Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-03-08 · Heft 2883 (8.3.1927) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2883 (8.3.1927)
Date
1927-03-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2981971--29325-3017443
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

L4' l i< Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitnrrg 8. März 192 Nr. 8883 Bühne und Kunst. Boikroper. Die geistliche Oper „Franz von Assisi" ist im Grunde ein Oratorunr. Im Vordergründe rezet-iert der Erzähler — Opernsänger Heinrich Tiemer — Franz von Assisis Lebensgeschichte, auf der Hinterbühne hat Rainer Simons dazu mit bühnenkundigem Bück lebende Bilder gestellt. Die Musik von Hugo Berctvas müht sich um den Ton der Legende, tvelcher freilich nicht recht stilrein klingen will, Neben herben hieratischen Weisen vernimmt man gar viel Liszt-Wagner'sches Pathos, das bisweilen in die Niederungen der Operette hinabsteigt. Der sauber gearbeitet Vokalsatz wird von einem Orchester gestützt, dessen Instrumentation nicht ganz einwandfrei ist. Geschickter sind die Solostimmen gesetzt. Mos in allem eine fleißige musikalische Arbeit, welche dem Zwecke einer Gelegenheitskomposition vollauf gerecht wird, mag auch der Einsall nicht aus erster Hand sein. Lebhafter Beifall zeichnete den anwesenden Komponisten aus, mit ihm rke gewandten Solisten, die Damen Attler, Fichtinj>er, Hecht und Mathe, die Herren Brand, Helliren, P u n t s ch a r t nn.d T i e m e r und den umsich- ^en Dirigenten Dr. Andreas Weißenbäck. slb. Ans den Theater«. B-ur.gtheater. Morgen, y28 Uhr, „Zu ebener und erster Stock". (Abömroment 1. Gruppe.) Akade mie th e a te r. Margen, Uhr, „Metile". Operntheater. Morgen, yi Uhr, „Die Walküre". Volksoper. Samstag Uraufführung der einaktigen Oper „Die Blinde" von Max Ast. Kammerspiele. Morgen spielt Maria Orska im Rahmen einer Nachtvorstellung zum erstenmal in „Karussell" von Louis Verneuil, deutsch von Bruno Frank. Die Vorstellung wird Donnerstag und Freitag (10 Uhr) wiederholt. Rolandbühne. Die Revue „Komm mit, Puppe r l!", welche heute das Jubiläum der 100. Ausführung feiert, wird nur mehr bis inklusive Sonntag, den 13. März allabendlich gespielt. Re-iaissancebühne. Freitag gelangt die Kmnödie „Der Lebensretter" (Boudu saune des eaux) von Rene Fauchois zur Erstaufführung. Modernes Theater. Freitag findet eine Veranstaltung der Literarischen Bühne statt. Zur Aufführung gelangt G erhärt Hauptmanns LLgend-enlspiel „K D i s e r Karls Äe-rfesi'. ' Bcunoplatz 1a. Heuie, 8 Uhr abends, Vortrag Uriel Birnbaum: „Uebcr die Bibel." — Wiener Vet-Hamidrasch, 2. B. Tempelgaffe 3. 6 Uhr Lektor Dr. GelbhauS: „Hiswrifchc Psalmen.- — Soziologische Gesellschaft in Wien. .Heute. 