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Wiener Morgenzeitung · 1927-01-08 · Heft 2824 (8.1.1927) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2824 (8.1.1927)
Date
1927-01-08
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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&He 10 Wien, Samstag 8. fßnmt 1SS7 ftr. m fche Gemeinde. Von I. N. C. Eugen Justle, Sakoah spielt morgen gegen ».«. 8. ctt» Freundschaftsspiel vor der Wkntereupeatscheidung. Die Mische Mannschaft beginnt morgen, wie wir gestern, ankündigten, die diesjährige Saiion. Die Blau-Weißen absolvieren ein Freundschaftsspiel gegen den W. A. C., auf dessen Platze. DaS Match beginnt genau um l Uhr, ohne Warte, zeit, da der Entscheidungskampf um den Wintercup zwischen Wacker und Slovan darauf folgen mutz, Hakoah stellt folgende Mannschaft: Fabian, Scheuer, Feldman», Strotz, Armin Weiß, Gtoßmann, Katz, Wortmann, Kestler, Hetz, Fischer. Ersatz: Futz, WieSner, Beer. Svrch . Obmann des Jüdischen Fußballverbandes der Tschechoslowakei.; Wir erhalten zu der von uns gemeldeten Kündigung des Hagrborplatzes folgende Darstellung. Die Repräsentanz der israelitischen Kultusgemeinde in Prag hat in ihrer letzten Sitzung mit einer knappen Mehrheit von 11:8 Stimmen den bestehenden Mietvertrag mit dem Prager Hagibor zum 31. Dezember 1927 gekündigt. Der Sachverhalt ist folgender: Der jüdische Sportklub hat vor zwei Jahren mit der Kultusgemeinde, als Verwalterin des Platzes der Dr.-Seegen« Stiftung zum Baue eines jüdischen Hospitales, einen auf 15 Jahre berechneten Mietsvertrag abgeschlossen, wonach ein Teil des Grundstückes dem Hagibor zum Baue eines Sport- - Platzes vermietet wird. Zwei K ü n L i g u n g s g r ü n d e hat sich die Gemeinde Vorbehalten: Sollte die RegulierungSkommkssion das Grundstück ansprechen oder der Bau des jüdischen Hospitales verwirklicht werden. Der letztere Grund war cS nun, den die Repräsentanz zum Borwand nahm, den Vertrag mit dem jüdischen Verein zu kündigen. Wie steht es eigentlich mit dem Bau dieses Krankenhauses? DaS billigste Projekt, das überhaupt in Frage kommt, verlangt Zeinen Kostenauftvänd von 16,000.000 tsch. Kronen und für diesen Zweck stehen heute 1,700.000 tsch. Kronen zur Verfügung. Also-ein lächerlicher Betrag gegen die Unsumme, die zur Durchführung des , billigsten Projektes benötigt wird. Und wo bleibt ein Reservefonds zur Erhaltung des Spitalcs, wozu weitere Millionen nötig sind? Oder will man das Krankenhaus errichten, um es dann wegen Geldmmigel nicht in Betrieb setzen zu können? Eine andere Frage. Es ist noch gar.nicht e n t f ch i ed en, Latz 'selbst durch den leider noch sehr fraglichen Bau der Hagibor überhaupt tangiert ist. Es ist sogar sehr unwahrscheinlich. Der Stiftung steht ein Terrain, das strfo" 80.000; Quadratmeter umfaßt, zur Verfügung, während der'Hagibor annähernd 20.000 Quadratmeter belegt. Nach Ansicht von Fachleuten wird das Hospital höchstens 8000 Quadratmeter einnehmen. Gegenwärtig stehen zwei Projekte in Erwägung und keines davon. tangiert auch nur a n n ä h e r n b den Hagibor, und dabei besteht heute 90 Prozent Wahrscheinlichkeit, daß'gerade