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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-10 · Heft 2797 (10.12.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2797 (10.12.1926)
Date
1926-12-10
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Men, Fveita-g Wterrrr Moraerrzetttms 10. Dezember M6 -rr. SM Mm und Kino. •Set Statt Mit Fall." Soweit wir uns erinnern, »v«r ein Lustspiel amt Herrny Porten, in welchem -er Gegensatz Mischen Solontirolern aus -er Jun'keraimossphäre und hundertproge-ntigen Dauern reichen Heiterkeitskstoff galtz, -er letzte Dauernfiim, bevor die große Serie -er raffinierten Salonstücko, Tänzerinnen- und KiÄottentragödien begann. Jetzt wurde im Bayrischen Ludwig GangHoferS Roman «Der Jäger von Fall" auf die Leinwand gebracht. Er wir-t echt.durch die -argesteviten Aelpler, noch echter und angieHender durch die herrliche GevirgSwslt. In der Hauptrolle zeichnet sich Wvchelm Dieterle auH, den man jetzt auch in Wien von feinem Wirten am JoseMädter-Theater kennt. Grete Reinwa-ld spielt gjlauVhaft und bildhaft eine Bauerndirne und Fritz Kampers, ein Eharakterdarsteller von Rang, gibt den Wilderer. Der Fiknr» vom Münchner Regisseur Franz Seitz inszeniert, kann sich seihen lasten. mit bucie Doraine und W’illl Fritsch — Exklusivfilm Beginn: Wochentags */45, *1,6, V48 und %9 Uhr Sonn* und Feiertage 4. 1*46/ V.7. V«8 und 9 Uhr SCHOnENRING-KINO - Schottenring 5 Telephon 17-4 25 Prinz und Hokolte 11., Taborsträße 8 Telephon 42-3-41 Im beul« Ms 13. Dazemftur: Ben Hur Musikalische Begleitung: Das neue Ufa-Konzertorchester mit Jazzband (Dirigent: Kapellmeister Karl Krall) Beginn um 6, V,8 und 9 Uhr Luciano Aiberüui verunglückt. Wie auS Turin berichtet wird, ist der bekannte Fil-mdarsteller Luciano Albertini bei einer Scnsationsaufna'hme zu dem Film «Rinaldo Rinaldini" abgestürzt und liegt derzeit mit mehrfachen Knochorübrüchen im Krankenhaus m Turin. Das größte Kinotheater der. Welt ist vor kurzem in New Jork eröffnet worden. Es ist das Paramount-GebäNde auf dem Teines-Square. Diesen Riesenbau von 40 Stockwerken hat der Präsident der Famous-PllayerZ-LaSky-Eorporaüon, Adolphe Sooker (ein Jude) erbauen lasten. Das Kino, das in diesem WoÄenkratzer untergebracht ist,. faßt in fünf Stockwerken mehr als 4000 Personen. In den übrigen Stockwerken und auch in ausgedehnten Souterrain» räumen gM es neben den Bureaus der Paramount-Geis-ellschcvft auch große Klub-, Spiel- und Erholungsräume für die Besucher des Rissenkinos. Teurer Flimspatz. Eine Kirrog-esellschaft hatte in einem Film „Zaza" den Namen Brissac einem Darsteller gegeben, der in dem FÄm eine äußerst unvorteilhafte, ja lächerliche Nolle spielte. Der in Paris wohnende Herzog von Brissac hat daraufhin die. Filmgesellschaft auf 100.000 Francs Schadenersatzverklagt. Das Gericht hat der Klage stattgegeben und die Gesellschaft zu 76.000 Francs Schadenersatz und zur Veröffentlichung des Urteils in zahlreichen französischen und amerikanischen Zeitungen verurteilt. Außerdem wurden vier Kinos, in denen der Film gezeigt worden war, zu je 4000 Francs Schadenersatz verurteilt. ' Stotletae