7 Uhr. im Hörfaal 33 der juristischen Fakultät an der Universität Vortrag Hendrik de Wan CDrnßel): „Die Rokivendigkei: einer Sozialpshchologie." » Eine Feier des BethanSvereines Floridsdorf. Anläßlich des 75. Geburtstages des ObmanneS des BethauSvorftandes und Chewra Kadischa, 21. Bezirk, Herrn Gabriel Dukes, findet am 13. März 1927, 10 Uhr vorm., int Sitzungssaal der KultuSgemeinde, 21. Bez., Holgmeifievgaffe 16, eine Feier statt, bei der das Bild des Jubilars enthüllt wird. Oesterreichische BöÜerbundliga. Ueber die Stellung des österreichischen Handels in Mitteleuropa und feine Wünsche sprich morgen tun halb 7 Uhr abends im großen SitzuugSsaale der Wiener Handelskammer (1. Bez„ Stubenrntg 8—10) Herr Dr. .Rudolf Brichta, erster Sekretär des Gremiums der Kaufmannschaft, im Rohmen des VortragszvklnS der österreichischen Völkerbundiiga über die Weltwirtschaftskonferenz. Der RepräsentationSball der jüdischen Studentenschaft findet morgen abends im SchwarzenLerglkasino, 1. Bezirk. Schwarzenbcrgplah, statt. Neinerträgnis zugunsten der Mensa academica judaica. Karten im Verernsloral, 9. Bez., Zimmer« mannplatz 8. Gerichtssaal. Was die Wiener effen miiffen. „Umgeformte" Butter. — Madige Wurst. Beim Marttamt Mangarieiietr Uef ebne anonyme Anzeige cvn, daß der G-elMischttoavenhändker August BachschweI, 5. Bezirk, Dihkgaffe 3, Bniierverfällschuing i>n großem Matzstaü bobvsDe, und ztvcrr mU oimem deoart luikvativen Erfolg,, daß sabne Gattin in Maviienibad ome Mmagevun^kur machen mußte. Dieseit odntrcigüchsn Berdvenst v eran haßte er dkumch „Umfovmen" von Butter. DachschivÄ gab zu, daß er die Brvttor „unifonrue", doch orklärte etc, dies narr zu tun, damit die Butter «ein srermdlicheves Aussehen erhalte", keimeSfalls aber ändere er iihve Beschaffenheit. Die LelMtsmÄtelluMorsuchuntzAsbelle bezoiichnete jedoch die Butter als duwch Margarinezusatz stark verfälscht. BeziirkSrvchbeir Dr. B e r n a r d vemmrterlte den bisher unbescholtenen Angoklagiten zu drei Wochen Arrest und 600 Schilling Geldstrafe. Die Selchoomeister Josef Pawlas, 6. Bezirk, Pilgvaimyaffe 13, mid Fmng Wein roter, Dihlgiaffe 34, hatten sich vor demselben Richter zu veraatwortert, woöl sie Wmstivavar mit Anzeichen hggimvon'der FänNis verkauften. Bei Wein!wter wurde überdies graues, talkig schmeckendes Schnalz vorgeflundott, ferner verkmrfte er Wursttvaren mit Mehh'.iüfatz, ohne diesen Umstand dttvch eine Tafel im Geschäftsloka-l ttmidzunrachon. pawlas nm,rde zu zehn Schilling, W e i n r o t e r zu dreißig Schilling Geldstrafe vevuivteilt. — Wegen fahrlässige» Verkaufes von gewässerter Butte r wurden die Gamischtwaveuthäi'ldler Katharina Buchecker, Franziska S u ch o r und Oskar R o f e n st r a u ch M Geldstrafen von zehn bi? vierzig Schilling Vovu,rte>ilt. — Bei dem DÄikatessenhändler Leopold Mann kaufte ein Kunde einige Dekagmurm Wurst. Beirn Essen konstatiaute er, daß cvft der Wirrst Maden herullnkvochon und inachte deshalb d'ie Anzeige. Bei der Verhandkrnlg lmr dem Bezirks^e-richt Margareten hatte sich die tzlattin des .Kallftnmiuies, Theresia M a n n, z» vcrantwovten, die bei dem Vewkauf der Wtvrst allein im Lokal anjvesead war. Sie gab an, die Maden könnten nur von einer Schmeißflige hevrühvsn, die sich zufällig auf dieses Stück gefetzt Hobe. Bezirksvichter Dr. Vernarb verurteilte sie ivegen Fcchvläffiigkeit lieint Vorkaufe zu 16 Schilling Geldstrafe. — Vor dem gleichen Gerichte hatte sich auch dar Flöifchselcher Wenzel Francik, 5. Bezirk, Arbeiievgasse Nr. 16, zu Verantlvorten, weil er in feinem Geschäftslokal düvve Wurst Vevkau-ft hatte, deren Hauit