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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-08 · Heft 2795 (8.12.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2795 (8.12.1926)
Date
1926-12-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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4 | Polen*. 35 gfoszy j Wien: Zcun Abholen in der Expedition, II., Tabors tr 1-8 oder in einer Verschleißstelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkauf in Wion durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, Wollzeile 11 Mit Tostversand für Wien und Oesterreich monatlich b Schilling Tscheche - Slowakei: Alon.K82. Jugoslawien: Mon. Din. 60 Polen: Mon >> Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 35 Saehaehian*eo bet Preist b S b o o a e o rerbebstten Nt. 3795 Wiener o rgenxe Itutuj | Preis aO g | England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. 17Ötei Bul gar ien.’Mon.lOO Lewa. S c hw e i z und das übrige Ausland monatlich Pros. 5 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Uhr: Tel. 81-209 VH., Lerchenfe! deratraße 1 (Druckerei »Iura“) WMW»WWWW»W«e»»>»»>WWW«S»»WWU»»W»»>WWW»We»»»»WW>W«Wa» Me». Mittwoch. 8. Lezsmüer 1928 (8. rede« 5687). Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr 150 69? 8. Megan» Im redaMonellen Teil enthaltene eirtgeltttche MtteNnnge« find durch ein vorangesetzteS E gekennzeichnet. ■ 8 » X Tn Gesunden Körper Starke Nerven Frischen Geist schafft Sauatogeu durch seine Doppelwirkung als Körperkräftigungslind Nerven»ährmittel. Ueber 24.000 vorliegende schriftliche Gutachten namhafter Aerzte empfehlen den Gebrauch von r# a 3 : » ■ bei den verschiedensten SchwächezustLnden. Fordern Sie von der Firma Bauer & Cie., Berlin SW. 48, kostenlos und unverbindlich für Sie die Broschür e „Wegweiier zur^Gesundheit und Lebensfreude" und die- Sonderbroschüren über die Anwendung des „Sanatogen" als Nähr-und Kräftigungsmittel für Nervenleidende für Kinder - » Lungenleidende - - bei Bleichsucht nndBlnt- Magen-u. Darmkranke. armut „ Frauen „ Ernährungsstörungen ferner daSNterkblattfür werdenbeMütter u. Wöchnerinnen. Packungen von S 3.— an llss8 in alle« Apotheken nnb Drogerien « 8 n a Ci m Demission der jugoslawische« Regierung. AlS Folge -öS italienisch-albanischen Vertrages. Belgrad, 7. Dezember. Im Zusammsnhang mit dem Abschluß des italienisch-albanischen Vertrages, der, laut einer Meldung der „Politika" auch mit einer g eheimen Militürkonventiou über die Schaffung von Opemtionsbasen für italienische Truppenlandungen in Albanien verbunden ist, hat gestern spät abends, Außenminister D t. Nincic seine Dmnission überreicht. Sein Demiffionsschveiben weist direkt ans dm Jugoslarmen bedrohenden italienisch-albanischen Pakt hin. Nunmehr hat heute vormittags das ganze Kabinett Ugu owitsch demissioniert. Die Skupschtina, die heute zu ihrer ordentlichen Session Zusammentritt, «er» tagte sich bis zur Bildung des neuen Kabinetts. Ilzrrrrovie mit der Neubildung der Regierung beauftragt. Heute nnttags begannen die Audrenizen der führenden Politiker beim König. Um 2 Uhr nachmittags, erschien Ministerpräsident Uzunovic beim König, der ihn mit der Neubildung der Regier-ung betraute. Uzunovic wirk vorauAsichilich eine Regierung auif Grundlage einer Koalition der radikalen Partei mit der demokratischen Bereinigung, Mit Ausschluß der Radicianer, bilden.. In bieficm demokratisch'radikalen Koalitionskabinett wird das Portefeuille des Aeutzern der demokratische Abgeordnete Mar i n k o v i c übernehmen. Von Marinkovie ist eine r a d i <ka l e: U m st e l l u n g der Richtlinien