Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2834 (18.1.1927)
- Date
- 1927-01-18
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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(Stit: C Wi«n, Dienstag SStelMf Iß.tzSmiir 1SS7 Al. SM Las Joppeisplel aus Det Hohen Warte. (Von keinem Fanatiker.) Wenn die Hohe Warte nicht sehr gut besucht ist, sieht sie ziemlich leer aus. Eine Schätzung der Zuschauerzahl ist dann besonders sch.»er. Am Sonntag meinten die einen, es seien nuL 3000 Leute gekommen, andere tipte« auf 7000. Tatsächlich waren ungefähr 6600 anwesend. Das ist nicht viel für die Hohe Warte bei milder Witterung und bei einem Doppelspiel überhaupt notabene wenn Hakoah mittut. Sind Freundschaftsmatches jo wenig populär? Zieht wirklich nur die Punkteschinderei? Bei einem Doppelspiel, das knapp nach dem Mittagessen beginnt, kommen die meisten zur Pause des Vomnatches. Diesmal gab cS um diese Zeit bereits eine große Ueberraschung. Vienna führte gegen den Tabellenersten, die Brigittenaner, 6:1. Sollte sich die Ansicht vieler, daß das Können der Brigittcnauer nur auf den kleinen eigenen Platz zugeschnitten sei, bewahrheiten,? Dann Müde cs im Frühjahr nicht gut um den Herbstmeister; denn er wird jetzt meist auswärts zu spieleis haben, Hakoah scheint sich auf oer Hohen Warte wohl zu i^len. Das sonntägige Spiel der Blam-Weißen, die mit Trauerflor für Achad Haam, den großen Mischen Toten, antraten, war frisch und schneidig. Anfangs gab es eine Sensation. Schon beim ersten Borstoß der Sünmeringer zappelte der Ball im Hakoahnch. Es war ein Kunstfehler .der Hakoahvertckdigung, an dem Gold prozentuell am meisten beteiligt war. Die Simmeringer eilten, Stolz in der Brust, sozusagen siegesbewußt zur Auflage. Sie tarnen sich vor tote tit — Frankreich nach einem Jausenspiel in irgendeinem Ort, dessen Name höchstens in Kreuzworträtseln erscheint., Aber Hakoah ging die Chose flott an. Wvrtmann führte den Ball, einige unnachahmliche Täuschungen, die an Fi scher a von anno dazumal erinnern, und das Leder landet im Simmeringer Tore. Einige Minuten später. Wortmann legt ideal zur Mitte, H e ß> der einen glänzeirden Tag hat, ist ausnahmsweise rechtzeitig in die Stürmerreihp eingerückt und placiert unhaltbar in die Ecke. Hakoah führt. Simmering wird zusehends matter. Heß und Fischer auf der einen, Worlmann und Katz auf der andern Seite' geben den Gegnern viel zn schassen. Fischer krönt einen Borstost durch einen Treffer durch die Beine des Tormannes. Nur wird der Ball von den Hakoahnern zu lange gehaltert. Fischer ist eine rühmliche Ausnahme. .Er macht immer das, was die GefechtSlage erfordert. Sogar in aussichtsreichster Schußposition gibt er ab. Ansonsten trugen seine Mätzchen viel zur, Erwärmung der Zuschauer bei, mehr als die schrille» Schreie: „Heißen Tea» wer wünscht!" („Es wird sich schon jemand melden," sucht jemand den Rufer zu beruhigen.) Kovaesi: Einige fein abgefälschte Bälle, Vorlagen und Kopfstöße verraten den verständnisvollen Fußballer. Das Publikum übertreibt gern, im guten und schlechten Sinne. „Der ganze M.-T.-K.