Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2817 (31.12.1926)
- Date
- 1926-12-31
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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Wiener Morgenzettrrng Iss Geheimnis der Hakoah-ßrfolge. Was der SeManrletter A. Saar sagt. l'A-C UC:rWÜl|\!;K»CH ^Vfl>iO0 iH'V .V) tt t D Q l) - U ß* ii a i 1 nt a n tt [ dj n f t irr der n Umlauf nt eit Hcrbstsaisoil haben MamttJtct) iToraoc^u Scusatioil ctrcgf. '^ad) der Abwanderung von neun Spielern nach Amerika hatte .man racch! van dem zurückgebliebenen Team energischen Widerstand erwartet und angenommen, das; der jüdischen Elf ab und zu ein Teilerfolg blichen 'werde. Aber eine Serie non acht Spielen, in denen, die Btau-Weißen ungeschlagen blieben, in unter den gegettenen Verhältnissen geradezu ein Rekord. Tie Frage micn der sporttcchnischeir Seite dieser Erfolge, nach dem Stil und dem S p st c nt, das die Hakoahner anwendeten, liegt daher nahe, lieber diese Frage äußerte sich der langjährige Sektionsleiter der Hcckotth-Fnßballer Artur B a a r folgendermaßen: „Ich will absichtlich keinen Vergleich zwischen der vorjährigen, fast vollständig nach Amerika ausgewander- J-n Mannschaft und bcm gegenwärtigen Teant ziehen. Sicher ist, daß Begeisterung, Siegeswrllc und Zähigkeit für das glänzende Abschnciden meiner Mannschaft im Herbst von großer Bedeutung waren. Das allein kann aber kein Match gewinnen. Von entscheidendem Einflug mar zweifellos eine besondere systematische Spielweise, die wir in Anwendung brachten. Der Fachmann wird bemerkt haben, daß wir sozusagen mit drei Verteidigern, fünf Läufern und im allgemeinen nur mit drei Stürmern arbeiteten. Die Mannschaft hatte gewissermaßen in ihrem Gesamteirrdrvck dos Aussehen des l a t e i n i s ch c tt B u chstabcn „W". Das ist auch daraus zu ersehen, daß die meisten Tore von unserem Centerstürmer und i>cu beiden Flügelstürmern erzielt wurden, während die Verbindungsleute diesbezüglich schwach abgeschnitten hüben. Heß z. B. hat, auch vermöge seiner Anlage für die Halvesposition, wo er übrigens bisher die besten Leistungen vollbracht hat, fast immer zwischen Stürmern und Halves gespielt. Dies war von großen! Nutzen, weil dadurch leine Lücke gewesen ist und sehr viel Bälle von Heß dem Angrisf vorgetragen werden konnten. Gold ist gewiß kein idealer Mittelstürm-er, weil ihm der produktive Aufbau fehlt, aber mit einem a u s g c s p r o ch e n c n tt 1 a s s c r e n i e r h a l s, der für die Verteidigung nicht viel übrig hol, h ä t t. n w i r schlechter a b geschnitten, weil wir mehr Tore erhalten hätten. Gold aber half hinten sehr erfolgreich aus. Unsere Flügelstürmer hatten die Direttive, vorne postiert zu bleiben, zu laufen und zu flaitken. Unser Mittelstürmer K c st l c r, au sich von schwachem Körperbau, hatte die Weisung, nicht zurückzuspielen, sondern seine Kräfte für den Torschuß zu konzentrieren. Die Mannschaft bot also immer eine« organischen Zusammenhang, es klafften keine Lücken, sie erschien stets als