eines dieser beiden Projekte zur Durchführung gelangt. Die Situation des Spitalbaues ist heute um gar nichts anders, als am Tage des Vertragsabschlusses. Die Mittel haben sich nicht wesentlich vermehrt, die Kommission' hat sich noch immer nicht für ein Projekt entschieden, gerade so wie damatz. Die Herren haben ruhig zugesehe», wie der Hagi, vor Tau.semde in den Platz investierte und haben itient v . i gewarnt. Im vorigen Jahre war eine Delegation der Kultusgemeinderepräsentanz unter Führung des Präsidenten, Herrn Dr. Stein, auf dem Hägiborplatze, und Herr Dr. Stein hat seine Bewunderung über den Baufortschritt ausgesprochen, aber er hat nicht gewarnt. Und auch He r r Dr.. B a n d lc r, der Antragsteller in dieser Angelegenheit, hielt'es nicht für notwendig, den Hagibor vor weiteren I n v e st i t i o n e n zu tvarnen, obwohl er schon damals von den zu unternehmenden Schritten wissen mußte. Vom moralischen Standpunkt scheint es geradezu unerhört, daß eine jüdische Kultusgemeinde einen jüdischen Sportklub einfach auf die Straße wirft, einen armen jüdischen Verein, der nach fünfjähriger, mit - A m e i s e n f l e i ß verbundenen Arbeit 200.000. tsch. Kronen aufgebracht hat, schwer erworbenes jüdisches Geld, um es dann in einen Platz zu investieren, den er eben erst zu Ende gebaut hat, und den er gerade seinem Zwecke zuführen will. Das Spital ist eine gute und notwendige, soziale Institution. Aber wä^rum ausgerechnet auf dem Hagiborplatz? Der Hagibor ist eine bestehende, auch notwendige und soziale Institutionellnd er b e st.e h t, lebt und trägt viel dazu bei, die Existenz von Krankenhäusern überhaupt überflüssig zu machen, öder wenigstens einzuschränken. Das alles hätten die Herren früher erwägen muffen, sie hätten sich dann wahrscheinlich sehr überlegt, für diesen Antrag zu stimmen, zumal, da der Hagibor einen bloß dreimonatigen Aufschub verlangt hat, um der Kommission Gelegenheit zu geben, sich für ein Projekt definitiv zu entscheiden. DaS hätte boch mit ein: wenig gutem Willen angenommen werden muffen. Gewisse Herren hatten es aber wahrscheinlich sehr eilig. Die Folgen werden sich die betreffenden Herren selbst zuzuschreiben haben, oder glauben sie.etwa, daß der Hagibor schweigen wird, wenn es um S ein oder Nichtsein geht? Katz laboriert wieder an einer alten Knieverletzung, weshalb feine morgige Mitwirkung noch fraglich ist. Rapid besiegte im Revanchespiel das Städteteam von Kairo nach schwerem Kampf 2:1 (0:1). Austria (Amateure) spielte gegen den ÄportAub San Sebastian 5Ä (1:3). ' Aus dem Hakoahplatz tragen morgen um 9 und halb 11 Uhr zwei Mannschaften der' Hakoah und Slovans Freundschaftsspiele gegeneinander aus. . Die Meisterschaft der jüdischen Amateur», reine. Morgen gelangen folgende drijMasstge Punktekämpse zur Austragung: Hagibor —Brigittenauer Sportvereinigung, Makkabi — Finanz, Margaretner Sportfreunde—I. A. C. Wir rechnen mit einem Erfolg der erstgenannten Vereine. Der deutsche Fußbnllbund hat an den österreichischen ein Schreiben gerichtet, in.dem der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, daß die Gegensätze Mischen den beiden Verbänden in