-Stil," hieß es. Nun, ein richtiger Hakoah-Stil wird auch genügen. Der schlanke, schwarze Budapester spielt noch zn feierlich. Aber er kann entschieden etwas. . Armin Weiß aus Preßburg: Volkesstimme: „'Man sieht nichts von ihm!" „Er kommt zu spät!" „Jetzt war er gut!" „Das war ganz schön!".... Wie gesagt, sie übertreiben. Weiß kann bestimmt etwas. Sicher noch mehr, als er bisher, gezeigt hat. Er war schon vor fünf Jahren gut. Man wird ja sehen. Die anderen? Gold verbesserte sich im Verlaufe des Spieles zusehends. Gegen Schluß war er in Hochform, trotz der Dämmerung, der seine Augen sonst nicht gewachsen sind. Scheuer war wieder wie eine Säule und nicht zu umgehen. Auch seine Stöße waren diesmal sehenswert. Fabian die alte Klasse; nur der Auskick mit dem linken Bein. (das rechte ist noch verletzt) ein Handikap. Frieds Raffinement bringt schöne Ueberrafchungen, oft auch für Fabian bei - einem unerwarteten Rückpaß S t roß ist ein forscher Draufgänger. Er verträgt Püffe, und auch ein Sturz geniert ihn nicht, besonders wenn der Gegner der Betroffene ist, was am Sonntag meistens der Fall war. Me Verletzung Aigners war ein bedauernswerter Mißton in der freundschaftlichen Harmonie des SvjekeÄ. Mit Hakoah über konnte man zufrieden sein. Auch die Frühjahrsmeisterschaft wird der jüdischen Mannschüft Punkte bringen.... Au« dem Wiener Fubballverbam. Der Sportklub Baum garten ist vom Bast» ausgetreten und hat sich dem Allgemeinen Wiener Fußballvevban.d angeschlossen. — Di-ssir Tage war eine Abordnung des Verbandes, b. sichend aus dem Präsidenten Dc. Abeles und den Herren M-e.i<sl und S ch ö n e ck e r beim städtischen Finanzreferend-n Stadtrat Breitner. Es wurde darauf hingswiesen, daß im verflossenen Jahre der Wiener Sport 4 Milliarden an städtischen Steuern abgeliefert habe, Eine derartige Belastung sei für den Wiener Berufsspieler' sport unerträglich. Stadtrat Breitner teilte mit, daß er vielleicht im Avbst eine Ermäßigung vornehmen werde. Jedenfalls werde er die Wa§serabgabe der Vereine ans den Plätzen reduzieren. (Das könnte höchstens eine jährliche Ersparnis von 3 bis 4 Millionen pro Verein ausmachen.) — Die.erste Amateurliga hat gegen die geplante Austragung einer Amateürmeisterschüft der Professionalvererne protestiert. Zur Regelung dieser Frage wurde ein Komitee mit'dem Vorsitz des D r. G e r ö gewählt. — Ter . Verbandskassiex Pas ch legte einen neuen Vevsicherungsplan für verletzte Spieler vor, der in der. 1. Klasse 50 Schill'ng pro Vierteljahr und in der Amateuvklafse 7 Schilling ausmacht. Der mreutgellliche Schwimmlurs km Dauer, und Rettung-, schwimmen wie Wiederbeleben wird von der Kritzendorfer F^i> willigen Sanität auch - weiterhin an jedem Mittwoch von halb 9 bis 9 Uhr morgens im Dianabad durchgesührt.. , Das Meisterschaftsspiel Hakoah gegen Wache findet näch sden Sonntag auf der Hohen Wart« statt. Aus Le» Vereine». Kablmah. Mitglieder und Gäste, die noch an der Raxtour teilnehmen wollen, können sich nur noch Donnerstag, ab 8 Uhr» bei Herrn Kobn in unserem-Klubheim, Hotel Continental, mel< den. Täglich Ping-Pong aus 8 Brettern. . : Bibring (Kam weh) hat seine Stelle als SektionÄeiter für Fußball zurückgelegt. ' 1'steater Burgtheater: Volponr Anfang */,8. Ende 10 Uhr «kademiktheater: Auffühhruug