Aufregung! Ist das Olympische Fußballturnicr gesichert»? . Die vcun Rekakteur von Hoven geleitete holländische Zeitschrift «De Olympiade" glostievt in einer ihrer lehten Ausgaben den Streit u»n das Zustandekommen des Olympischen FußjbaMurniers 1938 wie folgt: «Man weiß doch recht gut, daß es heute heiU: „Wir kommen nicht!", im Januar folgt dann: „Wir kommen mit zwei Mannschaften!" und im Mal: „Wir kommen nur, wenn wir Berufsspieler stellen können oder Vergütung für Lohntausfall zahlen dürfen." Unv dann kommt man vm November wieder mit einer (jona anderen Lesart, tnt Januar 1968 heißt es, daß endgültig baschloflen sei, nicht teilzunohmen... und das erste Land, das feine Meldung abgibt, ist das Land, aus dem alle die widersprechenden Nachrichten ausgetischt worden sind... Man soll doch etwas mehr Ruhe bewahren! Bei der Fi'fa sind zur Zeit öl Länder angeschlossen und die offiziellen Berichte besagen, daß der weitaus größte Teil davon in Amsterdtam mitmachen wird. Der Schriftwechsel mit Ländern, die bisher noch nie sich beteiligt haben, läßt überdies die Annahme zu, daß wir 1968 eine ganze Anzahl neuer Geisichter sehen werden, und daß ixt8. Turnier alle früheren weil.in den Schatte» stellen wird. UreV da soll man ernstlich glauben, daß Länder wie Schweden» Italien und andere sich um des unnötigen politischen Getus eimgor Führer und Presteleute willen die Gelegenheit nehmen lassem werden, ihr Können dabei zu beweisen? Jeder ist hier 1968 Herrsch willkommen, jeder Besucher und j««rer Teilnehmer. Doch man vergesse nicht, daß es auch eine Ehre für jedes Land ist, seine Vertreter 1968 hierher zu senden. Welches SportvolL das Selbstachtung besitzt, soll hierbei fehlen wollen? Wer sich auf. solche Weise auSschlietzt, kann der Bedeutung des Turniers keinen Abbruch tun, sonder« betrügt sich nur selbst!" '' Heute findet in Paris eine Vorstandssitzung der F. I. F. A. statt» die sich hauptsächlich mit der Frage des Lohnausfalls für die Teilnehmer an der -Olympiade beschäftigt. Der nächste Kongreß der F. I. F. A. ist für den 3. und 4. Juli 1967 in Heils ingfors bestimmt worden. Sie Brlgittenauer habe« kn Budapest euttiiufcht. Eine ungarische Stimme. Der Budapester „Sporthirlap" schreibt über das Debüt des Brigittenauer A. C. in der ungarischen Hauptstadt im Tressen gegen den F. T. C. u. a.: „Das Match war uninteressant, was ausschließlich auf Konto der Wiener zu setzen ist. Einige hocheingeschätzte Kräfte der Gaste haben nichts anderes gezeigt, als waz bei uns von jeder zweitklassigen Mannschaft zu sehen ist. Es ist daher nicht zu verwundern, daß der F. T. C. -ohne besondere Anstrengung bei der Sache war und das Match leicht nahm. Das einzig Erfreuliche ist. die aus dem Spiele sich ergebende Folgerung, daß Ferenczvarosi um Klassen besser ist. als der führende Verein der Ersten Wiener Liga, und daß der ungarische Fußballsport die Ebenbürtigkeit dem Wiener Fußball gegenüber" zurückgewonnen hat." Der LLuser von Marathon. Der Marathonlauf ist.falsch geschätzt worden. Das Langstrecken-KomitLe' der amerikanischen Ämateur-Athleten-Union (der Name ist so lang