Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2846 (30.1.1927)
- Date
- 1927-01-30
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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. V.C. ä&js- Wien, Sonntag Me««r Morgen-ettasg M. Jünner 1687 Seite 15 Satzball. Sie heutigeo Melfterlchaitrlplele. -akoah—Admira (Hohe Warte, Uhr). Äapld-W. A. «. (Hütteldorf, Uhr). Vienna StvLalfshügel (Favoriten, ^43 Uhr). Haloah-Mmlra. Heal, am halb 8 Uhr auf der Hohen Warte. zweiten Mal« tritt heute die Misch« Mannschaft .um Kampf um dre Frichjahrsmeisterschaft an. Rach dem glänzenden Start der Vorwoche gegen eie starken Metdlinger stößt Hakoch diesmal auf «inen Gegner von ungleich höherem Kampfwert als ihn Wacker besitzt. Dre FloribHdorfer A d» m i r a, seit Jahren «in harter und Mar Gegner fftr alle Be» eine, har sich in den letzten Saisonen zu ihrem unentwegten!lrvg,»stüm noch den Schliff der feinen Wiener Schule erwor» hon. so §aß die Mannschaft, in allen Sätteln gerecht, all« Formen des Fußballspiels: Kick» and Rufh-Tystem sowie iNannschafts-lomtlnation beherrscht. Adintra ist denn auch immer mehr ick die ständige Spitzengruppe rer Wiener Liga himängewachsen und gilt auch mit Recht als trefflicher Ne» Präsentant des österreichischen FußballsporreS im Ausland Zu rer jüdischen Mannschaft haben die FloridSdorfer alte Beziehungen. Kops an Kopf trugen die beiden Vereine schon in den unteren Klassen schwer« Kämpfe gegen» eirander auS. einmal stiegen si« g'eichgeilrg in die 2. A-Klaffe auf und vor Hakoah gelang der Admira der große Sprung in dit erste Klaffe. Aus jener Zeit sin») noch in beiden TeamS Spio'er zu finden. Die „Veteranen" Fiala und Bozi sowie Scheuer bei den Blauweißen taffen noch immer den Kampfgeist alter Zeiten ahnen Die Stärke der FloridSdorfer liegt in ihrer schußkräftigen Angriffsr e k h e, deren rechter Fvngel Klrm a—S r e g e l zuletzt in der österreichischen Auswahlmannschaft tviei" erholt zu sehen war. Mer auch alle anderen Teile der Mannschaften sind fest gefügt und der Tormann Franzl gehört zu den kühner, und erfolgreichen Goalkeepern. liegen Admira zu spielen ist also sehr schwer. Die Bla uw ersten, die bestrebt sind. Punkte zu sam» mein, müssen alles anwenderu um gegen die FloridSdorfer günstig abzuschneiden. zr mal sie hier auch einer Mannschaft gegenrÄbertreten. die an Ausdauer und Stehvermögen den Mischen Spielern in nichts nachstoht. Wir erwarten srnen harten Kampf; ruhige ungekünstelte Kombination mit dem Z'cle auf den Endeffekt kann die Hakocchner gleichwertig machen und zu Chancen bereÄtrgen. Das Herbstfprel gewann Admira 3:1. Die Mannschaften dürften in folgender Ausstellung antreterr: Hakoah: Fabian; Scheuer. Gold; Stroh, Weiß, Fried; Aatz. Wortmann Kestker, Hch. Fischer. — Admira: Franzl; Vozi. Janda; Wostrak, Koch, Schott; Sregl. Klima. Droiber. Scball, Runge. Vorher spielen die Reserven gegen, cinanüer. Dbr heutige« Freundschastsspicle: Simmering—SLacker (Wackerplatz). D A. C.