geschloffene Kampfeinheit, ihre Einwirkung war von großer Wucht, und sie blieb in acht Spielen unbesiegt. Freilich hat sie außerdem auch glänzende Proben ihres Stehvermögens gegeben; in fast allen Spielen hatte sie zuui Schluß das Uebergewicht und diese Ausdauer ist sicherlich die Frucht ratiou eilen Trainings. Diese Spielweise, die man onch häufig „fliegende Kombination" neimen hört, ist das System der Zukunft. Auch in E u gland, dem Mutterlande des Sportes, hört man in letzter Zeit Klagen über den Niedergang der ehemals so seinen Spieltultur. Es kommt heute auf das Torschießen an. Auch in England ist jetzt die „W"-Fovm an der Tagesordnung. Die Bälle werden von den Flügelläuferu zur Mitte gebracht, und wer ihn von den eigenen Leuten bekommt, ist bestrebt, den Ball aufs Tor zu dirigieren. Das k n r z m a s ch i g e Dr c i- I n n e n s p i e l, wie es auf dem Kontinent noch Slavia forciert, scheint abgelebt. Uebrigens ist die tschechische Mannschaft, wenn man ihre schwerfällige Kombinationsmaschme einmal lahmlegt, darum auch leicht zu schlagen.. Auch in W i c n haben die in die Breite spielenden Amateure eigentlich abgewirtschaftet und die frisch zugrcisendeu Mannschaften mit „fliegender Kombination", wie z. B. A d m i r a, stehen im Vordergründe. (In Amerika wird diese Spielweise natürlich auch mit der entsprechenden rücksichtslosen Härte forciert.) Dieses neue System ist vor allem das Geheimnis der Hakoah-Erfolge." Cime V'iii’vot) acls e* nicht. ,V,tr :ic iontmcubc Euplvrilüviv::; ir-nlv :niU> auv.^ioit uu> t'a! schon tn bfr "steil .-'.'une.;;n Fr/ri,-,-. a.-v.c:: zu spiAcu S'' n crze.it vor:.- m.r:: ecm j:i?:schcu Tc:e:.: zuach.'-ck. daß er nu i'uT-ft.iK ivit s.'inc VIr»r:I s-Ali.z? A m r i; f u r c i f c iw t-clrc N'ird .'ic incravürdiic WcsHruuinntt möghckxru'eisc zu' uclan^ct:, büß .e>atoah zue Au reise den. Cnv vtstreiten tu tut »:i> vci Airtriii der Amerika fahr! weacu Nichl- Wc^irer 1 (.v»i»io-.i-h» Pu: sich nun, seiner Altnd-eormopcrunun verci!-.' sowei: er?':'! i. s:n er eeninäch'l mir dem Trainin-', vestinneu tvird. stick,itirlun vcr':llt>-:,er valoni!. erte »ckacni INseicrie iin prch dus stcv ivree. .-.renädrige» Bciiunree. Während dieser oi:i: ha::.- ^er jüdische Verein eine sehr erfolgreich: Tätrgjkest uuhniwen'e::. nf t'ull, TurquetAuIN .decket,, Boxen und Turnen werben im Vereine in großem Mußst.rve uepjleai. Schack, eine drantarisci'e uno eine Orchestersektion pererchern das Vor. ein-AA'en. An der Svihe. de> tttickcnet,.- nnch ee'e vr>r sein Schöpfer, Verr An den T i> i u p o! sin Am de« Bereinr:.. VuiirDur. Heute Unter'haltungsal<-nd tu u-nstreul tttuvheim. Jeden Dienstag. Dunuerstug, Samc-tag und Sonntag Ping-Pong^ camütag Vollversamnl'ung,?!nfstelluug snr Sonntag, vre.mstaz und Tonntag ad 6 Uhr ping-Po-ng. Für die KtlBmeistenschafi toerten nach Nennungen bei "Herrn Stadler cntgegcngeitoininen —- II., Taborstraße 8 Telephon 42-3-41 Von heule bis 3. Jänner Sine Dnbarry von bente Heute Silvester-Revue, Besinn 11 Oiip Erstklassige Kurislkr.ifte Musikalische Begleitung: Das neue Ufa-Konzertorchester mit Jazzband (Dirigent: Kapellmeister Kar! Krall) Beginn um 6, V,8 und 9 Uhr I., Schottenring 5 Telephon 17-4-25 Von bffiulo bis 27. ©ezember: es Der große UFA-Weltschlager Eine Dnitarrir von hente mit Maria Corda und Alfred Abel Beginn : Wochentags V45, 8/,6, J/48 und */49 Uhr Sonn- und Feiertage 4. 