der jugoslawischen Außenpolitik zu erivarten. Amerika — das reichste Laad der Wett. Washington, 7. Dezember. Arboitssekretäc Davis erklärt in einem Bericht seines Ressorts, Amerika sei das reichste Land, das es jemals gegeben habe. Die Arbeiter nehmen an der Wohlfahrt in vollem Maße teil. Das Elen,d der Armut sei f a st u n b e ° kaunt. Zer Kampf gegen den Paß. Kn Belchluß des Sfterreichtschra Miskftrrrates. Wie die „Politische Karrespondeniz" erfährt, hat sich der gestrige Mimsterrat u. a. mit der Frage der Aufhebung des Si chtve rm erkzIva ng'es im Verkehre zwischen Oasi.'rreich und den übrigen Staaten befaßt. Der M'misterrat hat im Sinne der Ausführungen des BuNdeskanzlehZ im Finanz- und Dudgetausschusse beschlossen, um den Abbau der Reisebeschränkungen gemäß den bei der Genfer Paßkoirferenz im Mai l. I. angenommenen Empfehlungen möglichst zu fördern, den Sichtvermerk zwang allen Staaten gegenüber ab zuschaffen, die ihrerseits den ö st e r r e i ch i s ch e n B u n d esb ü rg e r n die Einreise ohne Sichtvermerk f r e i g e b e n. Das Bundeskanzleramt Glusiwärkige Angelegenheiten) wurde ermächtigt, .im Verhandlungswege tumaimmtM&emmmammuaamKmMmwttmmmamminmmmiiaammam&mMiümnmTiämmBBmm Die MMekbemlungen in Gens. Um die Aufhebung der Militär!outrolle^ Genf, 7. Dezember. Die. einzelnen Besprechungen der hier arkw-esenden Staatsmmrster, die sich um die Aufhebung der interalliierten Milüärkontrotte drehen, wurden -heute fortgesetzt. Am Sitze der deutschen Delegation furchen Unterredungert zwischen Noichsaußeirminister- Dp. S t r es emann und dem belgischen Außenminister Vand«rvelde, ferner zwischen' dem Ministerialdirektor Doktor Gauß nrrd dem italienischen RatsmitgliÄ» Scialvja statt. ,, Viel beachtet. wird die Ankunft des Generalsekretärs der Botschasterkonserenz Massigli, der sich im Laufe des Vormittags auch mit der deutschen Delegation durch einen Besuch beim Staatssekretär v. Schubert in Verbindung fetzte. Das Finauzkomitee. , setzte vormittags ohne Hinzuziehung der Danzig er Delegation die Beratung der Anleihefrage fort. Die Besprechungen, denen auch die polnischen Vertreter beiwohnten, galten einigen von Polen gemäßen Schwierigkeiten, die im wesentlichen die für die Durchführung des Sanierungsprogramms geplante Errichtung eines Tabakmonopols und die zu diesem Zweck vorgesehene zollfreie Einfuhr von Tabak betreffen. Der Völkerbnudvat hielt heute nur eine, vertrauliche Sitzung ab. Dagegen haben die Minderheitskomitees des Rates ihre Beratungen fortgesetzt. Heute beginnen die ungarischen Wahlen. Budapest, 7. Dezember. Morgen beginnen in Ungarn die Abgeordnetemvahlen und dauern eine volle Woche hindurch an. Am Mittwoch gelangen rund hundert und am Freitag ebenso viele Mandate zur Vergebung, womit vier Fünftel des neuen Abgeordnetenhauses gewählt sein werden. An den beiden letzten Tagen, am 14. und 15. Dezember, wählt Budapest, wo die Regierung im jüngsten Parlament keinen einzigen Anhänger besaß, während diesmal ihre Kandidaten.98.150 und die Oppositionellen aller Schattierungen insgesamt 71.157 Empfehlungsunterschriften erhielten. Von den Empfehlungen auf dem Lande sind 87 einstimmig, wovon acht auf die Opposition entfallen. Wilhelm« Bermösensvrrwatter demisfionirrt. Berlin, 7. Dezember. Der Generalbevollmächtigte des ehemaligen Kaisers, Geheimrat von Berg, hat bei dem früheren Kaiser in Doorn sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Der Exkaiser hat dem Ersuchen stattgegebcn und Geheimrat Berg, gebeten, bis zur Ernennung seines Nachfolgers die Geschäfte weiterzuführen. Mawh - Pkilstvenk der FinanUommlssion vrr Kammer