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Wiener Morgenzeitung · 1927-02-21 · Heft 2868 (21.2.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2868 (21.2.1927)
Date
1927-02-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien. Montag Wir»« «sksrnzewm- 31. Kvbr«r1>S7 Scharfe KSmpfe im kup. Haloah b» der «Mers-aft besiegt. — Fra« garosz-Szabo gefchlageo. Die gestrige Euprunde bwchte erbitterte Kämpfe. Die Erstküchigen wurden mit ihren unterklaffigeu Gegnern fertig. ES gab bet de» Matchs der Erstklassigen gegeneinander zwei Nachspiele. wobei die Begegnung B. A. C. —Simmering unentschieden endete und wiederhalt werden muß. Im Cup verhieben sind nunmehr: Austria, Rapid, B. A. C., Admira, F. A. T>, RudoffShügel unk als einziger zweitklassiger Verein I. A. F. Das einzige MersterschaftSspick deS Tages brachte der Haloah eine knappe Niederlage. Im Eisläufen um die Weltmeisterschaft für Damen, die in OSlo ausgetragen wurde, wurde die Norwegerin Sonja Hennie vor der Wienerin Frau JaroSz-Szabo zur Siegerin «rAärt. Slovan—Haloah Sri (0: fl). Die Sieger erzielen zwei Treffer innerhalb fünf Miauten. Hohe Warte, 3560 Zuschauer, Schiedsrichter Grund!. Slovan: Hloufel; Reichart, Grüner; Machel, Dock, Cer-- nitzky; Sobotla. HaLer, Zdarfky, Janaafchel, Eckl. Haloah: Fabian; Scheuer, Gold; Strotz, Weiß, Fried; Satz, Wortmann, Hetz, Fuß, Fischer. Die Blau-Weiße« haben auch, in diesem MevsterschaftSspiel die Punkte abgegeben. Obwohl man von den Siegern im allgemeinen leine besondere Leistung sah. genügte doch ihre ausgeglichenere Zusammensetzung sowie das Versagen einzelner Hakoah n er, um ihnen den Erfolg zu bringen. Der gebotene Sport war ziemlich mäßig und die erste Hälfte brachte überhaupt beiderseits ziemlich tief stehende Leist ungen. Jntereffamerweise wurde die Mische Mannschaft nach der Pauls«, als sie eher in Schwung #u fein schien und schon die Führung erzielt hatte, geschlagen. Dip Treffer Slovans fielen i» der zwölften und sieb. . zehnten Minute der zweiten Hälfte aus zwei Fehler» von Strotz, der abermals feine taktische Unzulänglichkeit bewies. Eine nach dem Stande von 2 :1 durchgeführte. Umstellung nahm mitunter groteske Formen an, indem Fischer von seinem Posten als LinkSautzenstürmer allmählich bis zum HaLbrechien avanciert«. Gold ging als Mittelläufer vor. Weiß nahm die Stelle von Stroß ein^ der sich dann neben Sche ue r als 'Verteidiger betätigte. U-eberrafchenderweife konnten die Hakoah ner jetzt das Spiel lange Zeit in die Slovan-Hälfte, verlegen, was wohl auf das bester« Gefüge der nunmchr erstarkten Halfreihe zurückzuführen war. Die Stürmer konnten sich jedoch niemals effektive Schußgelegenheiten IerauSarbeiten und gegen Spielende wurden die Blau- Weißen. wipher in die Defervsive gedrückt, doch blieb es bei dem Stande. Hakoah war in diesem Spiele mehrfach gehandicapt. Schon der körperliche Vergleich beider Mannschaften fiel bedeutend zugunsten Slovans aus, dessen kräftige, hochgewachsene Spieler die kleinen, schwachen jAsischen Fußballer physisch bedeutend ubertrafen.. Sie machten auch von ihrer Korpevkraft, wenn es nottat, 'gehören- Gebrauch, was besonders bei dem hartgefrorenen Boden sehr gefährlich war. In der 16. Minute nach Beginn bekam Wort mann wieder sein« Schulterverrenkuntz, und als er nach zehnminutigem Aussetzen wieder eintrat, konnte tt nicht mehr als vollwertig zählen. Er spiele