diesem Jahre überbrückt rverden mögen. Hötz (Sportklub) dürfte, wie gestern im Fußballbundc in. offiziell verlautete, an den ungarischen Verband nicht freigegeben 'werden. Jüdischer Sportverband. Montag, den 10. d. M., D e l e g i e r t e n v e r s a m m l u n g, 1. Bez., Kärntnerstmtze 28, nm 8 Uhr abends. Die Vereine werden ersucht, die fällige Nemigebtthr für den Cup, iw Betrage von 3 Schilling, zu erlegen. Vorher BvrftandSsitzung. Tagesordnung: Sudventionen. Hechawer. Adolf Zuckerkandl, unser bewährtes Vorstandsmitglied, verläßt morgen Wien, um sich in Kanada eine neue Heimat zu gründen. Wir sagen ihm auf diesem Wege für die dem Vereine geleisteten Dienste unseren Dank und wünschen ihm eine glückliche Zukunft. Die Rtescnziffern des deutschen FußballfporteS. Im Jahre 1920 besaß der deutsche Fußballverband 6286 Vereine mit mehr als 800.000 Spielern. An Meisterschaftsspielen nahnren 22.469 Mannschaften teil. ' Außerdem haben noch 278.000 dem Verbände angehörende Mitglieder, hcsondcrs in der toten Saison, andere Spvrtzweige ausgeübt. ISO Trainer waren in Tätigkeit und 445 Vereine gaben Klubzeitungen heraus. Die Sportvereinigung Libanon veranstaltet Sonntag, den 9. d. M., nttv 8 Uhr abends, im Goldsaäle des Cafe Sillet, 1. Bez., Schwedenplatz, unter dem Protektorate des Präsidenten des jüdischen " (sportverbandes, Herrn Paul Földes, ein Gründungsfest, zu dem offizielle Vertreter sämtlicher Brudcrvcreiuc auf diesem Wege eingeladen werden. Verband jüdischer Turnvereine Oesterreichs. Montag, den 10. d. M., um halb 8 Uhr abends, findet tm Sitzungssaale des MEabi, 9. Bez., Lkechtenstcinstraße^O, eine Turnvervandssitzung statt. Eine Million Dollar für ein.Boxmatch. Tex Rickards, der bekannte amerikanische Sportmanager, hat dem Weltmeister Tünnch für ein neuerliches Match mit dem früheren Weltchampion Demvsch den Riesenbetrag von einer Million Dollar angeboten. Mit dieser Summe find alle bisher in der Boxwelt bezahlten Beträge weit überhol ______;; Touristik- Winterspoctsektion des S. C. Hakoah. Joden Freitag Anmeldungen, Bücherausgabe usw., ab 8 Ubr im Mubheim,^ 1. Bez., Wipplingerstratze 24 (Cafe Altes Rathaus), Tele- Phon Nr. 68-109. — Führersitzung um 7 Uhr. — Verregnung der Quartierangabe, — Tourenprogramm für den 6. Jänner: Skitouren: a) Bettelbauer. Abfahrt 5.35 Uhr, Südbahnhof. Führer Kohn. b) Tirolerkogel. Abfährt am Vortag 13.45 Uhr, Westbahnhof. Führer Treuer. . Von Moskau nach Oslo auf Skiern. Aus M as k a u .wird berichtet: .Vier .russische Skiläufer, Dementjew, Remuchin, Sawin und Wassilew, haben einen Dauer laus von Moskau über Leningrad, Helsingfors und Abo nach Stpckhalm und Oslo angetreten. Es sollen täglich 80 Kilometer zurückgelegt werden. Die Strecke von Abo nach Stockholm führt über den vereisten 'botjnischen Meerbusens ' A«r l>e« Lereiue«. Hechawer. Heute, um halb 9 Uhr, wichtige Ausschußsitzung. Zur heutigen Abschiedsfeier unseres Kollegen Adolf Zuckerkandl laden wir sämtliche Mitglieder, ein. Ping-Pong: ab' 6° Uhr. . -Hakadur. Heute um Vs9 Uhr Spielerversammlüng. Aufstellung von Mannschaften für Sonntag.' Heute und' morgen beginnt das Ping-Pong-Training schon