Paris, 7. Dezember. Malvy ist zum Präsidenten 'Ter Fimmzkommission der Kammer gewählt worden. mit den besonders in Betracht kommenden Staaten, falls diese hiezu bereit sind, die gegenseitige Aufhebung des Sichtvermerkzwanges zu vereinbaren. Hiebei werden die einschlägigen Abmachungen mit dem Deutschen Reiche und der Schweig als Beratungsgritn-dlage zu dienen hohen. * DiLfe Aktion war vom Bundeskanzler Dr. S e i p e 1 vor einigen Tagen angokündigt worden. Es ist bereits bei einigen Staaten sondiert worden. In Prag wurde erklärt, daß für die Aufrechterhaltung des Patz. un»d MsnmsKvanges nicht allein fiskalische,, sorilbern auch politische Motive in Frage kommen. Doch entspricht es einer immer dringlicher auftretenden Forderung der Geschäftswelt, daß die Grenzsekkaturen, die immer nur harmlose Menschen treffen, endlich ihr Ende finden. Rahn« Sokolow in London.' London, 7. Dezember. (I. T.-A.) Der Präsident de». Zionistischen Exekutive, Nahum Sokolow, ist nach einer Abwesenheit von mehreren Monaten, die er zur Werbearbeit in Südafrika^ Palästina und Deutschland benutzte, na# London zürückgekehrt. Ter Zoint-Lrive für die Mischen Notstand» gebiete in Lflrnroha. Loudou, 7. Dezenrber. Zur Aufbringung eines Fünf- Millionen-Psiind-Fonds für die fünf Millionen in Polen, Rußland, Bessarabien und Litauen notleüiewden Juden fand gestern in der Newyorker Kathedrale eine Massenversammlung von Protestanten, Katholiketr und Inden statt. Der Vorsitzende Bischof Marming hielt eine Ansprache, in der er sagte, dies sei die erste Versammlung in einer amerikanischen Kathedrale und wahrscheinlich in einer christlichen Kathedrale überhaupt, die ausschließlich zugunsten der Juden einberufen worden sei. ■ ' General Pershing W e s l e y a n führte aus, die Ehriste« wünschten zum Zeichen der Anerkennung der großen Verdienste der Juden um das amerikanische Leben bei der Aufbringung dieses Fonds mitzuhelfett und zu zeigen, daß es in Amerika kein Rassenvorurteil gebe.; Außerdem sprachen noch General O r y a n, ein hervorragender Katholik, der Kongregationalist Dr. G ab ma nn und Louis Marshall. König Ferdinand. Bukarest, 7. Dezember. (Orientradio.) Ueber däS Be», finden des Königs wird folgendes Bulletin auZgegeben: Nacht gut verbracht, Temperatur 36,8, Puls 68, Allgo^ meinbefinden gut. Ae kjeraowitzer Srelgnlffe vor dem Parlament. Bukarest, 4. Dezember. (I. T. A.) In der hewttgen Parlamentssitzung brachte Cu za seine Interpellation über die Czernvwrtzer Ereignisse ein und erklärte, das inländische Judentum bilde im Verein mit dem Auslandsjudentum ein« große Gefahr für das Land. Hier wurde der Redner durch Zurufe des Rationakzaranisten Madghearu unterbrochen, der ihn der antisemitischen Demagogie und der Verhetzung der Jugend beschuldigte. Dr. Lupu wirst Cuza Gewissenlosigkeit vor. Es entsteht ein heftiger Wortwechsel. Przai sagt, der Mgeordnote Dr. Ebner trage die moralische Schuld an den Czernowitzer Ereignissen. Dr. Mayer Ebner wies in scharfen Worten diesen Vorwurf zurück und sagte, die bedauerlichen Vorgänge seien durch Cuza und seine Partei verschuldet worden. Er wiederholte seine Bereitwilligkeit, auf seine Immunität zu verzichten und sein Verhalten durch das Gericht oder eine parlamentarische Kommission überprüfen zu lassen. Der Redner fragt die Regierung, welche Maßnahmen zur Aufvechterhaltung der Ordnung ergriffen wurden. Innenminister Goga erklärt, er mißbillige die Handlungsweise des jungen Menschen, der in seiner Überspanntheit geglaubt habe, die verletzte nattonale Würde durch einen Mord zu rächew

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