-F. A. C. (Floridsdorf). Austria—Her» tha (Herthaplatz). Sportklub—Sportfreund« (Dornbach). Dee B. A. C. schlug gestern ln einem Freundschaftsspiel die mit mehrfachem Ersatz antretende Skoda np Mannschaft 3:2 (1:1). Hertha schlug gestern Gevumnla 0:0 (4 :0). Einspruch Häkoahs gegen den Struma. Wie berichtet, wurde .yakoah vom Struma wegen Einstellung der damals angeblich unberechtigten Spielers Armin Weiß gegen B. A. C. mit einer Geldstrafe von 50 Schilling belegt. Der jüdisch« Verein hat gegen diese Entscheidung Einspruch erhoben, da er aus dem Standpunkte steht., daß für die die Spielberechligung des Weiß bejahende Antwort des Generalsekretärs M e r s l nicht der Klub verantwortlich sei. Zum mindesten sei das M e i st e t* schaftsspiel zu miederhölen. Da» Cupspiel Haloah—Simmering findet am 6. Februar auf dem Simmeringer-Platz statt. Spart kn Srer Israel. (Bon unserem Korrespondenten.) Mreletz Coy—Makkabi (Tel Awiw) 5:3 (1:3). Lumek war nicht bar Laune und schiert körperlich uridisponiert. Die Mannschaft zerfiel daher und die verhältnismäßig schwachen Engländer konnten einen glücklichen Sieg feiern. — Leberle, Tabak und Charrasch spiel!«» wieder bei Makkabi. — Schiedsrichter G. W. Oskin, ein Engländer, iehr gut. Armo CarS H—Hagllwr Sri (0:1). Flaues Spiel. Reznik, der Star HagiborS, versagte. Hockey: Makkabi—Jaffa Team 2:1 (0:1)» Die Makkabäer konnten ihr erstes Spiel in dieser Saison gleich siegreich beenden» Rosenberg als Halbrechter war krank attgetreten, er hatte mit einigen Prachtschüflen Pech. Lichtmacher und Weiß» berg als Backs waren die Stützen de» Teams. Bet den Eng, lünderu ragte D. P. Parker hervor. Schiedsrichter Pollak schwach. Boxen urrd Ringen. Der zweite Kampsabend verlief unter großer Anteilnahme de» Publikums. Mehr al» 8000 Men» scheu folgten den spannenden Kämpfen. — Im einleitenden Kamps der Jünglinge siegte wieder Gidon nach Punkten, Bettermann siegte mich drei Runden gegen Horn (beide Hagibor). Sachs schlug Rabinovit'ch nach Punkten. Sotschonsky (Pekoch Tikwah) gewann seit» erstes Match gegen Cohen (Haqibor) «ach Punkten. Er wird ein guter Kämpfer werden. Jack (Ca* »i WARUM H haben Sie uns Ihr Jahresabonnement noch n cht üb.nviesen / Auch in Ihrer Bibliothek bürste eine« od. das andere unse° „ »- [ loniki) verlor gegen Perez (Aegypten) nach Punkten. Perez zeigte die beste und reinste Arbeit des Abends Ueberlegen ge» Wonnen. — Im Herausforderungskampf Castro (Hagibor)—Haja (Jaffa) trat der Jaffaev nicht an; Castro wurde kampflos Sieger. — Als Ersatz trat Trainer Feywill gegen Corp. Barett (Ramleh) an. Die beiden führten einen hübschen Schankampf vor. Rach der Pause trat ein neuer Gisenkönig an — Ringen. Zwei Hagiborjünger kämpf, ten 15 Minuten ohne Entscheidung. Halil (Jaffa) siegte gegen Waldmann in der 14. Minute. Er war ständig überlegen. — Tanz beschloß den gelungenen Abend. Als Schiedsrichter fungierten der Oberrichter von Palästina» Mr George Hamilton, und Sohn, Mr. Harrison, Major Junm und Mr. Feingold. Timekceper Mo'cS. Arrangeur Harry Frywill, dem jedes Lob für den Abend gebührt. Oesterreich—Ungarn in Szegediu, Tschechoslowakei—Uagara i» Steinamanger. Zur Förderung des Provinzsportes unternehmen die Ungarn alle möglichen Versuche. Ein interessantes Projekt beschäftigt jetzt den ungarischen Fuß» . ballverband. Anläßlich des diesjährigen regulären Frühjahrslünderspielcs Oesterreich gegen Ungarn in Wien wird wiederum ein Städtespiel Wien—Budapest in der ungarrchen Hauptstadt ausgetragen werden. Am gleichen Tage soll nun eine dritte Garnitur beider Länder in Szeged in antreten Das gleiche planen die Ungarn