künstlich gelb gefärbt war. Die Verhandlung wurde nicht zu Ende geführt, weil dar Richter den Mt Ivozen Verdachtes der falschen Zeugenaussage gegon eilten Angestellioit der Staatsanivalkschaft abtrat. Wider rächt lirhe Pensionierung eines unlietsamen Be» amten. Wie seinerzeit berichtet, wurde der Nechnungsdirdktor des AckerbauministeciumS Alfred Trubrig wegen angeblicher Geistesbraniheit plötzlich in den Ruhestand versetzt, nachdern er große U n z u k üm inlichkedte u in diesem Ministerium ausgederkt hatte. Trrbrig klagte das Ackerbanmiuisteriunt wegen Rechtswidrigkeit der Pensionierung und Zahlung von Attivitätsbczügen beim Verfassungsgerichtshof. Dieser gab der Klage Folge, Hub die Bescheide des Ministeriums auf und sprach den B: ndesßhatz schuldig dem Kläger die Differenz zwischen den ihm äb 1. Jänner 1925 zugekommenen Ruhegenüffen und und den ihm gebührenden Aktivbezügen bis einschließlich Dezember 1296 nebst Verzugszinsen und Prozeßkosten zu bezahlen. Das Erkenntnis des VerfassungsgertchtHivses stützt sich auf ein psychiatrisches Gutachten, welches, wie das Urteil besagt, geradezu e i n c c bern ich to n d e Kritik der der Pensionierung zugrunde lie- „Der große Bluff". Die erfolgreiche Komödie von Fred Heller und Adolf Sch ütz feierte in der Renaiffanceöühne das bei Prosaftücken seltene Jubiläum der 50. Aufführung. Das Wert und die Darstellung, insbesondere Jarno in der männlichen Hauptrolle, sowie die Damen Sorma und Forstuer wurden durch lebhaften Beifall ausgezeichnet, welchen namens der Autoren Fred Heller quittierte. L«o Sirola, der bekannte Klaviervirtuose, ist von einer mehr als dreimonatlichen Tounree durch Rußland zurückgekehrt, welche überaus erfolgreich verlief. Die gesamte russische Kritik betont einmütig sein außerordentliches pianistisches Können; in Eharkaw gab er sieben ausverkauste Konzerte. Er wurde neuerliäi für eine russische Tournee für die nächste Saison verpflichtet. Tschechischer Kammermusikätend. Freitag, den 11. März, halb 8 Uhr abends, veranstaltet der Verein für neue Musik im Kammersaal des Mnsilbereines als 8. Kammermusikabend einen t^zechischen Abend mit Werken von Axmann, Jirak, Marttnu, Schulhof. Ausführenöe: Das Novak-Franv- Qnartett (Prag). Ans der Urania. Ein mit schönen Bildern ansgestatteter Vortrag „Unser schönes D o n a n l a n d", der die reizvolle Schönhert einer Fahrt durch das Donauland zeigt, hat letzthin in der Urania allgemeinen Beifall gefunden. Farbenprächttge Lichtbilder, unterstützt durch eine gut gelungene Auswahl schöner Volksweisen und Lieder machen dem Zuhörer das Donauland lebendig. — „Bier Jahre an javanischen Fürstenhöfen." Tassilo Adam, ein bekannter niederländischer Forscher, wird in zwei Vorträgen mit Lichtbildern und Originalfirmen von seinen Forschungen an den märchenhaften Fürstenhösen Javas erzählen, und zwar Dienstag, um halb 8 Uhr abends im Großen Saal „Vier Jahre an den FürstenDfen J^lbas" und am Donnerstag um halb 8 Uhr im Kleinen Saal „Schattenspiel und Wajang Wong in Java". Gordins „Mirele Eftos" in ungarischer UebertraWng. Wie uns aus Mükacevo berichtet wird, fand dort dieser Tage die Uran.fführung der