ab 6 Uhr. Dienstag und Donnerstag sfj 8 Uhr Fortsetzung der Klubmeisterschaft, r'.achnennungen nimmt Herr Stadler entgegen. . Urvater OB Mute i Burgtheater: Volpone Anfang V,8, Ende 10 Uhr Akapemietheater: SUefmama > Anfang J/*8. Ende */<tQ Uhr «tagtsoper: Josephs-Legende -Schlagobers Anfang 7 Uhr. Ende nach 10 Uhr Dänische- BollStheater: Der Garten Eden Anfang 7. Ende «/, 10 Uhr 3 Uhr nachm.: Egmont V«11 Uhrr Der blaue Boget Bolksoper: Tristan und Isolde Anfang V,7, Ende gegen V,11 Uhr «am» erspiele: Kopf oder Schrift Anfang 4/Ä Ende V»10 Uhr lktt.0 Nachtvorstellung. Die A--B-C°R«vue Theater a.d. Wie»: Die Ztrlusprwzefsin Anfang */%8: Ende gegen 11 Uhr Johaun-Gtrauh-Theater? Altzändra Anfang ilt8. Ende 1/,11 Uhr Raimund-Theater: v»* Schwalbennest Anfang V28, Ende VSH Uhr 3 Uhr nach?.: Rübezahl ' R,«aifsa«ee»Biih've: Der große Bluff! - Anfang L. Ende »,.11. Uhr Theater.in tcc Josefstadt r Der Revisor Anfang 1/iB. Ende nach 10 Uhr Reue Syiener Bühne: Menschen ohne Erde Anfang V,8."Ende 10 Uhr Stad tl he ater: Wi:a lacht wieder Anfang 'h8, Ende nach 10 Uhr 3 Xhr nachm.: Das tanzende Märchen Moderne- Theater: Absteigquartier Anfang 6. Ende nach 10 Uhr Wiener Bürgertheater: Der Mttternqchtswalzer Anfang V,8, Ende »/»U Uhr :l Uhr nachm, r Die Räuber Rolauddühue: Edelknaben Anfang '/.8, Wpo 10 Uhr Lustspiel-Theater r Baleneia Anfang 8. Ende nach 10 Uhr »e Bühue, 3. Bez., Taborstraße 12. fhn Schema. Jsruel . 8 Jüdisches KSuftlerkabarett (Cafe Astoria), 3. B^., Praferstr. 60. Hrintige Mädlacch 8 Zirkus Adolfi. Renzgebaude. Apollo-Theater: Der Zug nach vom Westen 8 IiaZio-?roxramm Heute Samstasf. 11 Uhr: BormittagSmufik. 15-30 Uhrr Jugendbühne. .Die Gänfehirtt» am Brunnen/ Märchenfpiel von Robert Bürkner. 1830 Uhr: Dichtung der Weltltteratur. 19-45 Uhr: ^Boecaeia", Komische Oper in 3 Akten von F. Zell und Rich. Genre. Musik von Franz v,. Suppe. Spielleitung: Viktor. Flemming. Dirigent : Josef Holzer. - Uebertragpng des Jazz-Band -: ans btm Hotel Bristol. Mor<<» Sountag 11 Uhr: Konzert des Wiener Symphonie« orchesters unter Leitung von Staat-opernkapellmetster Rodert Heger. 16 Uhr Nachmittagstonzert de» Konzertorchefters Fritz. Recktenwald. 18-15 Uhr: Kammermusik. 20 Ühr: ^Die Lokalbahn", Komndie in 3 Akten von Ludwig Thoma. Mtwirkend: f ermann Wawra. Litt Fröhlich, Lia Landt, hrtstian Ekfeld. Gtsa Wurm. Karl Knetdtnger, Karl Staub, Walter Sima. Franz Kammauf, Rudolf Äerstl, Dora " "" ^PoFtorosetti Triest Pension Rubinstein Ganz neu. m. modernstem Komfort eingerichtet Erstklassige, streng koschere Küche.. . . Zimmerbestellung rechtzeitig erbeten. — Prospekte auf Verlangen kostenlos. Gestrickte fileilor ist die Mode. Reichhaltige Auswahl aus ersten Wiener Werkstätten. Albert Mahner 1" Koblmesstraafle.L, ■ I., mutt Aiarkt 0. UI„ LtMdüratze H-ryPtstr-ße l IV., BBleptut Hauptstrab- 8. 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Jüdische eitungsu. Verlagsges. m. b. H., Wwn. 2. Bez., Taborstraße 1—3. — Bergntwortl. Redakteur: Jakob KrauZz. Wien, 19. Bez., Brechergasse 9. — Druck: ^Jnva". Wen. 7. De/,.. Lerchenfelderstratze 1.

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