Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2867 (20.2.1927)
- Date
- 1927-02-20
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2867 Wien, Sonntag Wiener Morgenzettung 20. Februar 1927 Seite 18 Theater von Mufft Bargtheater LLonie Aniang ,/a8. Ende 10V, Uhr 3 Uhr nachm, r Erde — Der Selige Utademie»heatcr Sttesmama Anfang '/,9. Ende 10 Uhr 3 Uhr nachm, r Die Durchgängertn Siaatsoper: Tristan und Isolde Anfang 6 Uhr Ence nach 10 Uhr Deutsches ValkStheater: Der Garten Eden Anfang *\8 Ende 10 Uhr 3 Uhr nachm, r Ein Bruderzwist m Habsburg DoltSoper: Orpheus in der Unterwelt ' Anfang '/,8 Ende V,11 Uhr Theater a. d. Wien Die Königin Anfang tönoe gegen 11 Uhr 3 Uhr nachm..: Das Schwalbennest Iohann-Strantz'Thearerr Ein Walzertraum Amang '/,8 Ende l/,ll Um 3 Uhr nachm, r Die Försterchristi Raimund-Theater: Mamsell Nltouche Anfang ' ,8 Ende * ,11 Uhr 8 Uhr nachm.: Aladin und die Wunderlampe Wiener Bürgertheater: Der Tanz ins Glück Anfang '/,8. Ende */,ll Uhr Stadtiheater: Wien lacht wieder Anfang Ende nach 10 Uhr 3 Uhr nachm.: Wien lacht wieder Renaifsanee-Bühne. Ein süßes Geheimnis Anfang 3 Ende nach io Uhr */,4 Uhr nachm, r Alt Baba und die 40 Räuber Theater in der Josefftadt r Oesterretchische Komödie Anfang ‘>,8 Ende 10 Uhr 3 Uyr nachm.: Larifari Reue Wiener Bühne r Die Schauipielerin und die Rolle Anfang *4,8 Ende 10 Uhr 8 Uhr nachm, r HochzeitSre,'sende Kammerfpiele . Zngeborg l I Anfang l/,8 Ende WalO Uhr V.4 Uhr nachm,: Das Mädchen auf dem Diwan ^11 Uhr: Nachtvorstellung. Die ABC-Revue Modernes Theater: Die schwarte Messe Anfang 8 Ende 10 Uhr V,4 Uhr nachm.: Komm mit V«ll Uhr Nachtvorstellung Komm mit Lnstspiel-Thearer: Das verzauberte Bett Anfang 8 Ende nach 10 Uhr V,4 Uhr nachm. CyarleyS Tante Jüdisches Künstler! abarett. 2. Bez.. Praterstraße60. Der emesser Jüd 8 Jüdische Bühne, 2. Bez.. Laborstraße 12. I Rußland und Amerika 8 ZirkuS Adolfi. Renz?.ebaude. I Apollo-Theater: Ter Zug nach dem Westen 8' Letimrwrrte AamuÄetaratüM gibt allen Sunden, die sogar auch in den Oocmitiagsltunden infolge des großen Andranges nicht bedient werden konnten, Selegentzeit» die dnrch neue Serien ergSn;ten Skkailonen der Vorwoche;n erwerben. Leangabte waren werden vis ,o 4 Agilen rcrcraitrt Mengrnavgave corbeitaitcn. der Vertreter anderer jüdischer Jnstilulionen Leobens, sowie der korporativ erschienenen jüdischen Hochschüler, eröffnet. Der Präsident hielt Rückblick über das abgelaufene Spiel ja hr und betonte die Schwierigkeiten, welche die Haloah Leobens in der Fußballmannschaft aufzuweisen hat. Die Leitung wird zur Komplettierung der Mannschaften auswärtige Spieler heranziehen müssen Durch das ablehnende Verhalten der Vas-Vererne, mit der Hakoah Wettspiele auszutragen, ist die Haloah in die unangenehme Situation gelangt, auch den als Subpächter innegehablen Platz für die kommende Saison vielleicht zu verlieren. Der Sportklub Hakoah hat in der abgelaufenen Berichtsperiode wohl noch an keiner Meisterschast teilgenommcn, jedoch in vielen Freundschaftstreffen sehr gut abgeschnitten. Es sind dem K'lub bereits mehrere Metanträge für Plätze zugekommen und das Projekt zur Errichtung eines eigenen Platzes dürfte auch in den Vordergrund treten. Die Leitung hatte im Berichtsjahre zur weiteren Ausbildung der Kampsmannschaft Herrn Ernö Schwarz (Hakoah, Wien) für die Sommermonate als Trainer verpflichtet. Auch die Tamenhandballmannschaft fand reichlich Gelegenheit zum Training. Auch für die diesjährige Saison wird die Leitung einen Trainer heranziehen. Diesbezüglich liegen bereits einige Angebote vor. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Präsident: Mfons Glesinger; Vizepräsident: Lindner- Herschdörfer; Schriftführer: Laszlo Barady; Kassier: Gustav Reitmann; Beiräte: Salo Reinert, I. Grünfeld; Revisoren: Ehrmann, Josef Spies; Zeugwart: Berni Reitmann; Sektionsleiter für Fußball: Marcell Reitmann. Dann hielt der Obmann der zionistischen Ortsgruppe, Herr Simon Gewing, eine schwungvolle Rede für den Zionismus und den Keren K a j e m e t h, Er richtete insbesondere an die akademische Jugend den Appell, eifrig an den jüdisch-nationalen Zielen mitzuarbeiten. Bei der Ftnanzdebatte wurde der Grazer KultuSgemeinde für die erfolgte Subvention der Dank ausgesprochen Der derzeitige Präsident, Herr Mfons Glesinger, wurde wegen seiner besonders ersprießlichen Tätigkeit für den Verein, einstimmig und unter großem Beifall zum Ehren« Mitglied« ernannt. In später Nachtstunde wurde die Ge- '-Versammlung geschlossen. Das Treffen Sparta-Viktoria annulliert. Die von der Redaktion des „Pondelni List" veranstaltete Mstiminnmg ergab 2486 Stimmen für eine Wiederholung. Dagegen waren nur 632 Grimmen. (Bekanntlich verlor die Viktoria dieses Spiel um den Galdpokal nach Angabe der Prager Berichterstatter durch Fehlentscheidungen des damaliaen amtierenden Schiedsrichter- Starecek.) — Schiedsrichter Starecek will regen den ..Svortovnt Velin ik" und den „Spor:ovc* wegen von in diesen Blättern veröffentlichten Kritiken die Klage überreichen. Zugunsten d-s Htktcnfonds veranstaltet dir Tourlstik- »rnd Wintersport-Sektion des Sportklubs Hakoah (Wien) am Mittwoch, den 26 .Februar 1927, im Cafe Siller, 1. Bezirk, Schwedenptatz, einen Tanzabend. Beginn 9 Uhr albentS. Während der Pause Preisvev.eilung an die Sieger und P'lacierlei, im Absahrts- resp. Prüfungslauf vom Sonntag, den 30. Jänner 1927. — Vorverkaufstarten im Klukheim der hakoah. 1. Bez.. Wipplingerstraße 24, „Wiener Morgenze^ung", 2. Bez.. Taborstraße 1, Buchdruckerei Arnold Beck's Erben. 7. Bez., Kaiserstraße 81, in "en Kartcnburcaus, in Sportgeschästen und bei den Se>.'iion s mug liede rn. Siefen Radi über Reischauer. Der weltberühmte italienische Fechter Nedo Nadi schreib: im „Corriere dello Sport" über den Sieger des Wiener Jechtturniers in der Säbelkonkurrenz, den jüdischen Fechter Pe tschau er, u. a. folgendes: Petschauer zeigte wunderbare Beinarbeit, katzenartige Behendigkeit. großartiges Temperament und sicheres Gefühl für Teinlpo. Seine Beweglichkeit ist unnachahmlich. Er ist ein vollendeter Fechter. Redaktion u. Admlnlst'atlon: Wien, I., Kärntnerstr. 28 flETft tl Nr. 49 Wien, H. Jahrgang , Rabattfektion. Bisher haben sich der Rabattsektion 8865 Mitglieder als Konsuimenten und 827 Firmen angeschlosten. Dazu kommen noch 132 Filialen der verschiedenen beigetretenen Firmen. Seit der letzten Milteiluna sind folgende Firmen beigetreten: Arnold Widder (Marie Anler). Berufskleidung, 8. Bez., Laudongaste 21; Sinnreich u. Neuer, Filiale, Schuhe, 1. Bez., Tiefer Graben 8; M. Wahlis, Tapetenhaus, 1. Bez., Wipplinaerstraße 16; Steurer u. Co.. Filiale, Messingu. Eisenmöbel, i. Bez^ Schottenring 12; Sobel, HutmoüenhauS, 17. Bez., Ottakringerstraße 62; F. Müller, Lebemsmütel, 1. Bez., RathauSstraße 6. Anschluß von Theatern und Konzertdirektionen. ' Für die BottSaper, Renaisiancebühne, Lustspieltheater