ungarischen Uebersetzung von Gordins „Mirele Efros" statt. Die Uebersetzung stammt von dem jüdischen Schriftsteller Bela Szereni. Das Stück, das im ungarischen Theater aufgefühirt wurde, fand sehr gute dlufnahmc und dürste sich als Kassastück lange auf dem Repertoire erhalten. Die zionistische Dezlrkssektion Leopoldstadt ladet ihre Mitglieder zu der heute Dienstag, im § „Jüdischen Künstlerkabarctt“, II.,Praterstr.60, stattfindenden Aufführung der großen g Jiid. Revue „Fyii Sechestow Ms Amerika“ S ein und rechnet mit vollzähligem Erscheinen. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische Sektion 10—11. Heute, präzise 8 Uhr abends. Arbeiterheim, 10. Be-z^, Laxenburgerstratze 8 (Gartensaa'l), ^Füdisches Meeting. Redner: Herr Dr. Jojef Löwenherz. Vizepräsident der Israel. Kultusaemeinde, und Dr. Otto Abete s. Eintritt frei! — Führerturs des zionistischen 51nltnramtes. Heute, 7—9 Uhr, im Zlonlstlschen Bureau, 1. Bezirk, Kärntnerstraße 28, Dr. N. M. Gelber: Vorläufer des Zionismus. — Zionistische Jugendorganisation Prater. Donnersta<v 8 Uhr abends, im Heime Jungstraße 8 Vortrag Oberbaurat Ing. Robert Stricker über „Nationale Arbeit im Gaiach." Gäste willkommen U Zionistische Sektion 6—8, 3. B., Sin Vslorifierungsproreß gegen die „Wag". Versammlung der Prroritü're. Die „Wag" hatte zum Ausbau der Wasserkraftwerke aut 1. Februar 1922 ein Obli-gattonenanlehen im Betrage vom 4 Milliarden Kronen ausgenommen und zu biesein Behufs bprozenttge Prioritäten ausgegebeu, die auf den Wasserkraftwerken hypothekarisch sichergestellt wurden und bezüglich 'deren vock der Gesellschaft im Prospekt versprochen wurde, daß sie in der mit dem Gesetze vom 2. August 1892 festgesetzten Kroirenw ährung zurück gezahlt werden würden. Zur Geltendmachung der Ansprüche der Priovitätenbesitzer gegen die Gesellschaft, die die Prioritäten mit dem Nennwert in Papierkronen rückzahlen wollte, wurde vor einem Jahre eine Klage amgestrengt, die schließlich vor den Obersten Gerichtshof gelangte, der die Bestellung enter Kuratel für die Besitzer der Sprozenlligen „Wag"-Prioritäten voni 1. Februar 1922 mit der Begründung verfügte, daß das Versprechen, die Anteile in Kronen der mit dem Gesetz vom 2. Tlugust 1892 festgesetzten Währung zurückzubezahlen, zu einer Zeit gegcben wurde, in der die Vollzugsanweisung vom 25. März 1919 (sogenannte Schumpetersche Verordnung) bereits in Kraft stand, diese Zusage daher nicht unbedingt als Versprechung einer Leistung in österreichischen Papierkronen ausgelegt werden müsse. Im Sinne dieses Erkenntnisses fand nun gestern im Handelsgericht eine Versammlung der „Wag"-Prioritäre statt, zum Zwecke der Wahl von je drei Vertrauensmännern und Ersatzmännern-, sowie Aeußerung über die vom Kurator D r. M a y r g ü n t e r angesuchte Ermächtigung zur Einbringung einer Klage gegen die „Wag" auf Sicherstellung bezw. Ergänzung der grundbücherlichen Pfandrechteinberleibung. Kurator Dr. Mayrgünter erstattete ein ausführliches Referat über die Rechtslage, worauf die Wahl der Vertrauensmänn>er vorgenommen wurde. In das Komitee wurden gewählt: Der bekannte Vorkämpfer der Valorisationsbewegung nnd Verfasser des