für den 21. April, den Tag des tschechisch-ungarischen Auswahlmatches, an welchem Termine eine, tschechische gegen eine ungarische Mannschaft in Stein» a m a n g e r spielen soll. Dzedlatschek geht zu den Brooklyn WLndererS. Ein neuer Amerikakan. idat ist anfgetauchr. Der ungarische > Spieler Szedlatschek, der zuletzt beim Prager D. F. C. als Stür- : mer tätig war, soll sich in den nächsten Tagen via Cherbourg einschlffen. um zur Agar-Mannschaft m Newyork zu stoßen, szedlatschcst ha: sich vor kurzem für den F. T. C. verpflichtet, der die plöh>':che Mreise des Spielers als Vertragsbruch ansieht. Der Ungar wurde von Agar nur bis zum Ende ler Saison, also auf dre: Monate mit einer Gege von 240 Dollar pro Monat engagiert. Der Karteuvoovrrkauf für hie heute stvttfinderrde Blau" Weiße Redente der £ akca>Lcst"st t'i'ctifj’c.Yoti findet heute ab 9 Uhr vormittags ununterbrochen im Sekretariat der Hakoah statt. (1. Bez., WiPPlingerstmße 24, Cafe Altes Rathaus.^ , Aar den Derelaen. Hechawrr. Heute um k> Uhr wichtige AuSschrWtzung. Herr H. Schreier wird ersucht, bestimmt zu erscheinen. Vorher Spielerversamm'ung und Aufstellung fiir die morgigen Wettspiele. Das Cup spiel gegen Libanon findet am 13. Februar statt. Ping-Pong rfb 6 Uhr. Jcwish Allround Sporting Cblrd. Jeden Dienstag und Freitag Klubabend im Wreirer Ringcafe. 1. Bez.. Stutenrtnig Nr. 18, ab 8 Uhr Ping-Pong, Schach. Mitgliv' eraufnahme, AnMünfte uftv. Am 1 Fc'bruar beginnt die Klubmeisterschas! der Ping-Pong-Sektion Nennge-bühr (1 S.) ist bei Herrn Köttner zu erlegen. Für Gäste Nenngsbühr S. 1.50. Herren und Damen, dre sich für unsere Sektionen interessieren, melden sich am Dienstag oder Freitag beim Klubabend. Zwn. Heut« um 11 Uhr Wettspiel auf dem Donau platz (eine Station vor dem Hakorchpiah). Folgende Spieler treffen sich um ha>L 11 Uhr auf dem Platz: Gruter, Jellinet, Koihn, GAck. Schindler, Mtschüler 1 und 3. Wageckberg. Vogel. Leichter. Blath. Gottlieb. Sussin und Ungar. Verlag des Bibliographischen Institut«, Leipzig UHlUinKIIUIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIUIIIIIIHIIIIIIIHimillUUIIIMdlllW Soeben erscheint In siebenter, neubearbeiteter Auflage: MEYERS LEXIKON 12 Halblederbände Ober 160000 Artikel auf 20000 Spalten Text, rund' 6000 Abbildungen und Karten Im Text, fast 800 c. T. farbige Blldortateln und Karten, über 200 Tentbei -non Bd. I //, IV u. V kosten j e 30ßm.. Bd. IU 33 fim, BeereLLUNGKN nimmt an* BUCHHANDLUNG R. LÖWIT WIEN I. NOTCNTURMSTRASSS SS Reaktion u. Administration; Wien, l., Klrntnerstf. Ä Nr. 45 Wien, 11. Jahrgang Kremcnctzky-Ehrung. Das Präsidium des .Keren 5kajemeth hat i läßlich des 2öjährigcu Jubiläums des Keren K^seine'ch den Organisator ^es Fonds. Johann ffltcmeitf.fr?»», ,;um Ge genstande besonderer Ehrung zu machen. Mit Rücksicht darauf, daß er der Schöpfer oer erste:! Marke war, gibt der Keren Kajemeth eine eigene M a tl< m i t dem Bilde Kre menetzkyS heraus. Sie ist 'Bereit erschienen. Es ist bloß er ne Auslage oon ihr ersckckcnei,. ik r'irv daher S e >l t e n he i t s tv e r 'r besitzen. Sie ist im Keren Kastmeib Mm Preise von 20 i-'roicheu pro Stück erhältlich. Johann Kremei:etz»y ist auch der Schöpfer Ser- (V>;; neu Buches. Er wird daher fünffach in das Gok-s-n.