auch sehr reserviert weiter. Die Schwäche der Hakoah-Mannschaft war vor allem in der Halfreihe zu konstatieren. Geiß konnte sich nicht zurechhfinden weder.genügende Abwehr »»och AngriffSarbsit verrichten.'da auch S t r o ß nichr voüwertig -spielte und einer raffinierten Spieliweise wie sie Eckl zeigte, nicht'gewachsen ist, bo: sich den von Zdarskh gut dirigierten Sldvan-Stürmern immer wieder Gelegenheit. Breschen zu finden unb vorzustoßen. Da auch die Stürmer HakoahS fast nie zurückgingen. klafften riesig« Lücken, so daß die. immfttel-bare Verteidigung der Blau- Weißen sehr überlastet war. Außerdem gab es diesmal nur wenig vollwertige Spieler bei Hakoah. Fabian hatte bei den Treffern kein« Gelegenheit einzugreifen. Er hielt sich gut wie'immer. Auch Scheu« es Leistung entsprach. Fried kam erst gegen Schluß in Schwung und vorn« war eigenrlich nur Fischer auf der Höhe. Am meisten fit und in jeder Beziehung gewachsen war eigentlich nur Gold. Obwohl Slovan de» Sieg zrveifelloS verdiente, wäre bas Spiel von Hickoah leicht zumindest unentschieden z« halte» gewesen. Die entscheidende Wendung des Kampfes lag in der. Zeit knapp nach dem von Gold erzielten Elfmeter, als bei einem Arrgriff der Blau-Weißen ein zweiter Treffer für Hakoah fast schon gesichert schien, jedoch noch im letzten Moment abgewehrt werden konnte. Im Ärigen mutz festgestellt werden, daß die größere Zahl der Tresferchangen bei Slovan lag.. . Nach dem ersten Angriff HakoahS drängt Slovan zurück und vor dem Tore der Krieauer gibt es böse Situationen. Einmal rettet Goldin höchster Rot. Hakoah macht sich frei, erzielt einen Corner, aus dem Fischer beinahe ein Tor geschossen hätte. Wortmann wird kampfunfähig, wodurch die Dkau- Wesßen sehr gehandicapt sind. Ein Vorgang Fischers gelangt zu Fuß, dessen Flanke Katz knapp verfehlt.. Die Angriffe der Tschechen sind weitaus gefährlicher. Ihre Verteidiger schießen raumgrcifend und ihr Zenterhalf Bock zeigt sich als sehr guter Spieler. Zda r.s k Y erzielt einen Treffer, doch hatte der sehr gut amtierende Schiedsrichter Grund I schon vorher wegen Ofside abgepfifsen. Nach der Pause.ist Hakoah vom Start weg offensiv. Ein Zusammenspiel Heß-Fischer bringt diesen'/in Front, er spielt sich bis in Tornwhe durch, wird aber dann zu Falle gebracht. Den Elfmeter v e r w a nd e l t G o l v (3. Minute). Gleich darauf ergibt sich noch eine Chance für Hakoah, doch Katz bringt den Ball nicht ins Tor. In der 12. M inute täuscht Eckl. feinen Bedränger Stroß,'flankt und Zdarsky bringt den Pall volley im Häko a h -Tore' unter, i Fünf Mitruten später fäll-r der s iegb ringen de ^rSfferi Stroß hatte a» der Strafraumgrenze HandS' verübt, Czerniszki schießt ab uNd Janauschek kanndenBall vüNommen unbehindert in die Ecke placieren. Hakoah stellt um, bedrängt auch kräftig, doch dep, Sturm-ist viel zu weich. Knä-pp-vor SH^ß'iW Herder den Ball an den Pfosten. Vorher hatten die beiderseitigen Iuge nd- Mannschaften ein SpieliauSgetragen, daS 1:1 endete. Zur Halbzeit führte Slovan 1:6. , ' / - ' ». «. ö—SpdMch 4:1 lS-1), 1 1 «fl -1) Die Brigltlenauer llererten wohl dasbessere Spitzt, könnten jedoch nur in sehr glücklicher Meis« den Ausgleich in der regulären Spielzeit erzielen. Zur Pause hatte der Sportklub die Führung inne. Erst in Cer 27. Minute gleicht der B. A. C. aus. Im Nachspiel hricht der Sportklub zusammen und die Brigltlenauer können vermöge ihrer größeren Ausdauer das Resultat auf' 4:1 bringen. ' SB. ». 