wie die Strecke) hat ermittelt, daß der Weg von Marathon nach Athen nur 36,750 Kilometer lang ist, nicht wie man bisher schätzte, 42,600 Kilometer. Und so wäre die Leistung des bmven Pheidippides anno 490 eigentlich nicht gar so bedeutend gewesen, obzwar er sie mit seinem Leben bezahlt hat, waS man von den heutigen Läufern nicht sagen kann. Er hatte übrigennach Seinen sportlichen Ehrgeiz. Er rannte die Strecke, um seinen Landsleuten den Sieg über die Perser zu melden. Kennsr. der griechischen Sprache bewundern ihn, weil er es trotz feiner Aufregung und trotz des langen Weges fertig gebracht hatte, dar Perfektum von nikan richtig zu bilden und seinen Landsleuten zuznrufen: Nenlkekamvn! Wir haben gesiegt. Die klassische Philologie hat ihm ein unvergänglich ehrendes Andenken bewahrt. Die Amerikaner aber lassen sich nichts vormachen. Für sie ist Pheidippides ain Bluffer, uwb wenn es schon damals eine oberste sportliche Sfcy - Hörde gegeben hätte, so wäre es dem Mann schlecht ergangen. Bernhard Shaw knockout. Nun hat Gene Tunney nach seinem Weltmeisterschaftssiege im Boxen gegen Jack Dempsey einen noch Größeren bezwungen, den berühmten Dichter Bernhard Shaw. Shaw hat das Verfilmungsrecht seines. RomaneS „CashelS Byrons Profession" verkauft. Der eine Bewerber war Jack Dempsey mit 15.000 Pfund Angebot- und Gene Tunney mit 20.000. Tunney erwarb also das Verfilmunasrecht. Allerdings erklärte 4r vorher Shaws berühmtes Werk als „jugendliche Patzerei" und verlangte, daß xS bezüglich der darm enthaltenen Boxszenen umgearbeitet werde. Nach anfänglichem Widerstand mußte sich Shaw geschlagen bekennen, denn Tunney wies ihm nach, daß seine Anschauungen über Boxen veraltet seien. Tunney wird selbst den Hauptdarsteller filmen und so sicher ein Vielfaches von dem Betrage yereinbekommen, den er für das Versilmungsrecht bezahlt hat. e. f- Der Arierpacagraph im Schnee. Wie wir vor kurzem meldeten, hat die in Retchenbera zusammengetretene außerordentliche Vertretertagung des H a u p t v e r b a n des deutscher Wintersportvereine in der Tschechoslowakei Er einen Antrag des Vorbandes der erzgebirgischen Wintersportvereine, die Ausnahme von Mitgliedern von ihrer deustcharischen Abstammung abhängig zu machen, abgestimmt. Für den Antrag stimmten 778, gegen denselben 624 Vertreter. Da die erforderliche Zweidrrttelmajorität für den verfastunasandernden Antrag nicht voryanden war, wurde er fur - abgelehnt erklärt. Wie nunmehr die völkischen Blätter Mitteilen, haben die aus völkischer Grundlage stehenden Vereine die Gründung eines Verbander der sudetendeutschen Wintertzwrtltzr auf arischer Grundlage vollzogen und sind aus dem H. ,D. W. a usgetreten. Die völkischen Blätter verkünden, daß dadurch der Hauptvevband in seinem Bestände bedroht erscheint. Touristik und Wintersportsektion des S. C. Hakoah. Jedm Mititwoch und Freitag, Amnel>dungen zu den Maria, zellerskikkursen. Bücherausgabe usiv. ab 8 Uhr im Klulbheim, 1. Baz., Wipplingersiraße 24 (Cvise Mtes Rathaus), Telephon Nr. 68-106. — Mittwoch, den 16. Dezember iM TurHaale, 16. Dez., Herklotzgaste 21,- Trockenskikurs. Ski. Sch: che und Stöcke mi'tnehmen. Erscheinen für alle Ayifäniger Pflicht. — Taurenprosramm für den 18. Dezenäber: Ä-Tour: S p a r b ä ch e r T i e r g a r -t e n. Treffpunkt 8 Uhr 30, Min. in Mauer (60er Wagen). Fülhrer Fixe!. B-älöur: Stuhleck-Pretul. Mtsachrt 5 Uhr K Mn. Äb SWGckhühaf. Führer Gwnsler. Ungarische Erfolge in der Wng-Pong-Weltmeisterschast. Me ungarische Mannschaft' in der Aufstellung Mechlovitr^J-- kobi-Dr. Pecsi schlug Indien 8:1 und Engumd 7:8. - Aus de« B»ek«e». y; HaSmonea. Heute alb 7 Uhr Piing^Pong-UÄütrgeu M: Cafe Dänemark, 2. Bez., Praterstraße 46. Das Meistör»- schafittistplsl gegen Metallum findot Ämntag um %;10 IHr vormittag am Bewegung 20-Platz statt. Theater von heute Burgtheater: Egmont Anfang 7. Ende vor V411 Uhr StaatSoper: Turandot Anfang *liS, Ende nach 10 Uhr Akatzemietheater ■ Dar grobe Hemd Anfang '/,8, Ende vor 10 Uhr Deutsches BolkStheater: Lolo's Vater Anfang */,8 Ende vor 10 Uhr VolkSoper: Zar und Ztmmermann Anfang '/,8. Ende gegen V,11 Uhr Kammerspiele: Der Familsenhäuptlmg Anfang */,8. Ende 3/4l0 Uhr 1010 Nachtvorstellung. Die A-B-C-Revuv Theater a. d. Wien: Die ZirkuSvrtnzesfln Anfang \ltS. Ende vor 11 Uhr Johann-Strantz-Theaier; Alexandra . An ang */,8, Ende V,ll Uhr Raimund-Theater: Das Sckwaibennest Anfang Va8, Ende */,il Uhr Reuaifsauee»Büh«e: Die Pfarrhauskomödie' Anfang 8. Ende 10 Uhr Theater in der Jofefstadt r Viktoria Anfang VA Ende V4ll Uhr Stadttheater: Wien lacht wieder. Anfang */,8. Ende nach 10 Uhr Modernes Theater:!Der D ktator Asfang 8. Ende 10 Uhr Wiener Bürgertheater : Der Mitter- »achtSwalzer Anfang »/,8, Ende nach 10 Uhr Lustspiel-Theater: Der 18. Liebhaber Anfang 8, Ende »ach 10 Uhr Jüdisches Künstlerkabarett (Cafe Astoria), 2. Bez.. Praterstr. 60. 8 Jüdische Bühne, 2. B^.. Taborstraße 12 Dem HühnerschojchetS Mtfchpoche! 8 ZirknS.Adolfi. Renz^ebäude. RAD/O-PROGRAMM . Hente Freitag 16'15 Uhr: Nachmittagskonzert. Milwirkend Grete Dotsperg (Gesang). Meister der ftanzösischeu Oper. 17'4b Uhr: Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. Seklionsrat Deinlein. 18 Uhr: Me Technik im Lichte der Literatur und Kunst. Dr. Ing. eh. Franz Maria Feldhaus (Berlin). 18 30: Univ.-Prof. Dr. Hans Tietze. XII. Me Meister der Barockzeit. 19 30 Uhr: Englisch für Vorgeschrittene, 20 05 Uhr: Zom Menuett zum Wiener Walzer. Einleitender Vortrag Professor Fritz Lange. AuSführenoe: SraatSppernsängerln Louise HelletSgruder, Kammersänger Arthur '''renk, das Kammerquartett Tautenhayn. Am Flügel: Kart PauSpertl. Morgen SamStag. TOOOCOOOGQOOOOOOCOOOCGOOOOOaD 16*15 Uhr: NachmtltagSkonzert des Johann Strauß-RonrertorchesterS. Dirigent: Alois Heinz.. Mitwirkend Opernsängerin Roll Wagschal. 18 Uhr: Reiseerlebnisse in Brasilien. A. N. Neves. 18 30 ' Uhr: Die flämische Dichtung: Consde<-'Ce •— 0e7elie — de Coster. Gesprochen von Helene Lanterdöck. 19 45 Uhr: "Die Frau im Hermelin*. - Gestrickte Kleider ist die Mod».. Reichhaltige Auswahl - - «S ersten Wiener Werkstätten. Albert Mahner Steuer Markt s. ui., Landstraße Haichtstrag« ft IV., Wteduer Hauptstraße 8. r vi.. 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