- Buch emgetragen. Kremenetzist) ist der treue Freund und Mitarbeiter Theodor Herzlö; es soll daher auf seinen Namen in Ercz Js':rei ein Hain im HcrzLoalde gepslang': werden. An der Samenlung zur AnsÜringung der Miltel li-.ieikigen sich sowohl seine alten Freunde als auch die Mitglieder der heutigen Organisation. Das Präsidium des Keren Kajemeth erwarte'!. >->aß alle Freunde unserer Sache, allen voran die I u g c n-d, an der Sammlung sich >*•- teiligen und speziell die K re m e ne tz k y »Ma rl c in den weitesten Krei-sen der Mischen Bevölkerung verörestr:! werden. DersichvrungSabteilung des Keren Kajemech. Die Dbteilung entwickekr sich giünstig: sic ist zu cin-cr Quelle ständiger Einkünfte für den Keren K a j e m e t h -g e w o r d e n. Im letzten Jahre sind die Eingänge aus der Verfichcrungsa'bteilung um 500 Prozent gegen das Jahr 5äW'gestiegen, in absoluten Zahlen von 6164 S. airs 81.184 S. Auch im neren Jahre spielen u4c Eingänge aus diesem Zweige eine wicht'.-ge Nolle. Die Versicherung unter Berufung auf den Begünstigungsvertrag mit der betref» senden Gesellschaft kann sowohl in der Ver. siche rungsabtcilung des Keren K a j e m e t b, 1. Bez^ Kärntner st raße 28, erfolgen, als auch direkt bei den Vertretern der Gesellschaft. Nach dem Muster der in Oesterreich geschaffenen Versichb» 'rungsaibtcstt.ng wurden in anderen Ländern (Deutschland. Bulgarien. Jugos'awicn. Ungarn) solche Abteilun-gerr geschaffen. die sicherlich im Laufe der nächsten Zeit ihre positive Wirkung auf die Finanzen des Keren Kajemeth äusüben werden. Die Nabattsektiion. Die erste Mrechnung mit den Firmen ist im Zuge. Vidher wurden bei zirka 60 Firmen ü'ber 200 Einkäufe um dcn Betrag von 8400 .S. abgerechnet. Der atgeliefertL Betrag beträgt rund 420 S. S o w e i t die Abrechnung und die Auszahlung an den Keren Kajeme'th erfolgt ist. kann von dcn Mitgliedern gegen Vorweisung der Au Zwei starte der bei uns etngegangene Rabatt zur Abholung gebracht werden. Der Erfo.'g in O-efterreich ist entscheidend für dis Ein-fühj rung >^er Nabattsektion m anderen Ländern. Der Erfolg in Oesterreich härrgt heute nur oon der Sel'bstcrziehung dcr GesinnungS-enoffen und Freurrdc des Keren Kajeureth ab. chren Bedarf bei den der RaDattsek» tion angeschlofsenen Firmen zu decken. Die Büchse. Die Zahl der Keren Kafonrech-Äuchsen ist im allmählichen Steigen begriffen. Die heutige Zahl ist 10.7 38, wir nähern uns als« allmählich «m 11. Taufend! Die regelmäßige — fünfmalige — Leerung allein kann die Büchse zum erfolgreichsten Sammelmii» t e l des Keren Kajeme'th machen. Regelmäßige Leerung! Darunter verstehen mir, daß stets dieselbe Person beim selben Büchsen» inhaber die Leerung vornimmt. In diesem Falle entwickelt sich zwischen Leerer und Vüchseninha'ber ein gutes zionistisches Verhältnis. Der Leerer wird dann sozusagen zionistischer Für sorge rat"; er vermi'rtelt zwischen unserer Idee nn^ der jüdischen Familie. GelogenheitSspende. Auch dieser Zwerg beginnt sich allmählich zu beleber.. Im Prater und in der Brigittenau werden Hochzeir^i unh sonstig« Familienfeterlichkeiten regelmäßig besucht und auch r«r materielle Erfolg bleibt nicht auS. Es ist eine dringende Notwendigkeit, daß uns Gesinnungsgenossen die ihnen bekannten Familienfeiern rasch und rechtzeitig, be» kanntgeben! Heale^ai SI« »daoaa eil« „Wiener MorgenzcMung“ gboiinS«rl9