1>ib, V„7, und 9 Uhr SCHOTTlNHibiCi-SCIIIO 3ns jüdische Maus das jüdische fälatt nannBanasaaesHffiSBaBBaassBaasnaBBBBaBaens Theater voa heule , Burgtheater: Dolpoiu Anfang 7, Ende Uhr Veit Uhr: Nachtvorstellung. Spiel im Schloß 'Akademietheater: Stieftnama Anfang ifß. Ende 3/410 Uhr Staatsoper: Fledermaus Anfang lIS Uhr, Ende nach l0 Uhr Deutsches Volkstheater: Ter Garten Eden Anfang 7. Ende gegen Vall Uhr Y.U Uhr: Nachtvorstellung. Die spanische Fliege VEsvper: Fleberumus 'Anfang 8, Ende nach st.dl Uhr ttammerspUU. ttönig der Schnorrer Anfang Vj8. Ende ^/-10 Uhr 1v.1v Nachtvorstellung. Die A-B-C-Revue Theater a.d. Wien: Die Zlrtusprmzessin Anfang *A,8. Ende vor 10 Uhr V,U ikhr nachts: Große Silvester-Revue 1926 Fohamt-Strautz-Theater: Alexandra Anfang '/.8. Ende 1/311 Uhr Raimund-Theater: Das Schwalbennest Anfang V28, Ende Vjll Uhr ’/jlt Uhr nachts: Altwiemr Silvester — Neuwieser Revue Reuaiffmree-Biihne: Das Recht auf Liebe Anfang 8. Ende V*ll Uhr Theater in der Fosefftadt: Viktoria Anfang */,8. Ende nach 10 Uhr 11 Ufer nachts: Sllvester-Nachtvorstellnng Neue Wiener Böhne r Menschen ohne Erde Anfang V.8, Ende 10 Uhr Stadttheatrr: Wien lacht am Silvester Anfang >/r9. Ende nach 10 Uhr Modernes Theater: Weiße Fracht Anfang 8. Ende 10 Uhr V*lt Uhr nachts: Absteizeanartier Wiener Bnrgertheater: Ter Mitternachtswalzer Anfang 7. Ende 10 Uhr 7211 Uhr nachts: „Wien bleibt Wien" NelandbÜhne: Der Vanipyr — ttlabriasparue ".11 Uhr nackls: Soiree bei Doktor Stieglib Anfang End- 10 Uhr Lustspiel Theater: Esther 1'aoarre Anfang 8. ilndr rach 10 Uhr Füdtschc Bühne, Bez. Taborürape i’J- Tttvester-Dovvelvorücllung Adnln. Ore»iA.iebüttfi<‘ l Radio-Programm Heute Freitag 11 Uhr: Äonnittagsmusik. 1615 Uhr: Nachmittägskonzert. Mitwirkend Opernsängerin Gina Blatt. 18'10 Uhr: Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. 18'30 Uhr: AlonatSbericht der Wiener Lollsbildungsanstalten. 19 30 Uhr: Nestroy-Abeud. „Hinüber— Herüber", Scherzspiel von Johann Neftroh. „Die schlimmen Buben in der Schule", Burleske in 1 Aufzug von Johann Neftroy. 21-30 Uhr: Heitere Silvesternacht. Mitwtrkend: Rosl Berndt. Ernst Arnold, Victor Flemming. Walter Huber. Emmerich Reimers. Richard Waldemar, Kapelle Silving. Morgen Samstag 10 lrhr: Chorvorträge der Wiener Sängerknaben. 11 Uh: Orchesterkonzert der.. Wiener Philharmoniker. 15'30 Uhr: Nachmittägskonzert des Konzertorchefters Ganglberger. 13 Uhr: Zwölf mit der Post. 19 Uhr: Uebertraauug aus den: Konzert- Haus : Arbeiter-Sympyouietouzert. Tanz- und Volksmusik. Das Symphonieorchester unter Leitung von Kapellmeister Erich Stekel. 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