der Akademie für Mnfik und darstellende Kunst: Elia» von Händel. Anfang 7. Ende »MO Uhr Staatsoper: Intermezzo Anfang V,8 Uhr. Ende 10 Uhr Deutsches Volkstheater: Großjährig — Das äitext Fach . Anfang 7, Ende 8/*10 Uhr »/.II Uhr: Der blaue Vogel BolkSoper: Der Kuhreigen Anfang »68. Ende gegen V*U Uhr Kammerspiele:. Krankheit der Jugend Anfang l/j8. Ende ‘/alO Uhr 10*10 Nachtvorstellung. Die A-B-C-Revue Theater a. d. Wien: Das Schwalbennest Anfang V,8. Ende gegen '/,!! Uhr Fohann-Stranß-Theaterr Alexandra . Anfang */,8. Ende */,11 Uhr Raimnud-Theater: Die Zirkusvrtnzessin ' Anfang Va8, Ende */sll Uhr Wiener Bürgertheater: Der MitternachtSwalzer Anfang >/»8, Ende */,ll Uhr Stadttheater: Wien lacht wieder Anfang Va8. Ende nach 10 Uhr Renaiffauee-Bnhne: Richterin Muiter Anfang 8, Ende V411 Uhr Theater in der Josefstadt r Viktoria . Anfang V,8. Ende '/«ll Uhr Neue Wiener Bühne: Menschen ohne Erde Anfang '/,8. Ende 10 Uhr Modernes Theater: Siudentenliede ' Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Lustspiel-Theater:-Esther Labarre -Anfang 6. Ende nach 10 Uhr Rolandbühne: Prokurist Poldi Anfang 8, Ende 10 Uhr Jüdische Bühne, 2. Bez.. Taborftraße 12. Der Deserteur 8 Jüdisches Künstlerkabarett (Cafe Astoria), 2. Bez., Praterstr. 60. Liebe und Leidenschaft 8 ZirknS Adolfi. Nenzgebäude. Apollo-Theater: Der Zug nach dem Westen 8 <£{£* Q 9+ 1 wird Ihr Anzug |)|||, y Hl wie neu gebügelt Amerikanische Cxpreßbügelnnstalt WUHrlm Pulgrom . l!., Liiienbrunngaffe l9, Tel. 48-7-58 Lühplen und Mt en der aleider kjimiL MW Radio-Programm Heute DieuStag 11 Uhr: VormAagSmusik. 16.15 Uhr: Nachmittagskonzert. Mitw. Lia Weidt-Weichert (Gesang). 17.60 Uhr: Die neue Linie in der FrühiahrSmode. Claire Patek. 18.20 Uhr: Grillparzers Persönlichkeit. Prof. Dr. Heinz Kindermann. 19.10 Uhr : Esperantokurs. 19.30 Uhr: Englisch für Vorgeschrittene. 20.05 Uhr: Die zwölf Ständchen von Schubert izum 130. Geburtstag Schuberts). Erläuternder Vortrag : .Otto Erich Peitsch. Mitw.: Kammersänger Artur Preuß; Fritz' Sedlak (Violine);- Quartett Rondorf; Ein lyrisches Quartettdes Wiener. Mannergesangvereines; Sängerknabe Matthias Schneider. Morgen Mittwoch 11 Uhrr Vormiüagsmufik. 16.15 Uhr NachmMagSkonzert. Uhl: Polnische «roß-Maznr; Foster: Prairre-Blumen, Walzer; Suppe: .Der Glaskogner", Ouvertüre; Puecint:' „Lurandot", Phantasie; S. Geiger; Tango d'amoür. 17.05 'Uhr: Mär chen für Groß und Klein (Grete 'Doris und Nelli Hochwald mit Adelheid, äh?^ Die Bedeutung des Mohnbaues. 18 30 Uhr: Die Handel-Nenaifsance und szenische Ausführung Händelscher Werke. Dr. Hans Niedecken-Gebhard. 19 Uhr: Französisch für Vorgeschrittene. 19.30 sihr: Engtt'ch für Vorgeschrittene. 2005 .Uhr: Lustige Schnurren und Geschichten. .Erzählt von Gtsa Wille und Wilhelm Schmidt.-- 2105 Uhr: Heiterer Abend. Mitw. Hrdda Hirth; Dr Joirf Bergauer; Prof W ly. Wendt. (StaatSaper); Aonzertorchester Fritz Rechenwaid.. Leichte Abenomnsik (Kapelle Silvlng). k Stiilii iljj)( Sc&irniB zo Fabrksflreisea! Stnpuuhim. Hilbtildensckirma . BrillaitliillitiU» . . atinildi gi’ g«tw QuiliUt . . 7.fl! . .!«.— , .24niimtrirt. >11. MiiliMIhwtr.r». 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