriewerten hielt sich -in engen Grenzen. Die Börse schloß für Jndustvieaktien allgameÄr obgefchwacht, doch hielten sich die Rückgänge in engen Grenzen. Nur eini-ge Textilpapiere wiesen größere Verschiebungen aus. Tschech oslöwakische Banken zeigten eine sehr feste Haltung. Staa-tspapiere begegnsten größerem Interesse. Dieselben wurden bei um-Wreichender Zuteilung gehandelt, -da es vielfach an Ware fchlte. Bon Exoten warm hauptsächlich' StaatSbahn-PriovitLten gesucht möd konnten sich gut behaupten, desgleichen Banke«. Demgegenüber neigten Jndustriepapierc nach unten. Der Devisen-markt wies keine einheitliche Kursgestalbung auf. — Berlin. Die Verhältnisse am Geldmarkt haben sich m der letzten Zeit dahin entwickelt, daß kurzfristig« Gelder nach wie vor reichlich zu Sätzen von 5%» bis 7)4 Prozent angÄvien bleiben, daß aber langfristige Gelder recht knapp geworden sind, so daß für MonaÄgeld ein Satz von 6% bis 8% Prozent genannt wurde. Wenn auch die Geldmarktlage seitens der Börse etwas ruhiger beurteilt wurde, so trug ÄeS zu Bsgdm der Börse insofern zur Erholung der Kurse -bei- Äs das Publikum nach den starken Rückgängen von Montag eher Kaufa& Verkaufs«ufträge an den Markt gelegt hatte. Gegenüber de» gestrigen Tieskuvsen traten -daher Erhoiklngen von 2 bis 3 Prozent mvd bei manchen Papieren auch von 4 bis 5 Prozent ein. Dem uneinheitlichen Bild der Kurseniwickln-na entsprach aber, daß auch Rückgänge, so bei Bvmbevg um 5 Prozent und ten Aktien für Verkehrswesen um 10 Prozent, cufplg-tvn. Die Stimmung blieb im Verlause reichlich unsicher und nervös, so daß nach Erledigung der anfänglichen Kauforders Schwankungen eiirtraten, wobei Abbröcklungen um einige Prozente iwer- S. Anl RentermraM veränderte sich der Stand nicht er- . Nur Borkriegs-Bankpifandbrisft waren etwas empfindgedrückt. — Budapest. Die Ten-donz war flau, da vom Msland unbesriedigeil-de Nachrichten Vorlagen. ES «- aaben-flÄ auch Mr bis bisuer bevorraten Dadüeve KurSeinbu-an.

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