Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2803 (16.12.1926)
- Date
- 1926-12-16
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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&ten, LomierStss Sinnt MKegenzeil««- mtt * 16. DiAsMer im Der Moderne Haushalt Vom Reinigen im Haushalt. Einige Kapitel Lisyp^nSarbett. II. vilö die beste Muss ccm gtft die, deren Haushaltssühpthrung reibuugslo? und für die .Haurzenosssn möglichst unhörbar verläuft. Die Groß ampfaz^ der Hauswirtschaft sind im unmodern geführten Haushalt: „Das Groß- R eine machen" auch „Grüudlichmachen" genannt und „der Waschtag". Ueber hi:fc beiden Schrecken der Hausfrau und der F a m. i I i c soll gesprochen werden. Die althergebrachte Arbeitsweise im' Haufe brachte eS mit sich, daß die täglichen ReiirigunMrbetten nur mehr oder weniger oberflächlich geleistet werden konnten. Großmutter hatte noch ganze Teile ihrer Wohnung für den täglichen Gebrauch a g.sch ossm, die Schitzüüerzüge über die Möbelstücke gebrcit.t, die Fenster aden geschlossen oder di' Rouleaux heruntergc.'assen und für die Kinder war die „gute Stube", der „Salon" die Quelle von tausend geheimnisvollen Schönheiten, da sie ja wie im Märchen, d'.e Schvelc dieser Räume nur an hohen Festtagen, zu blonderen Ge legenheiten und wenn Gäste da waren, betreten durlten. D modeme DurchschnittshauSha't lat derartigen „Luxus"längs; nicht mehr und da alle Stuben dem „Wohnen" dienen und Dicht nur der. Geselligkeit, dem Repräsentieren, müssen Au* ufic Stuben gleichmäßig gepflegt werden. Die Wohnungspflege zerfällt in drei große Arbeitsgruppen: 1. die Reinigung, 2. die Instandhaltung des Haus rates und 3. die Neuanschaffungen. Wird die Gruppe 1 der Wohnungspflege restlos, praktisch und modern gelei stet, dann verringern sich die Ge^daufwendungen für die beiden anderen Arbeitsgruppen. Das heißt, eine gut gereinigte Wohnung, gut gesäuberte Möbel, b'ank geputzte Fuß böden, richtig geputztes Silber und alles andere Metal', gut gelüftetes und geklopftes Bettzeug, ordentlich staubfrei gehaltene Teppiche, richkig beha be'ite GaZapparate. sor sam gewaschene Wäsche, achtsam gereinigtes Ge'ch'rr und O as, ersparen dem Hausl'a"tbndget Ausgaben für Reparatu-e" und Neuanschaffungen. Wie verhindert Nun die moderne Hausfrau die ge fürchteten „Großkampftage" und gewännt dennoch zu tadelloser Wohnungspf'ege. Mö^el' fle e. Wäschepflege und Haus ratpflege? Die Antwort auf brfe Schicksals'rage ei er feie'* lich und harnwuisch lautlos geführten Hanswirtschist ist nicht allzu leicht; denn die Voraussetzung der Abschaffung des „Gründlichmachens" oder zumindest die EirUch'ankung dieser SchreckenStage auf den Sai'^moeche'. also zirka viermal im Jahr, ist die Möglichkeit, eie täglichen Reinigungsarbeiten gründlicher, müheloser und zeiterspa ender zu er ledigen. Hiezu bedarf es aber sowohl ordentlicherSchulung von Hausfrau und Hausgehilfin im Sinne zeit-- und kraf!sparender Arbeitsmethoden a'S auch — und das ist oft die schwerer erfüllbare Forderung — ei.er Reihe einmaliger Investitionen für den Haushalt. Jeder Fabrkksbetrieb, jede Werkstätte, die kleinste Betriebsstätte trachtet sich mit den neuesten Maschinen. Werk zeugm, Behelfen auszustatten, um in der Erzeugung den Konkurrenzkampf bestehen zu können. Nur der Hauset forgt zögernd, mißtrauisch, konserva iv den Fortschritten, di' auch auf döm Gebiete der Technik im HaushaN zu verzeichnen sind. Cs ist ja „nur" die Kraft der Hausfrau oder Hausgehilfin die geschont wird, es wird nicht b dacht, daß diese Kraft für ändere Arbeitsleistungen frei wird, wenn man sie einer überflülsi^en> a^tmo^i^n ^rbü^sweiä entbebt, es wird Nicht eaarMop Polish i. 1 J Politur Ist das bewahrtes e Mittel für gründliche " bequeme Haasrehit ung Eptpart Besen, Bürste und Wischtuch. Kos1 enlose Vorführung In der Aus- Stellung »Die Frau von heute". VH Alserstrqfte 23. Menanlo — Geöffnet 10-6 Uhr 339 BLAIMSCHBINS 1WS Pflanzen-Margarine TERKO Unerreicht in Qualität und Preis! Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners 8. Pilrst Dari in kslaini iiseta Mall IM»! Ueberali erhältlich w KARL, BuAIMSCHEINS vereinigte Margarine- und Butterfabriken, Wi^n, 14. Bez., Diefenbachgasse 59 bedacht, daß Arzt und Apotheke gespart wird, daß vorzeitiges Altem dadurch vorzeitige Arbeitsunfähigkeit oder Arbei.sminderfählgkelt verhindert wird, wenn dis richtigen Methylen der Hausha tführung crmc'g icht w.rdEn. Möbelpflege und Mßbod.".:pflege e fordern daher: die nichtigen Putzmittel, gute Staubtücher, staubbindende Policrapparate, die das stanbaufvirbelnd^ Kehren ersparen, Staubsaugapparate, Wachs und Lackpräparate. Der Wäsche widmen wir nächstens ein eigenes Kapitel. Wie öle Karben auf die Stimmung wirke«. Die Frau ist die Schöpferin des Hauses. Sie ist es, die den Plan eines Hauses letzten CndeS begutrchtet. die Einteilung der Räume festlegt und nicht nur die Bequemlichkeit der Familie berückiichti^t. sondern auch dem Ginzen des Hauses den Stempel ihrer Persönlichkeit aufdrückt. —- Dazu gehört jedoch ein aut Ten Fachensinn, den die meisten der Frauen Wahl haben, aber eS dürste doch am Platze fein, etwas von der Wirkinm zu sagen, die von den vcrsckuedenen Farven auf unsere Stimmung ausgeübt wird. Aehnlich wie Sonnenschein und Reaenwetter die Stimmung der Menschen merklich beeinflussen, üben auch die Farben der Uckgeouna in der sich ein Mensch bewegt, Wirkungen auf das Gemüt aus. — Weiß macht einen Raum größer und lichter, wirkt aber kalt und leer. Karmesinrot wirkt zart und beeinflußt die Empfindung: eS wurde festgestellt. daß Kinder in einem solchen Raum lebhafter als gewöhnlich find. Gelb lässt einen Raum mit Licht durchflutet erscheinen und gibt ein Gefühl der Sonnenwärme >>nd Behaglichkeit. Düstere Räume werden durch gelbe Wandverkleidung freundlicher. Noch mehr ist dies der Fall bei Orange, das.einen nervenstärkenden Eindruck auSübt. Rot drückt die jugendliche Freude aus, ist aber für die Augen ungesund. Nervöse sollen in ihrer Umgebung Rot meiden. JMolett erregt. Blau besänftigt und beruhigt. Manche Menschen schlafen bei blauem Licht nachts besser alS im D""k-ln. Anch Hst b"rnM -ntben Einfluß. Ans dem Reich der KSche. Ueber allgemeinen Wun.ch bringen wir spezielle jüdische MenuS und werden wo notwendig, die Bezeichnung (milchig) beifügen. Ein Mitta g - Me n Ü: Englische Zwiebelsuppe, faschierter Fisch, Rehvrotrn (selvstverständ ich von geschlachtetem Reh) mit Pastetchen. Kastanienkoch. Rezepte: Englische Ztmebelsuppe (für 6 Personen): 3 feingühackte Zwiebe», mit 5 Dekagramm GanSsett und 4 Dekagramm Mehl gelb anrösten lassen. H Liter Wasser, etwas salz unter sorwvährendem Rühren dazugeben; 1% Sentmel in kleine Würfel schneiden, in Fett rösten, die Suppe passieren, mit semgehackter Petersilie einmal unter Zusatz von Wasser ausrochen und mit '2 Dottern abquirlen, über die geröstete Semmel aufgiehen Rehbraten: 1 Kilogramm Rehschlögel (geporscht und gereinigt) wird, nachdem er einige Stunden in reinem Wasser qel-ege-n ist. gut ahgehautelt. Dann aus 10 Dekagramm süßen Mandeln eine Mandelmilch machen, das gereinigte Reh für •24 Stunden bineingelegt. Fn eine Kasserolle etwas Zwrcbel;mol schnell soucn: Kochen Braten Backen Bflgeln Baden Heizen Waschen nur mit Siemens - Gas Apparaten TEILZAHLUNGEN VERKAUF I AlaerstraSe 20, Ausstellung „Die Frau von Heute“, Vlll, Alaerslraße 23, Kochschule, Aiscrstrafio 20. Bei jedem Installateur. wäsi h! tii»' ganz W«o»ll Z I NT I V AL I:' v |-VVAl.lG 4 THL .S-tV ZO SCUlf: Uber natmiaaf eiten Ui ledern Beilrh i tlHNlctiU* Aüfoverliehr In alle Baatrke swedu Abholung vom Hause! gelbe Rüben, Petersilie, Sellerie, einige Wachholderkörner, Stückchen Zitronenschale. etlvaS LordseMatt. Thymian und RoSmarin hrnetn, das Reh salzen und hineingeibe-n, dazu ein Stück rsines GanSfett, Mecken und im Rohr langsam weich braten Dam, in einer anderen Kasserolle etwas