grundlegenden Werkes „Auswertungskampf und Wiederaufbau in Oesterreich", Dr. Markirs Etting er, Oberbaurat Engel manu, Dr. Max Hit sch mann, als Stellvertreter Dr. Juris, Dr. Krips amd Direktor Weißblech. In der ^(ngeiegenheit der „Wag"-Obligationen toutmt am krassesten zum Ausdruck, welche Berwüstuttgen die prinzipielle Mißachtung * des Valorisationsproblems durch Gesetzgebung und Verwaltung bereits in Rechtsbowußtsein wie auch in der.RechtsPraxis hervorgerusen hat. . Mmmt man das Erkenntnis des Obersten Gerichtshofes dem Wortlaute m>a ch, so ergäbe sich der Widersinn, daß die in den Obligationen vom 1. Februar 1922 angelegten, bereits entwerteten Kronen (wenn sie auch nicht so sehr sehr entwertet waren, wie die Kronen vom September 1922 und die der darausfolgenden Jahre) eigentlich mehr wert waren und höher valorisiert werden m ü ß t e in, als Vorktttogskronen. Zu dieser Schlußfolgerung muß man -darum gelangen, weil der Oberste Gerichtshof der Schumpeterschen Vollzugsanweisung bloß rückwirkende Kraft zuzuschreiben scheint und ihr die Wirkung für die Zukunft jedenfalls nur soweit zugefteht, als nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden ist. In dem Versprechen der „Wag" auf Bezahlung von Kronen nach dem Gesetze vom Jahre 1892 erblickte der Oberste Gerichtshof eben ckne solche über die Schumpetersche Verordnung h>inausgehende Vereinbarung. Die Prioritäre der „Wcvg", bezw. der Kurator wollen nicht so w^it gehen und Ansprüche auf Bezahlung in Goldkronen für Papierkronen, die im Februar 1922 einen Kurs von 1400 bis 1800 pro Schiveizer Franc gehabt haben geltend machen^ sie würden sich mit einer Valorisierung nach dem Kronenwerte der damaligen Zeit begnügen. Freilich, die Prioritäre sind nicht von der Moral des Staates angekränkelt, der in einem analogen Fall umgekehrt Goldkronen mit Papierkronen aus >der Welt zu schaffen -bestrebt ist, aber es ist jedenfalls bezeichnend, das es unter Umständen, wenn man näntlich bloß formal juristische Gesichtspunkte anwendet, möglich wäre, den Anspruch auf Rückerstattung von Goldkronen für schlechte, Kronen zu vertreten. Zu solchen Konsequenzen führt -die hartnäcki!ge Weigerung der Regierung, das Valortfationsproblem in einer Weise zu regeln, die den G r -u n d s ä tz e n d e s R e ch 1 e s u n d der Billigkeit entsprechen würde, was allerdings den Verzicht auf die Glsichstellung -der Goldkrone mit der Papierkrone bei den Renten und sonstigen Staatsschulden zur Vor-ans- Herabsetznng der Diskontrate in der Tschechoslowakei. Prag, 7. März. Die Tsthechüjtoivattsche Natioualbank hat mit 8. März den Diskontsatz auf ü Prozent, den Lombardsatz für Staatspnpiere auf 0 Prozent und den Lombatdsatz für die übrigen Werte auf 6,5 Prozent herabgesetzt. Der Verband der tschechoslowakischen Banken gibt bekannt: Infolge der Herabsetzung des offiziellen Satzes der tschechoslowakischen Natiottalbank wurde nt der heutigen Sitzung des Verbandes beschlossen, die Debetzinsen sowie auch die UiufeTt vou Einlagen auf Eiulagebücheu auf laufende Rechnung und der Kassenscheine um ein halbes Prozent herabzusetzerr i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.