8.—Simmering 1:1 (0.0) (fl: l). Der Praterverein »nutzte für Schneider und Bilek Ersatz' stellen, der sich auch sehr gut hielt. Die Simmering er haben das unentschiedene Resultat n i ch t v e r d i e n t. Ihr Tormann C a r t bewahrte sie vor einer Niederlage. In der 8. Minute des Nachspieles kommt Sesta im Strafraum, zu' Fall, den Elfmeter vertvastdelt Danitz. Die ' Simmxrtnger ziehen jetzt alles in die Verteidigung zurück, doch kann Kainz aus einem Freistoß Hubers ausglei^en. Hakoah, »«rkikaioara« fleMNl Bock Präfidenten Dr. Körner ist gestern folgendes Telegramm sock 18. d. M. aus R«v Kokk bei Hakoah eingelangt: ^SchNehr mokge» entzgÜMg ad mit «rantt und Weitere Nachrichten ans New Pork stehen zur Stunde noch aus. «aplo—«kademla 4:0 (fl: fl). Die Zweitklassige« leisteten den tzütlekorftrn energischen Widerstand und erwiesen sich als zäh« Gegner. Bei Rapkd wirkte Wessely wieder mit, der zwei Treffer schoß. Beide Mannschaften vergaben je einen Elfmeter. §» der 15. Minute gab er die angekündigte Trauerkundgebung für den verstorbenen Sänger Grosavese«, der Mitglied der HütkÄorfer war^ Admira-Hertha 6:1 (S: fl). Leichter Sieg der UoridSdorfer, nach deren ersten Treffer Schiedsrichter Neumann de« Hertha-Spieler Diltlchl ausschloß. F. A. C.—Donau 3:1 (2:0). Rudolfshügel—Frem 4:0 (IO. I. A. F^Gersthof 2:1 (1:0). rfchechaslowakel- Stollen 2tl (2:1). Vor 35.000 Zu schauern fand in Ma stand L«ieseS Länderspiel stati. GS brachte einen spannenden und aufrogenden Verlauf. In der ersten Hälfte waren die.Tschechen'überlegen, doch konnten die Italiener um käe Mitte der zweiten Halste. auSg'.eichen und die Tsck)cchett darauf vollstänvig einschnuren. Nur der fabelhaft spielende tschechische Tormann Planccka und die glänzet« Derteioigüng verhinderren ein« Niederlage. Schiedsrichter Braun aus Wien amtierte vorzüglich. Bienna in Budapest geschlagen. Bor 15.000 Zuschauern gelang es dem ungarischen Meister Fer-e nzva'ro si m Bü-dapost. die Vre mm. 1 :0 (1 :0) zu oesisgen. Die -Wiener spielten im F-evhe sehr gefällig, doch waren'si'e vor dem Tyre zu weich. In der 36. Minute erzielte Kohout'ten einzigen 'Treffer. Hungaria vom ProvinzNub Sabar^a bflsiegt. Diese . Sensation gad eS gestern in Budapclst. Der Altmeister wurde von der- Srer'narnanger-Llkannschaft durch, einen Treffer des ehemaligen Slovän-Mavnes Bu r e f ch'yoscHhjtzen. Eine,: Elfer für Hungaria verfchyß T r i h. ' Die Cricketer wurdengestern vom SportÄub Bratifiava 3:5 (2:3) besiegt. ■: In der Nlelsterschaft der zweite«"Klasse spielten gestern: Weiße E f—VeroegungLfpieler St. ' Marx 2 :8» Neubau— Viktoria 21 1:0. . C In der Amateurmeisterschast wurk-ä HaSrnonea von Berra 1 : 2 besiegt. Für HaSmonea war Bleichfeld erfolgreich. H.ag-itbo r schliß Finanz .3 :2 (S:-1si Für . die Sieger [tonen Schnabel' (8) und Bondy. Hagibor spielte 70 Minuten mit zehn Mann. Bei Finanz wirktest die ehemäkigen Rudolfshügcl^spieler ProchaSka und Wagner.mit.. - ' Im Spiel um den TakaeS.Pokak besiegte Wacker eine auS sechs Ersatzleuten bestehende AustriaMannlschaft 4 : 2 (2:2). Frau Srabo verk«t die WelNuetsterschaft. Die in Oslo SamStag und- - Sonntag auSgetraigenen Kämpfe um die DaMempHltmeisterfchäft im KiunsteiSlaufen endet« mit einer Niederlage dör Wienerin Frau JaroSz- SKabo.