Fett, «in wenig Mehl idunkle Etntrenn machen), mit Y* Liter rotem Wein aufkochen lassen, gießt eS aus daS Reh in der Kasserolle, wo das Reh gebraten wurde. Die Sauce durchpassieren und saS Reh darin üOerdraten. in schöne Scheiben schneiden, di« Sauoe darübergießen. Mit Pastetchen anrichtet». Pastetchen: Nmdermurk mit Mehl abtrei'bon. in Nrldelteig 4—5mal zusammenschtagen und immer wieder durchikneten, rasten lassen. Mit Krmpfenstecher Blättchen ausstechen und die Hälfte dieser Blättchen, mit einem ganz kleinen Anstecher zu Ringen ausgestochen, legt die Ringe auf die Blättchen, nachdem sie mit Eiweiß bestrichen wurden, backt bei starker Hitze auf vefe'telem Blech. Faschierter Fisch: Ein mittelgroßer Fisch wird am R-ückvn ausgemacht (nachdem er gut geschuppt und geputzt ist), da? Fischflsisch gut vau den Gräten a'bgelÄst, fein faschiert, 2 feingeriebene Zwiebel mit feingehackten Peterstlienbbätteru, gehackte Zitronenschale, in Würfel geschnittene mild', 20 Deikagramm Sardellen fein du.rck'passiert, 8 gange cingeweichte Semmel mit Oel vergossen und mit 6 ganzen Eiern vecrrchrt und den faschierten Fisch dazugeben. Eine Fischform mir Oe. ausgeschmrert, mit Semmelbrösel verstreut, das Faschierte hineingelegt. Langsam tacken lassen. (Auch Hecht kann auf -lese Art faschiert werden.) Kastanien-Koch: 15 Dekagramm Kastanien (rohe, geschält), in einem Achtebliter Wasser und ss, Liter Wein, weich gsdünstet, 2 Dekagramm Zucker dazug^eben. 8 Dotter, 10 Dekagramm Zrcker, Schnee von 4 Eiklar daMgeben und das Ganze in erner Puddingform gebacken. Wiikmewlrtfchatt im Haushalt l Was ist Wärmewirtschaft? ES ist Re beffere AuSnützunz der vorchandenen Brennstoffe und die Erzielung von Ersparnissen durch besiere. nicht etwa kärglichere Wirtschaft, radem auS geringeren Brennstoffmengen gleiche, ja sogar größere Heilwirkungen erstell werden. Der moderne Haushalt weiß noch recht wenig davon; der Kohlenverbrauch rn Küchen» und Zimmeröfen sowie Waschseffeln ist viel zu groß, was zum Teil auf schlechten Bauzustund der Oefen. zum Großteil jedoch auf das der modernen FeuerungStechnik'.nicht mehr entsprechende System keS Rahmenrostes zurückzuführen ist. Ovwohl die Beschasfenheit des Rostes, auf dem doch die eigentliche Verbrennung erfolgt, von größter Wichtigkeit ist, verwenden wir heute noch ebenso wie vor 100 Jahren Rahmenroste in den Oefen Diese nützen das Brennmaterial nur ungenügend aus und lassen die Rauchgase unverbrannt zum Kamin entweichen. Es ist somit die Verwendung eines Rostes, der Brennmaterial besser auSnÜtzt, daher an Kohle spart, erne klare NolwendigFeil. Ein solcher Rost wurde nunmehr konstruiert und findet im HauSlhalte bereits größere Verwendung. Er nützt vurch beffere Saueostofjsufühvung und durch die Verbrennung der Rauchgase mittels Stichflammen das Brennmaterial um zirka 30—60 Prozent besser aus ails die veralteten Rahmenroste, mutz also als den Anforderungen der modernen Wärmcwirtschast und damit den Interessen jedes einzelnen Haushaltes entsprechend bezeichnet werden. Der Sparrost erweckt in der Ausstellung ..Di« Frau von Heute" (8. Vez^. Alserstraße 23, Eintritt frei, geöffnet von 10—6 Uhr) mit Recht allgemeine Beachtung. Fragen rmd Antworte». Fra« Else R..„ RikoiSburg. Wie b eh andre ich weiße Felle, Borleger ustv.? Die Felle werden mit lauwarmer Seifenkösung (Bersale, Lux oder SchEflocken» w lange mit weichen Lappen behandelt, bis das Wasser klar bleibt. Mit lauem Wasser nachgespült und kurz vor dem Trocknen werden sie scharf gebürstet. Das trockene Fell mit weitzahnigem, reinen Kamm leicht gekämmt. au Kohl« ln Kftofeenherd und Zimmerofen mit ROST von THOST Sie ersparen 30 Ms 50 Prozent mm Tmii :; 1 jj-; f ff? Vorführung und Auskunft in der Aussteifung : »Die Frau von heute*, Vitt., Mserstraße Nr. 23 und im Verkaufsbllro: VIII., Kochgasse 22 Telephon 98041 GrAFwürp"5 (eftta* Aufsicht de« Ew. Herrn Rabb. S. Fdrst horgestslU) bucIm luppsw und Samt« dtiih«! %