und Apollotheater sind bei uns bedeutende Ermäßigungen erhälllich. Für sämtlich« Veranstaltungin der Konzertdirekt-ion Kugel und Gutmann mit Ausnahme der Konzerie Backhaus uw) Mchaelis fürd ebenfalls ermäßigte Karten bei uns er« häU'lich. , Dis erste Abrechnung mit den Firmen ist bereits fo gut wie abgeschlossen. Ebenso ist in unserem Bureau den einzelnen Mitgliedern ihr )' oln •nrrcil t „ ,v Mir 5>aben bereits einer Reihe bon Miigsted-srn ihren fälligen Okabatt a n Sg e zahlt. Wir ersuchen alle Mitglieder, sich ihr« Beiträge Lek m>« in den aewöLnliLen Bureaustunden abzuholen. Manche Mitglieder haben in der kurzen Zeii: seit dem Bestände unserer Rabatlsek-tion mehr als S. 20.— auf ihren Anteil bezogen. Wir bemerken, daß der Keren Kajemeth in erster Linie daran interessiert ist. daß die Mitglieder ihre Käufe bei den unserer Aktion angeschlossenen Firmen tabsächlich besorgen und ihren Rabatt wirklich beheben. Wir sind überzeugt, daß, wenn die Gesinnungsgenossen und Freunde "es Keren Kajemeth sich daran gewöhnen, cei allen . Einkäufen unser Firmenverzeichnis zu Rate zu ziehen, der Keren Kajemeth — unbeschadet des für das Mitglied entstehenden Vorteiles — sich eine ständige Einnahmsquelle zu schaffen vermag. Der Keren Kajemckh kann natürlich die einzelnen Mitglieder nicht daran hindern, ihren Rabattanteil dem Keren Kajemeth als Spende oder als Zahlung auf ihr Selbstkontingent abizuführen, soll aber die Rabaüsektion eine lebendige Sache werden — und sie hat alle Voraussetzungen hiefür, daß sie es werde —, so ist es für sie sehr förderlich, >daß die Mitglieder auch ein wirtschaftliches Interesse an ihr nehmen. Dazu gehört auch die Behebung der Nabactanteile. Gerade i-n der Zeit der schweren wirtschaftlichen Krise, di« wir mi'tmachen, gewährt der Ausbau und die günstige Entwicklung der. Rabattsekiüon unseren Gesinnungsgenossen und Freunden die Möglichkeit, dem Keren Kajemeth und dem Palästinaaufbau ohne Belastung für Tie — ja zum eigenen Vorteil — neue Einnahmsquellen zu erschließen. Kunststelle. ffit haben den bescheidenen Anfang gemacht, eine jüdische Kunststeine zu schaffen. Wir erhalten von einer Reih« der angesehensten Konzerru-nd Theaterd-irektionen b^ieutende Ermäßigungen bei Aufführungen und Konzerten. Mit Ausnahme einer ManipulationSgebühr überlasten wir d'ie Ermäßigung ganz unseren Mitgliedern. Wir sind überzeugt, daß eS uns bei richtiger Unterstützung sev:enS unserer Geisinnungsgenosten und Freunde gelingen wird, dem jüdischen Publilum mit einer eigenen Kuwslfteve zu dienen. Büchse. Wir haken bereits 10.900 Büchsen in Wien «nd Provinz aufgestellt. Wir erinnern alle Gesinnungsgenosten und Freunde des Keren Kajemeth, wie dringend notwendig es ist, daß die Büchse täglich bedacht werde. 10 (zehn) Groschen täglich sichern durch bt« Büchse altern daS Normalbudget des österrei« chischen Keren Kajemeirh. Noch eines: Die Büchse ist dazu da, daß die Inhaber derselben in e r ste r L i n ie a ll« r n des Keren Kajemeth ständig gedenken. Diese Anschauung war in jüdischen Häusern des Ostens eine natürliche, selbstverständliche. Beim heutigen Geschlecht, das Palästina tatsächlich aufbauen soll, muß das noch mehr sellbstverständlich sein. .Daß der Inhaber seine Freunde «und Besucher feiner Hauses zu Spenden in die Büchse anhalte, ist sehr erwünscht; aber in erster Lime soll er und seine Familie sie pflegen; dies auch dann, wenn er keine Besuche emp» fängt.