^Dis dr^H.i no'rwetzischen PreiSrrchter erstarten ihre LandSmannm Sonja Hennj« als Siegerin, wogegen fowvhl der Beniner als auch der Wiener Preisrichter Dr. Müller den Sieg der Jxau Szabo zuepkannten. Angesich s dieser krassen gegenteiligen Auffassung hat Oe ste rreich gegen die Entscheidung beim'Internationalen EiSlaüsverband Protest, eingelegt. Die Klassifizierung läutete: ' Sonja'H-ennie (Norwegen, Platzziffer 7, 868.576 Punkte); 2. Frau JaroSz-Szabo (Oesterreich, 8, 364 840); 3. Frau S i e m « n f e n (Norwegen. 15,' 30128); 4. Frau Brockhöfft (Deutschland, stz. M,1S). 13:0 schlug Viktoria Montreal den Berliner Gchk-ttschnhklub. Morgen und übermorgen^ spielen d«e Kanadier bekanntlich in Wien. Sereine, BorttSge nnfl vecht««lm>flr». Ztonistifle BezittSsektion Innere Etotzt. Morgen, DienStaz. um hrl!) S Uhr abends, im Kl,Male des Cafe Habsburg. 1. B«., Rotenturmstvatze 34, 1. Stock (HoteLeingang AdlergaW, Vortvag des Hsrrn Dr. Leo Goldhamm er: „Kolonisationsvrühleme-. — Mener Bet» 2. Bez.. Tempetzasse 8. « Uhr: Lektor Doktor S. Rubin: „Talmud". Wiener Theater VQH Nult Bnrgtheater: Basantasena Anfang V-8. Ende rv»,, Uhr Arademiethenfler: Fra« Suttner Anfang */,8, Ende 10 Uhr Gflant-vpep r Aida Anfang 7 Uhr Ende »ach 10 Uhr Deutsche- VolkStheater: Flucht Anfang *',8. Ende 10 Uhr Boltsoper: Orpheus in der Unterwelt Anfang y,8 Ende ',,11 Uhr Theater a. tz. Wie«. Die SSuistu " ' ',,8. Eno, gegen n Uhr IkWh-nnEtraflflh-Dheaterr Et« Walzertraum Mang «/,« Ende ',,u uvr Raimnnd-Dheaterr Mamsell Nitouche Anfang »M Ende »/M Uhr water r Der Tanz in» Glück Infang ',,8. Ende '/,11 Uhr Stadttheater. Wien tachr wieder Anfang ',,8 Ende nach 10 Uhr Rienaiffanee-Bühne. Der große Bluff - Anfang 8 Ende nach 10 Uhr Theater in der JasrMadt r Viktoria »,,8'Ende 10 Uhr «<«*SÖUne? «tihn«, Die Schauipielerin und die Rolle . Anfang .'/,« Ende 10.Uhr ftamwtcftitl* Amor in Nikolsburg Ansting '/,8 Ende ',»10 Uhr MederneS Dtzeater r Komm mU Anfang 8. Ende 10 Uhr Snftspiel'T-eattrr Die PfarrhaukkomSdie Anfang 8 Ende nach 10 Uhr Jüdische- Künstleriadarett. % Bei.. Prater, ttraßr «0. Der flmefstr Jüh - 8 Jüdische Bühne. S. Bes.. Todorftraße 12. Rußtano «ch Amerika 8 ZirknS Adolss. Nenze.ebäude. Apollo-Theater r Der Zug nach dem Westen 8 I^ackio-^roxramm Hente Montag 1 11 Uhr r Bormiltagsmustk. IS 1b Uhr: Nachm, ttagstonjjert, «... Uhr: Jugendstunde. Wunderbare Reise NU» Holgerlon» mrt den Wi dgönien. 1. Von Selma ^agerlöf. Gekrochen von Anna Kainz- Schrötter. 17d0Uhr: Stunde mit Mozart. Gesprochen non Dr. A Ärohmann. —. Mitwirsend: Quartett Stlving. 1? Uhr, Uebertraguog ander Stayt-oper. »Aida^, Oper in vier Akte» pqv Giuseppe Verdi. . Morgen Diffn-ta- 11 Uhr, Vormitta-»wusik. 18 Uhr: Da» Haar und seine Pflege. 18 30 Uhr: Grillparzer all Novellist. 19*10 Uhr, Esperanto. . ^0'd0 Udr r Ung'.isch fstr Vorgeschrittene. 2005 Uhr: Votleiung Arnold, störst 21J$ ^r: bram Lehar-Adirnd. «ortrag von Mar LUtena«. Mitwirkend r Irene Jettinek, Norbert Hvßner. Orchester Stlvin,-Geißler. Am Flügel Max Ltiienau Schweizer Unterwäsche auch für. «Inder Lakob Gelle ch i„ Rorgasse 1 (Ankerhof) Allem,ge Anzetgvn-Atmadme Annovcenervedtttou Heinrich Schalet Wien. 1. Bezirk. WollzeUe U. Herausgeber und Etaentürner: Jüdische Zeitung-- «. verlaMes. «. b. Wkn. 3. Bez.. Taborstraß? V-ranMU Redakteur: Jakob KrauSz. Wen. 19. B--., —-se o jßm*, Witt». &et» Ht&atftüttftxafit t*

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